Bis einer heult! • Bitte nicht Füttern!
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24. September 2002 | Pia Drießen

Bitte nicht Füttern!

Oh man… ich platze gleich und dabei ist die Fressorgie nun schon 12 Stunden her.
Was passiert ist? Mein Vater hatte in einem väterlichen Anfall (ja, das heisst so, weil er ja mein Vater ist *g*) ein Essen für eine Fussballmannschaft gezaubert.
Der Grund: Ich hab mich und meinen hungrigen Begleiter einfach mal eingeladen und übertriebener Weise angegeben, das dieser vollkommen abgemagert und verhungert sei… ich glaube, das hat mein Vater etwas zu ernst genommen.
Ein riesen Topf Nudeln, eine riesen Schüssel Sauce, eine riesen Schüssel Salat , Schnitzel und zum krönenden Abschluss zwei riesen Schokopudding!
Okay, dachte ich mir, zu dritt ist das ja eventuell zu bewältigen, aber hey, mein Vater zog sich locker mit einem "Ich ess nur ein wenig!" aus der Affaire. *grumpf*
Ein weiteres Phänomen ist, dass mein Vater aus Prinzip noch zwei Löffel drauf haut, wenn Du "Danke, das reicht!" sagst… nach 21jähriger Erfahrung bin ich also schlau und sage nach nur einem Löffel Stop, damit es maximal drei werden. Tja, aber das wusste leider mein Gegenüber nicht. Noch gerade so konnte ich seinen Haaransatz hinter dem riesen Teller voll Essen erkennen.
Ein weiterer Trick: rede viel und esse langsam, damit Du nicht zu schnell fertig bist und Dir ein riesen Nachschlag gegeben werden kann.
Hm, da ich also redete und die anderen Zuhören mussten, waren sie natürlich auch schneller fertig und bereit, für einen Nachschlag…
Mein Mitbringsel schwankte zwischen Höfflichkeit und absoluter Sättigung, aber er blieb stark und aß den riesen Berg Nudeln-Sosse-Schnitzel auf! (Nochmal Hochachtung und pure Bewunderung von mir!)
Der kulinarischen Abschluss war das kleine Salatschälchen neben seinem Teller. Fragend blickte er mich an und ich suchte schnell in meiner Schale nach der Fragwürdigkeit… aha, entdeckt… "Hast Du diese leckeren Oliven schon Probiert?" Okay, Erleichterung in seinem Gesicht, es waren keine überdimensionalen Hasenköttel, aber nun musste er sie noch probieren.
Ich war mir ganz sicher, dass er diese nicht mag. Sein Gesichtsausdruck vermittelte eben diese Tatsache auch sehr rasch und so stopfte ich mir noch 6 türkische Oliven rein *puh*
Als wäre das noch nicht genug, wurde noch der Schokopudding hinterher gedrückt um die restlichen Freiräume unserer Mägen zu schliessen.
Alles in allem haben wir uns danach Stunden nicht mehr bewegt… ging auch gar nicht, da unser Bewegungsapparat vollkommen steif war.

Also nochmal ein ganz, ganz liebes Danke an meinen Papa, weil es sooo lecker war und an meinen Mitstreiter für die Wort: "War das lecker, jetzt brauch ich zwei Wochen nichts mehr zu essen!" *grins*

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Über den Autor:
Pia Drießen, 1980 in Köln geboren, verheiratet und Mutter von 3 Kindern (*2009, *2010, *2012). Von Beruf freiberufliche Autorin und Bloggerin. Bloggt seit 2002 mal lauter und mal leiser. Virtuell unterwegs auf Facebook, bei Twitter, Pinterest und auf Google+
    
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