Read on, my dear!

Die FettnäpfchenexpertinUnglaublich, aber es ist tatsächlich passiert. Ich verschlinge zum ersten Mal nach Jahren ein Buch. Ein Buch, von dem ich vor unserer ersten Begegnung im Bücherstore Köln Hbf noch nie gehört habe und einer Autorin namens Libby Street, die mir nichts, aber rein gar nichts sagt. Ich greife also nach diesem Buch „Die Fettnäpfchenexpertin„, weil mir das Cover so gut gefällt. Man kann behaupten was man will, aber das Cover ist der erste Point of Sale! Auf dem Paperback ist zu lesen:

Ryan ist mit ihren fünfundzwanzig Jahren im besten Alter und am besten Ort der Welt: Manhattan. Wenn nur der Job als Datenverarbeitungsschlampe nicht so langweilig wäre. Überhaupt sind alle im Job erfolgreicher, und die Lichter der Großstadt könnten heller strahlen. Alles wird anders, als sie plötzlich ihren Ex wieder trifft, den sie damals verließ. Doch nun ist Charlie gebunden – aber verheiratet ist er nur fast.

Ja, das hört sich gut an. Lockerer Sprachgebrauch, bisschen Verzweiflung und Unzufriedenheit, dramatische Beziehungskiste – das ist genau das richtige! Nach 100 Seiten in kürzester zeit bin ich total gefesselt. Ich kann nicht sagen, was mich an diesem Buch so fasziniert, denn ich will weder mit der Protagonistin tauschen, noch haben wir viele Gemeinsamkeiten. Aber es liest sich einfach so herzerfrischen – so, als wenn man abends mit seiner besten Freundin auf dem Sofa sitzt, eine Flasche Rotwein trinkt und sich von ihr den neusten Klatsch rund um ihr Liebes- und Berufsleben erzählen lässt.

In der Bahn muss ich mir selber so arg auf die Zunge beißen, damit ich nicht lauthals anfange zu lachen, dass mir die Tränen kommen. Halb vor Schmerz und halb vor Lachen. Bei einer besonders demütigenden Stelle des Buches, die ich gestern Abend im Bett gelesen habe, habe ich wütend mein Kopfkissen geboxt. Gut, dass Herr H. noch im Wohnzimmer saß :)

Das traurige dabei ist, dass die letzten 50 Seiten viel zu schnell nahe gerückt sind. Noch eine, vielleicht 2 Bahnfahrten, dann bin ich durch … und eine neue Suche, nach einem neuen verschling_mich_Buch setzt ein.

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10 Kommentare

  1. Ich kann da mal so ein paar Bücher empfehlen die Frau Schnoop immer so verschlingt.
    Eins hab ich auch mal gelesen und so schlecht war es nu nit.

    Fremd küssen
    Glitzerbarbie
    Vollidiot

    mehr fallen mir so auf die schnelle nit ein…

  2. [QUOTE]
    Doch nun ist Charlie gebunden – aber verheiratet ist er nur fast
    [/QOUTE]

    Man möge mich steinigen, aber dieser Satz ist sowas von stereotyp für die Inhaltsbeschreibung eines Frauenbuchs..

  3. Um es hier mal in aller Klarheit zu sagen: Ich habe eine ausgeprägte Flaschen < => Falschen Tippschwäche – sie müssen das daher nicht immer wieder Kommentieren – ein schlichter Hinweis hätte gereicht :D

  4. Nee, Sie nicht – aber andere. Ich glaub, ich werde einfach das Wörtchen Flasche aus meinem Sprachgebraucht streichen oder wahlweise durch Buchstabenreihen wie „Glasgefäß mit Korken“ ersetzen.

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