Bis einer heult! • Ausbildungsinitiationsriten, die
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24. April 2006 | Pia Drießen

Ausbildungsinitiationsriten, die

Bei der Bloggerette fand ich eben das hier und verfiel augenblicklich in sentimentale Vergangenheitserinnerungen.

Bei mir war es damals© das UTM-Gitter, welches ich besorgen sollte. Allerdings hatte bereits meine erste Anlaufstelle Mitlied mit mir und klärte mich auf. Das war an meinem zweiten Tag.

Peinlich wurde es für die Kollegen, die sich in der dritten oder vierten Woche immer noch blauäugig auf die Suche nach dem UTM-Gitter machten. Oder die Kollegin, die geschlagene 3 Stunden den Schlüssel für den Verfügungsraum suchte …

Tze, wenn ich so zurück denke stell ich fest, dass mein Pjöni es hier verdammt gut hat. Die Heulsuse!

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Über den Autor:
Pia Drießen, 1980 in Köln geboren, verheiratet und Mutter von 3 Kindern (*2009, *2010, *2012). Von Beruf freiberufliche Autorin und Bloggerin. Bloggt seit 2002 mal lauter und mal leiser. Virtuell unterwegs auf Facebook, bei Twitter, Pinterest und auf Google+
    
  1. Anne / Apr 24 2006

    Puh. Hat sich bei uns keiner getraut. Aber ich glaube, es ist eher so, dass sich bei uns keiner für die Azubis interessiert hat. Zweieinhalb Jahre kreative Selbstbeschäftigung mit Berufsschulabwechslung und gelegentlichem Praxiseinsatz (wenn man sich denn gekümmert hat).

    Ich habe gelernt, dass man ein Problem hat, wenn das Internet auf einmal langweilig ist.

  2. Littleandy / Apr 24 2006

    Hihi. Schön find ich immer noch die Vergaserinnenbeleuchtung, auf die meine Ex reingefallen ist…

  3. Andreas / Apr 24 2006

    Ja, ja…. der gute Schlüssel für den Verfügungsraum. :grin: Wir haben damals einen Rekruten stunden lang durch die Kaserne gejagt um uns Frequenzwasser für die SEM-52 zu besorgen. Am ende lief er mit Poncho, ABC- Schutzmaske und den dazu passenden Handschuhen durch die Kaserne. Hach was waren wir gemein. :razz:

  4. malte / Apr 24 2006

    In der Pflege (steht nicht im Artikel) werden die Schwesternschülerinnen auch gerne mal den Teerstuhl holen geschickt. „Im Lager bei den Rollstühlen. Musste da nochmal fragen“…

  5. Legolas / Apr 24 2006

    Da werden Erinnerungen wach *seufz*

  6. snail / Apr 24 2006

    Demnach müsste die „Kollegin“, die den Schlüssel für den Verfügungsraum suchte, ja eine Kameradin gewesen sein. Richtig?

  7. Pjöni / Apr 24 2006

    Ich bin keine Heulsuse! :flenn:

  8. marcc / Apr 24 2006

    Und da war da noch der Architektur/Bauingenieurstudent, der Praktikum auf eine Baustelle machte und dann im Supermarkt das Mittagessen für die Mannschaft holen sollte. Die Jungs sagten ihm was sie wollten, darunter auch „Aalfüßchen“.
    :grin:
    Er marschierte nichtsahnend los und im Laden sagte ihm die Verkäuferin, dass es sowas nicht gibt und er verladen worden sei. Aber sie packte ihm dennoch was ein und gab ihm einen Tipp. Wieder auf der Baustelle verteilte er die Lunchpakete und zu dem mit den Aalfüßchen sagte er: „Sag‘ mal, isst du die öfters? Die sind ganz schön teuer. Ich bekomme noch 25 Mark von dir.“
    :razz:

  9. Willi / Apr 24 2006

    In meiner Ausbildung mussten die Azubis immer „Buchalternasen“ aus der Materialausgabe holen. Oder die „Feierabenschablone“.

    Beim Bund wurden junge Funker gegen Ende ihrer ersten Nachtschicht (5.00 Uhr früh) dann aufs Antennenfeld geschickt, checken, wann die Funkmasten auf „Tag“ umschalten. Dumm nur, dass die roten Lämpchen oben an den Masten gar nicht „Nacht“ bedeuten…:pfeif:

  10. nelly_pappkarton / Apr 24 2006

    Meine Auszubildende aus dem 1. Lehrjahr (fast zu Ende) könnte ich heute noch damit losschicken. Deprimierend

  11. Holger Ehrlich / Apr 24 2006

    Ich hatte in meiner Krankenpflegeausbildung die Hardcoreversion des Ausbildungsinitiationsritus. Wie viele Pflegeschüler war auch ich ganz wild darauf bei Operationen zusehen zu dürfen. Meine erste OP war eine Beinamputation. Das abgetrennte Bein wurde in zwei blaue Müllbeutel gesteckt und dann sollte ich es in die Pathologie bringen. – Ihr glaubt gar nicht wie schwer so ein Bein ist! – Dort angekommen fragte mich die Schwester nach dem Beilegeschein. Denn einzelne Gliedmaßen würden ja schließlich nicht separat bestattet, sie würden anderen Leichen beigelegt, und eben dafür bräuchte sie jetzt den Beilegeschein. Und um es kurz zu machen, den gesamten Vormittag rannte ich mit dem Bein im Plastikbeutel durch das halbe Krankenhaus auf der Suche nach dem Beilegeschein. Erst als ich dann in die Verwaltung geschickt wurde – mit dem Bein -, und die Damen fast in Ohnmacht fielen, war jemand so nett mir zu sagen, daß ich verladen wurde…

  12. Pia / Apr 24 2006

    Holger: Großartige Geschichte. ich habe sehr gelacht :grin:

  13. marcc / Apr 24 2006

    @Holger: Das ist aber ein ziemlich derber Scherz. Der für mich auch den gebotenen Respekt, gegenüber demjenigen vermissen lässt, dem das Bein amputiert werden musste.

  14. marcc / Apr 24 2006

    Nachtrag: Nicht von dir, aber von den Ärzten.

  15. Die Bloggerette / Apr 24 2006

    Da gab es in der Geschichte meiner Ex-Firma auch mal einen Azubi, der eine Stellenanzeige für eine Sekretärin mit „einschlägigen UDBJ-Kenntnissen“ aufsetzen sollte. Der Azubi schrieb dies genauso nieder. Leider erkannte niemand der Instanzen die diese Stellenanzeige zum Arbeitsamt weiterleiteten, auf die Firmenhomepage setzten und in sämtlichen Jobbörsen verteilten, was das UDBJ für eine tiefere Bedeutung hatte. Es handelte sich hierbei nämlich um den Under-desk-blow-job, der hier gefordert wurde. :shock:
    In diesem Fall hat allerdings nicht der Azubi den Anschiss kassiert :grin:

  16. AndiBerlin / Apr 24 2006

    Merkwürdig, ich bin mit sowas in meiner Ausbildung nie konfrontiert worden.

    Und wenn ich mal Azubis zum helfen hatte, dann habe ich die auch immer gut behandelt.

  17. Holger Ehrlich / Apr 25 2006

    @marcc – die Schwester, die den Beilegeschein wollte, war die Schuldige. Der Transport in blauen Müllbeuteln war üblich. Eben nichts für Heulsusen… :ja:

  18. azrael / Apr 25 2006

    *räusper*…. ich musste auch schonmal den Zinsfuß holen…

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