was mit Medien …

Derzeit sitzt mir ein Dämon in Nacken, den ich nicht abschütteln kann. Der ist schon seit ein paar Jahren immer mal wieder da, doch statt er sich langsam ein neues zu Hause sucht, krallt er sich in letzter Zeit immer fester und tiefer fest. Er zählt Cent-Stücke und bunte Zahlen … und ich zähle die Tage.

Wieso konnte ich nichts vernünftiges Lernen? Wieso bin ich nicht im Beamtenstatus geblieben?

Wieso musste es unbedingt was mit Medien sein???

Dabei habe ich schon den beste Job der Welt, die besten Kollegen der Welt und den besten Chef der Welt.

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15 Kommentare

  1. Solche Tage haben wir doch alle immer wieder mal. Dieses: „Ach hätte ich doch…“; „Ach könnte ich doch…“; „Ach, warum habe ich nur…“

    Diesem Dämon sollten Sie einfach frech ins Gesicht grinsen und weitermachen, mit dem, was Sie doch ziemlich erfolgreich in den Medien machen. Mit einem Lächeln geht alles leichter! :smile:

  2. Solche Tage? Inzwischen sind es „solche Monate“ ud über lang oder kurz entwickel ich eine Depression. Ich wollts nur vorher amelden. Nicht, dass man sich hier nachher wundert, wenn ich nix mehr schreibe ;)

  3. Aber hinter vergangenen, nicht mehr zu ändernden Dingen herzutrauern bringt doch nichts! :nein:
    Dann stellen Sie eine gescheite Lagebeurteilung an und überlegen sich, was Sie ändern wollen und was Sie ändern können, um das Dämonenmonster loszuwerden…:smile:

  4. […] Ich habe gerade auch eine Phase, in der ich an meiner Berufswahl zweifle. Dann frage ich mich, ob ich mal mit “richtigen” Menschen arbeiten möchte und nicht nur mit welchen aus Marketing oder Werbung. Wenn ich auf meinem Arbeitsweg an diversen sozialen Einrichtungen vorbeikommen, merke ich, wie fremd mir diese Arbeitswelt geworden. Das Ding ist auch, daß ich noch nicht weiß, ob oder wie lange ich in meinem Beruf noch arbeiten kann. Nicht falsch verstehen, ich mache meine Job gernen, als ich ihn damals gewählt hatte, fühlte sich das sowas von richtig an. Allerdings bin ich halt manchmal zu idealistisch für die Arbeit. Ich habe immer gesagt, wenn wir Klingeltöne vermarkten, muß ich das ganze überdenken und es ist immer nah davor. Tags: job   Trackback URL    […]

  5. Jareth

    Glauben Sie mir, das Problem haben andere Berufe, zumal Beamte auch. Es ist schon ein Unterschied, ob ich „frei“ arbeiten kann, oder durch den Status selbst gegängelt werde. Ich habe erlebt, dass man in der Wirtschaft wesentlich mehr Möglichkeiten hat, seine beruflichen Ziele und Wünsche zu verwirklichen, als als Beamter. Wer zuerst unzählige Formulare ausfüllen, Projektvorstellungen und Absegnungen des nicht-kompetenten Vorgesetzten (weil aus einem anderen Fachbereich) über sich ergehen lassen muss, ist froh die relative Sicherheit eines Beamten gegen die unsichere Freiheit eines Selbstständigen eingetauscht zu haben (auch wenn dieser Status unzählige Probleme mit sich bringt, ist er meines Erachtens doch vorzuziehen). Es hängt IMHO immer davon ab, was die Ziele im Leben sind.

  6. Oh, es geht ums Geld. Dann kann ich gleich mitjammern. Wenn ich in meiner alten Firma geblieben wäre, würde ich jetzt wahrscheinlich mehr Gehalt kriegen (wobei vermutlich nicht viel mehr), dafür aber ein 13. und ein 14. Monatsgehalt, möglicherweise noch was Fahrtkostenzuschuss, die Kantine war da auch besser und es gab ein Gleitzeitarbeitskonto, bei dem man sich die Arbeitszeit dann doch deutlich flexibler einteilen konnte.

    Ich bin trotzdem noch der Meinung, dass ich die richtige Entscheidung getroffen habe, als ich meine momentane Stelle angenommen habe. Nicht unbedingt, weil es so wahnsinnig toll ist, sondern weil es für mich selber gut ist, wenn ich beides kennengelernt habe, also die Arbeit in einer großen Firma (was ja dem Beamtentum oft schon sehr nah kommt) und die Arbeit in einer kleinen Firma. Beim nächsten Mal übrigens gerne wieder große Firma, Gleitzeitkonto und auf Jahr gerechnet mehr Geld. Da bin ich ganz ehrlich.

  7. „Wieso bin ich nicht im Beamtenstatus geblieben?“

    Vielleicht aus dem gleichen Grund, warum ich mich nicht auf eine Hausstelle an der Uni eingeklagt hatte?

    Aber es gibt von den drei Dingen (Geld, Freizeit, gutes Arbeitsklima) immer nur zwei auf einmal. Es sei denn Pia, Du rufst beim letzten Headhunter zurück und „erpresst“ dann Deinen Chef. Ganz zynisch gesprochen ist das die Möglichkeit des normalen Arbeitnehmers den Spieß im Kapitalismus umzudrehen. So arbeiten und ranklotzen dass Dein Weggang ein echter Verlust für die Firma bedeuten würde.

    Aber sich so zu verhalten ist bestimmt nicht jedermanns Sache.

    Und sieh‘ das mit dem Nicht-mehr-Beamtendasein positiv. Über wen wird denn am meisten geschimpft – nach den Lehrern?

  8. Henry

    Welch Irrglaube, zu meinen, als Beamter würde man automatisch gut verdienen. Im Gegenteil: Gerade im öffentlichen Dienst ist die Bezahlung doch ein Witz und weder verhandelbar noch existieren gute Aufstiegschancen. Nur die Arbeitsplatzsicherheit ist der Vorteil einer Beamtenstelle.

    Und wenn es Ihnen alleine um’s Geld geht: Wieso haben Sie nicht an der Uni ein Fach studiert, mit dem sich noch Karriere in der freien Wirtschaft machen lässt? (Sofern man gut ist.)

    Falls Ihnen das zu anstrengend war oder zu uninteressant, würd ich auch jetzt nichts über’s Geld jammern.

    Man sollte froh sein, einen Job zu haben, der Spaß macht. (Und bei dem man es sich erlauben darf, vom Büro aus zu bloggen.)

  9. Henry

    Sie schreiben „Wieso bin ich nicht im Beamtenstatus geblieben?“ und „Also eigentlich gehts im Moment gerade nur um Geld“.

    Insofern habe ich mich in meinem Kommentar lediglich daran orientiert, was Sie hier geschrieben haben!

    Beste Grüße

  10. Na, wenn es um’s Geld geht:
    Bedenken Sie mal die Alternativsituation: Sie säßen jetzt mit einer Besoldungsstufe von A9 in München oder Hamburg und würden etwas Zugeteiltes studieren, was schätzungsweise von „was mit den Medien“ so weit entfernt ist, wie ein Eisbär von der Antarktis…

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