Bis einer heult! • Bis zum Hals
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18. Oktober 2006 | Pia Drießen

Bis zum Hals

Hallo? Hallo, hier bin ich! Hier, hier drüben. Ja, genau, hinter dem Stapel virtueller Ordner und Akten. Warten Sie, ich kram mich gerade mal frei und komm zu Ihnen herüber. Ächtz. Puh. Stöhn.

So, da bin ich. Hallo noch mal.

Ich weiß nicht wirklich, was dieser Monat Oktober an sich hat, aber in den vergangenen vier Jahren war er stets der arbeitsreichste. Meetings, die man sonst in einem Monat hat, hat man plötzlich in einer Woche. Das Telefon muss penibel nach jedem Gespräch in die Ladestation gelegt werden, damit der Akku nicht schon zum Mittag schlapp macht. Der Kaffee-Konsum ist gestiegen, wie ich erneut feststellte. Nicht nur bei mir, sondern auch bei den werten Kollegen. Eine Mittagspause habe ich nur noch an zwei von fünf Arbeitstagen und an einem dieser beiden Tage gehe ich tatsächlich dann auch Essen.

Und wenn mal gerade kein Kunde ein Anliegen hat, Meetings erfolgreich beendet wurden und man mit einer inzwischen kalten Tasse Kaffee erschöpft in seinen Bürostuhl sinkt, dann steht Brainstorming mit den Kollegen an. Ein neues Produkt muss in den deutschen Markt eingeführt werden.

Nebenbei hat man noch ein anderes Projekt am Start, an welchem man nach Feierband feilt, konzeptioniert, gestaltet, alles wieder in die Tonne kloppt und von vorne beginnt. Das ist mein eigenes Baby, welches aus dem Bauch und einem Geistesblitz heraus entstand. Zunächst als Idee mit hunderten Ecken und Kanten. Es dauerte einige Zeit, bis ich mich das erste Mal mit meiner Idee jemandem anvertraute und siehe da, dieser jemand war begeistert und von dort an war es unsere Idee.

Ob es schon dieses Jahr los geht oder erst nächstes, wird sich noch zeigen. Im Moment stecke ich jede freie Minute in dieses Dingsbums, um es möglichst auf sicheren Beinen ins Leben zu schicken.

Ich bin ja einer von diesen komischen Menschen, die gerne arbeiten und sich morgens freuen, in die Agentur zu kommen. Nur die Tatsache, dass mehr Arbeit nicht zwangsläufig mehr Geld bedeutet, drückt derzeit ein wenig aufs Gemüt. Aber wie meine Oma schon immer sagte:

„Von nix, kommt nix.

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Über den Autor:
Pia Drießen, 1980 in Köln geboren, verheiratet und Mutter von 3 Kindern (*2009, *2010, *2012). Von Beruf freiberufliche Autorin und Bloggerin. Bloggt seit 2002 mal lauter und mal leiser. Virtuell unterwegs auf Facebook, bei Twitter, Pinterest und auf Google+
    
  1. Emilys Everyday Life / Okt 18 2006

    Dann wünsch ich dir, dass du den Überblick behältst und nicht mit dem Chaos untergehst!!!
    Und nur dass du das weißt: Es ist nicht nett, mit einem Thema anzufangen und dann nicht mit der Sprache raus zu rücken ;)
    Jetzt bin ich neugierig!!! Menno… :(

  2. Luca / Okt 18 2006

    Geheimnisse haben auch was und die Vorfreude auf das Erfahren der Sache ist stärker als mein jetziger Wissensdurst. Mag komisch klingen fühlt sich aber gut an.

  3. emily / Okt 18 2006

    so komisch finde ich das gar nicht, dass Sie gern in die agentur gehen. ich war jetzt zwei tage unfreiwillig zu hause auf der couch und freue mich darauf, morgen wieder im büro zu sein. mir macht meine arbeit nämlich spaß :)

  4. marcc / Okt 18 2006

    Ich bin ja einer von diesen komischen Menschen, die gerne arbeiten und sich morgens freuen, in die Agentur zu kommen.

    Das ist schön, wenn man was gefunden hat was einem Spaß macht.

    Nur erinnere ich mich an einen Ex-Manager, der mal bei Alfred Biolek (?) saß und erzählte wie er Mitarbeitern gekndigt hat. die wären am Boden zerstört gewesen, weil sie gerne dort gearbeitet hatten. Und da hätte er sich auf der anderen Seite des Schreibtisches gedacht „Selber schuld.“

    Und nach meiner eigenen Erfahrung wie es mit der Loyalität einer Geschäftsführung her ist, die man seit Jahren und von der Uni her kannte, bin ich da vorsichtig geworden.

  5. Christian / Okt 19 2006

    Ich hoffe ja, dass Deine Oma recht hat. Aber Omas haben ja meistens Recht, deswegen … :-)

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  1. Auszieh-Blog
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