Bis einer heult! • "Basti hat gekifft!"
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1. November 2006 | Pia Drießen

„Basti hat gekifft!“

[audio:http://dailypia.podspot.de/files/pia_0061101.mp3]
Daily Me – Geh Lesen! #01: Basti hat gekifft!
(7,7 MB – 8:20min)

Basti und ich, wir waren dicke Freunde in der Schulzeit. Basti war ein Jahr und ein bisschen jünger als ich, denn – ich weiß nicht, ob ich es schon mal erwähnte – ich bin ja mal Sitzen geblieben.

Jedenfalls saßen Basti und ich vom ersten Tag an zusammen an einem Tisch. Ich an der Wand, an welcher man wunderbar seinen müden Kopf anlehnen könnte, besonders in Fächern wie Englisch oder Biologie, und Basti saß am Gang. Viele Jahre saßen wir so nebeneinander, kritzelten kleine lustige Sätze auf unseren Tisch, kicherten, wischten sie weg und schrieben neue. Manchmal malten wir überdimensionale Penisse oder Ärsche mit Ohren. Sie kennen das sicher.

Es mag in der neunten Klasse gewesen sein, als unsere Klassenlehrerin Frau P., Basti und mich zum Unterrichtsbeginn vor die Tür bat. Ich sah ihn fragend und misstrauisch an. Es war nicht unüblich, dass wir beide zu einem Gesprächen gebeten wurden, in denen man uns regelmäßig drohte, uns auseinander zu setzten oder unsere Eltern zu informieren. Letzteres kümmerte mich herzlich wenig. Meine Eltern vertraten den Standpunkt, dass ich die Suppe, die ich mir einbrockte, auch selber auslöffeln musste. Meine Mama nannte das Vertrauen ins Kind. Ich nannte das einen Freifahrtschein.

Als Basti mich von der Seite mit einem entschuldigenden Blick ansah, ahnte ich bereits, dass hier irgendwas anders lief, als sonst. Ich folgte ihm und Frau P. also auf den Flur, wo er sich direkt auf den Fußboden setzte und Frau P. auf einem Heizungskörper Platz nahm. Sie können sich sicher vorstellen, wie bizarr ich die Situation fand. Irgendeine unglaublich ernste Enthüllung stand mir hier bevor, so fühlte es sich jedenfalls an. Hatten Frau P. und Basti wohlmöglich eine Affäre? Nein, natürlich nicht, aber solche Gedanken drängten sich schon auf.

„Also Basti, dass, was du mir da erzählt hast, da wollte ich noch mal mit Euch drüber sprechen.“, fing Frau P. an und mein Blick glitt völlig orientierungslos von einem zum anderen. Basti hatte Frau P. etwas erzählt, was diese zu einem Gespräch mit uns beiden veranlasste? Himmel hilf, was war nun schon wieder los?

Ich kramte fieberhaft in meinem Gedächtnis, wann wir das letzte Mal etwas Schlimmes ausgefressen hatte. Die angezündete Schulbank lag schon ein paar Monate zurück und dafür hatten wir auch schon ordentlich den Sack voll bekommen. Den geschwänzten Gottesdienst hatten unsere Eltern schriftlich mitgeteilt bekommen, was meine Eltern eher über die unsägliche Verschwendung von Steuergeldern, abgeholzten Regenwäldern und verschwendeten Papier referieren ließ, als dass sie mich mit dem gehobenen Zeigefinger ermahnt hätten.

Mit hochgezogenen Augenbrauen starrte ich also Basti an und fand einfach keinen Grund dafür, dass ich nun hier auf dem kalten Schulflur hockte und mir sicherlich eine Blasenentzündung einfangen würde. Der konnte was erleben!

Basti nickte und sah andächtig unter sich, die Beine angewinkelt und die Arme um seine Knie geschlungen. Frau P. sah mich kurz von der Seite an und erkannte wohl meinen fragenden Blick, denn sie erklärte kurz: „Es geht um die Drogensache.“

Mein Unterkiefer berührte augenblicklich den Boden, zumindest bildlich. Drogensache? Hallo?

Ich war während meiner ganzen Schulzeit ein durchaus auffälliges Kind, ein Rädelsführer, der versuchte permanent Aufruhr auszulösen, eine aufsässige Jungendliche, deren Name meist mit einem tiefen und bedeutungsschweren Seufzer ausgesprochen wurde. Ich schaffte es in nur 3 Jahren jedem Lehrer meiner Schule meinen Nachnamen merkfähig zu machen. Das hatten meine Geschwister in gemeinsamen 12 Jahren an dieser Schule nicht geschafft, obgleich mein Bruder durchaus noch auffälliger gewesen wäre, hätte er nicht durch permanente Abwesenheit geglänzt.

Aber mit Drogen hatte ich nie etwas zu tun. Gut, in der siebten Klasse mal kurz, als wir mit unserem Zirkel kleine Fische in Traubenzucker-Drops ritzten und diese versuchten für 50 Pfennig auf dem Schulhof als „Fischlis – das ist der Highmacher überhaupt!“ zu verkaufen. Das gab damals sogar Mecker zu Hause, glaube ich.

Aber so richtige Drogen? Nee, ich ganz sicher nicht. DAS hätte ich doch mitbekommen.

Frau P. faltete die Hände, so wie man das von Ordensschwestern aus dem Fernsehen kennt, wenn sie da oben um Vergebung für die Sünder bitten. Na prima.

„Wieso hast Du das getan, Basti?“, stellte sie ihre Frage mit prüfendem Blick und Vertrauen erweckender Miene.

Achtung Basti, das ist eine Falle! Lauf!, schallte es in meinem Kopf. Doch als ich mir erneut in Erinnerung rief, dass ich gar nicht wusste worum es hier ging, durchbohrte ich Basti nur mit einem abgrundtief bösen und fragenden Blick.

„Na ja, ich war neugierig. Ich hab das Zeug ne Woche oder so mit mir rum geschleppt. Und als meine Mutter nicht da war, hab ichs eben ausprobiert. Und das ist mir wohl nicht so gut bekommen.“

Ich hielt es nicht mehr aus. Die Tatsache, dass ich die einzige in dieser Situation war, die nicht wusste, worum es eigentlich ging, machte mich rasend.

„Was hast Du denn getan?“, schrie ich über den Flur und warf die Arme in die Luft. „Worum geht es hier eigentlich?“

Frau P. sah mich etwas irritiert an, blickte dann wieder zu Basti und anschließend wieder zu mir. Man sah ihr an, dass sie nicht glaubte, dass ich wirklich nicht wusste worum es geht und erklärte daher erneut: „Na, um die Drogensache!“

„Was denn für eine Drogensache?“, warf ich ihr aufgewühlt entgegen. Wenn es etwas gab, was ich abgrundtief verabscheute, dann waren das Drogen. Bereits ein paar Jahre zuvor hatte mich jemand über Drogen und deren Wirkung aufgeklärt. Nicht so, wie das unter Jugendlichen üblich ist, von wegen „Super, musste mal ausprobieren. Voll das geile Feeling!“, nein. Viel mehr hatte man mir von den negativen Erfahrungen berichtet. Sehr bildlich, emotional und persönlich. Dass mir diese Person noch dazu sehr nahe stand, hatte mich zu der Überzeugung gebracht, dass Drogen etwas sehr, sehr böses sind. Also, ich und Drogen, das ging jedenfalls gar nicht.

Frau P. sah Basti eine Weile schweigend an und als der keine Anstalten machte, den Grund für unser kleines Sit-in aufzudecken, übernahm sie das.

„Basti hat gekifft. Zu Hause. Und jetzt tu nicht so, als wenn Du das nicht wüsstest!“ Das war dann der Moment, in dem meine Pupillen sich ohne Einnahme irgendwelcher Drogen auf Fünfmark Stücke weiteten.

„Du hast was?“ Die Anschuldigung, ich wüsste doch ganz genau, worum es hier ging, überhörte ich völlig. Nach „Basti hat gekifft.“ hatte ich abgeschaltet und fixierte nun meinen besten Freund, der wie ein Kleinkind auf dem Boden kauerte und unter sich schielte. Ich rutschte auf den Knien vor ihn, packte ihn an den Armen und schüttelte ihn. Ich brüllte ihn an, mehr von der Tatsache verletzt, dass er mich nicht eingeweiht hatte und der Tatsache, dass ich nun hier mit Frau P. und ihm auf dem Flur hockte, als von der Tatsache schockiert, dass er gekifft hatte. Das taten viele.

Basti rollte mit den Augen, grinste schief und zog die Schultern hoch. Ich sag´s Ihnen, in diesem Moment hätte ich ihn umbringen können. Erwürgen, erdolchen oder von einem Hochhaus stürzen. Aber wir saßen hier auf diesem kalten grauen Schulfußboden, der mit so ekligen kleinen grünen Perlchen gereinigt wurde und furchtbar nach irgendwas stank. Weiße Kreidestriche hätten sicher nicht gehalten.

„Pia!“ Frau P. zog an meinen Arm und rief aufgebracht meinen Namen. „Lass ihn!“ Immer noch völlig aufgebracht sprang ich auf und rief fassungslos „Basti hat gekifft!“

Nun wusste es die ganze Schule. Na ja, zumindest alle Klassen in Gebäudeteil B. Aber das war mir egal. Wieso hatte der Idiot mir davon nichts erzählt? Wieso musste ich nun wieder als Mittäterin oder schlimmer noch, als Initiatorin verdächtigt werden? Ich war wirklich wütend, enttäuscht, sauer. Das Arschloch!

Aufgrund meines unerwarteten Verhaltens und meiner Aufgebrachtheit schien Frau P. mir plötzlich zu glauben, dass ich tatsächlich nichts von der Aktion gewusst hatte. Es schien ihr sogar einen Moment unangenehm zu sein, mich verdächtigt zu haben, denn, wie sie mir Jahre später mal gestand, hatte sie mich tatsächlich als Initiator hinter der Aktion vermutet. Sie deutete mir in die Klasse zu gehen und dort zu warten.

Eine viertel Stunde später kam Basti mit gesenktem Kopf und gefolgt von Frau P. wieder in den Raum. Die Hälfte der Klasse kicherte, die andere schaute betreten zu Boden, doch niemand sagte ein Wort. Bis zum Tag meines Abiturs – Basti war inzwischen auch einmal sitzen geblieben und somit nicht mit von der Partie – sagte niemand etwas zu diesem Vorfall. Am Abend des Abiballs jedoch nahm mich der Direktor zur Seite, schmunzelte und erklärte mir schulterklopfend, dass er sehr stolz auf mich gewesen sei, in dem Moment, in dem ich das halbe Schulgebäude zusammen gebrüllt hätte. Er war im Klassenzimmer nebenan und hatte an seinen Schülern beobachtet, wie sie zusammen gezuckt waren, als ich meine Verwünschungen Basti auf dem Flur laut entgegen geschleudert hatte.

„Das war der Moment, in dem Deine vorlaute Klappe tatsächlich mal vorbildliches produziert hat.“

Ich sagte artig danke, dachte in diesem Moment aber an die Freunde, die ich in den vergangenen Jahren verloren hatte. Die, die sich irgendwann mehr für ihren Drogenkonsum, als für die Schule interessiert hatten. Die irgendwann von der Schule flogen oder einfach gar nicht mehr kamen. Eine davon traf ich vor vier Jahren, kurz nachdem ich meinen Job und der Agentur angetreten hatte, auf der Domplatte.

„Haste mal nen Euro?“, fragte sie, bevor sie mich erkannte und schnell weg lief.

In dem Moment beschlich mich das Gefühl, nicht laut genug gebrüllt zu haben, nicht oft genug das Wort „Arschloch!“ benutzt zu haben und nicht oft genug „Lass das sein!“ geschrieen zu haben. Basti beließ es beim Kiffen, später mal und auch nur dann und wann. Andere nicht. Andere wollten mehr, nahmen mehr und endeten wo anders. Es waren erschreckend viele, wie ich im Nachhinein feststellte.

Und so wird aus einer eigentlich lustigen Geschichte doch irgendwie eine sehr traurige.

„Basti hat gekifft!“

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Über den Autor:
Pia Drießen, 1980 in Köln geboren, verheiratet und Mutter von 3 Kindern (*2009, *2010, *2012). Von Beruf freiberufliche Autorin und Bloggerin. Bloggt seit 2002 mal lauter und mal leiser. Virtuell unterwegs auf Facebook, bei Twitter, Pinterest und auf Google+
    
  1. Observer / Nov 1 2006

    Vom Sprachlichen sicher einer des besten Einträge.

  2. Observer / Nov 1 2006

    „_der_ besten Einträge“ – Argh!!

  3. marcc / Nov 1 2006

    Naja, wer „Long Island Icetea“ trank wie andere Mineralwasser, der brauchte auch keine Alternativen, die einen in andere Sphären versetzten.
    ;-)

  4. crosa / Nov 1 2006

    Warum bleiben so viele darauf hängen ? Warum probieren andere ein zwei Mal und hören wieder damit auf ? Warum gebrauchen manche, andere missbrauchen ? Liegt es an der Persönlichkeit ? An der Erziehung ? An den äusseren Umständen ?

  5. Tobias K. / Nov 1 2006

    … großartiger Text und vor allem ehrlich und nicht vornehmlich pädagogisch. So was mag ich ja sowieso.

    Wobei ich einen guten Freund in Münster habe (hatte? ist alles was kompliziert in der letzten Zeit), der durchaus regelmäßig kifft, allerdings es geschafft hat nach ein paar Jahren von der Straße wegzukommen und nicht nur sich selber sondern auch noch ein paar Freunde vo nder Nadel wegzubekommen. Jetzt wohnt er in einem eigenen kleinen Zimmer mit einer der tollsten Frauen, die ich je kennen lernen durfte – und da stört mich die Bong zumindest nicht so sehr, wie sie es vielleicht sollte. Und ich red ihm da nicht rein. Aber ich nehme ehrlichgesagt auch an, dass das ein Spezialfall ist.

    Dein Unverständnis teile ich voll und ganz. Aber selbst das ist wohl eine Frage der Perspektive. Altmodisch wie ich bin, verstehe ich auch Menschen nicht wirklich, die rauchen oder Alkohol trinken – vor allem nicht, wenn sie glauben jederzeit damit aufhören zu können. Aber auch hier: Riesendimensionen von Abstufungsmöglichkeiten.

    Auf jeden Fall bitte mehr solcher Texte. Dringend.

  6. Phil / Nov 1 2006

    Deine Texte hauen mich zur Zeit echt um. Echt stark. Starke Entwicklung.

  7. Kess / Nov 1 2006

    Solche Erfahrungen macht wohl jeder mal während der Schulzeit. In meiner ehemaligen Schule (350 Schüler) waren härtere Drogen außer Alk und Kippen nur sehr vereinzelt verbreitet. Trotzdem hat es gerade einen Mitschüler erwischt. Thomas H. wurde im Herbst 1996 beerdigt. 2 Jahre vor meinem Abitur.

  8. Htwo / Nov 1 2006

    Habe auch eine Schulkollegin gehabt bei der es ausgeartet ist.
    War nicht wirklich mit ihr befreundet und, dass sie in die Drogenszene abgerutscht ist haben wir erst mitbekommen, als sie schon sitzen geblieben ist und die Schule verlassen hat.

  9. Andreas / Nov 1 2006

    Wirklich eine tolle Story. Schön geschrieben – schön gelesen. Mehr davon.

  10. Oli / Nov 2 2006

    Sehr schöner, tiefgehender Text Pia! Bitte mehr davon! Wenn Du nicht schon diesen Berufszweig ergriffen hättest würde ich Dir glatt raten in Richtung Werbung und Texten zu gehen… ;)

    Viele liebe Grüße aus Bonn,
    Oli

  11. Retz / Nov 2 2006

    Puh…der Text ging aber unter die Haut. Ich habe immer noch Gänsehaut.

  12. Videoshop-Blogger / Nov 2 2006

    Ein guter und einfühlsamer Text. Ich selbst habe meine Drogenerfahrungen, die über das Kiffen hinausgingen gemacht und daraus gelernt. Heute geht´s mir gut..

  13. Pia / Nov 3 2006

    Eigentlich wollte ich einen lustigen Text schreiben, aber irgendwie hat sich das ganze verselbstständigt. Das ist aber auch gut so, wie ich im Nachhinein finde.

  14. Deko Figuren / Nov 8 2006

    Wirklich ein sehr schöner Beitrag. Es hat richtig Spaß gemacht Ihn zu lesen und eigentlich ist das gar nicht so mein Ding.

  15. w4yne / Nov 12 2006

    Ja toll geschrieben :)

  16. David / Nov 16 2006

    Zweifelsohne ein sehr guter Text und für meinen heutigen Tag auch sehr passend:
    In der S-Bahn begegnete mir ein Strassenzeitungsverkäufer, der in besseren Zeiten immer etwas Schnee unter die Leute gebracht hat und sogar mal beim Deutschen Vorentscheid vom Grand Prix/Eurovision Song Contest dabei war.
    Da kriege ich auch gleich mal wieder Lust über meine aktuellen Beobachtungen des frisch entstandenen Drogenumschlagplatzes an meiner Bahnstation zu berichten…

  17. andy / Nov 17 2006

    Ein „Unter-die-Haut-Text“. Besonders der Schluss inder Gegenwart.
    Obwohl ich in meiner Kindheit und Jugend nie so direkt in Kontakt gekommen bin. Aber das liegt wohl daran, dass ich auf dem Land aufgewachsen bin!

  18. Alexander / Nov 20 2006

    Echt toll geschrieben. Ich bin begeistert. Weiter so.

  19. HinRichter / Dez 15 2006

    Schön geschrieben. Nicht schlecht.
    @videoschop-blogger
    Geht mir auch so. Selbst heute, am Geburtstag oder Sylvester verfalle ich manchmal den alten Vorlieben, kiffen ist bei mirimmer noch täglich angesagt.

    @crosa
    es liegt an der persönlichkeit. wobei esweniger mit „gefestigt“ oder so zutun hat, eher mit würde. jeder, der mal eine zeitlang regelmässig harte drogen nimmt, kommt irgendwann an den punkt, woman die wahl hat zwischen sich- aufgeben oder richtig- leben.
    allerdings würde ich es auch nicht überdramatisieren. nicht jeder, der mal ein pillchen geschmissen hat oder ein nase gezogen hat, hängt zwangsweise irgendwann an der nadel. eigentlich kenne ich niemanden, der auf H gekommen ist, egal wie hart die es getrieben haben. ich kenne auch einige sehr erfolgreiche geschäftsleute, teils mit eigenen firmen, die sich jedes wochenende die birne zubashen, weil ihnen das alltägliche leben zu geschmacksneutral ist.
    die meisten haben immer das bild vom kleinen junkie and der ecke im kopf und übersehen dabei die alltäglichen menschen um sie herum, die es sich echt dreckig geben.
    harte drogen sind überall und mit sicherheit kennt jeder, der das hier liest, ein oder zwei, die mit dabei sind, ohne bescheid zu wissen.

  20. Koschi / Dez 19 2006

    Hi, ich wollt nu auch mal meinen ersten beitrag machen :)

    Naja, ich geh immer noch zur Schule, mache gerade mein Abi. Und mir ist natürlich auch aufgefallen, dass bei uns an der Schule auch einige Leute die Drogen falsch nutzen.
    Dies befindet sich nicht im Promille Bereich, sondern im Prozent Bereich, was ich doch ziemlich erschreckend ist.
    Jedoch muss ich dazu sagen, dass ich auch mal „probiert“ hab. Fast nen Jahr lang…

    Zumindest, war das zu Anfang mal ganz schön dann gings mal das ganze Wochenende duch. Naja, dann hab ich die Kurve gekriegt und, nu is nichts mehr.

    Ich denke nur, was ich das schlimmste finde, ist – dass Drogen verharmlost werden. Von den Freunden und durch die Medien auch. Beispielsweise, wie man es bei „HinRichter“ sieht, an „Crosa“ gemeint, ich hab noch keinen gesehn, der darauf hängen geblieben ist.

    Es gibt solche Menschen und auch andere.
    Man ist ein Individuum und reagiert auf gleiche Sachen anders. Auch im Suchtverhalten. Und daher würde ich mal sagen, man sollte gleich die Finger davon lassen, helfen tut es einem so oder so nicht.

    @HinRichter: n kumpel hat auch mal nur probiert, dann nochmal und so weiter. Der kann nu heute auch kaum noch ohne.
    Meine Schwester arbeitet zur Zeit in einer sozialen Einrichtung, wo Süchtige hinkommen, welche gerade ihren Entzug hinter sich haben, damit sie wieder in die Gesellschaft eingegliedert werden.
    Zumindest erzählt sie ab und zu darüber. Bei einigen ging es so schnell, die haben nicht mal mit bekommen, wie sie süchtig wurden.

    Naja, nu hab ich so viel geschrieben…
    War aber auch ein Beitrag, der unter die Haut ging und gut war!

  21. Kagome / Jun 12 2007

    Ich habe selbst lange sehr starken Kontakt mit Hanf gehabt und ich bin trotzdem noch kerngesund und erfolgreich im Leben :))) Dadurch habe ich auch unmengen an Menschen kennengelernt die selbst auch kifften.
    Wenn jemand keine Verantwortung sich gegenüber hat, zeigt sich das leider nicht nur im falschen Umgang mit Rauschmitteln. Es ist vielmehr ein Grund sein eigenes Versagen oder Unverantwortlichkeit darauf abzuwälzen.
    Jeder Schritt ist der erste in den blauen Dunst
    weiss nicht was die Zukunft bringt, weiss nur gestern überdauert uns
    und wünsch mir mehr zu sagen an meim letzten Tag als vom Mutterleib ins Grab
    ne gute Zeit gehabt… fk

  22. Börge / Jun 4 2016

    „In dem Moment beschlich mich das Gefühl, nicht laut genug gebrüllt zu haben, nicht oft genug das Wort „Arschloch!“ benutzt zu haben und nicht oft genug „Lass das sein!“ geschrieen zu haben.“

    Ein Besuch in einem Crack-Haus oder zumindest sich über das Thema und ihre Folgen mal frühzeitig eine vernünftige Doku anzusehen, wäre vielleicht hilfreich, schreien hilft da wohl nicht so viel.

    Und Sorry wenn ich es sage, wer immer viel schreit und aufmuckt wird im Einzelfall weniger ernst genommen. Die Einnahme von Drogen ist anfänglich sicherlich auch Auflehnung gegen Autorität und Systeme.

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