„Willkommen bei der Technik-Hotline“

Gestern Abend habe ich mit ausreichend Wut im Bauch bei NetCologne angerufen, da entgegen deren Ankündigung kein Telekommann erschienen ist (Herr H. hat sich extra noch mal einen halben Tag frei genommen). Während ich zehn Minute in der Warteschleife hänge und diese bei NetCologne noch nicht einmal unterhalten ist, lege ich mir dutzende Beschimpfungen zurecht, die irgendwie gerechtfertigt wären. Zwei Urlaubstage in den Wind geschossen. Einfach mal so. Und dann immer noch kein DSL und kein Telefon. Als sich endlich der NetCologne Mitarbeiter meldet, bin ich so aufgebracht, dass ich nicht mal mehr auf den Namen achte. Im Regelfall ist der eh völlig unwichtig. Ich schildere also leicht ungeduldig mein Problem und kann den inzwischen genervten Tonfall meinerseits nicht mehr verstecken. Will ich auch gar nicht.

Der NetCologne Mitarbeiter aus der Technikabteilung unterbricht mich plötzlich mitten im Satz.

Er: „Entschuldigung, Frau Januszek. Haben sie zufällig 2001 Abitur gemacht?“
Ich: (zögerlich) „Ja?!?“
Er: „Auf der Bonnstraße?“
Ich: (verunsichert) „Ja?!?“
Er: „Ha, jetzt willst Du bestimmt wissen, wer hier ist.“
Ich: (völlig verwirrt) „Ähm, ja?!?“

Es stellte sich heraus, dass es sich um einen alten Schulkameraden handelte, mit dem ich seit der siebten Klasse Französischunterricht hatte und den ich – ich gebe es zu – ein wenig aus meinen Gedanken verdrängt hatte. Das Gespräch wurde dann noch sehr nett. Auch wenn er mir nicht sofort und umgehend helfen konnte, so hat er versprochen sich zumindest um rasche Klärung zu kümmern. Fakt ist nämlich, dass die Leitung zwar gestern geschaltet wurde („Ein Techniker vor Ort ist nicht nötig, steht hier.“), die Leitung aber dennoch nicht geht. Na, dann müssen wir uns wohl oder übel gedulden. Es sei nur am Rande erwähnt, dass NetCologne seinen Kunden 50 Euro berechnet, wenn man sich dafür entscheidet, auch nach einem Umzug weiterhin dort Kunde sein zu wollen. Pah.

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11 Kommentare

  1. … was bin ich froh, dass ich bei der T-Com geblieben bin.
    Die sind zwar auch nich viel besser aber da weiss man wenigstens worauf man sich einlässt und man kann bei Ärger immer noch in ’nen T-Punkt gehen und da jemanden zur Sau machen. *gg*

  2. fireball

    stell ich mir unfair vor. man will seinem berechtigten ärger bei nem anonymen callcenter-mitarbeiter luft machen und muss sich dann zurück nehmen, weil man denjenigen kennt. wobei diese variante mit sicherheit schneller zur lösung des problems führt.

  3. das fänd ich auch doof, da kann man endlich mal richtig wut rauslassen weil man im recht ist und dann kommt einem sowas dazwischen, ist mir auch schon passiert…echt ärgerlich :-)

  4. Jaja, wir Support-Agenten sind eh nur Prellböcke für frustrierte Anrufer wegen Fehler die eine andere Abteilung gemacht hat. :-( *heul*

  5. Hadwinga

    Sowas kenne ich nur zu gut. Vor Jahren hatten mich die Telecom-Mitarbeiter dreimal im Stich gelassen, ich bei der Hotline angerufen und ausgerechnet einen guten Freund am anderen Ende dranbekommen….. KOnnte man sich noch nicht mal richtig ärgern!!!

  6. Katja

    Eco, is doch scheißegal aus welcher Abteilung ihr Support-Agenten oder sonstwas kommt – ihr gehört alle zum gleichen (Saft-) Laden und müsst somit die Probleme lösen, egal ob ihr sie gemacht habt. Bei diesem Call-Center-Problem, insbesondere denen der Anbieter ihres eigenen Genres geht mir echt die Hutschnur hoch – alle gleich!! Muss doch mal gesagt werden. So charmant wie die Frau Pia krieg ich das leider nich hin. ;-)

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