Bis einer heult! • Brötchendeckelesser
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19. August 2008 | Pia Drießen

Brötchendeckelesser

Es gibt ja die Brötchendeckelesser und die Brötchenbodenesser. Ich persönlich gehöre ja zu den Brötchendeckelessern, einfach weil da meist mehr Brötchenwolle drin ist. Leider leider ist mein Mann ebenfalls ein Brötchendeckelesser. So buhlen wir Samstag morgens darum, wer wen nun mehr lieb hat, indem wir uns gegenseitig mit Herzchen in den Augen den Brötchendeckel anbieten (nur um ihn nach fünfmaligem Ablehnen gierig selber zu verschlingen).

Ein findiger Bäcker aus Hannover hat jetzt das Brötchen mit zwei Deckeln erfunden. Also ein Brötchen ohne Boden. Er nennt es Hilde. Und er kündigt an, bald auch Brötchen mit zwei Böden und ohne Deckel zu backen.

Ich bin mir unsicher, ob der spinnt, oder ob der einfach wahnsinnig genial ist.

Quelle: 1Live

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Über den Autor:
Pia Drießen, 1980 in Köln geboren, verheiratet und Mutter von 3 Kindern (*2009, *2010, *2012). Von Beruf freiberufliche Autorin und Bloggerin. Bloggt seit 2002 mal lauter und mal leiser. Virtuell unterwegs auf Facebook, bei Twitter, Pinterest und auf Google+
    
  1. Marc / Aug 19 2008

    Aha, einer der wenigen Fälle bei dem Paare durch einen Gegensatz besser fahren.

    Wie wäre es, das Brötchen in der Mitte (von oben nach unten) durchzuschneiden? Dann hat jeder einen wenigstens halben Deckel.

  2. s.kluess / Aug 19 2008

    @Marc: „Triviallösung!“ Wie einst mein Physikprof unter eine meiner tollen Ideen schrieb.

    Ich denke der Bäcker ist ein wenig von beidem. Wie in den meisten Fällen.

  3. Meg / Aug 19 2008

    Brötchendeckel? Brötchenboden?
    Das heißt „Mädchenseite“ und „Jungenseite“ – zumindest im Rheinland ;)

  4. hinterlektuelles / Aug 19 2008

    Bei uns heißt das Oberdeckel und Unterdeckel … und bis heute habe ich diese komische Bezeichnung nicht infrage gestellt …

  5. Pia / Aug 19 2008

    Mädchenseite? Jungenseite? Was ist was? Und wo ist dein Rheinland (dachte ja, dass ich auch …)

  6. Beobachter / Aug 19 2008

    Wenn es das wirklich geben sollte, dann werden es wohl bald alle „Bäcker“ haben. Denn kaum einer macht die „Brötchen“ noch selbst. Die Teiglinge, aus denen die „Brötchen“ gebräunt werden, kommen doch alle von Firmen wie BÄKO und Co.
    Leider schmecken auch alle gleich schlecht. Aufgeblasene Wattekugeln.

    Deshalb bin ich auch ein *BrötchenUnterseitenEsser*. Da ist nicht so viel „Brötchenwolle“ dran.

  7. twister / Aug 19 2008

    Also dann würden wir ja gut passen. ich nehme immer die Unterseite. Aber meine Freundin will die auch… naja nun wissen wir ja für den wir eigentlich bestimmt sind. :)

    Die Junge und Mädchen Sache würde mich aber auch mal interessieren. Kann das Geschlecht schlecht bestimmen bei den einzelnen Seiten..

  8. bastian / Aug 19 2008

    Allein wegen der Vokabeln lohnt sich die Lektüre der Kommentare.
    Mädchenseite, Jungenseite, Brötchenwolle, …

    Ich mag die Unterseite von Brötchen lieber. Ich glaube, das liegt daran, dass ich den geschmack von lecht Angebranntem toll finde und die Unterseite dem näher kommt. Außerdem ist sie schön gerade und daher leicht positionier- und essbar.

    Und bei mir heißt die Unterseite auch nur Unterseite, nicht Lumpenpups oder Russenoma…

    Brötcheninnereien fetzen aber auch.
    Nur die Oberseite fetzt nicht so ganz. Zum einen wegen des oft vorhandenen Spalt. Zum anderen, weil Bäcker oftmals vergessen, dass Körner, um Krümeleien zu vermeiden, besser IM und nicht AUF dem Brötchen anzusiedeln sind…

  9. Daniela / Aug 19 2008

    Also wir sagen Oberteil und Unterteil. Auch Rheinland. Unser jahrelang erprobtes Gleichgewicht (ich Unterteil, der Gatte Oberteil) wird allerdings empfindlich durch Kind Nr. 1 gestört, der ewig wechselnde Vorlieben zeigt und ein großer Tauscher ist. Und Kind Nr. 2 isst noch keine Brötchen. Mal abwarten.

  10. Rick / Aug 19 2008

    Wie macht Ihr das dann eigentlich bei Zwieback, Knäckebrot oder Fladenbrot? Oder kommt so etwas nicht auf den Tisch in der egozentrale, weil man sich dann nicht um das Unterteil streiten kann? *zwinker*

  11. Snoopy / Aug 19 2008

    Brötchenwolle… herrlich. Meine beste Freundin sagt immer Fell dazu :D

  12. ednong / Aug 19 2008

    Also lieber Beobachter,
    das geht bei diesen Brötchen mit 2 Deckeln nicht. Die werden in Formen gebacken, und die wird es (erstmal) wohl nur beim Bäcker deines Vertrauens geben. Oder eben nur in Hannover *hihi*

    Ich werd mich gleich mal auf die Suche nach dem Bäcker machen. Kürbiskerne auf beiden Seiten — einfach lecker. Allerdings gibt es diese Backform schon seit Mitte Juni (http://www.shortnews.de/start.cfm?id=714019)

  13. Meg / Aug 19 2008

    Mädchenseite ist die mit „mehr dran“ – die gewölbte. Mein Rheinland ist eher an der Sieg ;)

  14. Manuela / Aug 19 2008

    Also ich kenne die Brötchenhälfte auch als Vati (unten) oder Mutt-seite (oben. Und ich komme ursprünglich aus dem Pott :-)

  15. Manuela / Aug 19 2008

    Bitte meinen Beitrag editieren, da fehlt ein i bei Mutti-Seite . Danke :-)

  16. ednong / Aug 19 2008
  17. Frauke / Aug 20 2008

    wir lösen das anders: es gibt nur ganze brötchen für jeden. einfach zusammenklappen und mund ganz weit auf, dann geht das ;)

  18. Heike / Aug 21 2008

    Ich steh ja eher auf den unteren Teil – dan kann man nämlich meiner Meinung nach schöner mit Butter oder sonst was bestreichen. Der obere Teil fällt auch wegen der ganzen Spalte (in Österreich hat so eine Semmel – wie wir das nennen – ja nicht nur einen Spalt in der Mitte sondern mehrer…) leichter auseinander.

    Wir nennen das übrigens einfach Boden und Deckel – alles andere ist zu kompliziert!!! :)

  19. Beachball / Aug 26 2008

    Ouha. Angesichts der möglichen Komplikationen ess ich in Zukunft nur noch Fladenbrote…

    Ach ja: Meine Frau beharrt darauf, dass es BrötchenWATTE heißen muss.

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