Bis einer heult! • klitze kleine Katastrophen
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17. September 2008 | Pia Drießen

klitze kleine Katastrophen

hungrigWie ich schon mehrfach erzählte wird mir ja erst gegen Nachmittag übel, damit mir dann gegen Abend kotz schlecht wird. Ich muss also allerspätestens um 19 Uhr etwas gegessen haben, was schon immer sehr knapp ist, weil ich um diese Zeit erst nach Hause komme.

Gestern Abend hatte ich dann einen Termin zur Zahnreinigung um 18:30 Uhr. Ich bekam schon im Voraus Schweißausbrüche, als ich nur daran dachte, dass mir bei der Behandlung kotz übel werden könnte. Aber irgendwie würde ich das ganze schon überstehen. Ich rechnete mir aus, dass ich gegen 19:30 Uhr etwas essen könnte, was ja noch völlig im Rahmen lag.

Schließlich war es meine Kollegin die mich fragte, ob man nach der Behandlung überhaupt essen dürfte. Ich rief natürlich sofort in der Praxis an und erhielt die schockierende Nachricht, dass ich drei Stunden nach Behandlung nichts essen dürfte. Die Schwangerschaftshormone taten ihr übriges und ich heulte Rotz und Wasser. Ich würde verhungern. Ganz sicher.

Das ganze endete darin, dass ich um kurz vor 16 Uhr Feierabend machen durfte (über eine Stunde vor meinem regulären Feierabend), um mir vor meinem Zahnarzttermin noch etwas kochen zu können. Putengeschnetzeltes mit Pilzragout. Lecker.

Letztendlich begrüßte mich meine Zahnpflegerin mit den Worten: „Als Sie eben aufgelegt haben fiel mir ein, dass sie ja schwanger sind. Da darf ich dieunddie Paste eh nicht verwenden. Dann können Sie gleich auch direkt etwas essen.“

Ohm.

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Über den Autor:
Pia Drießen, 1980 in Köln geboren, verheiratet und Mutter von 3 Kindern (*2009, *2010, *2012). Von Beruf freiberufliche Autorin und Bloggerin. Bloggt seit 2002 mal lauter und mal leiser. Virtuell unterwegs auf Facebook, bei Twitter, Pinterest und auf Google+
    
  1. partikelfg / Sep 17 2008

    Solche Kleinigkeiten können einem im schwangeren Zustand so was von aus der Fassung bringen: Die Tagesschau wird zum Heulen, den Chef könnte man vierteilen, den Liebsten für sein absolutes Unverständis oder seine erdrückende Fürsorglichkeit durch schütteln.

    Es ist immer wieder erstaunlich was so ein kleiner Zellhaufen mit ein paar Hormonen alles ausrichten kann ;-)

  2. Natalia / Sep 18 2008

    Ich hätte die Zahnreinigung nicht überlebt. Schon die Vorstellung mir die Zähne putzen zu müssen, brachte mir ein heftiges Würgen damals. Das waren Monaten des Grauens nach jeder Mahlzeit.

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