Bis einer heult! • Die Sache mit dem Stillen
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12. Mai 2009 | Pia Drießen

Die Sache mit dem Stillen

Ich bin nach wie vor traurig, wenn ich lese wie wichtig das Stillen für die Zwerge ist. Und wie einfach es manchen Müttern fällt Milch zu produzieren. Ich habe trotz Silltees, Milchpumpe und viel Trinken nicht einen Tropfen Milch produziert. Nicht einen Tropfen Vormilch und „richtige“ Milch schon gar nicht. Nichts. Kein Bisschen.

Jeder gute Ratschlag tut weh, auch wenn ich genau weiß, dass sie nur nett gemeint sind. Der Hinweis auf die lalecheliga ist auch sicher nett gemeint, aber ich hatte/habe eine gute Stillberaterin, die letztendlich auch nur diagnostiziert, was mir die Gynäkologen und Hebammen im Krankenhaus schon sagten: ich habe keine Milch!

Ich habe dann nach einer Woche prophylaktisch die Abstilltabletten bekommen. Prophylaktisch wohlgemerkt, denn meine Brust ist weder hart noch prall noch sonst etwas geworden. Also nicht mal ein Anzeichen für eventuell verspäteten Milcheinschuss.

Und mit jedem Ratschlag und jedem Tipp tut es wieder ein bisschen weh. Ich habe kein Problem damit nachts mehrfach aufzustehen, ein Fläschchen zuzubereiten, den Quietschbeu zu füttern, zu schaukeln, zu knutschen und dann wieder mit ihm ins Bett zu gehen. Ich habe kein Problem damit zweimal am Tag sämtliche Fläschchen zu spülen und zu sterilisieren. Aber ich habe ein Problem damit meinem Sohn möglicherweise etwas sehr Wertvolles vorzuenthalten, das ihm nur Muttermilch bieten kann. Mal abgesehen von der stets hochgehaltenen Mutter-Kind-Bindung, die ja angeblich nur das Stillen mit sich bringt.

„Jeder kann Stillen“ haben alle gesagt und ich hab ihnen geglaubt und es nachgeplappert. Jetzt fühle ich mich so naiv und dumm.

Wenn mein Baby satt und zufrieden in meinen Armen liegt und mich mit seinen riesen Augen taxiert, dann finde ich es nicht schlimm, nicht Stillen zu können. Aber nachts, im Dunkeln, wenn er leise vor sich hin schnorchelt und ich so an unsere ersten drei Tage und Nächte des Marathonanlegens, links – rechts – links – rechts, denke, dann möchte ich wieder weinen und fühle mich schlecht.

Vielleicht hätte ich es noch weiter versuchen sollen. Vielleicht wäre nach der ersten Woche doch irgendwann etwas gekommen. Vielleicht hätte ich diese blöden Tabletten nicht nehmen sollen.

Zum Schluss siegt aber die Einsicht, dass ich es jetzt nicht mehr ändern kann. Der Quietschbeu wird sicher trotzdem groß und stark werden. Und dennoch bleibt diese gewisse Traurigkeit.

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Über den Autor:
Pia Drießen, 1980 in Köln geboren, verheiratet und Mutter von 3 Kindern (*2009, *2010, *2012). Von Beruf freiberufliche Autorin und Bloggerin. Bloggt seit 2002 mal lauter und mal leiser. Virtuell unterwegs auf Facebook, bei Twitter, Pinterest und auf Google+
    
  1. amidelanuit / Mai 12 2009

    wahrscheinlich kann ich dir die traurigen gedanken zu dem thema nicht nehmen……aber eins kann ich dir sagen: du musst dich nicht schlecht und als versager fühlen. das bist du nicht. und zum thema stillen – lilly ist kein stillkind. alles wunderbar bei ihr und mit ihr und mir:)) es geht auch definitiv ohne!!

    • amidelanuit / Mai 12 2009

      mir fällt noch was ein, was mir glaube ich mal kassiopeia geschrieben hat als bei lilly die frage nach dem stillen bez. weiterstillen (2 wochen glaube ich habe ich sie gestillt) aufkam. sie schrieb damals, dass man sein kind, wenn man es mit flasche füttert ja nicht durch ein loch in der wand füttert. sondern es im arm hält und die situation an sich dem stillen sehr ähnlich ist. ich kann das nach wie vor und nun auch aus eigener erfahrung (ben voll gestillt/lilly flaschenkind) voll bestätigen!

      • Mama Miez / Mai 12 2009

        Bei dem „durch ein Loch in der Wand“-Vergleich musste ich lachweinen. Das ist was Wertvolles. Danke ;)

      • herzbruch / Mai 13 2009

        aber genau so ist es. ich stille auch nicht, im gegensatz zu allen um mich herum, und meine beziehung zum beebie ist exakt genauso innig. der unterschied ist allerdings, dass das fuer den vater, der die ersten zwei monate zuhause war und sehr engagiert gefuettert hat, auch so ist. jonathan ist weniger ausschliesslich auf mich fixiert. und ich kann nicht sagen, dass ich das nicht geniesse… also machen se sich mal keinen kopf.

        (und jetzt hab ich noch nicht bis unten gelesen, daher auf die gefahr hin, dass ich sachen wiederhole:)

        wenn sie auf nummer sicher gehen wollen, fuettern sie HA nahrung. und denken sie sich, dass die schadstoffe, die sie zu sich nehmen (durch, z.b. atmen, nur um sofort den wind aus den segeln zu nehmen) dem quietschbeu jetzt auch erspart werden. mein kinderarzt hat mir das so erklaert. natuerlich fehlt etwas, die einzigartigkeit, die stoffe, die noch nicht analysiert sind. die kriegen sie nicht mit der flasche. doch muttermilch ist heutzutage schadstoffbelasteter als industrienahrung. da hat diese also die nase vorn.

        haben se den quietschbeu lieb. das ist das wichtigste!

  2. Jacqueline / Mai 12 2009

    Bitte sei nicht zu traurig. Du hast es versucht, und es ging nicht. Nicht, weil Du es nicht wolltest, nicht weil Du Dich zu dusselig angestellt hast. Es ging einfach nicht. Punkt.
    Klar geht man als Mutter alle „vielleicht-Szenarien“ durch, fragt nach dem Warum, Wieso, Weshalb. Aber im Endeffekt bleibt es ja doch dabei.
    Ich denke, das Grübeln, Nachdenken und Hinterfragen hilft beim Annehmen der Situation. Aber bitte, laß Dich nicht von anderen runterziehen oder verunsichern.

    Das ganze könnte man auch locker auf das Gebären beziehen. Notkaiserschnitte, PDA, Schmerzmittel etc.pp. alles andere als ne natürliche Geburt. Und?

    DU bist eine tolle Mama. Du gibst alles.
    Weiter so!

  3. lukeblogde / Mai 12 2009

    Liebe Mama Miez, ich habe auch nicht gestillt – zuerst ging es nicht, dann wollte ich nicht mehr. Luke ist ein wunderbar gesunder Junge, keine Allergien, keine übermäßigen Krankheiten, ich selbst bin ein Flaschenkind und mir gehts nicht anders. Eine Bindung zu einem Kind von der Brust abhängig zu machen, ist für mich der totalste Schwachsinn – auf biegen und brechen zu versuchen zu stillen, nur weil es angeblich das gesündeste ist, wird dich auch nicht glücklicher machen. Knuddel deinen süßen, wenn du ihm die Flasche gibst und erfreu dich dem Kleinen und mach dir nicht so viele Gedanken – auch das nicht stillen hat vorteile ;-)

  4. Suse / Mai 12 2009

    Ich kann Dich gut verstehen.
    Und das Schlimmste: es geht so weiter. Nirgends wird man im ganzen Leben jemals so an seine Grenzen gestoßen, wie durchs Mamasein. Und an eines muss man sich wirklich gewöhnen: Ans Scheitern.
    Und trotzdem man eben leider oftmals scheitert, vieles suboptimal abläuft – überleben die lieben Kinderlein, gedeihen sogar ganz prächtig dabei.
    Und wir lernen, dass man öfters mal alles nicht so bierernst sehen, man den Perfektionismus manchmal in den Urlaub schicken und einsehen sollte, dass eine perfekte Mutter doch etwas grauenhaftes wäre. Welches Kind sollte denn vor einer perfekten Mutter bestehen können?

    Ich finde es ganz richtig, dass Du traurig bist und eben auch zu dieser Traurigkeit stehst und sie zulässt. Und dann bitte abhaken und auf zu neuen Ufern – denn Euch erwartet noch so vieles, dass Du ans Stillen und Nicht-Stillen bald gar nicht mehr denken wirst ;-)

  5. Sophie / Mai 12 2009

    Liebe Mamamiez.
    Weder ich, noch meine drei Brüder wurden gestillt, bei den ersten beiden hats nich geklappt, beim dritten Kind hat meine Mama es dann gar nicht mehr erst versucht. Aber ich kann dir sagen keiner von uns hatte irgend einen Nachteil davon. Ganz im Gegenteil. Dadurch, dass sowohl Mama, als auch Papa uns das Fläschchen geben konnten, haben wir alle drei zu beiden Elternteilen eine ganz besonders starke Bindung. Ich kann mir nicht vorstellen, dass diese auf irgendeine Weise hätte noch besser werden können.
    Also seien sie unbesorgt. Sie sind eine hervorragende Mutter!

  6. Frau Ährenwort / Mai 12 2009

    Wissen Sie Mama Miez, Sie machen sich nur so viele Gedanken, weil Sie Ihren Kleinen so dolle lieben und einfach nur eine gute Mutter sein wollen, aber wenn nach drei Tagen keine Milch kommt, dann wird das nichts mehr. Sie haben nichts falsch gemacht und ich kenne so viele Mütter die auch nicht stillen konnten und die Kinder sind alle prima entwickelt. Seien Sie ruhig traurig, das ist normal, aber freuen Sie sich anschließend über einen so propperen Jungen, der brauch das gar nicht :-) Kopf hoch!

  7. Ju / Mai 12 2009

    Mach dir keine solchen gedanken! Maya ist auch ein Flaschenkind und ich denke nicht, das wir eine andere beziehung hätten wenn ich sie gestillt hätte. Engere Bindung geht einfach nicht und dadurch das der papa auch mal stillen konnte, haben die 2 auch eine ganz tolle Bindung zueinander! Und wegen Krankheiten und allergien würde ich mir auch keine sorgen machen, Maya ist weniger krank als manche stillkinder und allergien hat sie auch keine!

  8. Fr. SchokoPerle / Mai 12 2009

    Du bist eine tolle Mama. Mehr braucht es nicht hier zu schreiben. :)

  9. Svenja / Mai 12 2009

    Ach liebe Frau Miez, machen Sie sich nicht solche Gedanken bitte.

    Ich habe damals auch jedem geglaubt der gesagt hat, dass jede Frau stillen kann. Leider hielt meine Große da nichts von und verweigerte die Brust. Von Anfang an wollte sie nicht und auch meine Hebamme/Stillberaterin wusste nicht weiter. Ich kam mir vor wie die absolut schlechteste Mutter der Welt und grübelte noch Wochenlang, ob ich es nicht hätte weiter versuchen sollen.

    Irgendwann kam die Einsicht, dass es so wie es war, doch besser war als ein vor hunger weinendes Kind und eine verzweifelte Mama, die sich nach jedem mistglückten Versuch noch einen Tick schlechter fühlt (Uff, was für ein Satz…)

    Ihr kleiner Mann wird auch so groß und stark und ist sicher ganz stolz auf seine Mama, weil sie alles versucht hat und nur das Beste für ihn tut und tun wird!

    Stillen hin oder her, Sie machen das toll :)

  10. Angy / Mai 12 2009

    Keine Sorge, meinen Sohn hab ich nur 9 wochen gestillt, danach gings nicht mehr. Ich hatte wohl zu wenig Milch. Meine Tochter (gerade 1 Jahr alt) stille ich immer noch. Zu beiden Kindern habe ich eine feste Bindung und es ist alles garnicht schlimm. Im nachhinein hab ich mir Gedanken gemacht, das ich meinen Sohn nur Wochen stillte, aber er ist jetzt groß und hängt an mir wie ne Klette (naja groß bezieht sich hier auf fast 4 Jahre). Es ist aber nicht shclimm sich Gedanken zu machen, aber traurig müssen sie nicht sein.

  11. frau rieke / Mai 12 2009

    lassen sie sich nicht verunsichern. es geht eben nicht. das liegt nicht an ihnen, das ist einfach so. sie haben sicher alles richtig gemacht, nur sollte es eben einfach nicht sein. wer weiß. es hat bestimmt einen grund und ist vielleicht sogar besser so?!

    ami bzw. kassiopeia haben doch da vollkommen recht. sie sind genauso liebevoll zum miezbaby wie mit stillen. es liegt an ihnen/bei ihnen und wird geliebt, angehimmelt, geherzt. wen stört es da, woher die milch kommt?!

  12. Zeitlos / Mai 12 2009

    So, jetzt mal aus anderer Sicht: Ich bin ein Flaschenkind. Meine Mutter hatte keine Milch am Anfang und lamentiert heute noch manchmal „Ach, hätt mir doch einer gesagt, dass ich’s noch mal ein paar Tage später versuchen soll. Es gab ja keine Hilfe damals… etc. pp.“ Alles Papperlapapp. Ich bin in ausreichend weiten Teilen gesund, intelligent und bindungsfähig. Und das das so ist, liegt wohl eher an dem liebevollen Elternhaus, als an Fasche oder Brust. Ich wette meiner Urgroßtante ihr Gebiss darauf, dass der Quietschbeu das in etwa drei Jahrzehnten genauso sieht ;-)

  13. Corinna / Mai 12 2009

    Liebe Mamamiez,

    ich stimme allen nur zu, denn das ganze hat auch folgende Seite: Ich hab meine beiden Kinder gestillt, bzw. tue es noch, Paula ist 3 Monate alt. Mein 1. hat mir binnen 2 Tagen die Brustwarzen derart aufgerissen, daß ich vor dem Stillen regelrecht Angst hatte und jedesmal geheult habe, wenn er angesaugt hat. Erst nach 5 Monaten konnte ich schmerzfrei stillen. Da hätte ich gern die Flasche gegeben, aber er hat es komplett verweigert und mir blieb gar nichts anderes übrig als weiterzumachen. Erst mit 6 Monaten hat er das erste Mal aus der Flasche getrunken, mit 9 Monaten habe ich ihn abgestillt.

    Bei Paula war es das gleiche, nach 2 Tagen waren die alten Narben wieder auf und anfangs kam zu gleichen Teilen Milch und Blut, dabei habe ich alles richtig gemacht beim Anlegen. Meine Tochter ist scheinbar Aszendent Staubsauger oder so. Zudem saugt sie wie ein Vampir und hat tagsüber alle 2 bis 3 Stunden Hunger, pennt aber nachts über 12 Stunden durch, von Anfang an… kann sehr lästig bzw. schmerzhaft sein, und sie hat sich regelmäßig verschluckt oder wurde morgens von der sprudelnden Milch geduscht.
    Nachdem ich dann das erste Mal „Freiluft-Stillen“ durfte, weil der Sohnemann nicht vom Spielplatz wegzukriegen war, und das wohlgemerkt Ende Februar, hab ich das erste Mal Flasche versucht, und eiguggida, Paula nahm sie. Seitdem wird die Stillerei weniger und das Flaschetrinken mehr, ich stille nur noch morgens und abends und muß fast immer hinterherfütern. Glauben Sie mir, es ist wirklich praktischer und geht schneller, insbesondere, weil No1 auch während der Fütterung keine Abstriche machen will. Klar trauer ich auch irgendwie ein wenig, weil ich No1 voll gestillt habe und No2 seit ihrer 3. Lebenswoche ein Flaschenkind ist und überlege, ob ich wieder versuchen soll, mehr Milch rauszukitzeln, aber dann denke ich mir, daß es doch auch nicht verkehrt ist, wenn man nach der langen Schwangerschaft endlich seinen Körper wieder für sich selbst hat. Der Papa und die Großeltern freuen sich auch, wenn sie mal füttern dürfen und nicht nur die Hinterlassenschaften entfernen.
    Und meine Kinder sind absolut gesund, der Gestillte und das Flaschenkind, die Maße und Gewichte sind vergleichbar (bisher jedenfalls), und meine Madam himmelt mich an der Flasche genauso an wie an der Brust.
    Und nochwas: Wenn sie erst zahnen, ist die Flasche sicher die bessere Wahl. *grins*

    Seien Sie nicht mehr traurig, Sie sind echt toll!

    Lieben Gruss
    Corinna

  14. giftzwerg / Mai 12 2009

    Ach weißt Du, ich hatte eben eine ellenlangen Kommentar getippt, um Dir zu sagen, dass Du nichts schlechter machst, sondern nur anders und dass Du Dir nicht schlecht vorkommen sollst, weil das einfach unnötig ist (leicht gesagt, ich weiß, aber es ist ja so – es gibt ganz andere Dinge, die eine Ma zu einer guten Ma machen, als das Stillen).

    Aber ich hab ihn wieder gelöscht, eben weil ich vielleicht (ich weiß es nicht mehr, aber kann´s mir gut vorstellen) zu denen gehört habe, die so einen blöden Kommentar getippt haben, die auf Deinen Frust mit Ermunterung reagiert haben, statt mit Trost.

    Ich finde Kassiopeias Worte an Ami sehr treffend gewählt. Ich stille Emma nach wie vor – aber ich habe ihr eine Zeitlang auch zusätzlich abends ein Fläschchen gegeben. und ich fand die Momente des Fläschchen-gebens keineswegs weniger intensiv oder weniger schön als ich das Stillen finde.
    Es war eine ganz andere Form des Fütterns und Widmens als das Stillen und so wie man Äpfel nicht mit Birnen vergleichen kann, kann man nicht sagen, dass das einfach ein mieser Ersatz war – für mich waren das auch sehr, sehr schöne Momente. Einfach auf eine andere Art.

    Weißt Du, ich mag gern Kartoffeln. Die sind prima sättigend, sehr gesund, vielseitig und schmecken mir vor allem warm echt richtig, richtig gut. Und ich mag auch unglaublich gern Sushi. Da könnte ich mich reinlegen. Es ist gesund und macht nicht dick und es ist toll, mit dem Ubler im Restaurant zu sitzen und Schälchen um Schälchen zu stapeln.
    So. Und glaubst Du im Ernst, ich käme auf die Idee, mir an der Sushi-Bar Vorwürfe zu machen, ich verpasse etwas, weil ich jetzt keine Kartoffeln bestellen kann? Oder an der Pommesbude rohen Fisch zu meiner Currywurst zu verlangen?

    Beides sind grundverschiedene Dinge. Und wenn man das eine tut, weil man einfach einen Grund dafür hat (und der muss ja nicht einmal sein, nicht stillen zu können! Wenn man einfach nicht mag, die Vorteile des Fläschchens für einen schlicht überwieden oder man sich gar unwohl fühlt wenn man die Brust gibt, dann sind doch auch ein Gründe – oder wenn man stillt, weil man viel Wert auf bestimmte Inhaltsstoffe der muttermilch legt oder es einfach so natürlich wie möglich will oder eben, weil man es einfach tun möchte – auch das sind Gründe und kein einziger ist berechtigte als ein anderer), dann heißt das nicht, dass man das andere jetzt unbedingt auch wollen/können/machen und sich schuldig fühlen muss. Weder auf der einen Seite, noch auf der anderen (auch das Stillen hat seine Nachteile und ich glaube nicht, dass einem bspw das „Schuldgefühl“ erspart bleibt, wenn bspw das ältere Kind nun dadurch viel weniger Zeit mit der Mutter hat, etc).

    Ich finde es ganz furchtbar, wenn das Stillen als das NonPlusUltra präsentiert wird, und genauso furchtbar, wenn man dem Stillen das abspricht, was es ausmacht, indem man sagt, das Fläschchengeben wäre genau dasselbe. Beides ist nicht dasselbe, keineswegs. Birnen sind auch nicht dasselbe wie Äpfel. Aber ich wette, niemand würde pauschal nun das eine davon als „besser“ oder „wertvoller“ titulieren als das andere.

    (Oh, jetzt ist es doch ein riesen Text geworden… )

    • Mama Miez / Mai 13 2009

      Ich mag den Vergleich, dass man Stillen und Füttern nicht mit Äpfel und Birnen vergleichen kann (oder so). Ich verstehe jedenfalls was Du meinst und Du hast recht. Danke :)

  15. aleXXblume / Mai 12 2009

    Liebe Mama Miez,
    es tut mir sehr leid, wenn ich Ihnen zu nahe getreten bin mit meinen Ratschlägen! Ich wusste ja nur die Hälfte von der Wahrheit und habe eben gedacht, vielleicht kann ich helfen. Denn leider stillen viele Frauen nicht, auch wenn sie es könnten.
    Ich drück Sie unbekannterweise und muss meinen Vorschreiberinnen recht geben – wenn es nicht geht, dann geht es nicht und die Beziehung zu Ihrem niedlichen Quietschbeu muss auf gar keinen Fall drunter leiden! Schmusen und Kuscheln kann man auch mit Fläschchen und das ist schließlich das, was Nähe und Liebe ausmacht.
    Ich wünsch Ihnen und ihrem kleinen Mann auf jeden Fall eine schöne und unbeschwerte Zeit! Genießen Sie alles, es ist einfach etwas unbeschreiblich Einzigartiges, ein Kind zu haben und aufwachsen zu sehen.

    • Mama Miez / Mai 13 2009

      Nein, bitte, Sie haben mich falsch verstanden. Ich habe Ihren ratschlag ja nicht persönlich genommen. Sie müssen Sich also definitiv nicht entschuldigen.

  16. Kassiopeia / Mai 12 2009

    Hier steht oft mein Name das ist mal seltsam. Merkt sich doch tatsächlich jemand, was ich mal gesagt habe! Irgendwie ist das schön, schön zu wissen, dass ich mal berührt und/oder geholfen habe. Wie eine alte weise Omi! Ne coole Omi! ;)

    Liebste Mama Miez,
    die Mutter-Kind-Bindung kommt nicht von Hormonen während des Stillens an sich, die Bindung gibt es weil die kleinen Monster in unseren Armen liegen, schmatzen, mal lächeln, wegratzen oder die Augen weit aufreißen! Mach doch mal ein Foto von dir in der Fütterungshaltung! Ich schwöre dir, es sieht genauso aus wie eine stillende Mama nur ohne Nackigsein!
    Komm ich mal zum Punkt. Dem Kind ist das doch Wurscht, was es im Mund hat, hauptsache das im Mund macht satt! Angenehm wenn es dabei weich, warm und gemütlich liegt!
    Wir sind das Problem- die Mama’s. Und tut es weh. Meine Geschichte ist simpel: eine trinkfaule, rapide abnehmende Erstgeborene, die nach 4-6 Wochen „abgestillt“ wurde, weil es nichts brachte, da konnte ich soviel Milchpumpen wie ich wollte. Es sollte nicht sein. Aber es war keine wirkliche Erleichterung es auf zugeben, man verpasst ja irgendetwas. Man fühlt das erste Mal Versagen. Dann kommen die Tipps und Ratschläge und du hast Recht, es macht es nur schlimmer! Diese zauberhaften Sprüche, man hätte nicht genug getan, nicht genug gewollt, hätte man nur dieses oder jenes probiert usw.: ein Graus! Bei Noah war mir das Überleben wichtiger als die Muttermilch. Zu früh gestartet stillte ich ab mit Tabletten. Mir machte das nichts, überhaupt nichts, vielleicht auch aus Trotz. Bei Tom war ich unsicher und es endete in Tränen. Ich entschied mich mit Tabletten dagegen- auch unter Druck und litt- er hing trotzdem am Busen. Wieder Ratschläge und „hättest du mal…“. Hätte ich nur weiter angelegt nach den Tabletten, hätte es noch mal geklappt, sagte man mir. Aber da wars zu spät. Hätte es gestimmt? Wer weiß. Wäre ich heute weniger traurig darüber?! Ich weiß es nicht. Ich liebe es heute am Abend die letzte Flasche mit Tom in Ruhe ohne die Großen zu genießen! Das ist unsere Zeit, kein Busen in diesem Moment könnte mir mehr geben: es sind die großen, strahlenden Augen die mich glücklich machen. Jetzt möchte ich es wieder versuchen. Beim Vierten. Ich habe mir ab von Schwiemu eine Hebamme gesucht, die mir helfen möchte. Trotzdem ist es keine Garantie für gar nichts. Da höre ich: „Du musst entspannt da ran gehen, nicht so verkrampft!“ oder „Du musst es nur genug wollen!“ oder „Aber nicht zu sehr wollen, dass macht dich verkrampft!“ oder „Aber bloß nicht ans Versagen denken, dann bist du blockiert!“ Ja, wie denn nun?! Ich stehe also da mit meinen vorhandenen drei Kindern und denke: „Ja, was jetzt Mädels?!“ Ich hab keine Ahnung, was ja nicht mal stimmt, denn ich habe gekämpft. All diese Tipps und Ratschläge sind keine Garantien und vorallem keine Seelentröster. Lässt sich leicht sprechen über Armut, wenn man reich ist. Frau Schussel hat doch mal so einen wunderschönen Artikel über Grenzlosigkeit geschrieben. Lies den doch noch mal. Mit der Geburt von Kindern gibt es einfach zuviele Tipps und Hinweise um die man nie bat. Wenige Menschen nehmen sich währenddessen die Zeit, sich in das Gegenüber einzufühlen, nur mal kurz.

    Abschließend nur: Es tut weh. Das wird es vielleicht lange. Aber es wird besser. Sehr viel besser! Wir können als Mütter nicht alles perfekt machen! Aber wir probierens, das ist doch das Wertvollste. Fühl dich super feste umarmt!

    • Mama Miez / Mai 13 2009

      Ich danke erstmal für Deine reichhaltigen Erfahrungen. Ganz ehrlich! Und ich habe für mich jetzt auch vorgenommen, dass ich mich beim nächsten Kind vorher noch intensiver informieren werde und es dann einfach noch mal versuche.

      (Ich selber bin im Übrigen auch ein Flaschenkind, weil meine Mutter keine Milch hatte, und bin auch groß geworden – ohne Allergien oder größere Krankheiten)

      • Kassiopeia / Mai 13 2009

        Aha, beim nächsten Kind! :) Ich werde berichten, ob der Wille allein reicht! ;)

        Flaschenkind bin ich auch… und hab ein fürchterlich gestörtes Verhältnis zu meiner Mutter (manchmal jedenfallls) ;) Aber das kommt von was anderem!

  17. rosa67 / Mai 12 2009

    Frau Mama Miez, es tut mir leid, wenn ich – Frau Giftzwerg schrieb es so schön – Tipps und Ermunterung geben wollte, wo Trost und Akzeptanz besser gewesen wäre. Ich wollte gewiss nicht verletzen und Dir das Gefühl vermitteln, eine schlechte ungenügende Mutter zu sein. Es gibt viele Hebammen und Stillberaterinnen, die viel zu leicht sagen, dass das mit dem Stillen wohl nix wird. So ging es bei mir, und die hatten nicht recht. Darum dachte ich mir, vielleicht kannst Du noch eine xte Meinung einholen.

    Aber, liebe Frau Mama Miez, vielleicht stöberst Du mal bei Ami im Blog herum. Die hat vor etwas längerer Zeit mal einen ganz wunderbaren Artikel über die „Not-good-enough-Mom“ geschrieben. Wunderbar und weise. Genau das Gefühl, dass Du jetzt beschreibst, wird Dir, wird uns in den nächsten Jahren noch ziemlich viel Kummer bescheren, wenn Du, wenn wir uns nicht frei machen von dem Gefühl, nie genug zu tun.

    Selbst als ich Christoph 19 Monate lang gestillt hatte, dachte ich mir, ich müsste es weiter tun, weil es ihm ganz schlecht ginge ohne. Ich war längst wieder berufstätig und habe durch das Stillen bedingt keine Nacht mehr wirklich geschlafen. Ich war fix und fertig und konnte – außer Milch – Christoph nicht mehr besonders viel geben. Meine Kraft war (und ist es deswegen irgendwie immer noch) aufgebraucht. Bei jeder Gelegenheit bin ich in mich zusammen gesunken und habe geweint, so alle war ich. Eines Tages nahm mich die Kindergartenleiterin beiseite. Ich hatte Christoph vom Kindergarten abholen wollen, und er hielt noch Mittagsschlaf. Und da wurde ich so wütend. Der schlief! Der holte sich – in meinen Augen – die Kraft dafür, mich nachts zu peinigen. Ich war so wütend und traurig, dass ich da nur noch saß und weinte und zitterte. Die Kindergartenleiterin sah dies und fragte mich, was ich denn denke, dass ich Christoph durch das Stillen noch geben könnte. Ich sagte: „Liebe, Nähe und Geborgenheit.“ Da sagte mir die gute Frau, dass ich das vermutlich viel besser und effektiver könnte, wenn ich nicht selbst dabei zugrunde gehen würde, wenn ich dank schlafreicherer Nächte wieder Kraft hätte. Und dass es viele andere Wege gäbe, Christoph Liebe, Geborgenheit und Nähe zu geben, wenn man mit sich selbst im Reinen wäre und nicht so fertig.

    Sie hatte recht :-)

    Liebe Frau MamaMiez, ich bin ja ehrlich und finde es bei jeder Frau schade, bei der das Stillen nicht klappt. Aber wenn Du Dich durch doofe Tipps wie den meinen nicht fertig machen lässt und mit Quietschbeu weiter kuschelst und puschelst und seine Bedürfnisse so gut kennen lernst wie bisher, dann machst Du das allerbeste, was Du für ihn tun kannst. Das finde ich toll :-)

    • Mama Miez / Mai 13 2009

      Den „Not-good-enough-Mom“-Artikel kenne ich und ja, sie hat recht.

      Was Ihre Ratschläge und Tipps betrifft: ich war nicht böse oder so. Viel eher einen Tick eifersüchtig. Aber auch dafür können Sie ganz herzlich wenig ;)

      • amidelanuit / Mai 13 2009

        bitte! es heisst good-enough! nicht not-good-enough! das ist ja gerade der witz :) es geht darum gut genug zu sein und nicht nicht gut genug….das wollte ich nur mal korrigieren!

  18. Du machst, was Dir und dem Kleinen gut tut. Das ist das Wichtigste an der ganzen Sache!
    Es werden heutzutage soviele Gräben zwischen Müttern aufgerissen, was gar nicht nötig ist.
    Sei nicht traurig, genieße Deinen Quietschie ;-)

  19. Andrea / Mai 12 2009

    Beim 1. Kind hat es bei mir auch nicht geklappt… ich denke, unbewusst habe ich mir sehr viel Druck selber gemacht… zumal die Entbindung beim ersten Male auch nicht so prall war und vieles passiert ist, was ich mir so nicht vorgestellt habe…

    Mit dem 2. Kind war ich viel gelassener… habe es mehr oder weniger auf mich zukommen lassen und Dinge so angenommen wie sie sind… und siehe da… es hat auch mit dem Stillen funktioniert…

    Beide Kinder sind mopsfidel…

    es hat alles Vor- und Nachteile…

    aber das bedeutet nicht, dass Du Dein Kind weniger lieb hast oder er Dich lieb haben wird… es gehören auch noch andere Dinge dazu… das Stillen allein macht es nicht aus…

    Drück Dich mal unbekannterweise

    GLG

    Andrea

  20. jo / Mai 12 2009

    Meine grösste ist praktisch ein Flaschenkind (12 Tage haben wir gestillt) und sie ist nicht mehr oder weniger wert oder lieb oder gesund oder sonstwas als meine anderen 2 Kinder. Kopf hoch, auch beim Flaschegeben kann/soll/muss man kuscheln! Und vielleicht sogar noch bewusster als beim Still-pennen nachts, wo man eigentlich kaum was mitkriegt und nicht mal richtig wach werden muss ;-)
    Alles Liebe jo

  21. kindelfind / Mai 12 2009

    Thea ist jetzt fast 2 1/2. Sie ist uns hervorragend gelungen und beim nächsten Kind gibt es nur eine Sache, die ich auf jeden Fall anders machen möchte: Ich möchte entspannter sein! Selbstzweifel, Unsicherheit & Sorge haben mich im 1. Jahr ständig begleitet und das ist verdammt schade.
    Ich wollte eine Spontangeburt und hatte einen Kaiserschnitt, ich wollte 1 Jahr stillen und nach 5 Monaten war der Ofen aus. Ich wollte Thea im Tragetuch tragen (habe sogar einen Kurs gemacht) und besser geklappt hat’s dann doch mit dem BabyBjörn. Ihrem Sohn ist es später vermutlich mal ziemlich egal, ob er gestillt wurde oder nicht. Aber Ihnen, Mama Miez, wird es nicht egal sein, dass Sie deswegen so traurig waren. Es hat nicht geklappt – Punkt. Und doch scheinen Sie Ihre Sache ganz hervorragend zu machen!

  22. June / Mai 12 2009

    liebe mama miez! ich bin ein vollstillmama, ich habe meinem kind (jetzt mal abgesehen von der körperlichen zuwendung, die bekommt ein flaschenkind genauso!!!) alles an muttermilch gegeben was ich hatte…und? meine nicht mal einjährige tochter hat neurodermitits, vielen dank auch.
    mach dich nicht so fertig, es ist wie es ist! es zu akzeptieren macht es bestimmt leichter….

  23. Tatti / Mai 12 2009

    So jetzt oute ich mich einfach mal hier!!
    JA ich bin ein Flaschenkind und mir gehts gut!!
    Ich wünsche Ihnen viel Freude beim „flascherln“ ;-)

    Ganz viele liebe Grüße Tatti

  24. Anette / Mai 13 2009

    Ich kann Dich gut verstehen. Habe ähnliche Gefühle – nicht, was das Stillen betrifft, das klappt(e) nach anfänglichen Mega-Problemen super, aber was die Geburt angeht. Als ich Deinen Bericht las, musste ich heulen, denn die Geburt meiner Tochter endete in einem Notkaiserschnitt. Sie ist jetzt fast 10 Monate alt und ich hadere nach wie vor damit, sie nicht „normal“ auf die Welt gebracht zu haben, ich fühle mich als Gebärversagerin, weil ich es nicht geschafft habe und frage mich: Hätte ich dem Kaiserschnitt nicht so schnell zustimmen sollen? Hätte ich nach 12 Stunden Wehen (ich war kurz vor den Presswehen) nicht doch noch durchhalten sollen? War der KS die zu einfach Lösung? Aber man kann es nicht mehr ändern. Trotzdem bleibt die Traurigkeit …

    Übrigens wurde ich selbst auch nicht gestillt, weil meine Mutter damals falsch beraten wurde und mich falsch anlegte. Ich habe keine Allergien und auch sonst keine Nachteile.

  25. bluevelvet_1 / Mai 13 2009

    Jetzt oute ich mich auch mal als stille Mitleserin!
    Auch von mir die herzlichsten Glückwünsche zur Geburt!!!
    Ich habe hier mit Spannung die letzten Wochen verfolgt.
    Mein Kleiner ist ungefähr zu der Zeit (auch zwei Wochen verspätet) geboren, als hier zum ersten Mal über die Schwangerschaft geschrieben wurde, er ist also knapp 8 Monate alt.

    Zum Thema Stillen kann ich nur sagen, dass ich vor der Geburt überhaupt nicht scharf aufs Stillen war. Hatte da Erfahrungswerte von meiner Schwester und die waren nicht immer positiv. Das von mir ausgewählte KH galt auch nicht als besonders stillfreundlich. Ehrlich gesagt habe ich es fast drauf angelegt nicht zu stillen:-)
    Und was ist passiert? Bei mir klappte das Stillen ohne Probleme, trotz Kaiserschnitt, keine wunden Brustwarzen, keine Schmerzen, kein Milchstau. Mein Kleiner hat einfach nur alle 4 Stunden für 10 Minuten getrunken und das war es. Perfekt.
    Ich habe weder meine Brust aufs Stillen vorbereitet, noch habe ich irgendwelche Literatur hierzu gelesen. Vielleicht ist es mir wirklich so leicht gefallen, weil ich wirklich gar nicht verkrampft war. Ich hatte wirklich eine sehr entspannte Einstellung dazu.
    Übrigens stillt er sich gerade selbst ab und auch das finde ich gut so. Dann stille ich halt kein volles Jahr.
    Ich hätte wirklich nichts gegen ein Flaschenkind gehabt (bin auch eins). Niemals würde ich eine „nicht stillende“ Mami verurteilen. Selbst wenn Sie es gar nicht erst versucht hätte (gibt es in meinem Bekanntenkreis auch einige!). Mal klappt es mal nicht. Es gibt wirklich wichtigeres auf der Welt.

    Freu Dich auf die nächste Zeit mit Deinem Kleinen, denn da kann ich Dir versprechen das Du Dich jeden Tag mehr und mehr in Deinen Süßen verlieben wirst!!

  26. Frau Bergzwerg / Mai 13 2009

    War bei uns war auch nix mit stillen. Ich bin froh das ich zu der Zeit noch keine Blogs oder Mütterforen verfolgt habe. Das hätte ich nicht gebrauchen können.

    Ich habe das bis heute nicht vergessen können als der Kinderarzt im Kh sagte das mein Sohn endlich Nahrung braucht, sonst wird eng. Die erste Flasche wurde verschlungen und dieser entspannte Rülpser war Segen :-).

    Er ist jetzt 5, Gesund , munter und alles dran :-)

    Dieses Hormondings hört auch wieder auf, dann müssen Sie auch keine Tränen mehr verdrücken.

  27. ineli / Mai 13 2009

    Liebe Mama Miez, ich hab mein Kind gestillt, zweieinhalb Jahre lang – auch ein bisschen aus Trotz .. weil vorher einfach gar nichts ging. Mit dem schwanger werden hat es nicht geklappt, erst die letzte Möglichkeit – die künstliche Befruchtung – hat geholfen, dann hatte ich wochenlang teils schlimme Blutungen und als dann nichtmal die Geburt natürlich war. Das Lillykind wollte und wollte sich nicht drehen und hat sich geweigert, rauszukommen – es blieb nur der Kaiserschnitt.

    Wir machen eben alles, sogut wir können.

    Der Quietschbeu wird sich wunderbar entwickeln, er ist von Liebe, Freude und bald einem schönen SwaddleMe umgeben, was braucht er mehr? Er braucht nichts mehr als seine Mama, die genau so perfekt ist, wie sie ist – er hat sie schließlich ausgesucht, nicht wahr?

    Es wird immer Situationen geben, die besser sein könnten, aber nicht sind. Aber wir kommen zurecht und gerade das macht das Leben aus.

    Quietschbeu wird genauso liebevoll und nahrhaft ernährt wie Stillkinder, daran besteht kein Zweifel.

  28. engelswelt / Mai 13 2009

    Liebe Frau Mama Miez,

    die kleine Maus, die gerade seelig auf meinen Bauch schlummert, bekommt auch das Fläschen, weil sie mit liebevoller Hingabe meine Brust verweigert hat. So genießen es der Herr Papa sowie Oma und Opa, sie auch mal zu füttern ;) .

    Fühlen sie sich einfach mal gedrückt!

    Liebe Grüße

  29. DüneSieben / Mai 14 2009

    Ohne jetzt Kommentar vollständig gelesen zu haben, schreibe ich jetzt bestimmt sinngemäß das gleich wie meine Vorschreiberinnen:

    Meine Große habe ich 8 Wochen gestillt, dann hatte ich Streß und weg war die Milch, es reichte nur noch gerade mal für morgens. Ich hatte und habe immer noch ein super inniges, sehr körperliches Verhältnis zu ihr. Sie ist inzwischen 12,5 Jahre alt und allergie- und neurodermitisfrei. Alles gut!

    Die Zwillinge: Da hat es bei dem Mädchen von Anfang an nicht geklappt, sie konnte mit ihrem kleinen Schnütchen die große Brust“warze“ (was für ein häßliches Wort!) nicht fassen und kam aber mit der Flasche prima klar. Der Junge hat nur genuckelt an der Brust, ist immer eingeschlafen. Diese Quälerei: Ein Kind trinkt ein wenig, mit immer wieder aufwecken und dann – ich wollte ja gerecht sein – wurde die Tochter auch noch „gezwungen“ an der Brust zu trinken, dieses Ganze hat mich so fertig gemacht und so unendlich viel Zeit gekostet, nebenher hopste die quitschfidele, sehr lebhafte knapp zweijährige Große. Also ließ ich Brust Brust sein, stellte komplett auf Flasche um, machte mich von allen Zwängen ala „ich stille meine Zwillinge voll und immer beide zusammen“… frei und war fortan glücklich und zufrieden, ich hatte volle Kontrolle wieviel meine Kinder tranken, alles klappte. Sie sind jetzt 10,5 Jahre alt und auch allergie- und neurodermitisfrei. Auch zu den Zwillingen ein inniges, sehr körperliches Verhältnis.

    Wie viele schon sagten: Lass die „Trauer“ zu – aber dann weitermachen!!!

    Viel Mut und viel Glück und vor allem viel Spaß mit und für Dein Kind!

  30. tonni / Mai 14 2009

    Ohne viele Worte: ich umarm Sie einfach.

  31. DasClaudi / Mai 16 2009

    Ach Süße, ich knuddel dich mal feste, denn ich kann dich so gut verstehen. Mein Kleiner kam 6 Wochen zu früh auf die Welt und ich hätte alles dafür gegeben, wenn ich ihm wenigstens meine Milch hätte mitgeben können, aber es hat leider nicht geklappt. Ich habe 3 Wochen Rotz und Wasser geheult und mich mit der Milchpumpe gequält bis zum Anschlag, aber mehr als 20ml kamen aus meinen doofen Milchtüten nicht raus. Heute ist mein Kleiner fast 7 und es hat ihm nicht geschadet. Er ist quietsch gesund und diese Phase ist vergessen. Verzeih dir selber. Du bist nicht Schuld und die heutige Babymilch ist genau so gut!!! Und noch ein Vorteil. Der Papa kommt so auch in den Genuss des Stillens ;-)

  32. eva / Mai 30 2009

    huhu,
    das finde ich gut, dass du sehr ehrlich mit dem thema umgehst.
    mache es weiter so und lasse nichts anbrennen, vor allem: halte keine trauer zurück und versuch dich einfach zu entspannen (falls der quietschbeu dich lässt ;D )
    konzentriere dich auf deine gefühle für dein kind und gib sie ihm!
    das ist das wichtigste!
    du weißt ja sicher schon: beim nächsten kind wird alles anders ;D
    blöder spuch,ja. aber ich wunder mich über mich selbst, wie easy bei nr. 3
    alles lief, schon bei nr. 2 war das „easy-gefühl“ kaum zu toppen.
    nein, ich will nicht schon soweit vorgreifen. nr. 1 muss nun erstmal genossen werden.
    liebe grüße, eva

  33. McMaren / Feb 12 2013

    Ich weiß, dass dieser Beitrag schon ein paar Tage auf dem Buckel hat, aber ich wollte ihn dennoch gerne kommentieren. Da ich ja weiß, dass die Still-Geschichte von Ihnen, Mama Miez, bei zwei weiteren Kindern doch noch ein erfolgreiches und vor allem harmonisches Ende gefunden hat, hat mich dieser Artikel ganz besonders gerührt, weil er doch zeigt, dass es manchmal aus den unterschiedlichsten Gründen einfach nicht klappen will.

    Vor neun Wochen habe ich einen (natürlich ganz fantastischen, ist ja klar! ;) ) Sohn geboren und konnte ihn nur knapp fünf Wochen davon stillen beziehungsweise ihm abgepumpte Milch füttern. Dazwischen gab es diverse Aufs und Abs und letztlich war es dann soweit, dass man mir zum Abstillen riet und es war rational und auch rückblickend gesehen die beste Entscheidung für ihn und für mich. Trotzdem trauere ich dem Stillen immer wieder hinterher, weil es ja doch immer als das Beste angepriesen wird und leide darunter, dass man doch schnell als Versager oder Rabenmutter abgestempelt wird. Oder, schlimmer noch, wenn einem vorgeschwärmt wird, das Stillen ja soooo viel zur Mutter-Kind-Beziehung beigetragen hätte und es wäre ja so praktisch und gesund, da würde man aber WIRKLICH was verpassen und mitleidig angesehen wird. Danke, da könnte ich erst recht heulen.

    Die ganzen Kommentare und die darin enthaltenen Geschichten sind so lieb, dass ich gerade weinen musste. Besonders die Hinweise, dass man ein Kind ja auch beim Flasche geben nicht „durch die Wand füttert“, fand ich so treffend! Denn dasselbe denke ich mir auch. Mit der Flasche kann ich den Kleinen viel entspannter im Arm halten und nah bei mir spüren, weil ich keine Angst haben muss, dass irgendetwas schief läuft.

    Auch wenn ich nun nicht die Adressatin war, haben sie mich dennoch alle getröstet und das war sehr schön. Vielen <3-lichen Dank an alle!!

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