Bis einer heult! • U3 - Baby-TÜV
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29. Mai 2009 | Pia Drießen

U3 – Baby-TÜV

Zurück vom ersten Kinderarzt-Termin, zurück von der U3. Zunächst einmal bin ich mit meiner Kinderarztwahl recht zufrieden. Die Dame wird Anfang fünfzig sein, nimmt sich viel Zeit, geht mit dem Kleinen sehr herzlich um und nahm meine Fragen ernst (wenn auch wahrscheinlich schon tausendfach gehört).

Der Quietschbeu ist und bleibt ein stattlicher Kerl, hat alle benötigten motorischen, haptischen, akustischen und visuellen Fähigkeiten, die er haben muss und flirtet mit der Ärztin und Helferinnen auf Teufel komm raus. Wieso ist mein Baby eigentlich immer so ein Sonnenschein, wenn Fremde um ihn herum sind? Die halten mich doch alle für verrückt, wenn ich von seinen hysterischen Anfällen berichte. Na ja, lieber so, als anders herum!

Eine Sache allerdings, die sorgt die Ärztin und somit auch mich. Der Quietschbeu hat eine deutliche Vorzugshaltung seines Kopfes nach rechts. War mir auch bereits aufgefallen und habe ich auch bereits mit der Hebamme besprochen. Dabei handelt es sich wohl um Folgen des langen Übertragens, weil der Kleine in der Gebärmutter irgendwann auf Grund des Platzmangels gezwungen war, den Kopf nach rechts zu neigen. Fortan haben wir ihn also animiert, den Kopf auch nach links zu drehen. Da er aber ja schon so früh so agil war, hat ihn das wenig beeindruckt und er hat seinen Kopf immer ratz fatz wieder nach rechts gedreht.

Nun werden wir also die Hälfte der Nacht in einer ärztlich verordneten Seitenlange schlafen. Dazu sollen/müssen/können wir uns so einen komischen Lagerungskeil anschaffen, weil ein zusammengerolltes Handtuch o.ä. den Quietschbeu nicht aufhält, sich wieder auf den Rücken oder direkt auf den Bauch zu drehen.

Ansonsten ist er aber topfit und bekommt ein Sternchen ins Fleißheft für gut gedeihende Säuglinge.

Hier nun die technischen Daten der U3:
(Der Quietschbeu ist 3 Wochen und 6 Tage alt)

Länge: 58 cm
Gewicht: 5210 g
Kopfumfang: 39 cm

Der Hüftultraschall steht noch aus. Den Termin haben wir erst übernächste Woche.

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Über den Autor:
Pia Drießen, 1980 in Köln geboren, verheiratet und Mutter von 3 Kindern (*2009, *2010, *2012). Von Beruf freiberufliche Autorin und Bloggerin. Bloggt seit 2002 mal lauter und mal leiser. Virtuell unterwegs auf Facebook, bei Twitter, Pinterest und auf Google+
    
  1. lukeblogde / Mai 29 2009

    das mit der Kopfposition hatte Luke auch – sehr deutlich sogar. Wir haben ihn auch auf links gebettet – und praktisch gezwungen den Kopf zur anderen Seite zu drehen, so zB Reize bewusst auf der anderen Seite gegeben – ihn seitlich hoch genommen, so dass er die Muskeln anstrengen musste. Mit ein bißchen Übung und ein wenig geknatsche war das dann auch bald kein Grund zur Besorgnis mehr.

  2. Anja / Mai 29 2009

    Na das freut mich aber. Solche TÜV-Ergebnisse liest man immer gern. Weiter so!

  3. aleXXblume / Mai 29 2009

    Hallo liebe Miezmama!
    Ich will hier nicht zur Ratschläge verteilenden Briefkastentante mutieren, aber ich habe es mir neulich bei Ihrem Artikel über Quietschbeus Quietschanfälle schon verkniffen, weil ich nicht so rüberkommen wollte. Nun aber möchte ich doch unbedingt was erzählen.
    Mein zweiter Sohn hatte genau das selbe und das sind in der Tat meistens üble Blockaden, die von einer unbequemen Lage im Mutterleib herrühren. Wichtig zu wissen ist allerdings, dass diese Blockaden in den meisten Fällen auch höllische Kopfschmerzen hervorrufen, die sich über den Tag hinweg verstärken und dann gegen Abend absolut fies werden.
    Zu beheben sind diese Blockaden völlig nebenwirkungsfrei und in meistens wenigen Sitzungen durch eine/n gute geschulte/n Osteopathen/in oder CranioSacral-Therapeuten, der oder die sich wenn möglich auf Säuglinge und Kinder spezialisiert hat.
    Bei uns war Geschrei, Spucken und Schiefhaltung in wenigen Wochen so reduziert bzw. verschwunden, dass ich diese Therapie wirklich jeder betroffenen Familie – und deshalb auch Ihnen – sehr ans Herz legen möchte.
    Vielleicht können Sie ja jemanden finden, der so eine Ausbildung hat. Oft sind es Physiotherapeuten, manchmal auch Heilpraktiker oder Ärzte.
    Einen Versuch wäre es doch auf jeden Fall wert, denke ich mir, denn so ein kleiner leidender Knopf reißt einem als Mutter / Eltern immer schier das Herz aus dem Leib, finde ich.
    Liebe Grüße, AleXX

  4. lukeblogde / Mai 29 2009

    Wovon alexxblume redet ist, so nehme ich an, das KISS Syndrom – für manche Ärzte nur eingebildet, für andere wieder durchaus vorhanden. Ich hatte meinen Kinderarzt damals auch gefragt, ob Luke dieses eventuell hätte – er hat sich ihn dann angeschaut und ist zu dem Schluss gekommen, das er dieses nicht hat, da: der Hals gerade zum Körper verläuft und nicht zu einer Seite sich verschieft und nur der Kopf eine Schiefhaltung hat. Einen Osteopathen kann man sicherlich mal besuchen, sollte keine Besserung eintreten

  5. Ellen / Mai 29 2009

    Liebe Mama Miez,

    meine beiden Mädchen hatten auch ihre Lieblingsseite.
    Mit der Lagerung kam ich nur schlecht zurecht, der Kopf wurde trotzdem immer fleißig nach rechts gedreht.
    Ganz schnell war die rechte Seite ziemlich platt. Wir sind dann zum Orthopäden, der die Manualtherapie anwendet, der hat sozusagen die Blockaden weggedrückt. Und seitdem konnte Leonie den Kopf zu beiden Seiten drehen. Tja, dass platte ist leider geblieben, aber durch die langen Haare sieht man nichts mehr und bei Luisa haben wir diesmal einfach schneller reagiert.
    Hoffe, dass es der Quietschbeu auch so schafft.
    Alles Liebe
    Ellen

  6. amidelanuit / Mai 29 2009

    wir hatten das bei beiden – ben sehr schlimm weil saugglocke und gelähmten arm durchsrausrreissen und lilly weil auch übertragen, die hatte auch noch so einen knickfuss. mit beiden kindern beim osteopathen und ich auch noch – grandios!! da muss noch nicht mal KISS dahinter stecken, einfach mal ein paar gut geschulte hände aufs kindelein gelegt und zu wissen, es ist alles gut oder aber es wird alles gut.

    ansonsten: klingt doch toll:)) gratulation zum bestandenen TÜV!

  7. josili / Mai 29 2009

    Ich würde auch den Osteopathen empfehlen. Unser Krankenhaus gibt diese Empfehlung übrigens generell allen jungen Müttern im Infoheftchen, so verrufen können die also gar nicht sein ;-)
    Ausserdem wollte ich zum TÜV gratulieren, klingt doch super! Und diese Werte hatte meine Tochter nicht mal mit 2 Monaten, also kann man wohl nicht meckern ;-)

  8. mama schwaner / Mai 29 2009

    schön, dass alles soweit in ordnung war. oskar hatte diese lieblingsseite auch und ich bin mit ihm zur manuellen therapie gegangen. meiner meinung nach so eine art ostheopathie auf rezept :) und auch immer schön auf der anderen seite ansprechen, animieren und nach zwei (!) behandlungen war alles wie weg geblasen. er hatte auch verspannungen im hals und wirbelsäule. und die physiotherapeutin fragte mich auch gleich, ob er denn so schreianfälle hätte und schlecht trinken und schlafen würde – gottlob nicht – aber das wären wohl typische „symptome“ bei solchen verspannungen.

    ich drücke euch die daumen, aber das habt ihr sicher auch bald hinter euch und der kerl ist wieder gerade ;)

  9. multiples / Mai 31 2009

    Auch von mir der dringende Rat einen Osteophaten aufzusuchen.

    Mein Kind1 hat sich jahrelang in den Schlaf geweint, jammerte später oft über Kopfschmerzen, Bauchschmerzen, Beinschmerzen etcpp… Kein Arzt hat was gefunden, wir sollen sie halt nicht so verwöhnen, war 1993 noch die Devise.

    Mit 12 Jahren bekamen wir den Tipp mit dem Ostheopathen, das Kind klagte danach nur noch über Kopf- Bauch – Beinschmerzen, wenn sie ernsthaft krank war.

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