Bis einer heult! • Ein Monat Quietschbeu
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31. Mai 2009 | Pia Drießen

Ein Monat Quietschbeu

Der Quietschbeu ist 4 Wochen und einen Tag alt.

Liebes Bärchen,

(Ja, ich gestehe, das ist mein bevorzugter Kosename für Dich. Ich habe nicht wirklich darüber nachgedacht. Es war einfach plötzlich so und selbst Papa sagt inzwischen oft Bärchen zu Dir.)

Du bist in nur vier Wochen vier Zentimeter gewachsen und hast nach anfänglicher Abnahme doch schon ein Kilo auf Dein Geburtsgewicht drauf gelegt. Du bist nicht dick oder mopsig, was zunächst die Hebamme und später auch die Kinderärztin überraschte. Irgendwie scheint jeder zu denken, ein Baby mit Deinem Gewicht müsste dick sein, doch das einzige mopsige an Dir sind Deine Wangen, die ich so gerne stupse und streichle.

Die drei Strampler in Größe 50, die ich vorsorglich noch besorgt hatte, hattest Du alle genau ein Mal an. Schade drum, aber auch nicht dramatisch. So trägst Du eigentlich von Anfang an 56/62, aber es zeichnet sich bereits deutlich ab, dass Dir 56 in naher Zukunft auch zu klein sein wird. Deine riesigen Füße sprengen jetzt schon beinahe jede Strampelhose.

Du trinkst nach wie vor 100ml pro Mahlzeit. Zu den „Hauptmahlzeiten“ biete ich Dir immer 120ml an, die Du mal trinkst, mal aber auch nach genau 100ml stehen lässt. Du trinkst in einem Rhythmus von 2 bis 4 Stunden. An manchen Tagen, oft an den heißen, verlangst Du auch stündlich nach Milch, trinkst dann aber nur 60 bis 80ml.

Du schreist bei weitem weniger, als noch in den ersten zwei Wochen. Du bist nach wie vor sehr laut, wenn Du ein Bedürfnis einforderst, aber schrill und hysterisch wirst Du nur noch, wenn es mal länger dauert (wie bei einem Einkauf oder wenn das Fläschchen zu heiß ist und erst abgekühlt werden muss). Grob über den Daumen gepeilt würde ich sagen, dass Du etwa eine Stunde am Tag schreist und diese nicht mal am Stück! Du lässt Dich binnen Minuten, manchmal nur Sekunden, beruhigen und liegst inzwischen auch einfach mal längere Zeit fröhlich brabbelnd in Deinem Laufstall. Ich schäme mich manchmal für meine anfängliches Gejammer, denn Du bist so wahnsinnig pflegeleicht und brauchst genau 2 Dinge: Nahrung und Liebe. Und Beides bekommst Du ohne Einschränkung, wenn Du sie einforderst. Ich denke, dass ist ein gutes Maß ;)

Besonders gerne beobachtest Du Dein Mobile und alle Dinge, die rot sind. Welch Zufall, dass die „Kontrastfarbe“ unseres Wohnzimmers rot ist. Rote Blumentöpfe, rote Kissen, rote Setchen oder rote Obstglocke. Auch liebst Du das Bild von der Westminster Bridge mit dem roten Bus über alles und kannst es bis zu einer halben Stunde zufrieden betrachten.

Du schläfst tagsüber wenig und meistens im Bondolino. Bis zu sechs Stunden, natürlich nicht am Stück, sitzen zu manchmal darin, kuschelst Dich an mich und lauscht meinem Herzschlag. Irgendwann hab ich Dir sicher vor Entzücken eine kahle Stelle auf den Kopf geküsst *g*

Im Moment hast Du noch keinen eigenen zu-Bett-geh-Rhythmus. Du schläfst gegen 20 Uhr auf Mamas oder Papas Brust ein, gehst dann später mit uns ins Bett und schläfst dort dann meist zwischen uns bis 3 bzw. 4 Uhr. Nach dem Füttern schläfst Du dann erneut bis 7 bzw. 8 Uhr. Du kündigst Deinen Hunger nachts mit leisem Meckern an und lässt mir ausreichend Zeit, um Deine Fläschchen zuzubereiten. Tagsüber bist Du deutlich ungeduldiger. Somit hält sich mein Schlafdefizit deutlich in Grenzen und dafür danke ich Dir sehr.

Die Wiege steht nach wie vor neben meinem Bett, aber im Moment lässt Du Dich noch nicht richtig darauf ein, auch dort drin zu schlafen. Wir lassen Dir daher erst mal Deinen Willen. In ein paar Wochen versuchen wir es dann einfach nochmal.

Ich bin jeden Morgen aufs Neue erstaunt, wie viel Du in der Nacht und im Schlaf zu lernen scheinst. Eigentlich überraschst Du mich jeden Tag mit einer neuen Fähigkeit, einem besonderen Gesichtsausdruck, einer Reaktion oder einem Geräusch. Es ist faszinierend wie agil Du schon bist. So hast Du Dich schon mehrfach in Deinem Laufstall um die eigene Achse gedreht und wir bekommen ständig von Freunden, Bekannten und Fremden gesagt, dass Du schon so groß (körperlich wie geistig) bist.

Liebes Bärchen, Du bist nun bereits einen Monat alt. Die Zeit mit Dir ist wie ein Augenaufschlag vergangen und scheint doch schon ewig anzudauern. Ich kann mir gar nicht mehr vorstellen, wie es ohne Dich wäre. Um nicht in der Welt würde ich Dich mehr hergeben und ich wäre jederzeit bereit, mein Leben für Deines zugeben!

Ich liebe Dich von ganzem Herzen, Kopf und Bauch! Du bist ein Wunder!

Mama

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Über den Autor:
Pia Drießen, 1980 in Köln geboren, verheiratet und Mutter von 3 Kindern (*2009, *2010, *2012). Von Beruf freiberufliche Autorin und Bloggerin. Bloggt seit 2002 mal lauter und mal leiser. Virtuell unterwegs auf Facebook, bei Twitter, Pinterest und auf Google+
    
  1. sayuchan / Mai 31 2009

    Sehr sehr süß geschrieben ^^ Ich freu mich schon auf unseren ersten Monat mit klein Sammy

  2. melle / Mai 31 2009

    hach!
    schon 1 monat her. weiss noch ganz genau wie es war – dass er nicht rauskommen wollte ;)
    alles gute, melle

  3. Chibi / Mai 31 2009

    Das ist so liebevoll geschrieben, dass ich es am liebsten noch ein paar Mal lesen möchte :)

  4. Schussel / Mai 31 2009

    Ein Monat schon wieder? Ja wahnsinn! Und das hört sich alles sehr, sehr wunderbar an. Also der Quietschbeu an sich und Du mit ihm. (ah, noch eine Kopfküsserin :))

  5. josili / Jun 1 2009

    Schon 1 Monat?! Wahnsinn! Herzlichen Glückwunsch!

  6. Patricia / Jun 1 2009

    Witzig – unseren Sohn haben wir die ersten Monate auch Bärchen genannt, bei uns hat die Hebamme den Namen zuerst verwendet :-) …

  7. Sarah / Apr 17 2014

    Mein Gott, diese Hormone :)
    Ich lese mit Entzücken diesen Text und freue mich auf meinen Krümmel in ein paar Monaten. Und dann stolpere ich über die letzten fünf Zeilen und breche in Tränen aus. So schön geschrieben. Und ich bin so herrlich sentimental ;)

    Danke dass du das mit uns teilst.

    Lg Sarah

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