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45 Heulsusen

  1. Ich gebe Dir recht, wobei es vielleicht kontraproduktiv ist, dass ich beruflich aus einer ähnlichen Ecke komme. Aber ich kann auch die andere Seite gut verstehen – die Menschen sind so, sehen so aus und man kann das nur bedingt beeinflussen. Zum Beispiel kann ich mir gut vorstellen, dass Herrn Tüttenberg angetragen wurde, die Frisur etwas anders zu stylen, er aber mit dem Argument, er trägt die Haare immer so und verbiegt sich nicht für PR, abgelehnt hat. Da ist auch die beste Agentur irgendwann machtlos und kann nur zusehen, wie sie das beste herausholt.

  2. akbwl

    Das Plakat sind in der Tat etwas seltsam aus. Da steht der frisch Konfirmierte Sohn vor seinem Vater. Die Frisur sieht bei dem jüngeren wirklich nicht flott aus, beim älteren passt sie. Aber wichtiger wäre gewesen, sie gleichberechtigt nebeneinander darzustellen.
    Ich finde jedoch nichts schlechtes an der Krawatten (schöne, frische Farben)/Hemd-Kombination. Bin allerdings auch ein Mann.
    Der Würfel in der Hand ist eine wesentlich bessere Lösung als ihn irgenwo mit Photoshop reinzusetzen. Auf den Plakaten schaut man auf die Personen und sieht auf den ersten Blick, für welche Partei sie stehen. Das ist bei den meisten anderen Plakaten mit Kandidatenphotos nicht der Fall. Und Photoshop hin oder her, wirklich in ein Motiv integrieren kann am besten, wenn es von vornherein gemacht wird.

  3. Tim

    Kurz noch ein paar Ergänzungen von mir, die ich so ähnlich schon Pia gemailt habe:

    – Tüttenberg sieht halt so aus. Punkt. Warum soll der sich für ein Plaket eine andere Frisur machen lassen? Die Kandidaten sind eben so, die würde ich nie für eine Kampagne (auch nicht optisch) verbiegen.

    – „Jemand der kompetent und glaubwürdig ist brauch dafür keine Krawatte, sondern besticht durch sein sicheres Auftreten.“

    Das mag zwar sein, aber Kleider machen immer noch Leute. Im Kundenkontakt (außer evtl. im kreativen Bereich, aber da ist es immer lockerer) geht NICHTS ohne Krawatte. Ich arbeite im IT-Bereich und wenn Kundenkontakt ansteht, wird Krawatte angelegt. Das ist einfach so. Muss mir nicht gefallen, geht aber nicht anders.

    – „Ja, Logo schön und gut, aber warum hält Dein Vater es fest?“
    Zur Vermeidung von Photoshop-Desastern? Um „Nähe“ zur Partei anzudeuten. Wird man sich schon was bei gedacht haben. Dies finde ich auch das kleinste Problem am Plakat.

    – „Guckt, hier, der Herr Dingsbums (wie heißt der CDU-Mensch gleich?)“

    Ziel der SPD-Plakate wurde also erreicht! :-)

    Tim

  4. Mithrandir

    Nun, ich trage gerne Kurzarmhemden. Ich trage ungern Krawatten, aber die sind bei mir auf Arbeit Pflicht. Leider ist es tatsächlich so, dass es noch sehr viele Menschen gibt, die sich durch Anzug undKrawatte Respekt „einflösen lassen“.
    Ich finde das aber auch nicht sooo schlecht.
    Schlimm finde ich eigentlich nur, wenn Menschen postulieren was schön ist, oder hässlich bzw. „gar nicht geht“
    Geschmäcker sind halt verschieden und darüber hinaus beeinflussbar.
    Mir wird ganz schlecht, wenn ich die Leute aktuell in diesen Plastikpuschen genannt Crocs rumlaufen sehe. Finde ich gräääääässssslich, aber ich würde nie sagen „Das ist hässlich“.
    WEnn ich so an die 80er zurückdenke, fallen mir einige Sachen ein, die man heute als Modesünde bezeichnet (weiße Tennissocken, grelle Poloshirts).
    Nun ja in 4-5 Jahren werden auch die wieder „modern“

  5. Stephen

    [x] Kurzarmhemden gehen sowieso und überhaupt gar nie nicht.

    Was ist überhaupt mit der SPD los? Haben die nix mehr zu verlieren? Der Wahlkampf zur Europawahl war ja schon Aussagelosigkeit nicht zu überbieten. Immer schön mit dem Finger auf die anderen zeigen und auf keinen Fall den Eindruck erwecken, dass man ein eigenees Programm haben könnte, würde vielleicht den Wähler verwirren … oder so.

    Dann kommt ein Herr Müntfering und empfiehlt der Kanzlerin „schonmal die Koffer zu packen“ – was angesichts der Umfragezahlen eigentlich die Drogenfahndung auf den Plan rufen müsste.

    Da sind diese seltsamen Plakate ja eigentlich nur eine konsequente Fortsetzung … oder vielleicht haben wir den genialen Plan einfach nur nicht durchschaut.

  6. Martin Steiner

    Auch Ich habe habe lange Jahre im Marketing gearbeitet und kann Frau Drießen nur in allen Punkten zustimmen, Ich weiss aber auch wie schwer es ist für ne Partei einfach die Agentur zu wechseln denn das ruft immer diverse Grabenkämpfe hervor.

    Ich würde der SPD (und JEDER anderen Partei dringendst empfehlen) diverse Plakate im Vorfeld einer gescheiten Studie (gaaaanz wichtig.. es gibt auch viele schlecht vorbereitete Studien) empfehlen um einfach die Reaktionen der Zielgruppen zu testen.

    Wer weiss? Vieleicht sind Frau Drießen und Ich (35 und selbstständig) ja auch nicht die Zielgruppen…

    und noch zum Schluß: Respekt für Tim das er sich hier stellt und auch (trotz das es um seinen Vater geht) sachlich bleibt.. :)

  7. @ Tim „Ziel der SPD-Plakate wurde also erreicht! :-)“ Dazu hab ich Dir schon geschrieben, aber auch gerne noch mal hier: Schlechte Publicity ist auch Publicity ist zwar richtig, aber ganz sicher kein Erfolg bzw. erstrebenswertes Ziel ;) Davon man abgesehen, das ich mir die Namen auch erst gemerkt habe, nachdem ich das Plakat fotografiert hatte. Im Vorbeifahren waren das „Die 2 von der SPD“.

    @Stephen Hier geht es nicht um die SPD generell, sondern lediglich um gezeigtes Plakat. Alles andere möchte ich hier ungern diskutieren!

  8. der Nachbar

    Klasse. Ganz ehrlich – Pat & Pattachon war das wirklich ERSTE an das ich beim Anblick des Plakates gedacht habe. Eine Fotorunde zu den – sagen wir mal – schrägsten Plakaten des diesjährigen Wahlkampf ist aus Zeitgründen leider nicht über die Planungsphase hinausgekommen. (Mit ‚Uns Uwe‘ kam der Gedanke allerdings nochmal wieder hoch..)

    JETZT wünsche ich mir, ich hätte es getan. Wer sich freiwillig auf ein solches Plakat hergibt, ohne dabei den Eindruck und die Wirkung dessen offensichtlich selber einmal kritisch zu reflektieren – hat es eigentlich nicht anders verdient.

    Sei es mangels eigenem Vermögen laut zu sagen ‚Das sieht einfach scheisse aus‘ oder sei es aus treuem Glauben an Agentur und Fotografen der Kampagne. Ich weiss es nicht.

    Das ein ‚Oldschool‘ Plakat jetzt durch deine Blogeinträge Webzwonullig und dadurch Öffentlich wird trifft die ansonsten weniger internetaffinen Troisdorfer natürlich hart. Die Antworten des jungen Herrn Tendler hingegen klingen für mich so, wie das Plakat wirkt.

    *staubwegpust*

  9. Tim

    @ Martin: Naja, geht ja nicht um meinen Vater, sondern um ein Photo von ihm. Und da gibt es noch weitaus schlimmere. :-)

    @Stephen: Die Plakate sind in der Tat wohl zur Zeit das kleinste Problem der SPD. Aber es soll hier ja nicht politisch werden . . .

    Tim

  10. Wenn Krawatte angelegt wird, dann gehört da auch im Sinne eines professionellen und seriösen Auftretens ein Jackett drüber. Nackte Unterarme sind casual, da wird auch mit Krawatte nichts Ganzes draus.

    (Im Übrigen finde ich Rumgeeier um Meinungen schlimm. Das ist so Gabi-und-Uwe-in-Liebe-und-Frieden.)

  11. Martin Steiner

    @ Tim:
    Das ist natürlich korrekt aber Ich vermute mal keiner von uns kennt deinen Vater persönlich. Von daher leiten wir eine Meinung über Ihn unter anderem auch über die Plakate ab.

    Wir sind hier natürlich nicht representativ aber vielleicht sollte sich dein Vater durchaus das hier mal anschauen um ein Gefühl zu bekommen wie das ganze auf den normalen Bürger wirkt. (und um es nächstes mal besser zu machen)

  12. Tim

    @Der Nachbar:
    Okay, nun wird es also doch persönlich. Bei so Typen wie dir bedauert man es dann doch wieder, überhaupt eine Diskussion gestartet zu haben.

    „Die Antworten des jungen Herrn Tendler hingegen klingen für mich so, wie das Plakat wirkt.“

    Schön, dass nicht alle so hip und modern sind wie du! Ich würde mich eher als das Gegenteil von konservativ und verstaubt bezeichnen, aber du musst es natürlich besser wissen.

    Ich versuche hier, sehr objektiv und im Thema zu bleiben, obwohl mich die Sache natürlich als einzigen hier persönlichen betrifft. Wäre also schön, wenn du deine geschätze (und teilweise auch korrekte) Meinung auf das Thema begrenzen könntest und mutmaßliche Aussagen über mich und meine Einstellung in Zukunft unterlässt.

    Total witzig:
    „Das ein ‘Oldschool’ Plakat jetzt durch deine Blogeinträge Webzwonullig und dadurch Öffentlich wird …“
    Auf der Straße hängen ist nicht öffentlich? Es dreht sich nicht immer alles nur um das Internet . . .

    War aber irgendwie zu erwarten, dass es hier doch etwas entgleist. Tut mir leid, wenn ich nun einen Teil dazu beitrage . . .

    ========================================

    @Martin: Eigentlich ist mein Vater durchaus selbst ein normaler Bürger. :-) Er wird sich im Fall der Plakate aber voll und ganz auf die dort zuständigen Berater (oder wen auch immer) verlassen. Der Bereich ist nicht so sehr seine Kernkompetenz. Man hat als Bundestagskandidat aber auch so schon genug um die Ohren.

    Tim

  13. @derNachbar: der letzte Satz (Der junge Herr Tendler) war wirklich nicht nötig!

    @Tim: Was das „öffentlich“ angeht, so denke ich, dass die „Diskussionsmöglichkeit“, die mit diesem Beitrag und dem öffnen der Kommentare gegeben wurde, gemeint ist.

  14. Tim

    Eine Diskussionsmöglichkeit bietet sich doch auch vorher: Persönlich per Brief, Telefon oder Mail bei den „Fotomodellen“.

    Tim

  15. Ja, aber keine öffentliche, womit wir wieder bei der Aussage wären, mein Beitrag mache das Plakat öffentlich. (wir wollen jetzt aber nicht un Wortklauberei verfallen, ja?) ;)

  16. Tim

    Ne ne, natürlich nicht. Ist schon klar, wie es gemeint ist. Aber die Fragen und Antworten z.B. bei Abgeordneten-Watch (da spricht man mit den Haupt-Beteiligten, nicht über sie) sind doch auch öffentlich und ja, ich muss immer das letzte Wort haben! :-)

    Tim

  17. Ich will mich hier gar nicht groß einmischen, sondern mich einfach nur dem anschließen, dass ich es toll finde, dass man sich hier auf einen Dialog eingelassen hat und sachlich diskutiert wird, ohne Totschlagargumente.
    *Thumbs up*

  18. der Nachbar

    Nehme den letzten Satz zurück, entschuldige mich öffentlich bei Hr. Tendler. Ist in der Aussage wirklich falsch formuliert. Werde neu denken, und bitte um Nachsicht.

    memo an mich: an solcherlei nur objektiv, nicht aus dem bauch heraus teilhaben. hach ja.

  19. Brigitte

    Ich wähle nicht aufgrund irgendwelcher Wahlplakate.
    Das ist m.E. reine Geldverschwendung. Allerdings kann ich jetzt irgendwie nachvollziehen aus welchem Grund einige Leute mit einem dicken schwarzen Edding auf einige Plakate losgehen.

  20. Mutig sich einer solchen Debatte öffentlich zu stellen. Und irgendwie schön das es hier passiert, so zwischen Jung-Mutter-Erkenntnissen und Gesichtskaspereien. Das gibt diesem Blog einfach die Frische und Abwechslung derenwegen ich es immer gern gelesen habe.

  21. Rebekka

    Hallo,

    wie von Frau Serotonic schon erwähnt, Kurzarmhemden und Krawatten schließen sich gegenseitig aus.

    Die offensichtliche Bewertung der dargestellten Personen lassen ein Ungleichgewicht erahnen. Ob nun politisch, menschlich oder nur einfach abwertend sei mal dahingestellt. Es ist einfach ziemlich unglücklich.

    Auch wenn einige der Berater gesagt haben, man möge möglichst authentisch sein, so kommt dies nicht im Plakat/Foto rüber. Leider. Und das sollte ja eigentlich ein Politiker sein, authentisch und sich nicht verbiegend.

    LG
    Rebekka

  22. Im Großen und Ganzen möchte ich mich nur der einen Aussage anschließen: Kurzarmhemden gehen mit und ohne Krawatte gar nicht. Wenn Casual, dann bitte Polo o.ä. und wenn Business, dann Krawatte mit Hemd und Jackett oder auch nur Hemd und Jackett, wenn es mal nicht ganz offiziell sein soll.

    Apropos Polo:
    @Puppe: Ich meine mich zu erinnern, dass die Frau Pia vor sehr langer Zeit mal über das Dilemma schrieb, dass kaum ein Polohemdkragen mehr richtig stehen mag. Ich vermute also bei ihr (wie auch bei mir) den Hang dazu den Kragen hochzuklappen- aber das ist ja Geschmacksache (im Gegensatz zu den Kurzarmhemden, wie schon alleine die Diskussion hier in den Kommentaren beweist ;-) )

  23. Kurzarmhemden und Krawatte sieht aus wie gewollt und nicht gekonnt. Das geht meiner Meinung nach gar nicht.

    Zu den Plakaten im Allgemeinen: Lachen musste ich drüber! Oder eher wundern. Es sieht so aus, als hätte sie jemand aus dem Keller geholt und kurz abgestaubt. Dabei schreit immer jeder, dass die Politik auch die „jüngere Generation“ ansprechen soll. Leider tut diese Art der Werbung dies gar nicht. Zumindest ist das mein Empfinden.

  24. zunächst einmal: danke, ich hab’s insgesamt sehr amüsiert gelesen.

    zu kurzarm und krawattenansichten: die kommentare zeigen ganz gut wie die mehrheit der deutschen eh hinter dem mond lebt, die kampagnen passen da also ganz gut hin. ein kurzarmhemd im buisness [natürlich ohne] oder anzug ohne krawatte [achtet mal auf obama] ist im immer einen schritt weiter agierenden holland auch auf höchster ebene standard. das mag zwar casual aussehen, dafür verhandeln die aber auch noch knochenhart, wenn der deutsche schon die jeans aus dem koffer holt.

    das „uns uwe“ soll natürlich nicht den saufkumpanen vermitteln, sondern eine anlehnung des vornamens des kandidaten an uwe seeeler sein. das sich daran kaum noch ein lebender zeitgenosse erinnern kann spricht für die erreichte zielgruppe der kampagne.

    das knülle plakat hingegen – man, habe ich gelacht – verdient meiner ansicht nach den comedy-preis des jahres. das ist wirklich in seiner gesamtheit unbeschreiblich – und muß dringend ins fernsehen!

  25. Okay, also auch ich empfinde Kurzarmhemden mit Krawatte als absolutes No-go!
    Würde man nach dem Aussehen wählen, ja also, warum ist das Frau Merkel Bundeskanzlerin! (Klischeeeeeeee!)
    Das nur mal so nebenbei, es war ja lange Zeit der einzige Kritikpunkt an Frau Merkel.
    Nunja. Das Plakat der FDP das beim erstmaligen Hinsehen so ein wenig auf Famile schliessen lässt beschäftigt sich mit der Hundesteuer. hallo? Selbst mein Schwiegervater kriegt da einen Lachflash nach dem anderen!
    Politik sollte ansprechen. Und ich finde die „Kritik“ von Frau Drießen schon gerechtfertigt.
    Seien sie froh Herr Tendler, da hätte auch einfach nur stehen können: Mann, sieht scheisse aus.
    So hat es Stil.

    Nichtsdestotrotz kann ihr Vater stolz sein. Nicht auf das Bild, aber eben auf den Sohn. Is auch was.

  26. Andy

    Gibt es irgendein Naturgesetz im Universum, das besagt, dass Kurzarmhemden und Krawatten ein No-go sind?
    Ich persönlich finde so eine Kombination absolut in Ordnung, wichtig ist der Mensch, der darin steckt.
    Aber in der heutigen Gesellschaft scheint Oberfächlichkeit das Maß aller Dinge zu sein.

  27. Tim

    @Svenja:
    „Es sieht so aus, als hätte sie jemand aus dem Keller geholt und kurz abgestaubt.“

    Sooo falsch ist das gar nicht . . .
    Wollte wohl sonst keiner machen. *Hoffentlich plapper ich hier nicht zu viel aus*

  28. Melanie

    Also, mal ganz definitiv von der Seite der jungen Wählerschaft:
    Selbst als aktives Mitglied der JuSos bin ich etwas entsetzt gewesen als ich die Plakate gesehen habe – der Seitenscheitel war echt grenzwertig, und mit *uns uwe* kommt auch eher unfreiwllig komisch rüber…
    Von dem All-in-One-Manwunder an dessen Füßen wahrscheinlich noch Hündchen saßen halte ich aber nichts. Garnichts.Nicht persönlich, aber dieses Plakat… Der sollte die Plakatgestalter dringendst in die Wüste schicken.

    Und Kurzarmhemden sind eine Sache an sich, aber mit Krawatte.. Nunja.
    Wems gefällt.

    Grüße aus Niederkassel

  29. Sarah

    @ Andy natürlich ist das kein Naturgesetz, aber das steht in etwa auf einer Stufe mit Socken (am besten natürlich noch Tennissocken) in Sandalen.

  30. Corina

    Klamotten, Frisur und die gesamte Aufmachung des Plakats sprechen mich wirklich nicht an – auch da bin ich mit 29 Jahren wohl die falsche Zielgruppe (puh, grade nochmal gut gegangen – trotz Job, eigenständigem Leben und Familiengründung in Sicht zähle ich immer noch nur halb, yeah!)

    Aber: was mich -auch mit Kurzarmhemd und Krawatte- überzeugt hätte, wäre ein Inhalt, der eben nicht nur was mit Sommer zu tun hat. Gibt es in Troisdorf nicht auch im Sommer genug offene Fragen? Allein schon um die vermaleidete Einkaufszentrum-Wahl? Hier wäre für die Troisdorfer SPD mal eine Chance gewesen, Inhalte auszusenden. Sonst bekomme ich nur schöngefärbte Infos im Wochenblättchen.

    Was aber die Aussage vom CDU-jablonski (so heißt er doch, oder?) angeht: Dass die jetzt „für erneuerbare Energien“ sind, ist einfach nur unglaubwürdig, da hilft auch das beste Plakat nichts.

    Also, kurz gesagt: meinetwegen Sommerhemden, aber keine Sommerinhalte! Da empfinde ich nur Leere, aber eben kein Interesse, die Herren zu wählen.

  31. Corina

    (Wo das jetzt eben mein erster Kommentar hier war, möchte ich noch anfügen: Super Blog, Pia! Nicht nur weil ich derzeit Troisdorferin bin ;))

  32. Ricarda

    Immerhin bewirkt die Werbung im Moment das, was sie bewirken soll: sie bekommt Aufmerksamkeit, und das nicht zu schlecht. Ob wir das Verlangen jetzt nun auch haben den Herren zu wählen ist iene andere Sache. Ich persönlich muss sagen, wenn ich nur nach dem Wahlplakat gehen müsste (was bei mir der Fall wäre, da ich nun nicht in Troisdorf wohne), würde ich den Herren nicht wählen. Zugegeben es ist schon sehr oberflächlich nur auf das Äußere einzugehen, aber bei einem Wahlplakat bleibt einem nun nichts anderes übrig. Es ist das was der Betrachter als erstes sieht und Bilder sind das, was als erstes wahrgenommen wird. Und da bewährt sich mal wieder der Spruch „Kleider machen Leute“. Es hat nun überhaupt nichts mit Oberflächlichkeit zu tun, wenn ein Mensch mit Anzug (!) und Krawatte kompetenter und mit kurzem Hemd und ohne (!) Krawatte dynamischer aussieht. Das ist das was auffällt. Und der Großteil der Wähler guckt sich die Parteiversprechen (oder wie sagt man das?) nun nicht an und muss auf die Plakate zurückgreifen. Dementsprechend hat sich die Partei nicht gerade mit Ruhm bekleckert.

  33. Um die Frage gleich am Anfang zu beantworten: Kurzarmhemden gehen (m. E.) einfach nicht und das wird so bleiben. Genauso tritt man öffentlich nicht in Bermudas auf – obwohl, das wäre mal eine gewagte Kombination für ein Wahlplakat. ;-)
    Auch ich gehöre zu den geschundenen Seelen der Werbe-Fraktion, und dazu gehört dieser Tage nun mal auch, Wahlwerbung zu machen. Daher mein herzliches Dankeschön an Frau Pia, für dieses und weitere Beispiele (mein Liebling ist Herr Knülle), wie man es besser nicht macht, ich kann mich Ihrer Kritik an den ausführenden Agenturen nur anschließen.
    Und ja, das schwierigste Thema ist und bleibt die Fotografie, es gibt endlose Diskussionen mit dem/der Kandidaten/Kandidatin über Frisur und Kleidung, deswegen da werden (teure) Foto-Shootings wiederholt („Das bin ich nicht. So kennt man mich nicht. …“), Photoshop bis tief in die Nacht bemüht (ich sage nur „merkelisieren“ :-) ), Aufgabe ist es ja, den Kandidaten sympathisch und kompetent rüberzubringen, und da es in der Regel nur ein bis zwei Plakatmotive gibt, sollte es dann auch eine Punktlandung sein. Eine gute Agentur sollte wissen, wie man das macht!

    Besides all, viele der Kommentatoren schreiben, sie fühlten sich von der Wahlwerbung nicht angesprochen, seien aber mit 20, 25, 30 oder 35 vielleicht auch nicht die Zielgruppe – ich als 45-jährige Privatperson dann aber wohl auch nicht, denn mich spricht das alles auch nicht wirklich an, egal welcher Partei die Kandidaten angehören. Also läuft da doch irgendwas grundlegendes falsch …
    Wen’s interessiert kann ja mal „Wahlplakate“ und „TU Chemitz“ googeln: „Eher Rück- als Fortschritte“.

  34. Tim

    @Corina:
    „Gibt es in Troisdorf nicht auch im Sommer genug offene Fragen? Allein schon um die vermaleidete Einkaufszentrum-Wahl?“

    Dazu hingen aber auch reichlich Plakate der SPD in Troisdorf rum!

    Tim

  35. Tim

    Wenn ich mir die Troisdorfer Fußgängerzone so ansehen, dann werden in dem tollen Einkaufszentrum eh nur Billigläden oder leerstehende Verkaufsflächen zu finden sein. Wer in Troisdorf einkaufen will, fährt eh nach Köln oder Siegburg (obwohl es da auch schon übel aussieht).

    Dass nebenbei auch die Brügerbefragung (bzw. deren Ergebnis) komplett ignoriert wird, erwähnt die CDU nicht. Nun komm ich allerdings schon wieder weg vom Thema (das aber ja eh erledigt zu sein scheitn).

  36. Corina

    @Tim Vielleicht genügend Plakate, aber trotzdem zu wenig konkrete Antworten von der SPD (übrigens nicht nur von der SPD). Das Amtsblatt ist voller Einkaufszentrum-Propaganda, die Berichterstattung im Rhein-Sieg-Anzeiger ist/war eher dürftig (für meinen Geschmack, für die Größe der Stadt unangemessen). Ich persönlich würde statt Sommergrüßen einfach lieber häufiger lesen, was die SPD in Troisdorf vor hat, auch außerhalb von diesem Kampf ums Bürgerhaus. Nach der nicht anerkannten Wahl fühle ich mich bisschen wie in Klein-Klüngel-Köln – das wäre doch eine Chance für die SPD. Na ja, politisch wollten wir hier nicht werden.

    Übrigens, im heutigen Rhein-Sieg-Anzeiger/KSTA werden ebenfalls schlimme Wahlplakate auseinandergenommen. Aus Köln zwar, aber auch nicht kreativer ;-))

  37. Shiva

    Meiner Meinung nach geht Kurzarm und Krawatte gar nicht. Jedenfalls nicht, wenn es seriös wirken soll. Klar will im Sommer keiner Langarm tragen, aber mich persönlich störts auch nicht, wenn jemand keine Krawatte trägt.

    Die Kompetenz eines Menschen wird (für mich) wesentlich mehr durch Ausstrahlung vermittelt. :)

    Auf MICH wirkt das Plakat tatsächlich ziemlich veraltet/überholt. Es ist einfach der Gesamteindruck von allem, ich kann es nicht auf eine einzelne Sache festlegen.

    Nebenbei: Ich finde Wahlplakate generell eher nervig und überflüssig. Besonders stört mich, dass sich auch noch NACH den Wahlen Ewigkeiten verrottend rumhängen und keine der Parteien sich um die Entsorgung zu kümmern scheint (zumindest wo ich wohne).
    Zudem ist die Aussage hinter den Plakaten meist gering bis nicht vorhanden (jedenfalls für mich nicht ersichtlich), außer dem Ziel, mal ein Gesicht zu zeigen. Aber ich wähl doch niemanden, weil er mir aufm Plakat gefällt…

  38. Kurzarmhemden gehen gar nicht. Weder mit, noch ihne Krawatte. Mit ist es noch viiiel schlimmer, ohne Frage, aber was spricht gegen ein anständiges Hemd bei dem man die Ärmel – wenn es casual aussehen darf – einfach raufshoppt?!
    Nur meine persönliche Meinung, ich persönlich kucke in oben genannten Fällen auch einfach weg :-)
    Danke fürs Kommentare öffnen, gerade zu diesem Thema. Mutig, gerade hinter dem Hintergrund Klugschiss vermeiden zu wollen! Respekt.

  39. Ich verstehe sowieso und überhaupt nie, warum die Parteien immer mit dem Konterfei ihrer Kandidaten werben und nicht mit Inhalten, wo doch alle vom mündigen Wähler erwarten das er/sie nach Inhalten wählt und nicht nach dem Konterfei des Kandidaten.

    Mal abgesehen davon das mich der ganze Schilderwald nervt, es sieht hässlich aus in der Stadt und ist teilweise echt verkehrsgefährdend. Und ich kann mir auch nicht vorstellen jemanden zu wählen, nur weil sein Bild alle paar Meter irgendwo zu sehen ist. Aber wie @dernachbar immer so schön sagt: Wenn Du eine Werbung nicht verstehst, gehörst Du nicht zur Zielgruppe.

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