Bis einer heult! • Rauschendes Partywochenede
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7. September 2009 | Pia Drießen

Rauschendes Partywochenede

Das Wochenende war anstrengend. Von Freitagmorgen bis Sonntagspätnachmittags durchgehend! Anstrengend, aber schön.

Freitagabend kam der Miezmann mit der Miezmanntochter nach Hause. Da war der Quietschbeu allerdings schon im Bett, da er ab 19:30 Uhr einfach unausstehlich wird.

Am Samstagabend stand die große Geburtstagsparty meiner jetzt volljährigen Nichte an. Im Vorfeld hatte ich die Einladungen entworfen, ein bisschen hier und da mit geplant und zum Schluss noch Eventarmbänder organisiert und bedrucken lassen. Was soll ich sagen: die Party war ein voller Erfolg. Jedenfalls waren die Gäste von der Professionalität der Party mehr als begeistert (vielleicht sollten mein Bruder und ich ins Eventgeschäft wechseln *g*)

Das angenehmste an der Party: mein Bruder wohnt auf der gegenüber liegenden Straßenseite zur Eventlocation (das nennt man heute so, musste ich lernen. Bei uns sagte das „damals“, dass man „auf‘n Saal“ geht.). So konnte ich mein Baby in Babynichtenzimmer betten (die Babynichte schlief im elterlichen Schlafzimmer), bewacht von Onkel und Tante der Babynichte und unserem Babyfon, das glücklicherweise genug Reichweite und Vibrationsalarm besaß, um noch bei stampfenden Bässen Bescheid zu geben, dass der Quietschbeu Schnuller und Kuschelpuppe verloren hatte.

Der Babynichtenonkel ist einer, der sehr gut mit Kindern, auch mit ganz kleinen kann. Er versuchte so den Quietschbeu zu beruhigen, schaffe es aber nicht, bis ich kam und ihn den geheimen Geheimtrick verriet: man muss dem Quietschbeu nämlich nicht nur den Schnuller wieder in den Mund schieben, sondern auch die Schnuffelpuppe in den rechten (!) Arm legen. Der Babynichtenonkel staunte nicht schlecht, als mein Baby, wie nach umlegen eines Schaltern, einfach aufhörte zu weinen und weiterschlief.

So konnte ich zum ersten Mal seit der Schwangerschaft so richtig ausflippen. Mit tanzen, singen und Bowle trinken. Pfirsichbowle. Welch Glück, dass die jungen Leute eine gute Bowle noch gar nicht zu schätzen wissen und Bier für das non plus Ultra halten. Ich hatte mit meinen acht (!) Gläsern Bowle jedenfalls viel Spaß und nur ein bisschen Filmflimmern. Der Kater am Folgetag blieb zum Glück aus!

Gestern dann noch bis zu niederländische Grenze gefahren, um auf dem Stadtfest die Miazmanntochter beim Tanzen zu bestaunen. Natürlich überzog die Vorgruppe gnadenlos, natürlich bekam der Quietschbeu dann Hunger und natürlich trat die Miezmanntochter genau dann auf, als ich mit meinem Baby im Malteser-Zelt saß, um es in Ruhe füttern zu können. So richtig gelohnt hat sich diese stressige Tour also weder für mich noch für den Quietschbeu (der nämlich stolz der besten Freundin präsentiert werden sollte, die sich dann aber verschämt versteckte und sich nicht an das Baby traute.).

Der Quietschbeu wird wohl noch ein, zwei Tage Nachwehen, ob des stressigen Wochenendes, haben. Aber dafür gehen wir gleich erst mal zur Babymassage und zwängen ihm eine Runde Entspannung auf.

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Über den Autor:
Pia Drießen, 1980 in Köln geboren, verheiratet und Mutter von 3 Kindern (*2009, *2010, *2012). Von Beruf freiberufliche Autorin und Bloggerin. Bloggt seit 2002 mal lauter und mal leiser. Virtuell unterwegs auf Facebook, bei Twitter, Pinterest und auf Google+
    
  1. dickbauchmarie / Sep 7 2009

    gestern ging ich an der elbe spazieren und ein damfer schipperte vorbei. auf dem damfer tanzende menschen und von dem dampfer stoben in die beine fahrende klänge herab. gestern wäre ich gern…….sehr gern
    ich bin neidisch

  2. gminggmangg / Sep 7 2009

    Liebe Frau Miez
    Es ist beruhigend zu lesen, dass auch Sie sich mit ihrem Quietschbeu nicht zuhause verstecken. Nach dem Deif, Ypsilönchen und ich nämlich letztens bei nächtlicher Nachhausespazierfahrt mit bösen Blicken und einem „Hey geits no, um die Zyt isch me nüm miteme Ching ungerwägs!“ (zu Standarddeutsch „Hey, gehts noch, um diese Zeit ist man nicht mehr mit einem Kind unterwegs!“) traktiert wurden, habe ich mich wider besseren Wissens rabenmütterlich gefühlt.

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