Bis einer heult! • Quietschbeu-Handbuch
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13. Oktober 2009 | Pia Drießen

Quietschbeu-Handbuch

Kommenden Samstag schläft der Quietschbeu das erste Mal außerhäusig, weil der Miezmann und ich auf den 80. Geburtstag der Miezmannoma fahren. Der Quietschbeu wir dann bei seiner Tante nächtigen. Meiner Schwester. Ich bin relativ ruhig und entspannt, ist meine Schwester doch 10 Jahre älter als ich und hat mich quasi mit aufgezogen. Sorgen muss ich mich um mein Kind nicht. Dennoch ist da dieses seltsame flirrende Bauchgefühl.

Ich schreibe folglich ein sehr detailliertes Quietschbeu-Handbuch, um das meine Schwester bat. Der Quietschbeu ist nämlich ein absolutes Knöpfchen-Kind. Fast alles funktioniert bei ihm auf Knopfdruck, man muss das Knöpfchen halt nur kennen.

So muss die Schnuffelpuppe nachts grundsätzlich in den linken (!!!) Arm gelegt werden, nachdem der Schnuller wieder zugeführt wurde.

Oder so braucht der Quietschbeu für sein Verdauungsschläfchen am Vormittag grundsätzlich seinen Spieluhr-Hund, der Mozarts Wiegenlied dudelt. Nur vormittags. Sonst schläft er immer ohne ein.

Der Quietschbeu muss nach fünf Löffeln Brei immer Tee trinken, sonst verweigert er jeden weiteren Löffel oder fängt sogar an zu weinen.

Der Quietschbeu braucht morgens, vor dem Aufstehen, mindestens fünf Minuten Spielzeit mit seiner Barbapapalampe. Lässt man das weg beginnt er fürchterlich zu weinen, wenn man einfach so das Schlafzimmer mit ihm verlässt.

Also schreibe ich das Quietschbeu-Handbuch und muss immer wieder lachen und grinsen. Ich hab schon echt ein ziemlich verrücktes Baby …

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Über den Autor:
Pia Drießen, 1980 in Köln geboren, verheiratet und Mutter von 3 Kindern (*2009, *2010, *2012). Von Beruf freiberufliche Autorin und Bloggerin. Bloggt seit 2002 mal lauter und mal leiser. Virtuell unterwegs auf Facebook, bei Twitter, Pinterest und auf Google+
    
  1. Tina Pappnase / Okt 13 2009

    Da muss ich aber auch grinsen. Wie süß.

    Aber solche Dinge sind doch auch einfach liebenswert.

    Und wie Du das alles rausgefunden hast….

    Viel Spaß beim Buch schreiben.
    Wenn er 18 ist, ist das sicher auch der Brüller.

    LG

  2. Maren / Okt 13 2009

    Das ist süß! ♥
    Das vollständige Handbuch kann natürlich gerne zur allgemeinen Erheiterung hier veröffentlicht werden ;)

  3. Tamar / Okt 13 2009

    Einfach gemein, dass das Handbuch nicht schon bei der Geburt mitgeliefert wird. Zwei oder drei schlaflose Nächte könnte man sich so bestimmt sparen…

  4. bauchherzklopfen / Okt 13 2009

    Ich würd mich auch freuen, wenn noch so ein zwei Kapitel des Quietschbeuhandbuches hier erscheinen würden. Hab mich gerade echt kaputtgelacht. Vor allem das mit der Schnuffelpuppe!

  5. pampashase / Okt 13 2009

    Hallo…

    sowas hätte meine Mutter brauchen können, als sie vor etlichen Jahren auf meinen damals noch sehr jungen Neffen aufpassen sollte. Nur einen Nachmittag lang, eigentlich nur kurz aufpassen, dann ein Joghurt füttern und dann zum Mittagsschlaf hinlegen, bevor er wieder wach wäre, sollte meine Schwester schon wieder da sein.

    Hört sich nicht besonders schwer an, aber mein Neffe ist ein Gewohnheitstier, ich denk mal so ähnlich wie Quietschbeu… :-)

    Also, alles gut, meine Mutter macht alles wie gewohnt, erst auf seinen gewohnten Sitzplatz, dann das gewohnte Joghurt und dann begann das Drama…er wollte nicht, irgendwas stimmte nicht…das Drama nahm seinen lauf!

    Nach gefühlten Stunden kam dann meine Schwester wieder nach hause…findet ihre Mutter in Schweiß gebadet, ihr Kind völlig verheult, übermüdet und hungrig…

    Meine Schwester schaut sich nur den Joghurt-Becher an…und fitzelt ein Mini-Stückchen-Silbernes-Deckelteil ab…füttert ihren Sohn, der dabei schon fast schlief …ohne Probleme…und hat ihn dann hingelegt. Meine Mutter war völlig fertig :-)

    So ein Handbuch sollte Pflicht sein!

  6. Kassiopeia / Okt 14 2009

    Hihi! Sowas schrieb ich meiner Schwiegermutter auch bei Zoe! Mit Schlafzeiten, Anweisungen fürs Verhalten nach Einschlafverweigerung oder eventuellem Erwachen, der Fläschenzubereitung, mindest Fütterangaben, Anweisungen zum Verhalten bei Nahrungsverweigerung und unterschreiten der Mindestfüttermenge undundund…

    Schrieb ich danach nie wieder. Heute ärgere ich mich, wenn sie noch sehr klein sind, vorallem bei Rythmus Verschiebungen, nehme es aber in Kauf, weil elterliches Bedürfnis nach Freizeit überwiegt und bei älteren Kindern lach ich mich scheckig, weil Tom hier nachts durchschläft, bei ihr braucht er aber ein Fläschen in der Nacht- nicht mein Problem! Die schaukeln das schon! Mein Problem wird es erst wieder dann, wenn der jüngste Spross auch ihre Krabbelgruppe besucht, wenig aß und nur mal kurz eben einschlief im Auto, am Abend gegen 18Uhr. Mal kurz, heißt verspäteter Nachtschlaf‘ :) Aber was solls: Das schaukeln wir schon! :D

  7. alexandra / Okt 15 2009

    irgendwoher muß er das ja haben ;-)

    und ich kann mich tamar nur anschließen. wie einfach wäre es, wenn frau das nicht erst alles mühsam selber herausfinden müsste :-)

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