Bis einer heult! • Noro. Rota. Trallala.
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14. Januar 2010 | Pia Drießen

Noro. Rota. Trallala.

Das Erbrechen war zwar nach Gabe eines Zäpfchens passe, aber der Durchfall blieb, bis er heute sogar stärker wurde und der kleine Mensch ganz schlapp und lustlos jegliche Nahrungs- und Flüssigkeitszufuhr verweigerte. Schlafen wollte er lieber. In Mamas Nähe in seinem Laufstall liegen, mit seiner Schmusepuppe kuscheln und Mama beobachten. Bloß nicht auf den Arm, bloß nicht beengen. Aber bitte auch nicht alleine lassen. Heute also dann nach einem sehr aufgelösten Anruf meinerseits beim Kinderarzt ein Notfalltermin. Da ist unsere Praxis einfach super!

Diagnose: Verdacht auf Noro- oder Rotavirus. Gehen momentan um. Gerade bei den Kleinen. Wird natürlich nicht besser, wenn man nichts tut und abwartet. So wie wir es auf anraten des Kinderarztes in der Notfallklinik am Sonntag getan haben. „Wenn er nicht mehr erbricht brauchen sie auch nicht zum Kinderarzt“, waren seine Worte. Unser Kinderarzt schüttelt genau darüber heute gehörig den Kopf.

Natürlich muss man bei starkem Durchfall etwas tun. Natürlich soll man den Stuhl nicht künstlich verdicken, aber gegen die Bakterien im Darm und den geschundenen Elektrolythaushalt muss man sogar unbedingt was tun.

Über ein Kilogramm hat der Quietschbeu in der letzten Woche abgenommen und wiegt nun wieder unter 10 Kilogramm. Wir bekamen dann also heute Milchsäurebakterien und eine Elektrolytlösung zur Einnahme mit der Ansage, dass besonders die Milchsäurebakterien sehr wichtig wären. Die sollte ich ihm in wenig Wasser aufgelöst einflößen, damit nichts davon am Flaschenboden kleben bliebe. Die Elektrolyte könne ich ihm in verdünnter Milch geben.

Tatsächlich schluckte der Quietschbeu die Milchsäurebakterien, aufgelöst in etwas Fencheltee, begierig und schimpfte sogar, als das gute Zeug alle war. Die folgende Elektrolyt-Milch-Mischung trank er zumindest zur Hälfte aus. Bis Übermorgen soll der Durchfall damit verschwunden sein. Andernfalls sollen wir noch mal rein kommen und eine der Durchfallwindeln mitbringen (wie ich das bewerkstelligen soll ist für mich im Moment noch ein Rätsel!).

Im Übrigen lernen wir, dass solche Erkrankungen noch ein bis zwei Tage nach Abklingen aller Symptome ansteckend sind. Ich vermute, die Mutter von der kleinen H. aus der Spielgruppe wusste das nicht, immerhin erzählte sie noch letzten Freitag munter, dass H. die ganze Woche über so starken Durchfall gehabt hätte.

Nun schläft der Quietschbeu. Mein armes Baby. Ich hoffe so sehr, dass es ihm bald besser geht und er wieder munter vor sich hin spielt und brabbelt.

Uns Eltern geht es nach nur 2 Tagen wieder gut. Unfair. Der Quietschbeu hängt schon seit 5 Tagen in den Seilen.

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Über den Autor:
Pia Drießen, 1980 in Köln geboren, verheiratet und Mutter von 3 Kindern (*2009, *2010, *2012). Von Beruf freiberufliche Autorin und Bloggerin. Bloggt seit 2002 mal lauter und mal leiser. Virtuell unterwegs auf Facebook, bei Twitter, Pinterest und auf Google+
    
  1. dickbauchmarie / Jan 14 2010

    örks. na dann noch mal gute besserung an den QB!!!!und danke für die infos, die sind goldf wert für den fall der fälle-dh rota ist hier ja geimpft-aber noro…nunja

  2. Patricia / Jan 14 2010

    Ja, dass Gastroenteritis auch nach Abklingen der Symptome noch längere Zeit ansteckend ist, wissen viele nicht (oder wollen es nicht wissen?) Das führt auch in Kindergärten regelmäßig zu kleinen Epidemien :-( … Besonders schlimm finde ich die Eltern, die ihre Kinder nach durchgek…. Nächten morgens hinbringen mit dem Hinweise, es gehe ihnen doch jetzt wieder gut. Argh …

  3. lesehase / Jan 14 2010

    Weiterhin gute Besserung und danke für die Tipps – wir waren auch gestern beim Kinderarzt. Weder er noch die Apothekerin erwähnten, dass man diese Tütchen auch getrennt in wenig Wasser/verdünnter Milch geben kann :-(

    Meine Tochter verweigert die nach Packungsanleitung angerührte Lösung total. Werde nachher mal Ihre Version probieren, eben gab es Fencheltee und danach verdünnte Milch.

    Allerdings ist es zum Glück (noch) nicht so schlimm – immerhin spielt sie zwischendurch immer mal, bevor sie nach max. 2,5 Stunden meint es sei wieder Schlafenszeit.

    Bei uns war es zumindest „gut“, dass wir gerade sowieso eine Überweisung abholen wollten und meine 7 Monate Tochter beim abschnallen auf dem Parkplatz beim KiA ihr Frühstücksfläschchen durch Mund und Nase komplett auf sich + Maxi Cosi verteilt hat. Kamen auch direkt dran. Wenigstens etwas!

    Meine Tochter hat es sich entweder am WE auf einem Geburtstag oder am Montag in Pekip geholt – laut KiA „Krankheitsverteilungstreffen“ (naja, nicht ganz ernst gemeint, aber da ist schon was dran).

  4. Maren / Jan 14 2010

    Das mit der Ansteckung wusste ich auch nicht :/
    Weiterhin gute Besserung. Wenigstens gehts Ihnen wieder besser, so dass der QB gut versorgt werden kann.

  5. Lisa / Jan 14 2010

    Ohweih, ich finde es immer ganz ganz schlimm, wenn so kleine Menschlein leiden und man irgendwie nicht viel helfen kann. Ich hoffe, dass es dem Quietschbeu ganz bald wieder gut geht, damit wir uns auf einen neuen quietschfidelen Videocast freuen können. ;-)

  6. schangrila / Jan 14 2010

    Och menno…..und ich hatte gedacht, es geht dem Lütten langsam besser.

    Deine Bemerkung zu Anfang, wie es sein kann, dass der Kleine sich bei gleichbleibender Nahrung den Magen verdorben haben soll, hat ja schon den Verdacht einer Virusinfektion nahegelegt.
    Es war gut, dass du am Sonntag gleich mit ihm in die Klinik gefahren bist. Aber natürlich konntest du nicht damit rechnen, einen so inkompetenten Arzt zu erwischen.

    Gute Beserung für euch

    Britta

  7. Isabella / Jan 14 2010

    Das tut mir aus ganzem Herzen leid für euch. Ich hoffe, dass der Spuck bald ein Ende hat.
    Nochmal gute Besserung.

  8. feuervogel / Jan 14 2010

    ML hatte das Elend im zweiten Monat in der Krippe. Damals war sie 13 Monate alt. Das Ganze hat sich endlose vier(!) Wochen hingezogen. Wir waren mit den Nerven komplett am Ende. Insofern kann ich mitfühlen und wünsche euch, dass der Spuk möglichst bald vorbei ist. (Hört sich übrigens sehr nach Noro an dieses schwallartige Erbrechen mit anschließendem Durchfall.)

    (Unser Kinderarzt sagte damals „Trinken ist das Wichtigste.“ Das habe ich auch ganz genau befolgt und ihr Unmengen von Tee und Milchfläschchen eingefüllt. Er hat mir diesen Test gezeigt, beim Wickeln am Bauch die Hautfalten mit zwei Fingern zusammenzufassen und dann zu prüfen, wie schnell diese wieder verschwinden. Sollten sie stehen bleiben, ist wirklich Not am Mann. Dann beginnt das Kind auszutrocknen und muss unbedingt ins KH.)

  9. Ju / Jan 14 2010

    Ich hab Mattis gegen den rotavirus impfen lassen (da gibts ne schluckimpfung), weil Maya bringt ja allerhand mit aus dem Kindergarten und da dachte ich mir, reicht mir dann wenn ein kind kotzt und dann gibts ja eben auch noch diesen schlimmen norovirus gegen den es nichts gibt…wo man einfach durch muß!
    Hoffenltich gehts dem QB bald besser, ich denk an euch!

  10. josili / Jan 15 2010

    Gute Besserung dem kleinen Mann!

  11. sternchenjg / Jan 15 2010

    Gute Besserung dem kleinen QB!!! ICh schreib jetzt nicht, dass ich Euch drücke, ich hatte erst im Dezember Noro, bin ich nicht schon wieder scharf drauf ;-)

    (Bei Noro soll man sogar 2 Tage VOR den ersten und 14 Tage NACH den letzten Symptomen ansteckend sein! )

  12. Schussel / Jan 16 2010

    Bei uns war es wohl auch Noro, wie wir nun wissen, da der Freundinnensohn sich am Tag vor unseren ersten Symptomen vermutlich bei uns angesteckt hat und am Ende zwei Tage in der Klinik landete… da wurde getestet. Ich hoffe, es hat sich bald endgültig erledigt, also nochmal gute Besserung!

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