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12 Kommentare

  1. Das Leben hat nicht nur einen Anfang, sondern auch ein Ende. Leider. Läßt sich nicht ändern.

    Aber behalten Sie die Erinnerungen in Ihrem Herzen. Und denken Sie dran, wenn Ihnen danach ist. Holen Sie dieses Gefühl wieder hervor. Und schenken Sie es Ihren Kindern. Und deren Kindeskindern. Das ist das, was man damit machen kann.

  2. Bei Ihren Texten, die einen Titel wie diesen tragen, überlege ich mir jedesmal, ob ich gerade die Zeit habe, ihn ganz in Ruhe zu lesen und dabei ein bisschen zu heulen.

    Mein Gott, schreiben Sie toll.

    Ich bin jedesmal wieder überwältigt von Ihrer Schreibkraft und lese und heule jedesmal wieder gleich gerne. Auch, wenn der Anlass dieses Artikels mit so schmerzlichen Gefühlen verbunden ist.

  3. Das erinnert mich an meine Schotten-Oma, die vor 5 Jahren nur 3 Wochen vor meiner Hochzeit gestorben ist. Ich war mir so sicher, dass sie es noch schafft zu kommen … Als wir dann zu Hause in Schottland zur Beerdigung ankamen, war es irgendwie leer, obwohl noch all ihre Möbel da waren. Heute wohnt mein behinderter Onkel alleine in dem Haus. Möbel wurden ersetzt, fast alles ist anders. Es war ein seltsames Gefühl vorletzten Herbst in dieses Haus zu fahren. Immerhin sind die Kleiderschränke von Oma und Opa geblieben. Meine Eltern brachten es nicht über`s Herz sie wegzugeben. Ich genieße es bei jedem Besuch mich morgens an der dazugehörenden Schminkkommode zurechtzumachen. Denn hier saß Oma auch jeden Morgen.

  4. Sehr bewegend! Ich hoffe, dass die guten Erinnerungen nie verblassen werden!

    (Bei mir sind es bald 5 Jahre und am Wochenende habe ich erfahren, dass das Haus der Oma, mittlerweile von einem Cousin bewohnt, nicht mehr dasselbe ist. Rausgerissene Wände und so. Ich weiß nicht, ob ich das Haus jemals wieder betreten möchte.)

  5. Kai

    Sollte ich einmal das Haus meiner Eltern übernehmen, ist doch das erste was ich machen werde: umbauen, verändern und ja, rausreißen (hoffentlich dauert das noch viele Jahre bis dahin). Wer will denn schon in einem Museum seiner eigenen Kindheit wohnen. Die Zeit schreitet voran und die eigenen Kinder machen ihre eigenen Erfahrungen, mit „ihren“ Großeltern, ihren Eltern.

    Es sind ihre Erfahrungen, sie sollen nicht meine erben. Allenfalls daran teilhaben.

    Meine große Tochter (jetzt 11) hat ihre Ur-Oma noch erlebt (gestorben 2008 mit 97 Lenzen – ihr Mann blieb im Krieg, die beiden anderen Ur’s starben schon 1970), die jüngere (3) wird sich nicht daran erinnern können. Bedeutend für beide sind aber meine Eltern, meine Schwiegereltern, ihre Großeltern, zu denen sie und natürlich ich und meine Frau jeweils völlig unterschiedliche Beziehungen und Zuneigungen haben. Und genau so soll es ja auch sein. ;-)

  6. Wenn ich das lese, schnürrt sich mein Hals zu, weil ich weiss, dass es vielleicht auch bei mir nicht mehr allzu lange dauern wird, bis ähnliche schöne Erinnerungen auch nur noch Erinnerungen sein werden. Und ich hoffe, ich kann sie dann auch so gut in Worte fassen wie Du, für meine Kinder…

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