Bis einer heult! • Quietschbeu-Dialoge
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9. August 2010 | Pia Drießen

Quietschbeu-Dialoge

Der Quietschbeu schubt, das ist mal klar. Zum einen das Austesten von Grenzen, was für uns Eltern weniger schön ist. Zum Anderen das enorme Kuschel- und Körpernähebedürfnis unseres eigentlichen Nichtkuschlers. Dazu seit heute nun das blitzschnelle erlernen und speichern von Worten.

Waren es bisher nur wenige Wörter, auf die er gezielt reagierte, so werden es gerade quasi stündlich mehr.

„Wo ist die Boo?“ führt dazu, dass er die ganze Wohnung absucht, bis er eine Boo gefunden hat und da diese ja überall mit hin geschleppt werden, können sie auch wirklich überall fallengelassen worden sein.

„Magst Du eine Banane?“ führt dazu, dass er sofort zur Küche rennt und hinein zeigt (auf Grund der Enge und somit enormen Verletzungsgefahr haben wir die Küche durch ein Gitter gesichert. Im neuen Haus wird das endlich anders sein.), weil eben dort die Bananen stehen. Inzwischen ruft er dabei auch ganze aufgeregt: „Nane. Naaaane!“

Heute beim Essen kam es dann zu folgenden ersten Dialogen:

„Dadta?“ (zeigt mit spitzen Zeigefinger in seine Schüssel voll Trauben.)
„Das ist eine Traube.“
„Tabe!“
„Traube.“
„Meee!“ (Dazu das Babyzeichen für MEHR!)

„Dadta?“ (zeigt auf seinen Table Top, auf dem ein Hahn samt Hühnergefolgschaft abgebildet ist.)
„Das ist ein Hahn. Kikeriki!“
„Kiki“
„Nein Schatz, HAHN. Es heißt HAHN. Und er macht Kikeriki.“
„Haaaaaaaan.“
„Genau.“
„Kiki!“

Nach dem Essen holte der Quietschbeu direkt seine Wimmelbücher, delegierte mich zum Sofa und entließ mich erst nach einer halben Stunde aus einem sehr intensiven „Dadta?“-Frage-Antwort-Spiel.

Kein Wunder, dass der kleine Mensch derzeit so aufgewühlt und müde ist. Das Erlernen von Sprache findet hauptsächlich im Schlaf statt. Dazu dann der eigene Wille, der ja auch irgendwie erkannt, kommuniziert und umgesetzt werden will und der oft auf „Nein!“-Barriere trifft.

Ich freue mich jedenfalls unbändig über seine Freude Worte zu lernen, Gegenstände zu entdecken und vor allem mit seiner Umwelt zu kommunizieren. Vielleicht werden wir so bald den ein oder anderen Jähzornanfall auf Grund Nichtverstehens auf Elternseite von vorne herein umgehen können.

Es ist so toll, wie schnell sie groß werden und so sehr ich die Babyzeit des Löwenmäulchens genieße, so freue ich mich doch jetzt schon sehr darauf, wenn es im jetzigen Alter des Quietschbeus sein wird.Flattr this

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Über den Autor:
Pia Drießen, 1980 in Köln geboren, verheiratet und Mutter von 3 Kindern (*2009, *2010, *2012). Von Beruf freiberufliche Autorin und Bloggerin. Bloggt seit 2002 mal lauter und mal leiser. Virtuell unterwegs auf Facebook, bei Twitter, Pinterest und auf Google+
    
  1. M. / Aug 9 2010

    Zucker ♥

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