Bis einer heult! • Die Sache mit dem Nachbarn
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30. Oktober 2010 | Pia Drießen

Die Sache mit dem Nachbarn

Ich wollte immer mal die Sache mit dem Nachbarn aufschreiben, habe es dutzendfach auf Twitter angekündigt und doch nie getan. Jetzt scheint mir der Zeitpunkt günstig. Wir ziehen in 3 Wochen aus und meine Lieblingsnachbarin habe ich heute in Vertrauen gezogen. Für alle, die die Vorgeschichte via Twitter nicht kennen, hier eine Zusammenfassung:

Die Nachbarn zogen im Winter 2008 hier ein. Ihn (35) lernten wir während der Renovierungsarbeiten kennen, als wir abends im Dunkeln vom Einkaufen kamen, beide mit schweren Einkäufen und Getränkekästen beladen. Er rief aus der Dunkelheit hinter uns „Ah, die neuen Nachbarn!“, kam auf uns zu und begann, ohne sich namentlich vorzustellen oder die Hand zu reichen mit: „Seid ihr die, die gerade ein Kind bekommen haben oder die, die schwanger sind?“ Wir waren da erst mal baff, antworteten aber höflich, wir seien die, die schwanger sind. In den folgenden 15 Minuten erzählte der neue Nachbar dann seine Lebensgeschichte. Im vorletzten Jahr einen Sohn bekommen, der erkrankte sehr stark, starb fast, überlebte, seine Frau erkrankte an Krebs, sie lebten bisher in einer 2-Zimmer-Wohnung in StadtX mit einer Katze – „Oh, Katzen haben wir auch“, lächelte ich zwischen bedrückten und anteilnehmenden Kopfnicken (soweit das bei einem gänzlich Fremden möglich ist) und „Oh“s  – das Scheißvieh sein sie nun aber endlich los, weil der Sohn eine Allergie hätte …

Wir kämpften uns aus dieser Unterhaltung mit irgendwelchen Gründen heraus und verschwanden in unserer Wohnung. Woher der Nachbar bereits so viel über uns wusste konnten wir nur ahnen. Dass er uns aber direkt mit seiner traurigen Lebensgeschichte so mit der Tür ins Haus fallen musste, stieß mir übel auf, ich entschuldigte es aber erst mal mit dem Glauben, er würde das Erlebte auf diese Art und Weise verarbeiten.

Es dauerte nicht lange bis sich herausstellte, dass der Nachbar aber immer so ist. Krankhaft Mitteilungsbedürftig. In derartig überzogenem Maße, das kann man sich kaum vorstellen. Neugierig und Überfürsorglich. Das kommt noch hinzu.

Es entwickelte sich recht schnell eine Eigendynamik, dass sobald ich den Hausflur betrat, ob von draußen kommend oder nach draußen wollend, er mir über die Füße lief. Am Anfang ließ ich mich in Gespräche verwickeln, erfuhr so immer mehr privates Zeug, das mich nichts anging. Ich hatte aber nie genug Mut ihm das zu sagen. Also harrte ich lächelnd aus.

Als es mir irgendwann zu bunt wurde und er mir sogar spät abends im Keller begegnete – zufällig, natürlich – schwenkte ich meine Haltung ins Distanzierte um, grüßte nur noch rasch und beeilte mich davon zu kommen. Das ging eine Weile ganz gut, auch wenn ich mich dabei schäbig fühlte, weil ich es an sich als fürchterlich unhöflich und feige empfand.

Dann kam der Sommer und ich verbrachte viel Zeit mit dem Quietschbeu im Gemeinschaftsgarten. Grundsätzlich konnte man hier nicht 2 Minuten alleine sein, weil sofort die Terrassentür aufging, wenn ich mein Baby auf eine Decke legte oder ein Jahr später in den Sandkasten setzte, und mir erneut ein Gespräch aufgedrückt wurde. Ich passte die Schlafenszeiten des Nachbarsohnes ab, um mit meinem Kind und vielleicht der Lieblingsnachbarin und deren Tochter mal alleine zu sein, interessante Gespräche zu führen oder auch mal nur zu lesen. Das führte aber nur dazu, dass der Nachbarssohn umgehend aus dem Mittagsschlaf gerissen wurde, wenn wir den Garten betraten.

In einem dieser unzähligen Unterhaltungen, denen ich es nicht schaffte aus dem Weg zu gehen, begann der Nachbar über seine Frau zu meckern. Ich blieb neutral. Sagte sowas wie „Das hast Du doch vorher gewusst“ und bemerkte zu spät, dass ich mich mit dieser neutralen zuhörenden Haltung zu seinem liebsten Gesprächspartner machte. Ich versuchte es irgendwann mit „Das geht mich nichts an“, was er aber abtat.

Dann begann er mich mit Lob zu überhäufen. Ich sei so direkt, so ehrlich, so taff (ahahah), so lustig. Wir würden Leben, während seine Frau immer nur pingelich sei und er immer nur angeschissen würde, dass er dieses und jenes sofort aufräumen und saubermachen müsste. Es stimmt schon, dass seine Frau ein Putzteufel ist. Im dermaßen übertriebener Art und Weise, dass ich es echt schon für krankhaft halte. Aber hey, das hatte er doch vorher gewusst.

Es nervte mich, dass sobald er unsere Wohnung betritt, er unbedingt loben muss, wie gemütlich es bei uns sei, auch wenn es tatsächlich nur völlig unaufgeräumt ist. Stellenweise kam ich mir verarscht vor, aber dieser Mensch meint das ernst.

Dann begannen die Lehrgänge des Miezmannes und der Nachbar sah sich berufen, sich um mich zu kümmern. Jeden Tag stand er unter einem anderen Vorwand vor der Tür. Und die Vorwände waren stellenweise komödiantischer Natur, wenn man genauer drüber nachdenkt. Ich hielt es aus, indem ich mir stets bewusst machte, dass der Miezmann ja freitags wieder da sein würde.

Dann fuhr der Miezmann auf seine zehnwöchtige Geschäftsreise. Und der Nachbar trieb sein aufdringliches, in meine Privatsphäre eindringendes Verhalten auf die Spitze. Wenn ich auf den Hof fuhr musste er definitiv etwas an seinem Auto, Postkasten oder seiner Wohnungstür fummeln. Immer. Egal zu welcher Tages oder Nachtzeit ich in den Keller ging, er war da. Er arbeitet im Schichtdienst und leider bin ich nie dahinter gestiegen, wann er da ist und wann nicht. Subjektiv habe ich das Gefühl, er ist immer da!

Er hat die Wohnungstür immer sperrangelweit auf stehen, weil man im Hausflur stehend alles mitbekommt, was in den Wohnungen vor sich geht. In den Wohnungen selber hört man nichts von den Nachbarn. Aber im Flur selber ist es sehr hellhörig. Allein das finde ich schon eine Frechheit. Der sitzt am Esstisch und macht irgendwas und hat dabei die Wohnungstür auf, an der 5 von 6 Parteien zwangsläufig vorbei müssen, wenn sie nach Hause kommen oder gehen.

Er fragte mich mal, was wir (der Miezmann und ich) abends machen würde. Man würde nie was von uns hören und sehen, wenn wir Zuhause wären (alleine die Frage?!?). Ich antwortete, dass wir uns unterhalten würden, kochen, essen oder auch gemeinsam Fernsehen schauen. Der Miezmann und ich, wir reden viel miteinander. Ist ja auch nicht ganz unwichtig in einer Ehe/Beziehung. Er meinte daraufhin, dass sie sich nie unterhalten würden. Ich brach die Unterhaltung mal wieder unter Vorwand ab.

Auch wurde mir permanent aufgedrängt mich doch abends zu ihnen aufs Sofa zu setzen. Wenn ich sagte, ich würde abends gerne in Ruhe auf meinem Sofa sitzen und Fernsehen, dann entgegnete er mir, dass könne ich bei ihnen doch auch. Irgendwann sagte ich mal ziemlich schnippisch, dass ich kein Problem damit hätte, mit mir und meinen Gedanken alleine zu sein. Ich denke, den Seitenhieb hat er nicht verstanden. Er hat meine schnippischen, offenen und teilweise unhöflichen Reaktionen immer damit gelobt, dass ich so ein ehrlicher Mensch wäre. Fürchterlich.

Seine Frau steht ihm in Mitteilungsbedürftigkeit in nichts nach, hat dabei aber eine charmante Art und Weise, wobei ich mir sicher bin, dass sie auch über mich/uns tratscht, eben weil sie nicht anders kann. Da steh ich aber drüber. Jedenfalls berichtete sie mir kürzlich, dass sie nun ein zweites Kind haben wollen. Im Folgegespräch erfuhr ich dann wann sie sich die Spirale ziehen ließ, wann sie Geschlechtsverkehr hatten und haben werden und  wie das alles so geplant ist. Und ich steh da, nicke mal wieder anteilnehmend und möchte wegrennen.

Eine Woche drauf steht der Nachbar bei mir in der Wohnung, wie jeden Tag, diesmal unter einem anderen banalen Vorwand, und erklärt mir, nachdem er meine Unordnung gelobt hat, dass er die Flinte längst ins Korn geworfen hätte, wenn da nicht der Sohn wäre. Ich sage „Aber Du hast das (das sie so ist wie sie ist) doch vorher gewusst“ und da antwortet er zum ersten Mal auf meine Phrase mit „Ja, das hab ich wohl ausgeblendet in der ersten Verliebtheit“. Äh, die Leute sind seit 5 Jahren verheiratet. Wann war denn das mit der ersten Verliebtheit vorbei? Vor dem ersten Kind (der wird jetzt 3) oder erst danach? Denke ich, sage es aber nicht.

Im Nachhinein wurde mir bewusst wie fürchterlich ich es finde, dass man gemeinsam ein Kind plant, das mit dem kompletten Umfeld teilt und der Mann derweilen bei der Nachbarin im Wohnzimmer steht und sagt, er würde alles hinwerfen wäre da nicht Kind1. Ich will das alles nicht wissen. Es geht mich nichts an! Ich mag ihn nicht mal, den Nachbarn! Aber ich kriege das Maul nicht auf. Ich kann ihn nicht zurück oder in seine Schranken weisen. Steht er vor mir, bin ich wieder nur auf Höflichkeit gepolt. Ich doofe Kuh!

Letzte Woche stand er in meinem Flur, bekam Pipi in den Augen und sagte, seine Oma sei gestorben. Ich nahm sofort den Quietschbeu auf den Arm, damit er nicht auf die Idee kam, mir um den Hals zu fallen, oder so. Distanz schaffen!

Ich weiß, dass ich in großem Maße selber schuld bin, dass der Nachbar mir so auf die Pelle rückt. Ich hätte ihn frühzeitig in seine Schranken weisen sollen, habe es aber nie hinbekommen, weil ich immer Angst vor der Reaktion hatte, weil ich nicht unhöflich wirken wollte.

Ich hasse es, Flurgespräch zu sein. Ob positiv oder negativ. Und es hat tatsächlich meinen Wohlfühlfaktor in diesem Haus arg belastet, dass der Nachbar ist wie er ist und ich bin wie ich bin. Der Umzug, jetzt, so kurzfristig, ist auch ein bisschen Flucht.

Ende des kommenden Monats werde ich 30 und zeitgleich wollen wir den Einzug ins Haus feiern. Ich wollte meine Lieblingsnachbarin mit Mann und Tochter (2) – die objektiv betrachtet ein gutes Verhältnis zu den Nachbarn hat – gerne einladen, wusste aber nicht wie ich das anstellen soll, ohne dass die Nachbarn davon Wind bekommen würden und mich fragen würden, wann und wo und wie … die sind nämlich so (dumm) dreist, wenn Sie verstehen.

Also blieb mir nur die Flucht nach vorne. Von meiner Schwester bestärkt diesen Schritt zu gehen sprach ich die Lieblingsnachbarin also an, erklärte mich kurz und erntete zu meiner eigenen Verwunderung: Verständnis.

Zwar spricht der Nachbar mit ihr nicht über seine Frau, aber mitteilungsbedürftig ist er bei ihnen auch, setzt sich mal kurz und uneingeladen 3 Stunden bei denen aufs Sofa, kennt kein Ende und vor allem keine Privatsphäre. Ganz so aufdringlich wie bei mir ist er jedoch nicht, was aber vermutlich daran liegt, dass der Mann der Lieblingsnachbarin nicht gerade 10 Wochen auf Geschäftsreise ist.

Mir tut es ein bisschen um die Frau des Nachbarn leid, aber meine aktuelle Angst ist es wirklich, dass er unangemeldet irgendwann vor unserer Haustür steht. Daher will ich nicht einmal, dass er die neue Adresse erfährt. Ich will ihn einfach nur aus meinem Leben verbannen, auch wenn die Gefahr besteht, ihn irgendwo irgendwann wiederzutreffen.

Noch 3 Wochen höflich sein. In meinem Kopf verabschiede ich mich hier mit einem großen verbalen Knall. Schade, dass ich nur theoretisch so mutig bin.

3 Wochen noch.

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Über den Autor:
Pia Drießen, 1980 in Köln geboren, verheiratet und Mutter von 3 Kindern (*2009, *2010, *2012). Von Beruf freiberufliche Autorin und Bloggerin. Bloggt seit 2002 mal lauter und mal leiser. Virtuell unterwegs auf Facebook, bei Twitter, Pinterest und auf Google+
    
  1. tempobohne / Okt 30 2010

    Nicht dass er euch beim Umzug hinterherfährt und so erfährt, wo ihr zukünftig wohnen werdet. Ich trau dem das leider nach deinen Erzählungen zu. :-(
    Aber Kopf hoch, alles wird gut! Und vielleicht kann der Miezmann ihn dann ja in die Schranken weisen, wenn es tatsächlich so kommen sollte.

  2. isabella / Okt 30 2010

    OOOH MEIN GOTT!

    dass du dich da nicht mehr wohlfühltest das ist klar! manchmal (eigentlich öfter mal) frag ich mich, was es bitte für merkwürdige menschen auf der welt gibt ;) fürchterlich!!

    es kann mit dem umzug nur besser werden :-D

  3. Summsebrumm / Okt 30 2010

    Seien Sie froh, dass Sie da bald weg sind. Das hört sich wirklich nervig und vor allem anstrengend an.

    Wir hatten in der alten Wohnung eine Nachbarin, die zwar nicht ganz so sehr aufdringlich war wie der Ihre, aber selbst das hat mir schon gereicht. Man konnte nicht durch den Flur, ohne dass sie plötzlich dastand und einem gaaaanz dringen was mitteilen musste. Wir kannten nach einer Stunde ihre Lebensgeschichte, die ihres Sohnes, seinen Kontostand und sämtliche gesundheitliche Probleme und Wehwechen.
    Oder sie klingelte früh morgens, spät abends oder grundsätzlich immer zur Mittagsschlafzeit der Kinder um mir zu erzählen, dass unsere Katze im Garten sitzen würde (*wtf* ICH hab das Tier ja auch vorher rausgelassen…)

    3 Wochen noch. Ich wünsche Ihnen starke Nerven.

  4. Monika / Okt 30 2010

    Ich kann dich gut verstehen.Ich bin auch ein freundlicher Typ, der dem Gegenüber auch nicht direkt sagen könnte was Sache ist bzw. das man ihn lieber von hinten als von vorne sieht. Zu uns kam eine Zeit lang jemand von den Zeugen Jehovas. Ein älterer, netter Herr. Beim ersten Mal unterhielt ich mich freundlich mit Ihm. Das Resultat war: ich wurde ihn nicht mehr los.Das ging eine ganze Zeit so. Einmal sah ich ihn aufs Haus zukommen und bin direkt mal eben zu meiner Nachbarin geflüchtet.So konnte das nicht mehr weitergehen. Beim nächsten Besuch nahm ich all meinen Mut zusammen und sagte ihm nett und freundlich, dass ich keine Besuche mehr wünsche. Kein Problem, er ging und kam nie wieder.Das käme in deiner Situation auf einen Versuch an. Was hast du zu verlieren?

  5. Nala_verstrickt / Okt 30 2010

    Donnerwetter, der ist ja die Härte. Ich hab nur Teile mitbekommen, das es so heftig ist hab ich nicht geahnt.

    Aber Du bist auf keinen Fall Schuld! Ich habe den Eindruck bei dem stimmt einiges nicht :(

    Noch 3 Wochen, ich drück Dir die Daumen damit sie schnell verfliegen.

    Liebe Grüße
    Nala

  6. Nike / Okt 30 2010

    Wenn man doch bloss immer schon vorher wüsste, wie sich eine Geschichte entwickelt. Dann hättest Du sicher ganz anders reagiert – von Anfang an
    Aber leider (oder manchmal auch glücklicherweise) kann man das nicht… Du wolltest einfach nett sein – und irgendwann hat es sich dann verselbständigt. Schlimm finde ich, dass ER sozusagen der Grund für eine Flucht ist. Und dass Du Dich derzeit so schlecht fühlst

    So, jetzt hab ich mich mal als bisher unsichtbare, aber interessierte Blogleserin geoutet, lasse einen lieben Gruss da und sage: 3 Wochen hältst Du jetzt auch noch durch ;)

    Lg, Nicole

  7. eva / Okt 30 2010

    oh my god, das geht gar nicht.
    wie hast du das denn sooo lang ausgehalten?????
    sowas krankes, allein die wohnungstür offen zu lassen!!!!!!!
    dem hätte ich ne stinkbombe reingeschmissen ;D
    im ernst, der typ braucht ne therapie.
    lg eva
    p.s. vermutlich ist es am schlausten noch 3 wochen höflich zu sein, ich find das echt psycho!

  8. Sandra / Okt 30 2010

    Sag mal…wenn er in Deine Wohnung kommt…oder sit er nur im eingang(?) klingelt er dann und du machst ihm auf? ich glaube ,ich wûrde ihm nicht mehr aufmachen.Kannst ja als Entschuldigung ein wenig flunkern,sollte er Dir trotzdem über den weg laufen! Von wegen,Du hättest mit zwei Kindern genug eu tun udn keine zeit zu klönen!
    oder aber einfach sagen,Dir rückt er zu sehr auf die pelle,Dir ist das unangenehm und Du willst Deine Ruhe haben,er möge Dich in Ruhe lassen.Nach eienr Ansage musst Du ihn komplett ignorieren…was er da macht ,ist nämlich difinitif Stalking…belästigen,wenn der ander mit der Person gar nichts zu tun haben will…alles beobachten,nicht mehr aus den klauen lassen :-( Hört sich echt übel an….
    Der einzige Lichtblick ist wirklich der Umzug…aber ich ahbe auch irgendwie Angst er versucht die Adresse rauszubekommen. sandra

  9. die_schottin / Okt 30 2010

    Das ist ja Stalking. Ich würde mich da auch nicht wohlfühlen. Aber irgendwo muss die Höflichkeit aufhören und mal Tacheles gesprochen werden. Ich war ja auch mal so wie Du, aber inzwischen kann ich auch anders. Nämlich wenn es meine Familie oder mich betrifft. Aber ich würde das auch nicht tun, solange der Miezmann auf Geschäftsreise ist.

  10. Daniela / Okt 31 2010

    Ich frage mich: warum können die sich nicht gegenseitig voll quatschen und ausreden, wenn die so ein riesiges Mitteilungsbedürfnis haben?! Dann hätten sie 2 Fliegen mit einer Klatsche, nämlich 1. die Nachbarn nicht nerven und 2. mehr miteinander geredet!
    Aber versteh das einer, das hört sich ja doch schon krankhaft an! Ich drücke die Daumen, dass die letzten Wochen so erträglich wie möglich werden und ihr die dann los seid! :-)

  11. Fräulein Mama / Okt 31 2010

    Urgs, mein Beileid.
    Der Umzug wird aber nicht unbemerkt passieren – damit „die“ nicht glauben, dass sie aus Versehen keine neue Adresse/Telefonnummer da gelassen haben sollten Sie vielleicht schon klarmachen, dass Sie keinen Kontakt wünschen…
    Vielleicht ein Zettel im Briefkasten, am letzten Tag?

  12. Stadtmoewe / Okt 31 2010

    Ohja, kennt sicher, in so und ähnlicher Art und Weise, jeder.

    Ich habe das auch in 2 Wohnungen hinter mir (mit dem Hund ist man ja zwangsläufig mehrmals am Tag präsent) und bin da mittlerweile echt abgebrüht und lasse die Leute wirklich stehen. Sage freundlich guten Tag, ansonsten Distanz.

    Denn mich hat es irgendwann total aggressiv gemacht, so oft am Tag durch Treppenhaus zu schleichen (aber denen entgeht trotzdem nichts!), immer auf der Hut „nicht erwischt“ zu werden und wieder sinnlos zeiot zu vertrödeln, DInge zu hören, die mich nicht interessieren und mit Menschen zu plaudern (haha) mit denen man sich eigentlich wirklich nichts zu sagen hat.

    Sei froh, wenn du da weg bist … sowas hat mich bis heute nachhaltig geschädigt und ich habe mit meinen Nachbarn nur ein „Guten Tag und Tschüß“ Verhältnis.

  13. aleXXblume / Nov 1 2010

    Also mich beängstigt diese Story, obwohl ich gar nicht die Zielscheibe bin, sondern du! Ich empfinde das auch als Stalking und würde wirklich ganz penibel drauf achten, dass er nicht mitbekommt, wo ihr hinzieht! Und wünsch dir von ganzem Herzen, dass er dann auch wirklich aufhört… !

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