Bis einer heult! • 4 Monate Löwenmäulchen
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1. November 2010 | Pia Drießen

4 Monate Löwenmäulchen

Kleines geliebtes Löwenmäulchen,

Du bist heute 4 Monate alt.

Im letzten Monat hast Du eine Menge Fähigkeiten erworben und Dein kleines Wesen verfeinert und weiter entwickelt.

Du drehst Dich nun sehr erfolgreich vom Rücken auf den Bauch und kreiselst auf dem Rücken oder Bauch liegend um Deine eigene Achse. So bewegst Du Dich inzwischen sogar zielsicher auf Dein Lieblingsspielzeug, einem kunterbunten Hund mit Beiß-, Greif- und Rasselmöglichkeit, den uns unsere Babytreffmütter zu Deiner Geburt geschenkt haben, zu.

Du bist nach wie vor ein reines Stillkind, trinkst tagsüber drei bis vier Mal und des Nachts ein bis zweimal. Je nachdem , ob Du gerade wieder einen Wachstumsschub hast, oder nicht. Du schläfst ganz wunderbar, nach wie vor aber nur auf dem Bauch wirklich gut. Meist schläfst Du die erste Hälfte der Nacht, von 19 Uhr bis 3 Uhr, in Deinem Anstellbett, später dann an mich gekuschelt bis zum Morgen.

Inzwischen reicht es Dir nicht mehr aus mich nur zu hören. Manchmal findest Du es nicht einmal ausreichend uns nur zu sehen, nein, Du musst auf den Arm. Und dies forderst Du sehr lautstark und schrill ein. Dein Stimmchen steht dem Deines Bruders in nichts nach. Du bist ein Menschmensch. Ständiger Körperkontakt ist Dein Lebenselixier. Leider kommt es so auch dazu, dass ich Dich ab und wann Weinen lassen muss. Zum Beispiel, wenn ich abends koche.

Du liebst es im Bondolino getragen zu werden und ziehst dies dem Kinderwagen auch grundsätzlich vor.

Du hast Deine Hände entdeckt und belutscht diese gerne und ausgiebig. Manchmal steckst Du Dir die ganze Hand in den Wund, würgst dann, gurgelst und schmatzt laut. Dabei sabberst Du wie ein Wahnsinniger. Überhaupt glaube ich, dass sich bald der erste Zahn zeigen wird, soviel wie Du sabberst. Pitschnass ist Dein Hemd obenrum immer, daher trägst Du meist Sabberlätzchen.

Du grinst und gluckst vor Freude, wenn Du Deinen großen Bruder oder mich entdeckst. Auch ist Dein Bruder einer der wenigen Personen, die Dich von einer Sekunde auf die andere zum schallenden und gackernden Lachen bringen können.

Deine Hände und Füße sind immer eiskalt. Egal wie viele Paar Socken man Dir anzieht. Seitdem Du Pulswärmer trägst, sind zumindest Deine Händchen wärmer geworden. Als nächstes werden wir Stulpen probieren, um die kalten Füße auch noch warm zu bekommen.

Du verweigerst jegliche Form von Nuckel. Öko-Nuckel, Kiefernuckel, Kirschnuckel, Kautschuknuckel, Silikonnuckel, Latexnuckel. Völlig egal. Inzwischen nuckelst Du ganz gerne an Zeige- und Mittelfinger, oder an Deinem Daumen. Anfänglich war ich davon nicht begeistert, weil ich selber viel zu lange am Daumen genuckelt und daher eine fiese Narbe habe, aber wenn es das ist, was Dir hilft Dich selbst zu regulieren, dann ist das so.

Deine dunkeln Haare, von denen Du bei Deiner Geburt so viele hattest, sind Dir inzwischen in rauen Mengen ausgefallen. Die kurzen Stoppel die nachwachsen sind blond! Wir sind sehr gespannt, wie sich das entwickeln wird. Dein Bruder war auch zuerst brünett, bevor er blond wurde.

Deine blauen Augen haben inzwischen grüne Einschüsse und sind nicht so hell wie die Deines Bruders. Braun werden sie wohl nicht werden, aber reinblau auch nicht. Vermutlich wird es eine bunte Mischung hin ins Grüne.

Liegst Du auf dem Bauch stemmst Du Dich völlig selbstverständlich hoch und guckst Dir Deine Umgebung an. Nach Anstrengung sieht das nicht mehr aus, auch wenn es das ganz sicher ist.

Du bist hart im nehmen. Auch wenn Dein großer Bruder inzwischen weitaus vorsichtiger und zärtlicher mit Dir umgeht, als noch zu Beginn, so musst Du dennoch weiterhin viel wegstecken. So setzte er sich mal auf Dich drauf, als Du im Maxi Cosi gesessen hast. Ich hab Dich erst ganz panisch gesucht und gedacht, er habe Dich aus dem Maxi Cosi gezerrt oder irgendwo ausgekippt (obwohl Du angeschnallt warst), bis ich Dich unter ihm fand, mir grinsend und glucksend entgegen lachend.

Am glücklichsten bist Du, wenn Du neben ihm auf der Erde liegen darfst und ihn beim Spielen beobachten kannst. Meist sitzt er direkt neben Dir, wenn Du auf der Erde liegst, guckt sich Bilderbücher an und erklärt Dir in seiner eigenen Sprache die Bilder. Du himmelst und lachst ihn dann an. Weniger glücklich bist Du in Deinem Laufstall, aber Dein Vormittagsschläfchen hältst Du zu Deiner eigenen Sicherheit dort.

Du bist ein unglaublich herziger kleiner Mensch mit einem sehr einnehmenden Wesen. Jeder Mensch, der Dich anlächelt, wird ebenfalls mit einem Lächeln belohnt, wofür Du von allen Seiten geherzt, gedrückt und gestreichelt wirst. Und Du liebst diese Aufmerksamkeit und Zuwendung sehr. Mein Herz kribbelt und blubbert, wenn Du mich nur ansiehst. Du machst mich wahnsinnig glücklich und schenkst mir oft die Ruhe und Gelassenheit, die ich für Deinen quirligen Bruder derzeit oft brauche. Du bist ein perfekter kleiner Baustein in unserer Familie und hast Dir Deinen Platz ganz automatisch erobert.

Mein Herz, wir lieben Dich so sehr. Nie wieder möchten wir ohne Dich sein. Du machst uns unendlich glücklich und stolz.

Mama

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Über den Autor:
Pia Drießen, 1980 in Köln geboren, verheiratet und Mutter von 3 Kindern (*2009, *2010, *2012). Von Beruf freiberufliche Autorin und Bloggerin. Bloggt seit 2002 mal lauter und mal leiser. Virtuell unterwegs auf Facebook, bei Twitter, Pinterest und auf Google+
    
  1. Tina Pappnase / Nov 1 2010

    Schööön.
    Viele Sachen erkenne ich bei der Apfelina wieder.

    Bei der MaxoCosi-Geschichte musste ich lachen, auch wenn das sicher ersmal ein Schreck war.

    Deine Jungs sind toll!

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