Bis einer heult! • 5 Monate Löwenmäulchen
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2. Dezember 2010 | Pia Drießen

5 Monate Löwenmäulchen

Mein liebes Löwenmäulchen,

heute bist Du 5 Monate und einen Tag alt.

Die Zeit vergeht wie im Flug, was nicht zuletzt daran liegt, dass turbulente Wochen hinter uns liegen. Doch Du bliebst stets mein ausgeglichenes Grinsekind, das weder von Lärm noch Hektik wirklich aus dem Tritt gebracht wurde.

Vor zwei Wochen hattest Du zum ersten Mal eine außerordentliche Schreiphase. Nahm man Dich nicht umgehend auf den Arm, hast Du geschrienen, als ginge es um Dein Leben. Ich habe zuerst Zähne dahinter vermutet, doch es sollte sich rausstellen, dass Du mit großem Tamtam einen motorischen Sprung angekündigt hast. Seitdem kugelst Du Dich ohne Anstrengung und oft gezielt durch die Gegend. Habe ich anfangs noch versucht Dich immer wieder auf dem großen Flauschteppich zu platzieren, habe ich dann doch schnell aufgegeben. Du bist so flink, dass man sich nicht einmal kurz umdrehen kann, ohne dass Du Dich schon wieder davon gekugelt hast.

Du spielst nach wie vor am liebsten mit dem bunten Hund, den Dir die Babygruppenmamis zur Geburt geschenkt haben. Mal auf dem Rücken liegend, mal auf dem Bauch. Da Du Dich ja selber von der einen in die andere Lage bringen kannst, machst Du das je nach Gemütlage.

Bist Du müde weinst und jammerst Du leise. Ab und an schläfst Du einfach so im Spiel ein, in den meisten Fällen muss ich Dich aber kuscheln, schaukeln oder stillen.

Du schläfst nach wie vor bei uns. Seit wir umgezogen sind nun in der Bettmitte, da Dein Gitterbett nicht mehr als Anstellbett ins Schlafzimmer passt. Ich überlege noch, ob wir für die restliche Zeit doch noch ein kleineres Anstellbett anschaffen, oder ob wir Dich einfach weiterhin in der Mitte schlafen lassen. So oder so muss ich noch eine gute Lösung finden, damit Du Dich nicht aus dem Bett kugelst, solange wir nicht mit drin liegen. Dein Schlafverhalten ist weiterhin traumhaft.

Du trägst inzwischen deutlich Kleidergröße 68, ab und an sogar schon 74. Du hast unglaublich viel Körperspannung, was mich immer wieder erstaunt, da Dein großer Bruder motorisch langsamer war. Du kannst aufrecht auf dem Arm sitzen und hältst Dich dabei selber fest. Du stützt Dich in der Bauchlage ganz selbstverständlich mit den Unterarmen ab, während Deine Hände Dein Spielzeug untersuchen. Gestern, an Deinen richtigen Monatsgeburtstag, habe ich das erste Mal beobachtet, wie Du den Po gehoben und die Beine angezogen hast. Wir müssen uns ganz oft bewusst machen, dass Du erst 5 Monate alt bist. Papa hätte Dich nämlich beinahe schon mal einfach hingestellt und losgelassen. Mir ist dasselbe glücklicherweise nur auf dem Bett passiert, als ich Dich einfach hingesetzt und logelassen habe.

Mittlerweile lässt Du mich auch wieder zu Familienessenszeiten essen. Einzige Bedingung ist, dass Du in Deiner Wippe neben uns stehen darfst und uns so alle beobachten kannst. Dein Blick folgt jeder Gabel und jedem Löffel ganz genau. Ich bin mir sicher, würde ich Dir Brei anbieten, Du würdest ihn gierig verschlingen. Aber noch sehe ich dazu keine Veranlassung und lasse Dich bisher eher mal an einer dampfgegarten Möhre oder Kartoffel lutschen. Das findest Du auch spannend.

Wir stillen weiterhin voll. Inzwischen sogar zu festen Zeit, was allerdings nicht durch mich, sondern durch Dich so kam. Vor dem Mittags- und Abendschlaf. Einmal morgens vor dem Aufstehen und gegen 11 Uhr und 17 Uhr ein Snack zwischendurch. Man kann die Uhr danach stellen.

Du erträgst das Spiel Deines Bruder geduldig. Egal, ob er Dich zudeckt, Dich unter allen vorhandenen Boos (immerhin 5 Stück) begräbt und dann „Sasa, Heia!“ befiehlt. Du lässt ihn gewähren und strahlst ihn dafür noch an.

Du schenkst jedem, der Dich anlächelt, ein umwerfend niedliches Grinsen. Überhaupt bist Du ein ausgesprochener Gesichtskasper, was Du eindeutig von Deiner Mama hast. Aber nur mit Papa lachst Du so richtig laut und glucksend.

Es ist unvorstellbar, dass ich mir einmal nicht vorstellen konnte, wie es wohl sein würde, wenn Du in unser Leben trittst. Du bist unser Leben. 50% davon. Jeden Tag.

Mein kleines, geliebtes Löwenmäulchen. Mein Kind. Mein Sohn. Ich liebe Dich für die Wärme und die Freude, die Du uns schenkst. Dafür, dass Du uns zu einer ganz wunderbaren Familie machst. Danke für jedes Lachen.

Deine Mama

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Über den Autor:
Pia Drießen, 1980 in Köln geboren, verheiratet und Mutter von 3 Kindern (*2009, *2010, *2012). Von Beruf freiberufliche Autorin und Bloggerin. Bloggt seit 2002 mal lauter und mal leiser. Virtuell unterwegs auf Facebook, bei Twitter, Pinterest und auf Google+
    
  1. Tina / Dez 2 2010

    Liebes Löwenmäulchen,
    ich gratuliere dir zu dieser Mama. :)
    Tina

  2. Fr. Blondi / Dez 2 2010

    Sag mir Bescheid, wenn du eine Lösung für das Bettproblem gefunden hast. Hier funktioniert das sichere Schlafen auch nur mit Mama und Papa als Runterfallschutz.

  3. Maracaya / Dez 2 2010

    Aaaehm. Ich will ja nicht unken, aber wenn der motorisch so fit ist, koennte das mit den Bettgittern folgendermassen enden:
    http://maracaya.blogger.de/stories/1686751/
    http://maracaya.blogger.de/static/antville/maracaya/images/n63.jpg

    (Der halbe Grieche ist uebrigens nie beim schlafen aus dem Bett gefallen, trotzdem er so viel rumeiert beimn schlafen. Das Bettgitter ist inzwischen immer noch dran. Als Sportgeraet.)

  4. Mama Miez / Dez 2 2010

    Ui. Na ja, das sollte ihm mit dem von mir gekauften Gitter auf Grund der waagerechten Gitterstäbe eher nicht passieren können. Wobei … möglich ist ja alles ;)

  5. Mama Miez / Dez 2 2010

    Ähhh, das andere Waagerecht, natürlich ;)

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