Bis einer heult! • 1 2 3 ... vorbei
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27. Dezember 2010 | Pia Drießen

1 2 3 … vorbei

Die Weihnachtsfeiertage waren schön. Schön schön und schön stressig. Am entspanntesten war noch der Heilig Abend, den wir ja alleine zuhause verbrachten und den wir ganz so gestalten konnten, wie wir es für richtig hielten. Bescherung gab es mit Einbruch der Dunkelheit gegen 17 Uhr. Der Quietschbeu bekam an diesem Abend ein neues Essgeschirr, den Playmobil Bauernhof und einen Schleich Elefanten (eine asiatische Elefantenkuh, um genau zu sein *gnihi*). Am meisten freute er sich über das Essgeschirr, saß daher nach dem Auspacken der Geschenke sofort erwartungsvoll am Tisch und wartete darauf, dass die Würstchen heiß wurden. Es gab Kartoffelsalat mit Würstchen. Der Quietschbeu aß nur Würstchen mit seiner neuen Gabel von seinem neuen Teller und trank dazu Wasser aus seiner neuen Tasse. Er war sehr selig.

Am ersten Weihnachtsfeiertag waren wir bei meiner Schwesterfamilie, wo der Quietschbeu das heiß ersehnte Nacht-Wimmelbuch, die Playmobil Arche und einen Wischmop mit Eimer geschenkt bekam. Den Wischmop nennt er „Bim!“, genauso wie meinen Besen (Mir fiel beim Wischen mal der Wischmop um. Der Stiel machte beim Aufschlagen gegen die Glastüre im Wohnzimmer laut BIM. Seither sind alle Geräte mit Stiel „Bim!“s). Wir aßen Entenbrust mit Rotkohl, Maronen, Bratäpfeln und Klößen. Der Quietschbeu aß nur Ente. Er war sehr selig.

Am zweiten Weihnachtsfeiertag fuhren wir zu meiner Schwiegerfamilie. Dort ging es gewohnt hektisch laut und einen Tick unpersönlich zu. Der Quietschbeu ganz ohne Mittagsschlaf, das Löwenmäulchen ohne die Möglichkeit sich mal richtig hinzulegen, wanderte den ganzen Tag von Arm zu Arm in den Maxi Cosi und wieder von Arm zu Arm. Der Quietschbeu bekam ein Rody Hüpfpferd in gelb, vor dem er erstmal ordentlich Angst Respekt hatte. Nach einer Weile machte er immer wieder heimlich und unaufgefordert bei dem Pferdchen „Eiii …“ und schien sich so langsam anzufreunden. Da er alleine aufsteigen, aber leider noch nicht alleine absteigen kann, bleibt ihm der Rody vermutlich aber erstmal weiterhin suspekt. Das Löwenmäulchen ertrug den Lärm und die Hektik mit stoischer Gelassenheit, war aber auf Grund fehlender Schlafmöglichkeit gegen 17 Uhr so fertig und müde, dass er nur noch weinte. Wir fuhren dann also nach Hause. Wir aßen Sauerbraten mit Rotkohl und Kartoffeln. Der Quietschbeu aß nur Sauerbraten (5 Scheiben!). Er war sehr selig.

Man kann somit ganz klar sagen: in diesem Jahr war das Weihnachtsfest für den Quietschbeu in erster Linie ein großes Fressgelage. Er ist eben doch mein Sohn. Von der Anzahl der Geschenke und der Verteilung über die Tage, kann ich sagen, dass das sehr in Ordnung war. Ich hatte nicht den Eindruck, der Quietschbeu wäre überfordert gewesen. Und er spielt bisher tatsächlich abwechselnd mit all den tollen neuen Dingen, am häufigsten allerdings, mit dem Wischmop *mihihi*.

***

Die Kinder schliefen in den vergangenen Tagen nachts wie kleine Steine. Das Löwenmäulchen hat seinen Schub abgeschlossen und beherrscht nun den Vierfüßlerstand perfekt, in welchem es immer ordentlich wippt und sich dann aus ganzer Kraft nach vorne wirft. Er schiebt sich rückwärts durchs Haus oder kugelt sich von A nach B. Auch das Sitzen klappt immer besser und ich denke, in ein oder zwei Wochen wird er gänzlich frei sitzen können, ohne nach einer Weile umzukippen. Der Tripp Trapp zu Weihnachten kam also genau richtig (natürlich haben wir ihn noch nicht aufgebaut, sondern warten geduldig, bis er wirklich frei sitzen kann). Der Quietschbeu konnte im Übrigen zuerst Sitzen (mit ca. 8 Monaten. Zeitgleich begann er sich rückwärts durch die Wohnung zu schieben.) und dann erst Krabbeln (mit ca. 10 Monaten). Das Löwenmäulchen wird in einer Woche sechs Monate alt. Dafür hat er noch nicht einen Zahn, während der Quietschbeu zu dieser Zeit bereits 2 Zähne hatte.

Es ist so toll zu sehen, wie unterschiedlich beide sind. Das macht das ganze irgendwie unheimlich spannend und aufregend. Meine Angst, das Löwenmäulchen könne als Zweitgeborener ein wenig nebenher laufen oder gar untergehen, hat sich bis heute nicht bestätigt.

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Über den Autor:
Pia Drießen, 1980 in Köln geboren, verheiratet und Mutter von 3 Kindern (*2009, *2010, *2012). Von Beruf freiberufliche Autorin und Bloggerin. Bloggt seit 2002 mal lauter und mal leiser. Virtuell unterwegs auf Facebook, bei Twitter, Pinterest und auf Google+
    
  1. Katha / Dez 27 2010

    Schön dass Weihnachten bei Euch so schön war =) Und der Quietschbeu scheint genau so ein Fleischfresserlein zu sein wie mein großer Sohn es war. Bei meinem hat sich das jetzt aber überraschender Weise gelegt (er ist jetzt 5)…

    Mein kleiner Sohn (2 Monate) hatte ausgerechnet über Weihnachten seinen Schub, das heisst ich durfte ihn an Heiligabend den ganzen Tag entweder tragen, stillen oder wickeln. Manchmal hat er für 10 Minuten geschlafen. Und der Superpapa war den ganzen Tag mit Schneeschippen beschäftigt. Wir hatten garkeine Zeit für Weihnachtsstress… *seufz*

    Ich finde, die zweiten (oder in meinem Fall die dritten) Kinder machen schon auf sich aufmerksam, die können garnicht so nebenher laufen =) Es wird aber alles einfacher, weil man grundlegende Dinge nicht erst neu lernen muss. ;-)

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