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17. März 2011 | Pia Drießen

Life is …

… what happens while you’re busy making other plans!

hat Tinyfootsies hier kommentiert. Und Sie hat Recht!

Ich hatte mir so sehr vier Kinder in kurzer Folge gewünscht, dass ich ganz vergessen habe, wie gerne ich mal arbeiten ging und wie sehr mir mein Job immer Spaß gemacht hat. Ich mache „was mit Medien“, war lange Jahre Marketing Managerin, komme ursprünglich aber aus der einer Agentur (dem einen mag das was sagen, dem anderen nicht. Relevant ist es für diesen Beitrag hier nicht).

Unser ehemaliger Nachbar (nicht dieser, aber aus demselben Haus) ist Inhaber einer Agentur, wie sie auf mein Profil nicht besser passen könnte. Es war Anfang dieses Jahres, als wir bei Facebook noch rumwitzelten, dass ich mich dann im Sommer ja mal bei ihnen bewerben könnte. Ich habe ja aktuell einen Arbeitgeber und bin in Elternzeit. So richtig wohl war mir beim Gedanken, in eben diese Firma zurückzukehren, aber nie. Es war der Job an sich, der mich … nun ja … langweilte. Es ist eine Sache, ob man mit vielen Kunden und Produkten arbeitet, oder immer nur um denselben Planten kreist.

Ich war mehr als Überrascht, als letzte Woche dann der ehemalige Nachbar anrief, fragte, ob mein Witz wirklich nur ein Witz gewesen sei, oder ob ich ernsthaft Interesse an einem Job hätte. Völlig perplex bekundete ich erst mal mein ernsthaftes Interesse. Eine Mitarbeiterin hatte überraschend gekündigt und er suchte für Vorgestern einen Ersatz. Gottes Wege sind unergründlich, aber es war eben die Mitarbeiterin, die genau den Job erfüllte, den ich so gerne machen würde.

Selber Vater einer 2jährigen Tochter und eben ehemaliger Nachbar, kennt er meine Situation und natürlich auch die Jungs sehr gut. Wir haben fast 4 Jahre Tür an Tür gewohnt. Der Quietschbeu und seine Tochter sind ein Herz und eine Seele. Er sprach also direkt von flexiblen Arbeitszeiten, eventuell Home Office, Teilzeit, Trallala.

Die folgenden Tage saß ich jeden Abend Nägel knabbernd auf dem Sofa. Wenn ich jetzt in diesen meinen von ganzem Herzen geliebten Job zurückkehren würde, vorerst nur Teilzeit, so würde Wunschkind Nummer 3 aller Voraussicht nach ein Wunschkind bleiben. Wollte ich das? Würde mich die Sehnsucht nicht jagen und verfolgen? Könnte die Bestätigung, die ich im Job erhalten würde, den Herzenswunsch nach einem dritten Kind ausgleichen? Vermutlich nicht.

Aber.

Würde ich diesen Traumjob, der mir ins Haus flattert, ohne dass ich aktiv etwas dafür tun musste, ablehnen, ich würde mich (*gnahahaha*!) mir niemals verzeihen. Es ist eine Chance wieder in meinem Job zu arbeiten, wieder mit ganzem Herzen „was mit Medien“ zu machen. Und hinzu käme noch, dass ich meinen Special Skill, Social Media Know How, wieder hundertprozentig einbringen könnte. Traumjob, sagte ich ja schon!

Und so habe ich vor wenigen Stunden die Anträge auf Halbtagsbetreuung für die Jungs ausgefüllt und unterschrieben. Ab August sollen beide in Betreuung sein, ob in einer Krippe oder durch eine Tagesmutter, wird letztendlich die Stadt entscheiden. Das kommt halt darauf an, was noch frei ist und wo man sie gemeinsam unterbringen kann. Das war nämlich meine Bedingung.

Aktuell muss nur noch die Gehaltsfrage abschließend geklärt werden. Steuerklasse V macht mich zu einem der unattraktivsten Arbeitnehmer ever. Aber ich muss auf meinen Schnitt kommen, sonst kommt unterm Strich nämlich nicht mal ne Null raus.

Wie eingangs schon zitiert:

Life is what happens while you’re busy making other plans.

Na, dann wollen wir doch mal sehen …

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Über den Autor:
Pia Drießen, 1980 in Köln geboren, verheiratet und Mutter von 3 Kindern (*2009, *2010, *2012). Von Beruf freiberufliche Autorin und Bloggerin. Bloggt seit 2002 mal lauter und mal leiser. Virtuell unterwegs auf Facebook, bei Twitter, Pinterest und auf Google+
    
  1. Barbara / Mrz 17 2011

    Da wünsche ich, dass es so läuft, wie geplant. – Bei m einem Job komme ich zur Zeit mit einer schwarzen Null raus, denn das was ich verdiene, wird vom Elterngeld abgezogen und so bleiben ein paar Euro, die ich dann verfahre um den Kleinen zu den Omas zu bringen bzw. von dort zu holen. Was ich davon habe ist eine Ausgeglichenheit, die ich schon lange vermisst habe und Eltern, die mir sehr dankbar sind, dass ich für ihre Kinder arbeite ohne finanziell wirklich was davon zu haben

  2. bullion / Mrz 17 2011

    Das klingt doch alles sehr spannend. „Was mit Medien“ mache ich auch. Bin auch noch auf Agenturseite tätig, schiele aber immer mehr in Richtung Kundenseite, da – besonders in kleinen Agenturen – die Bezahlung in keinem Verhältnis zur Arbeitsleistung steht. Da kann der Job noch so spannend und abwechslungsreich sein – besonders (und das wissen Sie ja am besten) einen kleinen Wurm zu Hause hat.

    Ich wünsche auf jeden Fall alles Gute für die berufliche und familiäre Zukunft und hoffe, dass sich die äußeren Umstände (flexible Arbeitszeit usw.) wirklich so verwirklichen lassen, wie gewünscht (gerne auch mit kurzen Berichten hier im Blog, dann kann ich Hoffnung schöpfen). :)

  3. Tina Pappnase / Mrz 17 2011

    Wow! Glückwunsch.
    Ich freue mich sehr für Dich und drücke die Daumen dass jetzt alles weiterhin so gut klappt (Betreuung usw.)

    Und o.g. Zitat ist ja seit ein paar Jahren mein persönliches Lebensmotto.

    LG

  4. ramona / Mrz 17 2011

    Das klingt doch aber toll. Und auch das Wunschkind wird sich da irgendwie reinschlängeln, ohne daß du da groß Einfluss drauf hast, da bin ich mir sicher :-) Ich drück dir alle Daumen für die Gehaltsverhandlungen. Ab wann geht’s los? So richtig?

  5. MrKnipprath / Mrz 17 2011

    Da scheint der Ausspruch von John Lennon doch mal wieder wirklich zu passen ;o)
    Ich freue mich sehr für Sie/Dich/Euch – und Ihr werdet sehen, das wird eine ganz tolle Sache!
    Auch wenn wir dann vielleicht nicht mehr so häufig tolle neue Geschichten vom QB und dem LM lesen dürfen – so beglückwünsche ich doch ganz herzlich zu dem Angebot und auch dem Mut, dieses anzunehmen!

  6. Mela / Mrz 17 2011

    Na da gratuliere ich doch mal…zum Traumjob, zur Entscheidung,… und wer weiß was in der Zukunft noch für Überraschungen kommen ;-)

    Lg Mela

  7. Christine / Mrz 17 2011

    Ja, soetwas ist wirklich schwer – ich steh auch gerade an einem Punkt, an dem ich die Weichen für die nächsten Jahre lege und das ist echt schwierig.
    Ich drück Dir die Daumen, daß Du die für Dich richtige Entscheidung getroffen hast und damit zufrieden bist/wirst :-)

  8. Mama Miez / Mrz 17 2011

    bullion, ich habe diese Entscheidung mal getroffen und von der Agentur auf die Kundenseite gewechselt. Außer mehr Einkommen hat es mir nichts gebracht. Ich hab das oft bereut!

    Und generell möchte ich noch mal hervorheben: ich würde lieber 3 Jahre mit meinen Söhnen zu Hause bleiben und sie aufwachsen sehen. Das ist MEINE Meinung. Jedem die Seine, aber das ist meine. Insofern ist es nur ein halber Erfolg.

  9. eva / Mrz 17 2011

    ps. meine freundin arbeitet 30std ‚was mit werbung‘ mit 3 kindern, allerdings wohnen die eltern mit im haus.
    gratu

  10. Stadtmoewe / Mrz 17 2011

    Da hast du ein Bombenglück -WOW …. fast von unschätzbaren Wert, so einen Chef – wo es immer kinderunfreundlicher wird – zu haben.

    Glückwunsch liebe Mama Miez … ich freue mich mit ihnen!!!

    Und alles andere, wird auch seinen Weg finden. Gut Ding braucht Weile ;).

  11. MissJones / Mrz 17 2011

    Oh, herzlichen Glückwunsch! und viel Erfolg bei der Betreuungsfindung für die Jungs!

  12. aniba / Mrz 18 2011

    Glückwunsch zum Traumjob! Ich bin auch gerade auf der Suche nach sowas…mach ja auch „was mit Medien“ und würde gerne ins Marketing. Dann jetzt schon mal viel Spaß im neuen Job!

  13. Wolfram / Mrz 19 2011

    Die Betrachtung der Steuerklassen ist ein Thema für sich. Prinzipiell kommt nach dem Jahresausgleich am Ende dasselbe heraus, ob man nun in III/V oder IV/IV oder gar V/III war. Nur wieviel davon der Staat zwischengespeichert hat, das wechselt. Und auch, was als Nettoeinkommen angerechnet wird, wenn es um Lohnersatzleistungen wie Mutterschafts- und Erziehungsgeld geht.
    Da kann es sogar lohnend sein, eine eigentlich ungünstige Einstufung zu wählen, bei der der Hauptverdiener kleinere oder keine Freibeträge hat, und dafür mehr Freibeträge etc. auf das Zweiteinkommen angerechnet werden.
    Wie gesagt, am Ende sollte das durch den Ausgleich eh wieder rauskommen und gibt dann vielleicht die Urlaubskasse oder so.

    Laßt es euch mal durchrechnen.

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