Bis einer heult! • Babyspielgruppenfreunde
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15. Mai 2011 | Pia Drießen

Babyspielgruppenfreunde

Vier Kindergeburtstagsfeiern von Babyspielgruppenfreunden in den letzten drei Wochen. Nummer 5 feierte auf Grund seiner Konfession keinen Geburtstag, aber regelmäßig Kontakt haben wir dennoch (seine Mutter ist die Tagesmutter der Jungs).

Die Babyspielgruppe. Ich erwähnte sie immer wieder am Rande, im Vorbeigehen. Schon über ein Jahr besuchen wir diese Gruppe nicht mehr, aber sehen uns dennoch alle mal mehr und mal weniger regelmäßig. Die Gruppe war für Kinder von 4 Monaten bis zu einem Jahr und als unsere Babys vergangenes Jahr Eins wurde, endete diese Gruppe offiziell. Aber eigentlich kennen wir uns ja alle schon viel länger. In Wahrheit haben wir Eltern uns nämlich im Geburtsvorbereitungskurs kennengelernt, als wir alle noch gar keine Eltern waren. Wir waren alle Erstgebärende, die nur theoretisch wussten, was auf uns zu kommt, die in den Beckenboden atmeten und die Daten unserer Mutterpässe verglichen.

Keins der Kinder hielt sich an seinen errechneten Entbindungstermin. Der Quietschbeu wäre rein rechnerisch der Erste gewesen, wurde dann aber zur goldenen Mitte. Und im ersten Jahr waren alle Fünf in ihrer Entwicklung so unglaublich unterschiedlich.

Der „Erstgeborene“ Q. konnte bereits mit 10 Monaten frei laufen.

V., das einzige Mädchen in der Runde, quasselte als erstes drauf los.

B. war immer der Größte in der Runde, auch wenn er am deutlichsten vor seinem ET zur Welt kam.

J., der Jüngst, hatte von Anfang an das größte Durchsetzungsvermögen.

Der Quietschbeu war immer der Introvertierteste (anhänglich und zurückhaltend) mit der schrillsten Stimme.

Es gab Tage, an denen ich die Babygruppe vorzeitig verließ, weil der Quietschbeu die ganze Neugeborenen-Station, wo die Gruppe stattfand, zusammen kreischte. Treue Leser werden sich an meine verzweifelten Einträge dazu erinnern.

Gestern Morgen saßen wir dann alle zum Geburtstagsfrühstück von J. zusammen. Und wie sie da so nebeneinander sitzen wurde mir ziemlich abrupt klar, dass sich diese Eigenheiten unserer Kinder total verwachsen haben. Sie reden alle mehr oder weniger viel und gut. Sie sind motorisch alle gleich auf und körperlich alle etwa gleich groß. Sie sind alle in der Trotzphase und befinden sich in einem Stadium zwischen Zicke und Diva.

5 Kleinkinder, die alle ganz schrecklich typische Zweijährige sind.

Inzwischen ist unsere Gruppe ziemlich gewachsen. Das Löwenmäulchen kam hinzu, Q. hat einen 5 Monate alten Bruder, und B. wird voraussichtlich im Juli (eher früher) eine Schwester bekommen. Die Eltern von V. arbeiten aktiv am Geschwisterkind und die Eltern von J. ziehen es mittlerweile in Betracht, in 2 Jahren noch Mal nachzulegen (und das, wo sie bis vor kurzem immer beschwor, dass sie niemals nicht wieder Schwanger werden wollen würde).

Ich mein‘, mal ehrlich: was sind eigentlich zwei Jahre? In meiner Zeitrechnung vor den Kindern war das eine Ewigkeit. In meiner Zeitrechnung seit den Kindern ist das ein Wimpernschlag.

Es ist also Zeit für die Babyspielgruppe einen neuen Namen zu finden. Nur welchen?

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Über den Autor:
Pia Drießen, 1980 in Köln geboren, verheiratet und Mutter von 3 Kindern (*2009, *2010, *2012). Von Beruf freiberufliche Autorin und Bloggerin. Bloggt seit 2002 mal lauter und mal leiser. Virtuell unterwegs auf Facebook, bei Twitter, Pinterest und auf Google+
    
  1. Claudia / Mai 15 2011

    Lasst doch einfach das „Baby“ weg. ;-)

  2. CreativeRabbit / Mai 15 2011

    Hier hieß das auch immer einfach Spielgruppe, und löste sich erst auf, als nach und nach alle im Kindergarten waren.

  3. Barbara / Mai 15 2011

    Mit den Pekipdamen von meinem Großen treffe ich mich immernoch sehr gerne – und die meisten Treffen sind ohne die lieben Kleinen *grins* einfach wiel wir uns prima verstehen :-) Und aus den Erzählungen wird immer wieder klar – da sind 8 inzwischen fast 4 Jährige, die sich im Verhalten und Können sehr ähneln. Im Sommer werden wir uns auch mal wieder mit Kindern treffen, wobei die sich hier auch deutlich vermehrt haben.

  4. Christine / Mai 15 2011

    In welcher Konfession feiert man denn seinen Geburtstag nicht? :-)

    • Mama Miez / Mai 15 2011

      Bei den Zeugen Jehova.

      • Christine / Mai 16 2011

        Ah, danke :-) Das wußte ich noch gar nicht…

  5. Simi / Mai 15 2011

    Bei uns heißt es noch immer „Babytreff“ – und die Hauptpersonen sind mittlerweile fast 4 Jahre alt! Inzwischen reden sie selbst schon immer vom „Babytreff“, und ein neuer Name käme nicht in Frage!!! Das haben die Kinder ausdrücklich gesagt.

  6. Q / Mai 16 2011

    Am Anfang hab ich das immer Selbsthilfegruppe genannt… jetzt wirds auch langsam Zeit für einen anderen Namen, nach knapp 2 Jahren. Wir kennen uns auch alle aus dem Geburtsvorbereitungskurs und treffen uns noch einmal die Woche.

    Wenn jemandem ein guter Name einfällt, sagt Bescheid :)

  7. eva / Mai 16 2011

    bei uns hiess es dann babysitterrunde, weil nach der geburt beschlossen, 1x die woche nachmittags uns gegenseitig die kids abzunehmen, damit man mal was alleine machen konnte. immer mit plan, wann bei wem und welche kinder plus babysitterin karo dazu.bis zum eintritt in den kindergarten mit 3. und darüber hinaus. wir machten urlaube zusammen, feierten hochzeit, taufen, geburtstage (die wir zusammenfassten, um keinen marathon zu haben ;)
    heute mussten wir alle einen papa aus dieser runde beerdigen. die kinder sind 8, wir sehen uns selten, aber eine besondere verbindung besteht immer noch, sie sind ja wie geschwister aufgewachsen.
    lg eva
    lg eva

  8. Ela / Mai 17 2011

    ich persönlich finde es ist ein „Elternnetzwerk“, oder Familiennetzwerk geworden. Man hilft sich untereinander, tauscht sich aus, sucht sich Rat und das Beste ist, man kennt sich über Jahre und teilt seine Erfahrungen. Und man weiß wenn es hart auf hart kommt, könnte man sein Kind unterbringen, einer der fünf wird schon Zeit haben, da die Kinder die Eltern mitlerweile auch lange kennen. :o)

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