Bis einer heult! • Der Quietschbeu und die Selbstständigkeit
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21. Oktober 2011 | Pia Drießen

Der Quietschbeu und die Selbstständigkeit

Der Quietschbeu gibt zu schnell auf. Meistens. Höre ich von Bekannten mit Kindern im selben Alter, sie dürften für Ihre Kinder nichts mehr machen und müssten alles in den Ursprungszustand zurück versetzten, nur damit das Kind das dann SELBA machen kann, haben wir hier die Kehrseite der Medaille. Der Quietschbeu will so gut wie Nichts selber machen. Den Deckel vom Joghurt öffnen, ja. Sein Würstchen schneiden, ja. Aber weder die Jacke noch die Schuhe anziehen, noch ins Auto einsteigen oder in seinem Zimmer sein Schmoosi und die Boo holen.

Bei letzteren weiß ich, dass er Angst hat, alleine in die erste Etage zu gehen. Ist einer von uns Eltern oben, kommt er nämlich problemlos hinterher und geht auch alleine wieder runter. Alles andere, insbesondere die Bitte etwas an- und auszuziehen, beantwortet er reflexartig mit „Kann nicht!“. Was ich ehrlich gesagt gar nicht verstehe, weil wir ihm nie suggeriert haben, dass er irgendwas nicht oder noch nicht könne. Klar, dass er zum Autofahren noch zu klein und für Cola und Bier noch zu jung ist, sagen wir ihm schon.

Ich habe ihm recht früh beigebracht, um Hilfe zu bitten, wenn irgendwas nicht so klappt, wie er das gerne hätte. Das nutzt er in vollen Zügen aus. Meist versucht er sich nicht einmal richtig an etwas, sondern ruft sofort „Mama, helfen, bitte!“

Nun wurde ich im Kindergarten also darauf angesprochen, dass er sich weder die Schuhe noch die Jacke selber an oder ausziehen würde. Das müssen wir zu Hause bitte nachdrücklich üben, denn nächstes Jahr, in der Ü3-Gruppe, hilft ihm da niemand mehr. Was nicht stimmt, denn ich sehe jeden Morgen die Erzieher der Ü3-Gruppen, wie sie die Kinder in Empfang nehmen und oft auch mit ihnen die Hausschuhe anziehen. Aber es ist natürlich richtig, dass Selbstständigkeit wichtig ist.

Also üben wir das Schuhe anziehen und das Schuhe ausziehen. Dabei zeigt sich mal wieder, dass mein großer Bengel kein Dummer ist. Er hat verschiedene Kindergarten-Schuhe. Normalhohe Leder-Turnschuhe, die mal zum BobbyCar fahren gedacht waren (inzwischen haben wir diese BobbyCar-Überzieher!). Leder-Stiefeletten, die bei Regen super sind und gefütterte Turnschuhe, für kalte Tage. Nun haben wir den Kompromiss geschlossen, dass ich ihm bei den Leder-Stiefeletten helfe, weil es wirklich schwierig ist, in den engen Schaft hineinzukommen. Folglich will das Kind nun jeden Morgen die Stiefeletten anziehen, obwohl er früher viel lieber die BobbyCar-Schuhe trug. Weil: da hilft die Mama ja sofort und ich muss nicht erst Minutenlang rum ächzen und jammern und so tun, als wäre ich völlig überfordert. Er ist nämlich ein großartiger Schauspieler, der Quietschbeu.

Mittlerweile schließt und öffnet er zumindest alle Verschlüsse ohne weitere Aufforderung selber. In die BobbyCar-Schuhe kommt er auch mit ein bisschen Geschimpfe und Gefummel seinerseits alleine rein, wobei ich ihn in Kindergarten jetzt schon zweimal angetroffen habe, als er zwar die Schuhe an, aber die hintere Fersenkappe runtergetreten hatte. Da frag ich mich schon, ob die Erzieher nicht wenigsten nachkontrollieren können, ob die Kinder die Schuhe richtig anhaben?

Der Quietschbeu ist das älteste Kind in seiner Gruppe, weshalb von ihm vermutlich erwartet wird, dass er alles, was andere Kinder schon können, ebenfalls oder erst Recht beherrschen muss. Er ist 2 Jahre, 5 Monate, 2 Wochen und 5 Tage alt. Wir haben ihn bisher eigentlich zu nicht gedrängt. Das nachhaltige Animieren etwas zu tun führt bei ihm nämlich immer erst mal zu Bockigkeit.

Immerhin versucht nun auch das Löwenmäulchen, jeden Morgen, sich seine Schuhe selber anzuziehen, was sehr niedlich aussieht. Und seit ich dem Quietschbeu erklärt habe, dass das Löwenmäulchen versuchen würde ihn nachzumachen, weil es ihn und das, was er alles schon kann, ganz toll findet … seither versucht er zumindest ohne Murren  morgens in seine Schuhe zu schlüpfen. Manchmal klappt das. Dann sind er und ich ganz schrecklich stolz auf ihn. Manchmal klappt das nicht so gut. Dann fragt er nach einer Weile, ob ich ihm helfen kann. Und das tue ich dann auch. Natürlich. 

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Über den Autor:
Pia Drießen, 1980 in Köln geboren, verheiratet und Mutter von 3 Kindern (*2009, *2010, *2012). Von Beruf freiberufliche Autorin und Bloggerin. Bloggt seit 2002 mal lauter und mal leiser. Virtuell unterwegs auf Facebook, bei Twitter, Pinterest und auf Google+
    
  1. Tanja / Okt 21 2011

    Mit dem „nicht-können“ erlebe ich gerade bei der Nichte meines Freundes eine erstaunliche Entwicklung: Sie ist 5 und wohnt gleich nebenan. Meine Tochter ist 7. Eigentlich ist die Nichte recht weit und kann auch eine ganze Menge. Doch seitdem wir hier wohnen kann sie vieles „nicht“. Sie weigert sich und will immer Hilfe. Sie wäre noch klein. Das könne sie noch nicht.
    Das Erste, was mir einfiel, ob er Quietschbeu vielleicht möchte das ihm geholfen wird, weil auch dem Löwenmäulchen geholfen wird und das ja eine Extraportion Aufmerksamkeit bedeutet…? Weil klein = hilfebedürftig = mehr Aufmerksamkeit bedeutet?
    (Was nun natürlich nicht heißen soll, dass ich vermute der Quietschbeu würde sonst zu wenig Aufmerksamkeit bekommen. )

    Aber dass er es nun doch versucht ist wirklich süß und dass er stolz ist, noch mehr.
    Ihr bekommt das schon hin. Und wenn der kleine Mann so weit ist, wird er auch die Schuhe selbst an-/ausziehen ;o)
    (niedlich dass ihn das Abgucken des kleinen Bruders so anspornt ?

  2. FrauNashorn / Okt 21 2011

    MIt Verlaub, 2 1/2 kommt mir früh vor fürs selbst-anziehen, vor allem im Winter. Mein nächste-Woche-Dreijähriger fängt gerade erst an, braucht aber noch Hilfe. Und der Große war, meine ich, erst beim Kindergarten-Gruppen-Start mit 3 1/2 so weit, dass er alles mit ein bisschen Unterstützung halbwegs allein konnte.

    Eine Jacke ohne Kapuze anziehen klappt hier auch beim 4 1/2 jährigen nicht immer auf Anhieb (Mit Kapuze ist es technisch einfacher: Jacke auf den Kopf hängen, Pulliärmel festhalten, dann Ärmel anziehen).

    Mein Eindruck ist auch, dass beide es morgens einfach genießen, wenn ihnen Mama/Papa hilft und sich ihnen so intensiv widmet…..

    (In den meisten anderen Lebensbereichen schallt bei uns aber auch sehr häufig der Ruf nach ALLEINE!)

  3. Zamara / Okt 21 2011

    Finde das immer ganz schrecklich wenn es heißt „das Kind MUSS dies und jenes jetzt können.“ Das baut so viel negativen Druck auf. Julian kann auch noch nicht seine Schuhe und Kleidung anziehen. Nicht weil ich es ihn nicht probieren lasse, sondern weil er es tatsächlich noch nicht schafft. Und nun? Muss ich jetzt gleich die große Ergotherapie-Keule schwingen oder darf ich ihm nicht mehr helfen? Das ist doch albern. Solange mein Kind Hilfe braucht, gebe ich sie ihm. Was nicht heißt, dass er es nicht auch selbst versuchen soll. Doch ich bin mir ziemlich sicher, dass er nicht an seinem 3. Geburtstag aufwachen wird und sich urplötzlich ganz alleine an- und ausziehen kann. Aber irgendwann wird er es schon können, und dann werden wir alle uns freuen und er kann stolz sein.

  4. Kiki / Okt 21 2011

    Bei uns ist das auch ähnlich: in der Krippe kann der kleine Mann ganz super Puzzle zusammen setzen oder malen. Aber sobald ich in der Nähe bin heißt es „Mama helfe“ oder „Geht nicht“. Und dann hilft auch kein „Probiers doch erst einmal alleine“. Mal schauen, wie sich das bei uns dann noch entwickelt!
    Aber ich denke, der Quietschbeu will bestimmt ein tolles Vorbild für seinen kleinen Bruder sein & dann klappt das schon!

  5. Barbara / Okt 21 2011

    …. und ich kann nicht zählen, wie oft ich in der Woche in der 1. Klasse Hosenknöpfe schließe, Schuhe binde, Klamotten wende, Blusen zuknöpfe, Reißverschlüsse ineinanderfriemle, Ränzen packe, Blätter abhefte…… und da kommt es auf die Situation an, ob ich helfe oder zum erneuten probieren auffordere.

    Ich achte bei meinem Großen sehr darauf, dass er selbstständig ist aber sehe auch, wo es einfach nicht geht oder nicht gehen kann, weil etwas ausgefranst ist oder verbogen oder einfach unpraktisch. Ich denke, da muss man einfach abwägen und das richtige Maß finden und auch sehen, dass das Kind hin und wieder zu müde, zu aufgebracht oder zu zappelig ist um es hinzukriegen.

  6. Q / Okt 21 2011

    Also ich kenn das bei uns so, dass dieses „Mama helfen!“ dann kommt, wenn… nein, mal überlegen.

    Also, meistens kommt es, wenn er wirklich Hilfe braucht. Er zieht nämlich seit kurzem auch seine Schuhe alleine an und da ist das gleich Problem mit dem umgeklappten Teil hinten, was dann beim Laufen weh tut.

    Aber er hat noch so einen anderen Tonfall drauf, und den bringt er, wenn ich es an Aufmerksamkeit fehlen lasse. Ich bin zwar den ganzen Tag bei ihm (arbeite abends), aber es gibt in letzter Zeit, wenn ich mal ehrlich bin, einige Tage, an denen ich oft nur körperlich so richtig anwesend bin. Und dann wird das Kind erfinderisch. Was er dann meint mit dem anderen „Mama helfen!“-Ton ist: „Mama, spiel mal mit mir!“, schätze ich. Ich bin dann immer erschrocken über mich selbst, dass es schon wieder soweit gekommen ist und er diese Masche ziehen muss, damit ich mich ihm widme. Aber andererseits denk ich dann, ich bin zu streng mit mir selbst und er muss ja nun auch mal alleine spielen und wird genug betüddelt, und dass er sich eine Masche überlegt um immer und immer und immer mit Mama spielen zu können ist ja auch irgendwo völlig normal. Ach, es ist so schwierig, als Mutter kein schlechtes Gewissen zu haben.

  7. Frische Brise / Okt 21 2011

    Er ist 2,5 Jahre alt! Ich finde das für sein Alter völlig normal!
    Er hat einen kleinen Bruder bekommen, als er selber noch so klein war.
    Meine Tochter hat auch einen kleinen Rückschritt gemacht, als sie so früh ihren kleinen Bruder bekommen hat. Sie hat länger die Windeln gebraucht und den Schnuller.

  8. AnJu / Okt 21 2011

    Öh, Schuhe und Jacke selbst an- und ausziehen mit knapp zweieinhalb, da müsste ich ja mit unserem auch üben. Ein paar Halbschuhe kann er selbst anziehen, alle anderen nicht. Jacke ausziehen geht, aber anziehen? Ich ermutige grade zum selbst Hose ausziehen.
    Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass Dreijährige im Kindergarten keine Hilfe mehr bekommen. Natürlich ist es für die Erzieher einfacher, je mehr Kinder mehr selbst können. Aber Euch deswegen Druck zu machen finde ich falsch.

  9. elbkind / Okt 21 2011

    Das Kindlein hier kann sich weitestgehend alleine anziehen, seit es ungefähr vier ist. Vorher gingen leichte Dinge wie Turnhosen. Socken dafür erst seit ein paar Monaten. Es zieht am liebsten Gummistiefel oder Sandalen an, weil es die problemlos alleine schafft, es kann seit dem letzten Winter Reißverschlüsse und seit kurzem Hemdknöpfe – das Kindlein ist fünf. Schleifen haben wir noch nicht geübt, fürchte ich, aber Knoten immerhin, das ist ja auch sachon was. Aber er mag es, wenn er angezogen wird, weil das eben auch ein Stückchen Zuneigung ist, ein Moment Papa und Kind / Mama und Kind. Ganz allein. EIn Moment innehalten in der Morgenroutine.

    Im Kindergarten gibt es Fünfjährige, die noch immer darauf bestehen, sich anziehen zu lassen und welche, die es alleine machen. Die Zeit vor der Turnstunde wird zum Üben genutzt, manchmal dauert das eben. Von einem Zweijährigen zu erwarten, dass er das kann (und immer und unbedingt will), finde ich sehr, sehr, sehr früh. War hier nicht dran zu denken, auch bei den anderen nicht. Im Kindergarten waren sie froh, dass er mit zweieinhalb trocken war *g*

  10. Popela / Okt 21 2011

    Liebe Mamamiez, meiner Erfahrung als Erzieherin nach müssen Kinder mit zweieinhalb sich nicht selbständig Anziehen können, das geht erst ab 3, meistens erst ab 4, wo man das wirklich ‚verlangen‘ kann. Wir helfen unseren Kleinen beim Anziehen, manche können es selbst, aber sogar die Dreijährigen brauchen (im Winter) viel Hilfe. Alles Liebe.

  11. Leonie / Okt 21 2011

    Ich habe selbst eine ganze Zeit lang sowohl in Krabbelgruppe als auch KiTa gearbeitet und muss bei solchen Sätzen immer leicht schmunzeln. Es ist auf jeden Fall gut, wenn das Kind schonmal bisschen Interesse daran zeigt, sich selbst anzuziehen…es mal versucht und dann um Hilfe bittet. Wie viele Kinder haben wir, die mit 4 noch da sitzen und absolut keine Ambitionen zeigen, alleine auch nur irgendwie in den Hausschuh zu schlüpfen. Liebe Frau Miez, machen Sie sich da nicht zu sehr verrückt. Sowas wird den Eltern gerne mal gesagt, da es tatsächlich nervig ist, dass viele Kinder einfach nur da sitzen und erwarten, dass man alles für sie macht. Und die Arbeit im Kindergarten bedeutet einfach immer Stress wenn langsam Winterzeit wird und so viel Kleidung zum Rausgehen anfällt.
    Sie machen das prima und der Quietschbeu ist eben noch ein sehr kleiner Mann, wenn auch der älteste in der Gruppe.

  12. aleXXblume / Okt 21 2011

    Mein zweiter war auch ganz genau so! Und es hat definitiv noch bis ca. 3 1/2 gedauert, bis solche Sachen einigermaßen gingen – und auch heute mit 4 klappt beileibe noch nicht alles! Ich finde, es ist ein schmaler Grat zwischen „motivieren, es selber zu schaffen“ und „unter Druck setzen“…. Es ist bei unserem Sprößling so, dass die Lust am Lernen in den letzten paar Monaten von ganz alleine kam – und er lernte mit Begeisterung und Stolz Dinge wie „sich vom Bruder ins Bett bringen lassen“ oder Fahrrad fahren. Das „Ich kann das nicht“ – Gejammer ist ganz von alleine verschwunden…

  13. rage / Okt 22 2011

    ich hab die vorherigen kommentare nur überflogen, deshalb entschuldigen sie eine allfällige wiederholung: das klingt alles sehr nach meinem sohn, und der ist jetzt fünf. mittlerweile zeiht er sich selbst an und leider auch jeden tag neu. leider, weil er so sieben hosen braucht in der woche :-)) anyway, es dauerte bei ihm ganz lange, bis er sich selbst anziehen konnte und wollte. wir haben ihn auch nie gedrängt, weil wir – das wurde glaubs oben erwähnt – dachten, dass er damit extra-zeit herausholen will, die wir ihm gern gegeben haben. es nutzt nix, zu drängen. und ich sag mir immer, es geht eins, zwei, drei, dann sind sie flügge. und wehe, man kommt ihnen zu nahe. :-))

    meine mutter pflegte immer zu sagen, wenn ihr was derartiges über mich gesagt wurde, dass ihre schwester bis 30 am daumen genuckelt hätte. und trotzdem ist aus ihr was geworden! (sie ist physiotherapeutin mit sehr florierender praxis, spezialisiert auf psychosomatik.) das hat alle mundtot gemacht :-))

  14. Ela / Okt 25 2011

    Egal ob der Quietschbeu die Dinge selbst tun will, oder nicht, kann ich die Einstellung des Kindergartens nicht nachvollziehen. Nach Kibiz ist es doch so, das die Kinder so viel wie nötig, so selbständig wie möglich angeleitet werden sollen. D. h. auch sie in jeder Situation zu unterstützen, wenn erforderlich.

    Bei uns ist es so, das die Eltern die Kinder umziehen und in die Gruppe bringen. Und die Eltern entscheiden, zusammen mit den Erziehern und der Leiterin, ob das Kind mit 3,4, oder 5 in den normalen Kindergarten wechselt, denn jedes Kind etwickelt sich unterschiedlich und die Betreuung in den U3 Gruppen ist ja auch eine andere. Wo in der U3 bei 15 Kindern 3 Erzieher sind, sind es bei den Kindergartenkindern bei 25 Kindern nur noch zwei. Ich finde es ist der starr wenn man sagt alle Kinder müssen mit 3 in den Kindergarten wechseln.

    Lass Dich nicht verrückt machen. Es ist noch soviel Zeit bis dahin.

    • Mama Miez / Okt 25 2011

      Um das Wechseln in den Kindergarten ging es eigentlich gar nicht bzw. ist das hier kein „Thema“.
      Der Quietschbeu ist Entwicklungstechnisch weiter, als seine Gruppenfreunde. Es ist also bereits durchaus sinnvoll, dass er wechselt. Aktuell wird sogar noch in Betracht gezogen, dass er früher, als bereits zu seinem 3. Geburtstag, nicht erst zum neuen Kindergartenjahr, wechselt.
      Seine Feinmotorik, seine Assoziationsfähigkeit und seine Sprache sind für sein Alter überdurchschnittlich weit entwickelt und die Erzieher raten daher dazu, dass er frühestmöglich stärker gefördert werden sollte. Insbesondere was das Malen, Basteln und Gestalten angeht. Weil das der Weg ist, auf dem er seinen mit Gedanken, Ideen und Bildern vollgestopften Kopf leeren und ausdrücken kann. In der U3-Gruppe wird noch sehr wenig gebastelt, hauptsächlich nur gemalt.
      Es ging den Erziehern nur darum, dass er diese Dinge (sich selber anziehen) dann beherrschen sollte, damit er in der Gruppe der Großen nicht untergeht oder das Gefühl bekommt „Ich kann das nicht.“. Es geht also um die Motivation an sich, nicht um das tatsächliche Beherrschen dieser Dinge. Inzwischen wissen wir, dass er es kann (Hose, T-Shirt, Jacke, Schuhe, alles kein Problem), sich nur gerne dann und wann „anstellt“.

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