Bis einer heult! • Miez'sches Alltags-Chaos
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24. November 2011 | Pia Drießen

Miez’sches Alltags-Chaos

Seit Montag war ich mit dem Löwenmäulchen morgens zu Hause. Seit gestern ist der Quietschbeu ebenfalls daheim. Das war eine Entscheidung zwischen dem Mann und mir. Wir wollten einfach nicht die Schuldigen sein, wenn der Infekt tatsächlich weitere Kreise im Kindergarten zieht. Die Entscheidung kam keinen Tag zu spät, denn heute – *tada* – hat der Quietschbeu ebenfalls offensichtliche Hand-Mund-Fuß-Symptome. Ich hoffe inständig, dass es ausgereicht hat, dass der Quietschbeu seit nunmehr Dienstag zuhause geblieben ist.

Mich treibt immer noch um, dass sowohl Eltern wie auch Erzieher so furchtbar unaufgeklärt sind. Sollten sich weitere Kinder angesteckt haben, so kann man davon ausgehen, dass viele Eltern unwissend (andere sicherlich auch wissend, aber das ist ein anderes Thema) ihre Kinder dennoch in den Kindergarten bringen werden. So wie im Fall der Wölkchengruppenfreundin vom Löwenmäulchen, wo die Mutter einfach dachte, es sein eine Nahrungsmittelunverträglichkeit.

Dennoch nervt das Thema inzwischen natürlich. Uns und vermutlich auch die werte Leserschaft.

Darum mal ein kleiner Exkurs in den derzeitigen miez’schen Familienalltag. Die Jungs schlafen fairerweise morgens bis 7 Uhr, wo wir ja normalerweise schon um 6 Uhr aufstehen. Nach dem Anziehen dürfen die Jungs die Sendung mit dem Elefanten gucken, während ich meinen ersten Kaffee schlürfe und das Frühstück zubereite. Um Anschluss ans Frühstück wird hier gemalt, geschnitten, gebastelt. Der Quietschbeu ist momentan in einer absoluten Mal-Bastel-Schneide-Phase und das Löwenmäulchen in einer sehr ausgeprägten Nachahmungsphase. Folglich sitzen beide bis zu eineinhalb Stunden konzentriert am Tisch und  tun Dinge mit Buntstiften, Scheren und Papier.

Derzeit komme ich auch wieder in den puren Trotzgenuss des großen Sohnes. Einfach mal so „Nein!“ brüllen und „Will nicht!“ und damit eine ganze Mahlzeit sprengen, oder ein an sich schönes Bilderbuchbetrachten. Man fragt sich immer wieder, was diese Ausbrüche eigentlich auslöst und bekommt doch niemals eine Antwort. Bei uns wird daher inzwischen erfolgreich die „Auszeit“ (auf der Truhe im Flur sitzen, bis man nicht mehr bockig ist und sich beruhigt hat) praktiziert. Ich weiß dass es da diverse Ansichten und Meinung zu gibt, aber bei uns funktioniert das gut.

Fakt ist, dass mein Haushalt total auf der Strecke bleibt, weil wir zu Dritt zu Hause überhaupt keine Struktur mehr haben. Ständig braucht einer von beiden meine Aufmerksamkeit, versucht sich auf kreativste Art und Weise ums Leben zu bringen oder baut etwaige durchgeführte Haushalttätigkeiten wieder auf unerledigt zurück (z.B. einen gefüllten Korb mit gefalteter Wäsche).

Ich trage in diesem Moment immer noch mein Nachthemd und habe gerade Mal eine Maschine Wäsche angeschmissen. Ich habe gerade Mal den Frühstückstisch erfolgreich abgeräumt, was man diesem aber bereits wieder nicht mehr ansieht.

Aktuell demontieren die Jungs den Staubsauger (oh, gesaugt hatte ich schon!) und ich nehme eine Kaffeeauszeit im Stehen um Ihnen das hier zu berichten. Und der Tag heute nimmt noch sehr viel mehr Geschwindigkeit auf. Gna!

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Über den Autor:
Pia Drießen, 1980 in Köln geboren, verheiratet und Mutter von 3 Kindern (*2009, *2010, *2012). Von Beruf freiberufliche Autorin und Bloggerin. Bloggt seit 2002 mal lauter und mal leiser. Virtuell unterwegs auf Facebook, bei Twitter, Pinterest und auf Google+
    
  1. Shura / Nov 24 2011

    Schön so mit 2 Kinder zu Hause oder? Wenn meine beiden Zwerge krank sind, sieht es bei mir ähnlich aus. Wobei Wäsche waschen und abnehmen, dann Ringsling oder Manduca für den Kleinsten immer geht. Gesaugt wird, wenn der Mann kommt, damit beide bei mir auf dem Schoß sitzen können (sie mögen den Staubsauger nicht). Sonst bleibt alles auf der Strecke bzw. ich erledige es, wenn die Kids im Bett sind.

    Sind die Zwerge gesund, haben wir Struktur drinnen. Beide sind aber auch sehr hilfsbereit. Und die Trotzphasen der Großen, naja..auch das geht hoffentlich vorrüber.

    Ich wünsche Ihnen weiterhin so viel Geduld und hoffe das Nachthemd bleibt wenigstens sauber bis die neue Wäsche frisch und anziehbereit ist. :)

  2. Mama06 / Nov 24 2011

    Ach je ihr kommt momentan echt nicht zur Ruhe. Ich drück dich einfach mal und schieb dir ein bissel Nervennahrung rüber. Nerven brauche ich grad selber, kann ich also nicht aus leihen.
    Liebe Grüße Steffi

  3. Stadtmöwe / Nov 24 2011

    Liebe Miez … Ich denk an dich!

    Gute Besserung dem Quietschbeu … Und dir immer viel Gelassenheit, Geduld und Kaffee *herzchen*!!!

  4. yenofa / Nov 24 2011

    Hört sich stressig an. Ich komme derzeit mit einem Wildfang schon zu nichts, mit zweien ist dsa ja noch heftiger, vor allem in einer Ausnahmesituation wie jetzt bei Euch. Aber ich denke, manchmal ist der Haushalt auch wirklich nicht das Wichtigste. Auf jeden Fall gute Besserung ans Krankenlager!

  5. Barbara / Nov 24 2011

    :-) wie bei uns…. wirklich was gewuppt kriege ich nur, wenn die beiden Knäblein außer Haus sind oder mindestens einer schläft…..

  6. Frau Bluemel / Nov 25 2011

    du hast vergessen zu erwähnen, dass du schwanger bist und was das obendrauf mit dir, dem tag und allem drumrum macht ;)

    die allerliebsten grüsse – du weisst ja, von wems kommt. augenzwinkern und schmatz obendrauf!

  7. Marc mit Kind / Nov 25 2011

    Hand/Mund/Fuß habe ich zum ersten Mal letztes Jahr an unserer Kindergarten-Tür gelesen; ist wirklich eine seltsame Krankheit. Sehr ansteckend, und zum Glück auch sehr schnell wieder vorbei.

  8. Mareike / Nov 26 2011

    Huhu MamaMiez,
    habe deinen Blog letztens entdeckt und seitdem verfolge ich ihn gespannt.

    du schreibst echt toll und es macht spaß eure Alltagsgeschichten zu lesen.

    Ich habe zwar keine Kinder, berichte aber gerne über mein Leben und überlege immoment ob ich mir auch einen „about me“ blog einrichte.
    Derzeit halte ich den Hexen Welpen Blog aktuell, kannst ja mal vorbeischauen.
    http://hexespuppys.blogspot.com/

    Liebe Grüße und schönes WE
    Mareike

  9. Q / Nov 26 2011

    Ach, die beiden dürfen schon eine Schere haben? Hast du da eine spezielle oder eine von diesen normalen Kinderscheren? Irgendwie hab ich immer so im Kopf, dass das so kleine Kinder noch nicht dürfen, würde meinem aber auch irgendwie schon gern eine geben, vielleicht unter Aufsicht… ich werd ihn das morgen doch schon mal ausprobieren lassen.

  10. tina / Nov 27 2011

    ich muss ja sagen dass ich manchmal sogar ein bisschen mehr hinkriege wenn die beiden daheim sind. da kann man nämlich nicht einfach vor dem rechner versacken (mein zeitfresser nummer eins) – in dem fall kommen sie sicher ständig an und wollen gucken, mit mir spielen, etc. . tu ich dagegen irgendwas im haushalt kann ich sie entweder mit irgendeiner hilfstätigkeit ruhigstellen (klammern reichen, staubsaugerkabel aufrollen etc.) oder sie finden es nach einer weile eh unspannend und spielen schön zusammen.

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