-Anzeige-

11 Kommentare

  1. Oh ja, dieses Gefühl kenne ich auch sehr gut! Es stellt sich bei mir übrigens auch dann immer mal wieder ein, wenn z.B mein Großer eine Woche mit seinem Pa unterwegs war. Dann ist er mir plötzlich ein Stückchen ferner als vorher und es dauert eine Weile, bis wir unsere gewohnte Nähe wiedergefunden haben.
    Ich kann mich erinnern, dass es mir beim dritten Kind nicht so stark so erging wie beim zweiten. Irgendwie ist eine auf zwei Kinder verteilte Liebe leichter weiterzuteilen, als eine, die sich bis dato auf ein einziges Wesen konzentriert hat… das kann natürlich auch alles subjektiv sein. Vielleicht ist es bei dir ganz anders. Aber wie es auch sein mag, sicher ist es nicht so überraschend wie beim ersten Mal. Und das hilft schon ungemein viel!
    Schön, wie du darüber geschrieben hast und wie gut du es beschreiben konntest! Danke!

  2. Oh ich kann dich gut verstehen, bei mir liegen 15 Jahre zwischen dem großen blonden Mädchen und dem milchmädchen… Ich habe das große blonde Mädchen auch plötzlich nicht mehr als mein Kind gesehen und nun nach 6 Woche liebe ich sie beide heiß und innig, besonders, wenn das große blonde Mädchen das milchmädchen kuschelt <3

  3. Du hast sehr schön in Worte gefasst, was ich empfunden habe, als meine Große nach der Geburt des Babys in mein Zimmer im Krankenhaus trat. Dieses große Kind soll MEINES sein??? Mit einem Schlag war aus meiner kleinen, zarten Maus ein großes, selbständiges Kindergartenkind geworden … Ich hab bis heute das Gefühl, dass mir mein „erstes Baby“ ein bisschen fehlt, ich hätte es mehr genießen müssen …

    Vielleicht kannst du, da du das ja nun schon einmal erlebt hast, ganz anders reagieren, wenn die Jungs dich und das Maimiez dann das erste Mal besuchen. Du bist ja nun innerlich gewappnet auf die Empfindungen.

    Ich bin gespannt, wie es laufen wird!

    Alles Liebe
    Luci

  4. Ilka

    Mein „Großer“ war bei der Geburt des „Kleinen“ 16 Monate alt und wurde binnen weniger Stunden, quasi über Nacht, vom Baby zum „Schulkind“. Er kam wir wirklich so groß vor, als ich ihn am nächsten Tag im Krankenhaus das erste Mal nach der Geburt von Nr. 2 sah.
    Seine Beine hingen schon vom Wickeltisch runter… das ist mir vorher nie aufgefallen.
    Heute habe ich manchmal ein schlechtes Gewissen, weil ich weiß, dass er mit nur 1 Jahr in die Rolle des Großen, Vernünftigen, Verständigen und Vorbildhaften gedrängt wurde. Ihm ging sicherlich eine Menge Unbeschwertheit dadurch verloren. Mit ihm war und bin ich viel kritischer, strenger und besorgter als mit dem Kleinen. Das merkt man seinem Verhalten auch an. Das muss nichts Negatives sein. Aber mir als Einzelkind war früher nie so bewusst, wie stark die Position innerhalb einer Geschwisterfolge sich auf Verhalten und Empfinden auswirkt.
    Für viele Außenstehende sind meine Jungs quasi wie Zwillinge, 5 und 6 Jahre alt eben. Für mich sind und bleiben sie immer der Große und der Kleine, vermutlich auch, wenn sie 60 und 61 sind und ich 96. Und vermutlich werde ich auch dann noch beim Erstgeborenen denken: Der müsste das doch schon gelernt und verstanden haben – und beim Zweitgeborenen: Na ja, das wird schon noch werden, er ist ja noch klein…

    Viele Grüße und eine schöne Restschwangerschaft!

  5. Das ist ganz, ganz interessant, denn bei mir war es genau umgekehrt. Ich konnte erstmal ein paar Tage gar keine Bindung zum neuen Baby aufbauen, war mit meinen Gedanken und Sorgen ganz beim Erstgeborenen (wie verarbeitet er das etc). Er kam mir auch nicht groß vor, obwohl alle mir das vorher prophezeit hatten. Ich fühlte mich wie eine Rabenmutter meinem Baby gegenüber, habe aber inzwischen meinen Frieden mit dieser meiner Reaktion gemacht. Hormongeschüttelt sah das natürlich ganz anders aus….Ich habe mich noch nie „getraut“, darüber zu schreiben, werde das aber bald einmal tun. Danke für den Impuls,
    RALV

  6. Du hast meine Ängste sehr treffend in Worte gefasst und bin sehr, sehr froh, dass es ein Happy End gegeben hat :). Noch fünf Wochen, dann werde ich wohl auch wissen wie es sich anfühlt, seine Liebe plötzlich auf zwei Kinder zu verteilen.

  7. Ursel

    Das wird schon hinhauen: Ich finde Geschwister haben es eigentlich leichter. Sie lernen früher zu teilen. Ich will auch zwei Kinder. Solokinder machen mir immer Angst. Vor allem wenn ich sie später als Erwachsene erlebe.

  8. Ilka

    Zwei Dinge möchte ich noch ergänzen:

    1. Ich hatte ursprünglich auch die Sorge, ob es mir wohl gelingt, meine Liebe gerecht auf die Kinder zu verteilen. Aber es ist ganz anders: So wie ein neues Kind entsteht, entsteht auch einfach noch mehr Liebe. So erkläre ich es auch meinen Kindern.

    2. Und natürlich gibt es Phasen, in denen man mal mehr mit dem einen und mal mehr mit dem anderen Kind „hadert“. Aber das gleicht sich in der Regel aus und „Liebe“ ist ja sowieso etwas anderes als „Nicht-Schimpfen“…

  9. Das ist genau das, was ich vor ziemlich 2 Monaten empfunden habe beim Anblick des Großen. Er war mir plötzlich irgendwie fremd. Das hat sich mit der Zeit gegeben aber es war schon eine merkwürdige Zeit. Nun gehören sie beide untrennbar zu uns – wir 4 als Einheit. Wenn auch nur einer fehlte wäre das nicht auszuhalten.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

* Die Checkbox für die Zustimmung zur Speicherung ist nach DSGVO zwingend.

Ich stimme zu.

-Anzeige-