Bis einer heult! • "Mamaaa, Miiiiilch!"
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23. März 2012 | Pia Drießen

„Mamaaa, Miiiiilch!“

Heute Morgen hatte das Löwenmäulchen einen regulären Impftermin bei der Kinderärztin. Wir brachten den Quietschbeu vorher in den Kindergarten, damit wir ihn gar nicht erst der Virenhölle Kinderarzt aussetzen mussten. Am Kindergarten fiel mir sofort das leuchtend gelbe Schild auf:

Achtung, wir haben Magen-Darm-Virus! Hurra. Nicht!

Ich sagte in der Löwenmäulchengruppe schnell bescheid, dass wir noch einen Impftermin hätten und später kommen würden. Bei der Gelegenheit fragte ich auch direkt, ob die Gruppe denn auch von Magen-Darm betroffen wäre. Ich erhielt ein gequältes Nicken als Antwort. Na super! Das Löwenmäulchen hatte die vergangenen Tage schon weichen Stuhl, aber nicht übermäßig häufig, so dass es auffällig gewesen wäre. Dennoch. Man wird ja sofort nervös.

Beim Kinderarzt angekommen durften wir wieder in den schicken Behandlungsraum mit dem Hubschrauber. Die Jungs lieben dieses Behandlungszimmer, weil die Behandlungsliege ein riesen großer Hubschrauber ist, in den man sich reinsetzten kann, der ein richtiges Ruder hat und dessen Propeller sich drehen können. Ein wahres Highlight. Das Löwenmäulchen war auch entsprechend begeistert und neugierig.

Während wir auf die Ärztin warteten zog ich den kleinen Herrn Löwenmaul bis auf den Body aus. Dabei giggelte er und machte ein Menge Quatsch. Plötzlich ein Pups und bestialischer Gestank. Ein Blick in die Windel verriet mir sofort: hier wird heute gar nichts geimpft.

Die Ärztin kam kurze Zeit später. Ich berichtete ihr, dass im Kindergarten gerade Magen-Darm grassieren würde und das Löwenmäulchen gerade dünnflüssig gepupst hätte. Und so gab es statt einer Spritze heute nur Hefekapseln für den Ernstfall und Ernährungstipps.

Ich rief von Zuhause aus direkt im Kindergarten an und sagte, dass wir das Löwenmäulchen unter diesen Umständen zu Hause behalten würden. Eine Magen-Darm-Infektion können wir hier nämlich gerade gar nicht gebrauchen und eine Ansteckung muss ich jetzt echt nicht riskieren.

Am meisten nahm uns der kleine Herr Löwenmaul übel, dass wir ihm seine geliebte Milch und den Joghurt verweigert. Stattdessen doofes Apfel-Bananen-Mark mit einem Löffel Müsli und Tee. Hat der geschimpft, getobt, geheult. Ich glaube, der Milch-Verzicht ist für ihn so ziemlich die schlimmste Strafe, die man ihm auferlegen kann. Aber dass diese Entscheidung die richtige war, bestätigte sich umgehend, denn nur wenige Minuten später sprachen wir dann nicht mehr von dünnflüssigem Pups, sondern von wässrigem Durchfall. Eine halbe Stunde später dann auch von schwallartigem Erbrechen. Herzlichen Willkommen Magen-Darm-Infekt. Gnarf.

Das Löwenmäulchen, weiterhin ohne Fieber, sehr gut gelaunt und sichtlich erstaunt darüber, dass es sowas wie Durchfall und Erbrechen überhaupt gibt, schlief nach einem Vomacur-Zäpfchen dann auch völlig erschöpft ein. Ich schickte den Miezmann direkt mit Notfalleinkaufsliste los: Einwegwickelunterlagen, Desinfektionsmittel für Hände, Oberflächen und Wäsche und ein paar Cracker, weil das Löwenmäulchen Salzstangen und Zwieback auf Grund des Härtegrades nicht isst.

So lange sind wir von solchen Krankheiten verschont geblieben. Das letzte Mal hatten wir alle Magen-Darm als der Quietschbeu 10 Monate alt und das Löwenmäulchen noch gar nicht auf der Welt war. Das Löwenmäulchen selber hatte bis heute auch noch nie Erbrochen oder so derart heftigen Durchfall. Aber jetzt, jetzt haben wir gleich alles auf einmal.

Also, wenn Sie vielleicht gerade noch ein Mini-Däumchen übrig hätten nähmen wir es für den Quietschbeu,  damit zumindest an ihm dieser Kelch vorüber geht. Und an uns. Das wäre sehr nett. 

Ach, und bevor sich jemand fragt, wieso ich mit war: wir wollten nach dem Arztbesuch sofort zur Barmer GEK weiter fahren, da diese sich bis jetzt immer noch Tod stellt, und wir endlich mal eine Reaktion / Aktion bekommen wollten! Das erübrigte sich dann leider. Wobei es sicher nen klasse Effekt gewesen wäre, hätte das Löwenmäulchem der Barmer GEK in die Geschäftsstelle gekotzt!

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Über den Autor:
Pia Drießen, 1980 in Köln geboren, verheiratet und Mutter von 3 Kindern (*2009, *2010, *2012). Von Beruf freiberufliche Autorin und Bloggerin. Bloggt seit 2002 mal lauter und mal leiser. Virtuell unterwegs auf Facebook, bei Twitter, Pinterest und auf Google+
    
  1. Kat / Mrz 23 2012

    Hier ist noch ein Mottidaumen übrig. Wir drücken fleissig!

  2. Vanessa / Mrz 23 2012

    Wenns kommt, dann aber richtig. Ich drück beide Daumen, dass der Quietschbeu sich nicht ansteckt.

  3. FrauPerle / Mrz 23 2012

    Alle Daumen von uns!

  4. Nathalie / Mrz 23 2012

    Wenn dann kommt’s dicke!
    Daumen sind gedrückt! Ganz feste!

  5. Tigermama / Mrz 23 2012

    Habe hier auch noch zwei Daumen frei, sind hiermit virtuell zur Verfügung gestellt!
    Wie wäre es mit ein paar von den aktuellen LM-Windeln für die BEK *fieses Grinsen*.

  6. Karen / Mrz 23 2012

    Beide Daumen sind fest gedrückt!

  7. rage / Mrz 23 2012

    ach mönsch. wäre ich ihre nachbarin, ich würde sofort zu ihnen ziehen und ihnen das alles wuppen – und dann bei der barmer entschädigung verlangen. UNGLAUBLICH!!!!

    was mir auch noch in den sinn kam: ich war gestern mit dem zehnmonatigen – ich glaube, zehn monate ist so ein due-date für magendarm bei babies, das hatten unsere alle und nachher nie mehr – beim arzt und das erste, was er mir notabene ungefragt sagte, war, dass die chinesische medizin davon ausgehe, das milchprodukte nicht gut seien, aber das habe sich in studien längst überholt. es komme überhaupt nicht drauf an. wichtig sei, kalte speisen zu geben, weil warme den magen zu sehr beanspruchen würden. und wenn er joghurt wolle, ihm eins geben, einfach nicht zuviel aufs mal. und die babymilch halt auch kalt statt warm.

    hat hier super funktioniert. jetzt ist er übern damm und die anderen blieben – AUFHOLZKLOPF! – bisher verschont.

  8. rage / Mrz 23 2012

    und noch ein letztes: ich hab zwei naturheiler-tanten und die sagen sowieso, man solle das geben, was einem das gefühl sage. also wenn das kind lust auf joghurt habe, dann ein joghurt geben. wenn es keine lust drauf hat, halt was, wonach es lust hat – es ist wohl wirklich die menge und nicht das was… es war sehr interessant: unser sohn hatte in der ärgsten phase zwar monumentale lust auf joghurt, aber null auf babymilch. er trank dafür schöppchenweise fencheltee. wasser war auch gar nicht gut – einfach nur fencheltee… :-)) und wenn man ihm alle halbe stunde zwei löffel joghurt gab, blieb es auch drin.

  9. Tanja / Mrz 23 2012

    Ach Mensch, bei Ihnen ist ja aber auch immer was los, wenn es wenigstens auch immer Positives wäre *seufz*
    Gute Besserung dem Löwenmäulchen und ganz viele Daumen!

  10. Sabrina / Mrz 23 2012

    Däumchen sind alle gedrückt. aber beim letzten satz musste ich schmunzeln, DAS wäre es wirklich gewesen

  11. Stephie / Mrz 23 2012

    Och nö….. Tut mir leid und wünsche schnelle Besserung für den kleinen Mann! Die Daumen sind auch von mir gedrückt!!!

    LG

  12. Mama06 / Mrz 23 2012

    Och nee das ist doch blöd. Ich drück die Daumen und wünsche gute Besserung. Ich kann mich rage anschließen. Einfach aus Mamaerfahrung raus, wozu er Lust hat verträgt er auch, nicht zu viel geben ist klar, aber ich bei meinen beiden festgestellt was sie wollen vertragen sie dann auch. Kinder haben ihren eigen Instinkt was gut ist und was nicht. Milch würde ich halt verdünnen.

  13. RALV / Mrz 24 2012

    Seufz. Daumen im Anschlag.

  14. Rike / Mrz 24 2012

    Hach, wenns kommt, dann aber so richtig oO Ich wünsche gnaz viel Kraft für die ganze Familie!

  15. Ingeborgohneblog / Mrz 25 2012

    Auch von hier ganz VIELE Daumen, die sind ohnehin schon im Dauerbetrieb für zwei Mamas mit Babyinside !
    Viel Glück für alle Krankenkassen-Probleme undundund – das sollte sich mal ganz geschwind in Luft auflösen !

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