Bis einer heult! • Zeit spart Geld.
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26. März 2012 | Pia Drießen

Zeit spart Geld.

Aus der Not eine Tugend machen. Ist ein doofer Spruch, aber meist bleibt einem ja nichts anderes übrig. Und da meine Krankenkasse sich ja mit Ihrer schriftlichen Stellungnahme bzw. Reaktion auf unseren Antrag auf Haushaltshilfe mehr als Zeit ließ, mussten wir uns irgendwie selber organisieren. Finanziell ist uns ein „in Vorkasse treten“, ohne zu wissen ob man die Kosten erstattet bekommt, derzeit nicht möglich und so verzichteten wir notgedrungen auf den Einsatz eines Sozial- oder Pflegedienstes.

Der Miezmann nahm sich Noturlaub, der ihm nun leider für die Sommerferien fehlen wird. Aber ich bin optimistisch, dass es mir bis zu den Kindergartenschließzeiten im August wieder so super gehen wird, dass ich den Alltag mit 2 Kleinkindern und einem Baby auch alleine hinbekomme. Schade ist es um die somit gestorbene Familienzeit dennoch!

Heute kam dann ein Brief von der Barmer GEK. Da man mich nicht telefonisch erreicht hätte, könne man mir leider erst verzögert mitteilen, dass mein Antrag auf Haushaltshilfe für 8 Stunden / Tag von Montag bis Freitag bewilligt sei. Dass dieser Antrag zuerst abgelehnt wurde läge daran, dass man ja nicht gewusst hätte, dass ich ein Berufsverbot bekommen hätte.

Gelächter auf der Schönheitsfarm!

Zunächst Mal sind der Barmer GEK meine Rufnummern, Festnetz wie auch Mobil, sehr wohl bekannt. Und mich hat definitiv niemand versucht anzurufen! Zudem wusste der Sachbearbeiter, mit dem der Mann sprach, ganz eindeutig, dass ich ein Berufsverbot ausgestellt bekommen habe. Woher sollten sie es auch sonst wissen? Es ist ja seit unserem persönlichen Vorstellen zu keiner weiteren Kommunikation gekommen. Wie dringend unser Anliegen ist/war haben wir ebenfalls persönlich vorgetragen. Missverständnisse sind somit eigentlich ausgeschlossen.

Nun kam die Bewilligung ja ohnehin erst heute. Da unsere erste Information ausdrücklich war, dass wir keine Bewilligung kommen, haben wir uns notgedrungen selber organisiert. Bis Ende dieser Woche. Die Bewilligung endet zum 05.04. (keine Ahnung wieso ausgerechnet der 05.04. Beantragt war bis voraussichtlich 09.04., weil da mein Mutterschutz beginnt). Und für diese 4 Tage jetzt eine Hilfe zu organisieren ist laut der gängigen Pflege- und Sozialdienste, die ich heute Morgen angerufen habe, nicht möglich.

Unter Strich kann ich also festhalten, dass die Barmer GEK uns mit unnötiger Verzögerung nun zwar die Kostenübernahme einer Haushaltshilfe bewilligt hat, diese aber für den verbleibenden bewilligten Zeitraum nicht zu organisieren ist.

Danke fürs Aussitzen und Nichtberaten, liebe Barmer GEK. Mehr ist im Moment nicht zu sagen.

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Über den Autor:
Pia Drießen, 1980 in Köln geboren, verheiratet und Mutter von 3 Kindern (*2009, *2010, *2012). Von Beruf freiberufliche Autorin und Bloggerin. Bloggt seit 2002 mal lauter und mal leiser. Virtuell unterwegs auf Facebook, bei Twitter, Pinterest und auf Google+
    
  1. Heiko / Mrz 26 2012

    Das Verhalten der Barmer wäre für mich ein guter Grund, über einen Wechsel der Krankenkasse zumindest ernsthaft nachzudenken. Nichts desto trotz schön, das die Barmer zumindest nicht ganz auf Stur geschaltet hat.

  2. Anne / Mrz 26 2012

    Dann stelle doch deinen Mann/ Eltern/ Bekannte für diese Zeit ein. Immerhin können sie in der Zeit, wo du Hilfe benötigst nicht arbeiten gehen. Die Rechnung dann zur barmer schicken.

  3. Anne / Mrz 26 2012

    Ihr müsstet doch aber theoretisch wenigstens den Einsatz des Mannes als Haushaltshilfe abrechnen können? Dann zählt der Urlaub als unbezahlter Urlaub und die KK übernimmt den Verdienstausfall. So haben wir das nach den Geburten immer gemacht. Haushaltshilfe wird doch eh rückwirkend abgerechnet. Müsste nur der Arbeitgeber zustimmen und dann wäre wenigstens der Sommerurlaub gerettet? Viel Glück und gute Besserung!

    • Mama Miez / Mrz 26 2012

      Die Lohnersatzzahlung sind aber nur X% vom regulären Verdienst und wir können uns derzeit nicht einen Cent weniger, als wir ohnehin haben, erlauben.

      • soulsilence / Mrz 27 2012

        Als mein Mann „damals“ (Du kennst die Geschichte ja) als Haushaltshilfe „eingesetzt“ war, mussten wir lediglich den Eigenanteil (min. 5 €, max. 10 €/Tag selbst tragen. Gehaltsdifferenz aufgrund des unbezahlten Urlaubs wurde von der KK gezahlt und tatsächlich auch nur der Eigenanteil abgezogen.

  4. Mareike / Mrz 26 2012

    Ich arbeite tagtäglich mit Krankenversicherungen und städnig bekommt man Schreiben, „Leider haben wir Sie telefonisch nicht erreichen können, bitte setzen Sie sich mit uns in Verbindung“…blablabla. Sooft kann ich gar nicht weg sein wie die mich immer versuchen zu erreichen. Außerdem, zu Zeiten mit Telefonen die die Nummer anzeigen, schlechte Ausrede! Da müsste die sich mal was besseres einfallen lassen.

  5. Nathalie / Mrz 26 2012

    Da fällt mir nix mehr ein! Einfach super! Das tut mir alles sehr Leid! Gibt es nich doch noch eine Möglichkeit wenigstens den Urlaub zu retten? So ein Mist !!!

  6. Mama06 / Mrz 26 2012

    die barmer hat doch ihr Ziel erreicht. Leider zu euren Ungunsten. Schade auch, aber ihr werdet es packen

  7. Natalia / Mrz 27 2012

    Unverschämt ist das! Kriegst du denn keine Haushaltshilfe, wenn du im Mutterschutz bist? Du brauchst doch die Hilfe bis zur Geburt (oder sogar noch länger?)
    Hoffentlich kriegt ihr noch etwas Hilfe.

  8. Katharina / Mrz 27 2012

    Die Barmer KANN den Verdienstausfall KOMPLETT ohne Abzüge erstatten, ich würde dringend nochmals nachhaken!

  9. Frau Muschel / Mrz 28 2012

    Mir fällt dazu auch echt nix ein, und wäre von meiner KK echt enttäuscht :(

    Egal was ich jetzt hatte, Hilfe brauchte oder sonst irgendein Pups quergesteckt hatte, meine KK und ich nenne sie hier ganz vogelfrei, die IKK Südwest Plus *LOOOB*.

    Es wurde alles ohne solch obiges TamTam geregelt, unbürokratisch, komplikationslos.

    Ich würde an Ihrer Stelle, werte Frau Miez, ernsthaft über einen Wechsel nachdenken.
    Wenns Kindelein dann mal da ist, wer weiß wofür Sie evtl. eine ZUVERLÄSSIGE KK benötigen ;)

    Liebgruß

  10. Tigermama / Mrz 28 2012

    Ah ja und ab der Elternzeit braucht man dann plötzlich keine Hilfe mehr? Da versorgen sich die Kinder morgens/abends alleine und die Wäsche fliegt von Maschine zu Bügelbrett und in den Schrank?!
    Und in der Statistik heißt es dann wieder, dass von der ach so tollen KK soundsoviel Haushaltshilfen im Jahr 2012 genehmigt wurden, soviele, dass sogar welche gar nicht in Anspruch genommen wurden! *grummel*

  11. Michael / Mrz 28 2012

    Das Problem ist, wenn man das jetzt so laufen lässt, dass kein Lerneffekt einsetzt. Lerneffekt bedingt idR mindestens
    – noch höhere Kosten zahlen müssen als bei unbürokratischer Regelung
    – viel Stress für den Sachbearbeiter durch viel Papier :)
    usw usf.
    Ich kanns aber auch verstehen, wenn man einfach seine Ruhe haben will und das Problem gelöst haben will.
    In diesem Sinne alles Gute
    Michael

  12. chrizzo / Mrz 31 2012

    wow… unglaublich. echt unterirdisch!!!
    anscheinend ist erst einmal ablehnen usus bei den kassen. ich bin in einer anderen kleinen und momentan in ähnlicher, wenn auch noch schmerzfreieren lage: 2 gebrochene finger mit einem jetzt 3 wochen alten säugling und einen bald 6jährigen sohn. ich kann unsere tochter nicht allein sicher heben aus allen lagen, weder windeln noch umziehen, noch kann ich sie mir von der rechten brust nach dem einschlafen beim stillen schmerzfrei lösen, noch mittagessen kochen für mich. der große sohn isst zum glück im kiga. auch mir wurde die hilfe erst einmal abgelehnt. kommenden di muss ich nun auch noch operiert werden.
    tschakka, dass ihr es selber gewuppt bekommt! und alles gute für dich und die letzten wochen!!!
    und die kassen sollten familienfreundlichkeit endlich wirklich verstehen und umsetzen!

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