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10. Mai 2012 | Pia Drießen

Blog Dein Wissen! Woche #02: Schlafstätte

Thema der Woche #02 „Babyschlaf im 1. Lebensjahr“ von Mama Miez und BabyDreamers:

Wo und wie schliefen/schlafen Eure Babys und wie hat sich ihre Schlafstätte im ersten Lebensjahr verändert?

Der Quietschbeu hatte von Geburt an eine geräumige Erbwiege neben meiner Bettseite stehen, über die ich einen weißen Himmel gespannt hatte und die mit einem hübschen Nestchen an drei Seiten abgepolstert war. Die Seite, die zu meinem Bett ausgerichtet war, war ohne Nest, aber mit Gitterstäben. Weil es eine richtige Wiege war, schwang sie natürlich hin und her, sobald der kleine Mann mit den Armen wedelte und das tat er häufig auf Grund des Moro-Reflexes, wie ich ja schon berichtet habe. Es dauerte also nur sehr wenige Tage, bis ich die Wiege mittels eines eingerollten Badelakens dauerhaft am Wiegen hinderte, da dies den Quietschbeu eher aufweckte, als dass es ihn beruhigte.

Die ersten Tage nahm ich ihn meist nach dem ersten Aufwachen in der Nacht aus der Wiege heraus und ließ ihn nach seiner Flasche auf meinem Bauch weiter schlafen. Da der Quietschbeu aber ein ordentlicher Brummer war, hielt ich das nicht lange durch. Zudem hatte ich unglaubliche Sorge und Angst, er könne mir aus dem Bett fallen und auch der Miezmann hatte ständig Sorge, er könne sich aufs Baby legen. Es waren die typischen sorgen von Erstlingseltern, möchte ich meinen.

Viele Nächste lag der Quietschbeu direkt neben mir in seiner Wiege und ich hielt durch die Gitterstäbe sein Händchen. Heute erscheint mir diese Erinnerung irgendwie grausam, aber damals war das für mich total logisch. Kein Wunder wohl, dass der Quietschbeu sehr lange gar nicht in unserem Bett schlafen wollte.

Mit knapp 6 Monaten bauten wir ihm dann im Schlafzimmer ein richtiges Babygitterbett auf, ließen aber den Himmel weg, der sich nur als Staubfang erwiesen hatte. Das Bett stand nun auch nicht mehr direkt neben meiner Betthälfte, sondern in einem halben Meter Abstand an der Wand. Weil der Quietschbeu enorm Geräuschempfindlich war, zog er mit 10 Monaten samt Gitterbett dann in sein eigenes Zimmer, wo er vom ersten Tag an dann ganz wunderbar und ruhig schlief.

Als er sich selber in den Stand zog setzten wir die Matratze in die tiefste Position. Die Sprossen nahmen wir erst heraus, als er schon 2 Jahre alt war. Er hat ihnen noch lange hinterher geweint, da er ein absoluter Sicherheitsfanatiker ist. Auch als wir das Bett schließlich mit 2 ½ ganz zum Kinderbett umbauten, hat er erst mal gemeckert.

Beim Löwenmäulchen war alles anders. Von Anfang an. Der kleine Mann hatte das identische Babygitterbett wie der Quietschbeu, nur mit dem Unterschied, dass wir eine Gitterseite abmontierten und das Bett unmittelbar an unserem – quasi als Beistellbett – anstellten. Wir verzichteten auch direkt auf den Himmel und alles was sich im Bett befand, war ein Nest, um ihn vor Stoßen an den Gitterstäben zu schützen.

Tatsächlich schlief das Löwenmäulchen aber nur auf und unmittelbar neben mir, wenn ich mit ihm im Bett lag. Ab ca. 3 Monate legte ich ihn abends in sein Anstellbett, sicherte die offene Seite mit einem Stillkissen und ließ ihn die ersten Stunden der Nacht alleine Schlafen. Das klappte ganz wunderbar.

Wir zogen um, als das Löwenmäulchen knappe 5 Monate alt war und in unserem neuen Schlafzimmer hatten wir keinen Platz mehr für das große 140 x 70cm Bett. Also kaufen wir ein Holzgitter, das man unter die normale Matratze schieben konnte und das Löwenmäulchen so vor dem Herausfallen schützte. Das funktionierte auch ganz wunderbar. Er war ohnehin kein aktiver Schläfer und ich sorgte mich nie wirklich, dass er sich einmal durchs Bett robben würde.

Er zog mit ziemlich genau einem Jahr ins eigene Gitterbett ins Schlafzimmer zu seinem großen Bruder. Entgegen aller Erwartungen schliefen beide Jungs ganz hervorragend im selben Zimmer und weckten sich so gut wie nie gegenseitig auf.

Anders als beim Quietschbeu nahmen wir die Gitterstäbe beim Löwenmäulchen schon sehr früh heraus. Ich meine, es waren sogar nur wenige Tage, nachdem wir das Quietschbeubett zum Kinderbett umgebaut haben, weil das Löwenmäulchen wir ein Rohrspatz schimpft, als er die neugewonnene Freiheit des großen Bruder erkannte. Tatsächlich schläft der kleine Herr Löwenmaul seit er 1 ½ Jahre alt problemlos ist in einem ganz normalen Kinderbett in das er selbstständig hinein und auch heraussteigen kann.

Für das Maimiez haben wir ein Fabimax Beistellbett, das größer ist, als ein normaler Babybay, und eine NONOMO Federwiege. Von beiden werde Ihnen gerne noch Fotos sowohl von der Montage, wie auf von der Schlafsituation an sich nachreichen. Mir war wichtig, dass mein Maimiezbaby seinen eigenen Platz hat, wenn es diesen braucht und dennoch ganz nah bei mir ist. Zudem kommen ja auch gerne dann und wann zwei große Brüder als Gastschläfer hinzu und das könnte auf einfachen 180cm doch etwas beengt enden.

Ich kann mir gut vorstellen, dass wir das Maimiez genrell zum Schlafen in die Federwiege legen werden und ich es dann zum ersten nächtlichen Stillen zu mir ins Bett bzw. Anstellbett holen werde. Aber aktuell ist das natürlich erst mal alles nur graue Theorie.

***

Und nun interessieren mich – und sicher auch viele andere Leser – die Schlafstätten Eurer Babys im 1. Lebensjahr. Haben Sie in einer Wiege, im Gitterbett, der Federwiege oder direkt bei Euch im Bett geschlafen? Wie habt Ihr sie gesichert und waren Himmel, Mobile und Decken ein Thema?

Blogge darüber bis zum 17. Mai 2012 auf Deinem eigenen Blog. Bitte füge den nachstehenden Code in Deinen Beitrag ein und tragen den Link dazu anschließend ins nachstehende Teilnahmeformular sowie diese Linkliste ein.

<a href="http://www.mamamiez.de/2012/05/10/blog-dein-wissen-woche-02-schlafstaette" target="_blank"><img src="http://www.mamamiez.de/wp-content/uploads/2012/05/blogdeinwissen02.jpg" alt="" align="right" border="0" /></a>

Und schön habt Ihr 10 Lose gesammelt und viele Erstgebärenden und Neugierige mit Euren Erfahrungen bereichert.

Die Woche #02 ist beendet.

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Über den Autor:
Pia Drießen, 1980 in Köln geboren, verheiratet und Mutter von 3 Kindern (*2009, *2010, *2012). Marketing- und Medienberaterin mit Schwerpunkt Social Media. Bloggt seit 2002 mal lauter und mal leiser. Virtuell unterwegs auf Facebook, bei Twitter, Pinterest und auf Google+
    
  1. MonikaZH / Mai 10 2012

    Ich hab kein Blog, möchte aber trotzdem meine zwei Cents beitragen. Unser Kleiner (inzwischen ist er knapp 17 :-) ) schlief anfangs bei uns im Schlafzimmer in einem Stubenwagen mit Rollen (sehr praktisch, der Wagen wanderte tagsüber mit durch die Wohnung wohin auch immer wir/ich uns aufhielten), nachts wurde das gute Stück (mit Himmel und Nestchen ausgestattet, nebenbei: Himmel ist Quatsch, Nestchen nützlich) im Schlafzimmer neben dem Bett auf meiner Seite geparkt. Nach sehr kurzer Zeit (einige Wochen? – damals gab es noch keinen Mutterschutzurlaub in der Schweiz, nur 4 obligatorische, nicht unbedingt bezahlte, Wochen, ich habe sieben Wochen nach der Geburt wieder begonnen zu arbeiten) verzog ich mich zum stillen nachts nicht mehr auf den Sessel im Wohnzimmer sondern holte den Lieblingssohn zu mir ins Bett. Wir hatten ein grosses (2x2m) Bett das zufällig so konstruiert war dass ein Baby nicht seitlich, wohl aber am Fussende hätte herausfallen können. Stillen in Seitenlage ist für beide Beteiligten ist praktisch, die Mama kann weiterschlafen :-) und Söhnchen wird satt. Wenn der Sohn nach einiger Zeit anmeldete dass er auch die andere Brust gerne noch hätte habe ich mich mit ihm einfach gedreht, das Söhnchen kam so zwischen den Vater und mich zu liegen, und das Spiel ging von vorne los. Es gab von uns beiden Erwachsenen nie Ängste wir könnten den Lieblingssohn plattliegen oder er könnte rausfallen. Es gab auch keine Überlegungen was nun pädagogisch richtig oder wertvoll oder sonstwas sein könnte. Ich musste morgens fit sein, zwei (Stief-)Töchter in die Schule scheuchen, den Sohn für die Tagesmutter fertigmachen und ab zur Arbeit, ich brauchte Schlaf. Und Sohn brauchte Futter. Kleinster gemeinsamer Nenner, sozusagen.

  2. Krümelmama / Mai 11 2012

    Leider habe auch ich noch keinen eigenen Blog und wollte mich trotzdem kurz äußern. Bei uns war der Start eine Nummer komplizierter und auch das Schlafen mit mehr Ängsten verbunden. Da mein Sohn über drei Monate zu früh auf die Welt kam haben wir die ersten drei Monate in der Uniklinik verbracht und ich konnte Anfangs nur vorm Inkubator sitzen und Ihn streicheln bzw. einige Stunden am Tag „känguruhen“ (man liegt auf einer Liege und dieses kleine Leben (700 g ) wir mit allen Schläuchen und Zugängen auf die nackte Brust gelegt). Nachts musste ich meinen kleinen Spatz allein lassen was mir jedesnal fast das Herz brach. Als er dann endlich nacjh hazse durfte waren wir besonders Nachts sehr ängstlich, da er auch noch an einen Nachts einen Überwachungsmonitor hatte wegen erhöhtem Risiko des plötzlichen Kindstod. Ihn mit in unser Bett zu holen hatten mein Mann und ich zuviel Angst also schlief er anfangs in einem Beistellbett, was auch fùrs Stillen (ja mein Sohn hatt von Anfang (3mml) an Muttermilch bekommen und zu meiner Überraschung später sogar an der Brust getrunkrn) praktisch war.
    Jetzt ist er ein absolut gesunder Einjähriger und schläft in seinem Gitterbettchen allerdings neben unserem Bett ;-) Deinen Blog finde ich klasse und er macht mir Lust und Hoffnung auf eine zweite normale Scjwangerschaft.

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