Bis einer heult! • ET-Countdown (jetzt geht's los)
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13. Mai 2012 | Pia Drießen

ET-Countdown (jetzt geht’s los)

Freitag (ET-11)

Am Freitagnachmittag fuhr die ganze Familie Miez gemeinsam auf den 3. Geburtstag eines Quietschbeu-Kumpels – deren Eltern wir noch vom Geburtsvorbereitungskurs aus der Quietschbeu-Schwangerschaft kennen – auf den Krewelshof in Lohmar. Leider war das Wetter alles andere als sommerlich – und das, wo der Mai vor 3 Jahren hochsommerlich warm war! – aber das hielt niemanden davon ab, das Außengelände des Bauern-Erlebnishofs unsicher zu machen.

Der Quietschbeu war sofort Feuer und Flamme, als er den großen Kettcar-Parcours entdeckte. Er liebt Kettcars, auch wenn er eigentlich viel zu klein dafür ist und wir noch kein Kettcar gesehen haben, das er mit seinem knappen Meter Körpergröße fahren könnte. Also musste Papa Miez herhalten. Und natürlich war das Löwenmäulchen auch schnell mit von der Partie.

Der kleine Herr Löwenmaul liebte zudem die Kaninchen und das kleine bunte Stelzenhaus, das er trotz Gummistiefel wirklich sehr elegant erklomm und auch wieder Unfallfrei herunter kam.

Ein weiteres Highlight für die Jungs war das Stockbrot-Grillen. Gut, dass der Miezmann dabei war, der deutlich mehr Ruhe und weniger Hysterie ausstrahlt, wenn es um Kleinstkinder in Gummi-Matschhosen an einer offenen Feuerstelle geht *mihihi* Während der Quietschbeu das Stocbrot liebte und ausgiebig „grillte“, wollte das Löwenmäulchen einfach nur einen Stock ins Feuer halten und verschlag lieber 4 Bratwürstchen. Fresssackmäulchen, halt.

Es war trotz dem bescheidenen Wetters ein wirklich schöner Nachmittag, auch wenn er bei mir mit Wehen, einem zappelndem Maimiez und beginnenden Zahnschmerzen endete. Ich war wirklich fix und fertig und fiel aus der Dusche (wir stanken alle nach Feuerstelle) schlafend aufs Sofa.

Samstag (ET-10)

Samstag erwachte ich dann mit Zahnschmerzen direkt aus der Hölle. Hö?, werden Sie jetzt denken … die Miez hat doch den schmerzenden Zahn gezogen bekommen. Ja, eben! Die identischen Schmerzen hatte ich nun aber auf der anderen Seite. Sofort spielten sich in meinem Kopf Horrorszenarien ab. Noch einen Zahn ziehen lassen? Wie soll ich dann überhaupt noch kauen? Und wie soll ich mit diesen Schmerzen ein Kind gebären (was ich sofort lieber getan hätte, als diese Schmerzen aushalten zu müssen)? Der Notdiensthabende Arzt erklärte mir am Telefon, dass er mich nicht behandeln könne, da er ja mitmeiner Frauenärztin keine Rücksprache halten könne. Ich nahm die höchstzugelassene Dosis an Paracetamol, die leider bei Zahnschmerzen bei mir gar nicht wirkt und jammerte, jammerte, jammerte.

Letztendlich rief ich irgendwann meine Schwester an, sie möge doch bitte her kommen und die Jungs kurz hüten, ich müsse jetzt sofort zum zahnärztlichen Notdienst! 30 Minuten später war sie samt Miez-Nichte auch schon hier und der Miezmann und ich brachen sofort auf.

Die Zahnärztin, die mich schließlich in der Notfallpraxis empfing, war sehr nett und sehr bemüht. Natürlich sah sie dieselben Probleme: man kann nicht röntgen, weiß also nicht, was da wirklich los ist. Es war nicht klar, ob der schmerzende Zahn das Problem ist, oder das Zahnfleisch und Kiefer oben drüber, da der Zahn an sich nur auf Druck schmerzend reagierte. Wieder Zysten? Oder doch eine Wurzelentzündung? Hat der Zahn überhaupt noch eine Wurzel? Ich heulte ein bisschen verzweifelt vor mich hin.

„Antibiotika würde Ihnen ganz sicher helfen!“, sagte sie dann und ich nickte nur noch. Ich saß weitere 10 Minuten im Wartezimmer, in denen die Ärztin mit der Notfallapotheke telefonierte, um abzuklären, welchen Antibiotika ich überhaupt nehmen darf. Tatsächlich ist die Auswahl in der 39.SSW wohl gar nicht mehr so eingeschränkt und es gab mehrere sehr unbedenkliche Alternativen. Man entschied sich für eins, dass gerade bei Zahnentzündungen gut anschlagen soll.

Den Rest des Tages, des Abends und die halbe Nacht lag ich vor Schmerzen wach und wimmerte vor mich hin. Erst in den frühen Morgenstunden, so gegen 3 Uhr, hatte ich das Gefühl es würde sich eine Besserung einstellen. Ich nahm erneut 2 Paracetamol und schlief irgendwann ein.

Aus der ET-Tipprunde ausgeschieden ist Herzchaosmama. Tut mir Leid ;)

Muttertag (ET-9)

Um 8 Uhr geht die Schlafzimmertür auf und meine drei Männer postieren sich vor meinem Bett.

„Alles Gute zum Mamatag!“, ruft der Quietschbeu, wirft sich auf mich (uff!) und küsst mich feucht. „Wir haben Frühstück gemacht! Und da sind Blumen für Dich! Und Schokolade. Und Tomaten! Mama, komm!!!“ Der Miezmann rollt etwas mit den Augen, weil der kleine Mann alle Überraschungen in nur einem Atemzug herausposaunt hat. Aber ich freue mich umso mehr und bin froh, dass ich 20 Minuten zuvor noch schnell eine Paracetamol genommen habe. So sind die Schmerzen sehr erträglich und ich kann meine Jungs und ihre Überraschung richtig genießen.

Wir frühstücken ausgiebig, waschen uns danach und machen dann einen Spaziergang zum Wahlbüro, wo wir unsere Bürgerpflicht tun und Kreuzchen setzten. Der Quietschbeu ist heute besonders müde und faul und will auf dem Rückweg unbedingt im Buggy fahren. Er hat Glück, dass das Löwenmäulchen unbedingt laufen will und saß folglich wie Graf Koks im Buggy. Die „Schneller, Mama, schneller!“-Anweisungen habe ich allerdings geflissentlich überhört.

Die Jungs verbrachten dann den Rest des Vormittags im Garten, während ich auf dem Sofa rum lag und später auch noch mal ins Bett umzog. Die Zahnschmerzen kommen und gehen, sind aber deutlich besser geworden. Das Maimiez ist aber sehr aktiv und tritt ordentlich um sich. Ich ächze und uffe die ganze Zeit vor mich hin und kann kaum noch aufrecht gehen, ohne dass mir ein kleiner Bollerkopf auf den Beckenboden drückt. Phui!

Sofern heute keine Katastrophe mehr eintritt, ist das ein sehr sehr sehr schöner Muttertag. Mein dritter, immerhin schon. Und ich freu mich, wie auch die letzten 3 Jahre schon, sehr darüber, dass der Miezmann (???)  diesem Tag so viel Bedeutung beimisst und mich wirklich auf Händen trägt. So kann ich mich heute einfach mal nur wohlfühlen.

 

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Über den Autor:
Pia Drießen, 1980 in Köln geboren, verheiratet und Mutter von 3 Kindern (*2009, *2010, *2012). Von Beruf freiberufliche Autorin und Bloggerin. Bloggt seit 2002 mal lauter und mal leiser. Virtuell unterwegs auf Facebook, bei Twitter, Pinterest und auf Google+
    
  1. Olja / Mai 13 2012

    bis auf die Zahnschmerzen ist es wohl wirklich
    ein gelungener (Mutter)-Tag :)

  2. Nathalie / Mai 13 2012

    Hast du ein Glück mit deinen Männern! :-)
    Ich drücke die Daumen, dass die Zahnschmerzen bald ganz verschwinden!

  3. Tigermama / Mai 13 2012

    Aua, Zahnschmerzen sind echt eine heftig fiese Angelegenheit! Wünsche weiterhin gute Besserung!

  4. Frau Ährenwort / Mai 13 2012

    Der Miezmann trägt Dich trotz Deines Zustandes noch auf Händen? Hut ab!

    *mihihi*

  5. Q / Mai 13 2012

    *Schmelz*

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