ein kleines bisschen Dankbarkeit

Lieber Gott, liebes Universum, liebe alles umgebende Energie, liebes Leben.

Ich möchte Euch heute einmal danken. Danken, für drei vermeintlich gesunde Kinder. Drei Kinder, die volle 40 Schwangerschaftswochen und ein bisschen mehr in mir wachsen und gedeihen konnten. Kinder, die auf natürlichem Wege und ohne größere Komplikationen zur Welt kamen. Kinder, die bis heute augenscheinlich gesund und munter sind, wachsen und sich prima entwickeln.

Danke für jede Phase, die wir durchleben, die so fürchterlich Alterstypisch daher kommen und uns zeigen, dass alles seinen normalen Gang nimmt. Danke für eigene Meinungen und die Fähigkeit sich zu artikulieren, auch wenn wir nicht immer hören wollen, was sie zu sagen haben („NEIN! Ich will das nicht! Ich mag das nicht. Ich kann das nicht.“, „NAAAIN! Willnis. Gehdnis.“). Danke für die groben und die feinen motorischen Fähigkeiten, auch wenn sie uns dann und wann an den Rande eines Nervenzusammenbruchs bringen. Danke für jedes Lachen und jede Träne, die uns zeigen, dass unsere Kinder kleine emotionale Wesen sind, die empfinden und spüren.

Ich habe bewusst während der Schwangerschaft verschiedene Blogs, die schwere Schicksale von Neugeborenen, Babys, Kleinkindern und deren Familien thematisieren, gemieden. Aus Selbstschutz. In den letzten Tagen kam ich dazu ein wenig nachzulesen und intensiv an diese kleinen Wesen und ihre Eltern zu denken. Es macht mir nach wie vor Angst zu lesen, dass so kleine unschuldige Menschen derartige Schicksale erfahren müssen. Und dann und wann beschleicht mich auch die Sorge, dass eines meiner Kinder eines Tages an einer schlimmen Krankheit erkranken könnte.

Daher bin ich dankbar. Für jede weniger schöne Situation, jeden Trotzanfall, jedes „NAAAIN, Willnis!“ und jedes „Mama, ich hab Angst!“. Denn meine Kinder können noch trotzen, bocken und Angst haben. Meine Kinder können noch volle Teller von sich weg schieben und sagen „Bäh, smäckt nicht!“ oder wütend Schuhe durch die Gegend werfen, weil die Ferse beim Anziehen immer nach innen klappt. Meine Kinder können sich zu zweit um drei Bobby Cars streiten und in hysterisches Heulen ausbrechen, weil die Freunde im Kindergarten die kleine Schwester zu intensiv angucken.

Wir leben. Wir sind gesund. Das allein sollte reichen, um dankbar zu sein. Und glücklich!

Danke.

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Pia Drießen, 1980 in Köln geboren, verheiratet und Mutter von 3 Kindern (*2009, *2010, *2012). Von Beruf freiberufliche Autorin und Bloggerin. Bloggt seit 2002 mal lauter und mal leiser. Virtuell unterwegs auf Facebook, bei Twitter, Pinterest und auf Google+
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20 Gedanken zu „ein kleines bisschen Dankbarkeit

  1. dieser post geht direkt ins herz …
    beschäftige mich in gedanken auch schon länger damit …

    danke dafür, dass ganze in worte zu fassen :)

  2. Das hast du schön geschrieben. Und auch wenn ich zu den „anderen Müttern“ gehöre, bin auch ich unendlich dankbar. Nur nicht „Gott“ oder wem auch immer, sondern der Schulmedizin. ;)

  3. Danke für das Teilen dieser wunderbaren Gedanken. Ich vergesse leider viel zu oft, wofür man dankbar sein kann und ärgere mich über Kleinigkeiten. Danke für’s daran erinnern, dankbar zu sein. LG Katrin

  4. Du hast so recht! Manchmal schäme ich mich fast für ein bisschen Zahnweh oder eine kleine Gehaltsunzufriedenheit oder mein Gejammer über das Wetter.

  5. Diesen Post sollte man sich Ausdrucken und in der Küche an die Wand hängen, damit man sich immer wieder dessen bewusst wird, welch großes Glück es ist gesunde Kinder zu haben. Ich bete jeden Tag darum, dass das so bleiben möge!

  6. du drückst das aus, was ich jeden Tag denke: Danke, lieber Gott, für dieses gesunde Kind mit all seinen Liebenswürdigkeiten, Macken, Launen und Bockigkeiten. Danke, für jedes Aufwachen am Morgen.

  7. Mir ist auch erst seitdem ich Mutter bin, bewusst geworden, was es für ein grosses Glück und Wunder ist, ein gesundes Kind zu haben.
    Danke fürs Danke sagen und dran erinnern, das leider nicht alles selbstverständlich ist.

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