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38 Kommentare

  1. Ich würde gerne was Schlaues sagen, aber ich weiß nicht so recht, was.

    Der Quietschbeu hat es sicher nicht leicht, ich stelle mir das zumindest schwer vor, gerade für so einen kleinen Kerl. Aber er kann sich immerhin glücklich schätzen, sein, ein so tolles und verständnisvolles Umfeld zu haben: Kinderarzt, Erzieher, Familie und vor allem Mama!

  2. Mireille

    Irgendwie finde ich es ein bisschen schade, dass er teilweise so kritisch beäugt wurde, denn was ist schon normal? Da wird ein Junge schief angesehen, weil er lieber Biene Maja mag als Cars, der eher ruhig und vielleicht ein bisschen verträumt ist. Und genauso werden Jungen schief angeguckt, die sehr wilde, laute Rabauken sind… Ich weiß nicht warum, aber mich stimmt das einfach traurig. Es ist so, so toll, dass jedes Kind unterschiedlich ist…

    Und ich hoffe ganz stark, Hochsensibilität wird nun nicht genau so eine Modediagnose wie ADHS. Ich glaube manchmal sollte man auch gar nicht so viel nachdenken oder sich rechtfertigen, sondern einfach auf seinen Instinkt hören und die Kinder machen lassen. Denn eine Diagnose kann auch ein Stempel sein und das ist nicht immer nur von Vorteil.

    • Lisa

      HSP sollte überhaupt keine Diagnose werden, weil Hochsensibilität keine Krankheit ist! Das finde ich absolut fürchterlich, wenn jemand sowas überhaupt nur vorschlägt. HSP ist manchmal wirklich eine Herausforderung, aber trotzdem hat es auch gute Seiten. Man reagiert einfach viel sensibler auf verschiedene Reize, das hat aber nichts mit einer Krankheit zu tun.

      Bei ADS/ADHS ist das dann doch wieder was anderes. Erst kürzlich hat man da eine sehr interessante Entdeckung gemacht, falls es jemanden interessiert: „Florida researcher Robert Cade, M.D., and his colleagues have identified caso-morphin, a natural form of morphine found only in cows‘ milk, as the probable cause of attention deficit disorder (ADD) and autism. They found Beta-caso-morphin-7 in high concentrations in the blood and urine of patients with either schizophrenia or autism. (Autism, 1999, 3) Eighty percent of protein in cows‘ milk is casein. It has been documented that casein breaks down in the stomach to produce the peptide caso-morphin, an opiate. Another researcher observed that caso-morphin aggravated the symptoms of autism. (Panksepp, J., Trends in Neuroscience, 1979, 2) A third scientist produced evidence of elevated levels of endorphin-like substances in the cerebro-spinal fluid of people with autism. (Gillberg, C., Aspects of Autism: Biological Research (London: Gaskell, 1988), pp. 31-37). Gary Yourofsky“

  3. Ein wirklich sehr einfühlsam und wohl überlegt geschriebener Artikel, der mit Sicherheit vielen Eltern eine große Hilfe sein wird. Mir gefällt es sehr sehr gut, mit wie viel Respekt Sie Ihrem Sohn begegnen, obwohl Sie über ein nicht alltägliches Thema berichten. Kann mir sehr gut vorstellen wie schwer so etwas ist in Worte zu fassen. Alles Gute weiterhin.

  4. Jessica

    Ich habe deine Geschichte von Anfang bis Ende gründlich durchgelesen. Im ersten Moment war ich etwas schockiert über einige Parallelen zu meiner Tochter.

    Sie ist als Neugeborenes immer furchtbar aus ihrem Schlaf hochgeschreckt. Ich habe mich im Internet viel informiert und habe auch angefangen sie zu pucken! Das habe ich über Monate gemacht sonst gab es keine Möglichkeit für sie einzuschlafen. Wenn sie geweint hat hat sie dies so ausgiebig getan, dass ich teilweise meinen Freund bitten musste zu übernehmen da ich es nicht ausgehalten habe. Bis heute „hasst“ sie es mit uns zu nah zu kuscheln. Es sei den sie ist krank! Kaputzenpullover gehen nicht. Nein, alles was über den Kopf gezogen werden muss und berührt ihre Ohren wird zu einem horrortripp! Sie wird total panisch. Im Kindergarten spielt sie ausschließlich mit Jungs. Auf Mädchen kann sie nicht eingehen. Vor kurzem hatte ich ein Gespräch mit den Erziehern. Dabei kam ich mir vor als wäre es eine Aufzählung von Dingen die meine Tochter falsch macht im Kindergarten. Nach diesem Gespräch musste ich mich lange mit meiner Freundin (selbst Erzieherin) unterhalten um einige Sachen überhaupt nachvollziehen zu können.

    Es war wirklich informativ einmal eine „ähnliche“ aber doch ganz andere Seite zu lesen. Vielen dank für deine Einblicke

  5. Ah, jetzt verstehe ich auch Deinen Kommentar von neulich.

    Ja, da ähneln sich unsere Jungs sehr. Bei uns ist das nur schon so lange her, dass ich vieles einfach vergessen habe. Immer wurde mir die Schuld gegeben, weil mein Kind so merkwürdig ist.

    Es wird besser. Kann ich Dir versichern. Wenn die Kinder sich vernünftig artikulieren können, können alle Beteiligten damit einfacher umgehen.

  6. Katja

    puuuhhh, liebe Mama Miez,

    was mir spontan dazu einfällt: Respekt.
    Sich damit zu beschäftigen, daß das eigene Kind möglicherweise anders, „nicht der Norm entsprechend“, ist erfordert riesen Kraft, Mut, Nerven, Emotionen.
    Aber Du hast es gemacht, und auch noch ausführlich und sehr verständlich darüber geschrieben, das berührt mich sehr, obschon ich gar nicht persönlich betroffen bin.

    Ich fand ja schon immer daß Du insgesamt eine total vorbildliche Mama bist, die richtige Mischung von liebend, fürsorglich, konsequent (!), organisationstalentisch, stylisch, lässig, „gschnappert“, cool… und, naja, einfach symphatisch.

    Aber allein der Umgang mit diesem Thema verdient nen extra Button!! (Eigentlich nen Orden, aber das klingt so politisch (-; )

    Ich wünsch Euch immer guten und positiven Umgang damit und dem QB vor allem daß er seinen eigenen, guten Weg findet damit zu leben, und zwar sehr gut.

    ach und: Man hat beim Lesen beider Artikel richtig das Gefühl daß Dir durch das schreiben einige Steine unter den Schreibtisch purzeln, und du allein dadurch ein Stück lernst und verstehst und Frieden damit machst.

    HERZliche Grüße aus R.

  7. Oh, in diesem Post steckt aber viel Arbeit…
    Ich finde die Art wie du schreibst sehr… klar. Ich weiß nicht wie ichs sagen soll, es ist so deutlich, so stichhaltig, dass man in jedem Absatz von der konkreten Situation bzw. Ausprägung bei euch Einblick auf das Zugrundeliegende bekommt, und versteht, und eventuell auch auf andere Situationen umdenken kann.

    In dem Zusammenhang finde ich für mich beruhigend, dass, auch wenn ich selbst mich in verdammt vielen Punkten wiedererkennen konnte, das wohl auf mein Baby nicht zutrifft. Er scheint wohl ein ganz normales Baby mit seinen, hm, Eigenarten oder deutlichem Charakter zu haben, aber nichts davon lässt sich auf denselben *Kern* zurückführen wie das was du hier über den QB geschrieben hast.

    Was mir bei dir als Mama so unglaublich gut gefällt: du bist so reflektiert. Das ist mir schon oft aufgefallen, und das ist vielleicht das, was dich als tolle Mama ausmacht. Mir selbst fällt auf, dass (und ja ich war so eingebildet zu glauben dass das ja mächtig nen Unterschied machen würde haha) mir mein Psychologiestudium kaum hilft, mich „richtig“ zu verhalten, oft reagiere ich zwar „richtig“, aber das warum und wieso zu erklären fällt mir dann schon schwerer, oder ich brauch einfach lange dafür (fast nie gelingts IN der Situation). Bei dir liest sich das aber so, als hättest du das Mamasein studiert – du kannst so Vieles erklären und beschreiben, egal ob du nun meinst du hast richtig oder eben nicht gehandelt. Ich finds also deswegen immer so toll deine Beiträge zu lesen, weil ich dir Art deines Denkens, deiner Herangehensweise oder deiner Erklärungen für dies und jenes so schön finde, ansprechend, schlüssig, halt „richtig“, und weil es das tatsächlich leichter macht auf die eigenen Situationen anzuwenden.

    Ich wünsche dir und dem QB alles Gute, hoffentlich eckt der kleine wunderbare Mann nicht oft bei verständnislosen Mitmenschen an… schön, wie ihr das im KiGa gemacht habt :-)

  8. Martina

    Liebe Mama Miez, ich bin gestern auf Ihre Seite gekommen. Eine Bekannte hatte Ihren Artikel auf FB verlinkt. Schon gestern habe ich mich in einigen Dingen wieder erkannt und musste die Tränen im Büro unterdrücken. Diese Selbstzweifel und das Schreien des Babys als persönliche Beleidigung ansehen – oh ja kenn ich….
    Der Selbsttest hat mir zwar keinen hohen Wert ausgespuckt aber dennoch angedeutet ich könnte auch HS sein. Komme damit aber gut klar. Nun habe ich den 2. Artikel von Ihnen gelesen: ich HASSE es ohne Schuhe im Gras zu laufen, Sand geht gerade noch so, als Kind konnte ich im schönsten Sonntagskleidchen draußen spielen – es ist 100% nicht dreckig geworden. Sand mit den Händen anfassen?, mit Wasser und Sand matschen? NIEMALS. Klebrigen Kuchen mit den Händen anstatt mit der Kuchengabel essen? No way…. Ich selber komme auch hier gut mit klar, stoße allerdings auf meine Grenzen wenn ich versuche meinen Kindern dieses Verhalten „aufzuzwängen“. Ich ekel mich wenn sie sich dreckig machen und richtig spielen und Spaß haben. Sandburgen baue ich nur unter größter Mühe mit. Mein Mann muss mich immer „ermahnen“ dass ich mich nicht so anstellen soll – Kinder tun sowas nur ich wohl nicht aber ich sei halt anders….

  9. Hallo MamaMiez,

    ich erkenne mich in einigen Dingen bzgl. Hochsensibilität wieder. Sowohl
    für mich selbst als auch für meinen ebenfalls fast 4-jährigen Sohn.
    Durch Deinen Blog den ich seit kurzem rege verfolge bin ich zum ersten
    Mal auf das Thema gestoßen. Ich wusste schlichtweg nichts davon!
    Es erklärt sich einiges bzw. muss ich mich wohl noch näher einlesen
    um einen Überblick zu bekommen… Danke für Deine Offenheit und für
    diesen Blog, den ich wirklich gerne lese.

  10. Natalia

    Schon seit der QB auf der Welt ist, erinnert er mich sehr oft an Max in dem Alter. Ganz viele Kleinigkeiten die du über die letzte fast 4 Jahren, weckten bei mir ein Nicken und ein „kenne ich“. Auch vieles von dem was du heute geschrieben hast. Aber bei Max hat sich das verwachsen. Ich weiß nicht,ob das bei einer Hochsensibilität überhaupt möglich ist, aber ist nicht mehr dieses „Sensibelchen“ den wir alle aus der Zeit im Kindergarten in Erinnerung hatten. Was habe ich mir Sorgen über die Einschulung gemacht. Ich sah ihn als Sonderling und Sensibelchen als der perfekte Mobbings-Opfer. Im Kindergarten meinten sie immer: geben sie ihm Zeit!

    Und das war es:mit der Einschulung kam eine riese Portion Selbstbewusstsein und er änderte sich sehr in sein Verhalten. Er ist und bleibt jemand mit einer hohen Sensibilität: Bücher, Musik, Filme gehen ihm sehr nah. Welches 8 jähriges Kind nimmt die Sprache in Büchern so wahr, dass er sofort merkt, welche Bücher nur spannend sind und welche auch noch dazu gut geschrieben sind? Er würde nie wild toben und raufen kommt für ihn nach wie vor nicht in Frage, aber er kommt mittlerweile sehr gut klar, wenn viele Kinder zusammen kommen und auch laut werden. Das könnte er als Kindergartenkind überhaupt nicht. Auch braucht er mittlerweile keinen „Anlauf“ und integriert sich sehr schnell in neuen Gruppen.

    Vielleicht ist das beim QB auch so und er hat es dann einfacher :-)

    LG

    • Hier möchte ich noch einmal drauf eingehen, weil ich das im Artikel selber ausgelassen habe:
      Es ist „normal“, dass sich diese deutlich erkennbare (Hoch)Sensibilität scheinbar verwächst. Das Leben eines HSP ist vor allem von einer Sache geprägt: Anpassung. Das ist nichts bedeutend Schlechtes, da es in unserer Gesellschaft häufig Überlebenswichtig ist, nicht zu sehr aufzufallen oder anzuecken. Wichtig ist hierbei, dass man bei aller Anpassung nicht beginnt, seine eigene Wahrnehmung und Empfindung zu ignorieren oder nach hinten zu stellen. Es geht auch nicht darum auf „Teufel komm raus“ anders zu sein, sondern darum, seine eigenen Bedürfnisse zu erkennen und zu versuchen, diesen ihren Raum zu lassen.
      In der Schule war ich ebenfalls ein lautes, wildes Kind und bin tatsächlich auch oft bei Lehrern angeeckt. Die Hochsensibilität war davon jedoch unberührt. Konflikte mit Freunden oder Lehrern haben mich nachhaltig verfolgt. Wenn ein Streit besonders schlimm war, wurde ich am folgenden Tag krank und konnte nicht in die Schule gehen. Ich habe vieles sehr persönlich genommen und daraus resultierend nie einen richtigen, festen Freundeskreis gehabt.
      Nur weil die offensichtlichen „Symptome“ (ich scheue mich immer noch dieses Wort im Zusammenhang mit HSP zu nutzen, weil es nach Krankheit klingt) verschwunden sind, muss sich nicht die mögliche Hochsensibilität verwachsen haben.

      • Natalia

        Danke für deine Antwort. Ich verstehe jetzt besser, was mit Max passiert ist. Er ist und wird kein lautes, wildes Kind. So viel kann er (und will) sich nicht anpassen :-) Aber zumindest muss ich mich nicht mehr ständig Sorgen um ihn machen. Er ist in der Schule sehr beliebt, hat einige gute Freunde und wird von allen Lehrer sehr geschätzt. Meine Sorgen zu Kindergartenzeiten waren völlig umsonst. Klar, jetzt kommen die Sorgen, wie das in der weiterführende Schule alles wird, denn er ist nach wie vor etwas anders und da wird man schnell zum Opfer, aber ich vertraue ihn jetzt und weiß, er meistert das. Und ein Jahr hat er auch noch.

        Mit dem Verwaschen meinte ich weniger die Hochsensibilität an sich (denn die spüre ich immer noch sehr deutlich bei ihm), sondern die viele andere extreme „Symptome“, die uns jahrelang etwas beunruhigten (denn wir kannten dieses Hochsensibilität nicht)

        LG

  11. das haben sie wirklich unheimlich gut zusammen gefasst. ich denke, jeder sollte mal so über sein kind reflektieren.

    allerdings mag ich noch hinzufügen, dass sie nicht vergessen dürfen, dass der QB ihr erstes kind war! und die sicherheit, die sie ihren weiteren kindern aufrund von erfahrung bereits zu beginn vermitteln konnten, hat sicher auch einiges bewirkt.
    bei uns ist es ähnlich – die große war und ist ein sehr sensibles kind (ich frage mich seit 2 jahren, ob ich das wort hochsensibilität für uns benutzen will). und es ist leider so, dass es nicht einfacher wird, je älter die kinder werden, weil man von älteren kindern mehr und mehr erwartet. unabhängigkeit, selbstständigkeit, emotionale stabilität. das sind so hohe ansprüche – aber sie kennen das ja. in unserer modernen zeit ist es nicht einfach (hoch)sensibel zu sein und ich finde das sehr schade…. erst neulich las ich in einem artikel dass kinder „zu funktionierenden jugendlichen heran reifen“ sollten. funktionierend. was für ein wort.

    unsere welt braucht eindeutig mehr gefühl und da sind sensisble kinder eine bereicherung!

    glg

    halitha

  12. marianne

    ich frage mich die ganze zeit: wie ist es Ihrer mutter ergangen, nachdem Sie draufgekommen sind, dass sie eine HSP sind? war sie erleichtert, vieles rückblickend zu verstehen? traurig, dass sie es nicht wusste?

    lg
    m

    • Ehrlich gesagt habe ich mit meiner Mutter noch nicht darüber gesprochen. Ich habe Sorge, dass sie es als Angriff wertet, das nicht selber erkannt zu haben. Was würde es ihr das jetzt auch bringen? Die Zeit kann man nicht zurück drehen. Wobei ich das früher oder später sicher mal thematisieren werde. Allein schon wegen des Quietschbeus.

      • MaxMama

        Die Berichte über HSP fand ich extrem spannend. Mein Ältester ähnelt dem Beschriebenen sehr, ist damit allerdings diagnostizierter Autist. Vielleicht bedingt auch die Hochbegabung dieses „anders wahrnehmen“.

        Ich wünsch dem kleinen Mann, dass er immer die passende Umgebung hat um nie schlimme Erfahrung (wie Mobbing etc.) zu machen!!

        LG

  13. Lisa

    Gut geschrieben =) Ich bin selbst hochsensibel, habe es aber mittlerweile viel besser im Griff bzw ist es auch wichtig, dass man die Hochsensibilität akzeptiert. Habe zwar noch immer einen unheimlich leichten Schlaf und wenn zuviel negative Gefühle anderer Menschen in einem Raum sind will ich noch immer gerne flüchten, aber man lernt mit der Zeit, wie man manchen Dingen gegenwirken kann.
    Wünsche euch eine wunderschöne Zukunft und viel Kraft und Ausdauer.

  14. Zum Thema eigene Mutter: Ich habe heute meine Mutter damit konfrontiert und ihr die Eigenschaften aufgezählt und sie nickte wild und fing dann an zu weinen, weil sie sich darin auch wieder erkannte.

  15. Oh, ich bin jetzt ein wenig…verunsichert. Ich erkenne viele Parallelen zu Emilys Verhalten, aber wie Du schon sagtest, es sind nur Hinweise und keine festen Richtlinien, aber ich war mir schon länger sicher, dass Emily sehr sensibel ist. Aber hochsensibel kannte ich auch noch nicht. Vielleicht sollte ich darüber auch mal einen Bericht schreiben, vielleicht sehe ich das dann klarer.

  16. Petra

    Liebe Mama Miez!
    Ich bin sehr berührt. Könnte ich doch über das Thema ähnlich schreiben. Mein Sohn ist inzwischen 10 Jahre. Ich bin mir sicher, daß ich auch hochsensibel bin, weil mich seine Gefühle auch immer mitgenommen haben auch war ich zeitweilen sehr verwirrt und unsicher. Auch ich habe meine emotionalen Fehler gemacht und mache sie sicher noch. Seit ich über die Hochsensibilität weiß geht es mir/uns auch viel besser. Leider war die Klassenlehrerin (er hat sie nun schon 4 Jahre) nicht kooperativ bzw. hat sich meiner „Erkenntnisse“ nicht angeschlossen. Da hatten wir es in der Grundschulzeit nicht so leicht. Aber ich finde es schön zu lesen, daß es außer mir auch noch eine Mutter gibt, die sich so viele liebevolle Gedanken macht und nicht einfach Druck weitergibt, nur weil andere damit Erfolg haben. Unser Herz und unser Bauchgefühl spielen da (zum Glück) nicht mit. Alles, alles Liebe :) Ihr Beitrag war von den vielen die ich im Netz finden konnte der schönste und berührenste. Bitte weiter so und für Ihre Familie alles Gute! Petra aus OWL

  17. Ines

    Vielen Dank für deine Berichte. Ich beschäftige mich erst seit kurzem mit dem Thema Hochsensibilität.
    Ich weiss von mir selbst schon seit langem, dass ich „anders“ bin und habe es bei meinem 4-jährigen auch entdeckt.
    Lange Zeit lag die Vermutung beim Asperger-Syndrom, welches ja ähnliche Verhaltensweisen aufweist, aber sich in einem doch sehr stark von HS unterscheidet: Eben in dem sehr stark ausgeprägtem Empathie-Vermögen, welches bei Asperger nicht vorhanden ist.
    Es erleichtert einen ungemein, wenn man endlich weiss, woran man ist und dass man nicht allein damit ist.
    Mein Sohnemann und ich haben beide einen sehr starken Gerechtigkeitssinn und brauchen Ordnung. Beim Anschnallen musst ich schmunzeln, ist bei uns auch so. Und wenn mein Mann nicht angeschnallt ist, los fährt und es anfängt zu piepen, wird Mein Sohn regelrecht panisch und fängt an zu weinen, wenn es nicht schnell genug geht.
    Mein Mann hat mehr Probleme, mit ihm umzugehen, als ich z.B., weil er denkt, dieses sensible rühre von meinem Erziehungsstil, da ich ja selbst sehr sensibel bin.

  18. Claudia

    Hallo Pia,

    …..ich komm ja vom anderen Blog!
    Schön diesen hier zu lesen! Ich kenn das auch. Bin auch hsp und bin mir bei meinem Sohn ganz sicher, bei meiner Tochter nicht ganz.
    Außer dem Nachtschreck hatten wir andere Symptomatiken. Er ist aber jetzt schon 18, also lange her. Ich fand aber die Schulzeiten die schlimmsten. Grundschule fand ich ätzend weil es nicht gewünscht war ein ruhiger Kerl zu sein. Da wurden die geschwätzigen Stammtischbrüder und Angeberkerle einfach von den Lehrern mehr akzeptiert. Das erste Zeugnis war für mich ein Schock damals. Allerdings hat es das Kind nicht so gestört. Aber als Mama will man nicht das andere das eigene Kind nicht richtig wahrnehmen.
    Zuhause war das Kerlchen ja ein anderes. Zuhaus war er aufgeschlossen und geschwätzig auch gerne mal wild. Im Zeugnis stand- das ist ja verklausuliert- im Plot- der stumme grenzautist… wird nie was.
    Er ist dann später auf eine Realschule gekommen- das war erstmal viel besser. Bis die Pubertät kam….
    Ich wusste damals noch nicht von hsp. Ich habe mich da auch erst vor ca. 3 Jahren mit befasst. Ich finde es auch sehr erlösend davon zu wissen. Man weiß ja vorher das man anders ist, aber nicht warum. Ich hab mich immer falsch gefühlt. Jetzt bin ich nur anders. Finde ich persönlich sehr erlösend.
    Meine Kindheit war in der Hinsicht auch nicht einfach. Ich hab bis heute ein Problem mit meiner Mutter.
    Dieses schwarz weiß denken kenn ich auch. Das hab ich mir aber mühselig etwas abgewöhnt. Mein Sohn hat das aber auch noch ganz stark.
    Aber mir fällt es deswegen auch noch schwer mit meiner Mutter darüber zu reden. Ich hab mich gut darin eingerichtet dauersauer auf sie zu sein weil sie meine ganze Kindheit über doof zu mir war und auch mein erwachsenenleben über. Aber ich denke sie ist eben nicht hsp und die findet mich einfach ständig überzogen anders und denkt ich mach das extra.
    Ich fand es als Kind ganz schrecklich das meine Mutter immer bei allem dachte ich mache das was sie nicht mochte um Sie zu ärgern.
    Ich war z.b. auch ein sehr schwieriger esser musste aber damals am Tisch sitzen und aufessen.
    Und meine Schwester, vermutlich auch nicht hsp wurde mir immer als Beispiel vorgehalten- die stellt sich ja auch nicht so an. Obwohl- die könnte eigentlich auch hspler sein eben nur ein anderer, die mochte nämlich Berührungen auch nicht.
    Wie gesagt- bei meinem Sohn erkenne ich eben auch viele Dinge von mir wieder, er ist aber auch in vielen Dingen ein ganz anderer Mensch als ich. Das ist auch gut so. Meine Tochter ist nochmal ganz anders. Sie war aber von beiden das viel schwierigere Baby und Kleinkind.
    Jeder hspler hat ja seine ganz eigenen Kombinationen von Sensibilitäten und damit auch von dem was ihn stört.
    Ich hatte bis ich das mit dem hsp rausgefunden habe aber auch immer das Gefühl eine ganz schlechte Mutter zu sein, weil ich meinem Anspruch nicht genügen konnte. Und weil ich, das hast du hier auch schon geschrieben an schlimmen Reizüberflutungsmomenten gelitten hab. Seit dem ich weiß das man das als hspler hat und man nicht bekloppt ist! Seit dem kann ich etwas besser stoppen bevor ich über meine Belastungsgrenze bin und nur noch Sirenen im Kopf hab. Das ist für meine Kinder natürlich super.
    Du hast wirklich Glück es schon so früh zu wissen, damit kann man einen viel einfacheren Weg als Familie gehen.

  19. Dani

    Liebe Pia,
    eure Geschichte mit Quietschbeu berührt uns sehr… Unser Sohn ist 8 Jahre alt und hat sehr vieles mit Quietschbeu gemeinsam…wir versuchen ihm so häufig es nur geht zu vermitteln, dass er sich glücklich schätzen kann, so viel wahrzunehmen, was andere gar nicht merken! Als er nicht mal 2 Jahre alt war mochte er mit mir nicht in einem Café sitzen bleiben, weil er meinte, es sähe so komisch darin aus… Ich fragte ihn, was er denn als komisch empfindet und er sagte, dass die Wand „so hässlich zur anderen Wand passt“ – und er hatte Recht. Die Farbkombination war grauenhaft und erdrückend ;-) Das mit dem Regen kennen wir auch….

    Dabei probieren wir immer wieder mit ihm aus, was ihm gut tut, aber leider stellen wir fest, dass unsere Möglichkeiten als Eltern innerhalb der Schule begrenzt sind…Leider weint er gerade viel während der Schulzeit, was uns sehr große Sorgen bereitet.
    Ich hoffe, dass uns Ergotherapie helfen kann, er beginnt in der nächsten Woche damit!

    Zuhause und mit uns als Familie ist er ein fröhliches und unternehmenslustiges Kind! Ebenso wie Quietschbeu liebt er Mathe und fordert dieses auch zuhause ein, und er ist ein leidenschaftlicher Schachspieler seit seinem vierten Lebensjahr – übrigens ist dies der einzige Verein gewesen, wo wir ihn mit fünf Jahren alleine ohne Eltern lassen konnten und wo er von sich aus fragte, ob er dort hin gehen kann (ok, ich war die ersten paar Male dabei, aber es war ein riesiger Fortschritt für uns…)

    Wir sind gespannt auf eure weiteren Beiträge, ich lese deinen Blog sehr gerne, du hast einen tollen Schreibstil!

    Liebe Grüße und alles Gute für euch!

  20. Doreen

    Hallo,

    ich sehe unheimlich viel auch von meinem 4 Jährigen Sohn in Deinem Sohn, mit deutlichen Zügen von Autismus. Ich weiß, dass er sehr sensibel ist, „Stimmungen“ in Räumen und von Menschen sofort spürt-und wenn diese negativ ist, als Baby sofort geweint hat und jetzt zieht er sich sofort zurück, versteckt sich, ist verstört…..aber ich wollt eigentlich wissen, ob Hochsensibilität von jemanden „diagnostiziert“ wird? Kann mir das jemand sagen?

  21. Matthias

    Wow! Ich habe den Begriff Hochsensibilität vor etwa zwei Wochen das erste mal gehört und mich in der Zwischenzeit etwas belesen. Und vieles, was ich darüber gelesen habe, hat mich emotional sehr stark berührt! Ich bin beeindruckt, fast etwas entsetzt, wie sehr die beschriebenen Merkmale auf meinen kleinen Sohn zutreffen auf auch mich selbst! Das erklärt vieles, wenn nicht sogar alles. Ich habe in meiner Kindheit und in meiner Jugend teilweise sehr unter meinem „Anderssein“ gelitten. Oder besser gesagt unter dem Unverständnis meiner Mitmenschen, vor allem meines Vaters. Eigentlich leide ich noch heute darunter. Ich habe mich später enorm angepasst, war nicht mehr ich selbst. Zum Glück habe ich vor einigen Jahren zu mir selbst zurückgefunden. Doch es ist schwer. Fast alle meine Lebenserfahrungen, mein inzwischen fast auf null geschrumpfter Freundeskreis, mein bisheriger beruflicher Werdegang….alles beruht auf meinem anderen angepassten Ich, dass stark und Mainstream sein sollte und nicht sensibel, gefühlsbetont oder feingeistig. Mein Sohn ist auch irgendwie sehr anders. Ein bisschen wie der Quietschbeu aber eben auch wieder nicht. Er ist im Kindergarten ein Außenseiter und wird von seinen Erzieherinnen kaum wahrgenommen. Er ist ruhig und beobachtend, kriegt kaum ein Wort heraus und ist meist sehr ängstlich, wenn er „unter Menschen“ ist. Wenn er auf einem Spielplatz ist und es gesellen sich plötzlich andere Kinder zu ihm, verlässt er augenblicklich das jeweilige Spielgerät und schaut aus sicherer Entfernung den anderen Kindern zu. Zuhause in seiner vertrauten Umgebung mit Mama und Papa ist er sehr lebhaft, ausgelassen und quasselt wie ein Wasserfall. Er hat ein ausgeprägtes Bewusstsein für Ungerechtigkeit und reagiert sehr emotional und oft überzogen, wenn er sich ungerecht behandelt oder unverstanden fühlt. Er ist sehr wissbegierig, merkt sich wirklich alles….und er bekommt auch alles mit, auch wenn er scheinbar mit anderen Dingen beschäftigt ist. Seine liebsten „Spielzeuge“ sind seine Bücher. Wenn ich Zeit und Lust hätte, dürfte ich ihm gern den ganzen Tag nur vorlesen und seine Fragen dazu beantworten. Er überrascht uns sehr oft mit Erkenntnissen und Aussagen, die man von einem Dreijährigen nicht unbedingt erwarten würde. Bei vielen Dingen hier im Blog musste ich schmunzeln, weil ich sie nur allzu gut kenne. Zum Beispiel das mit dem Anschnallen im Auto oder das mit dem Schmutz an den Händen. Und dass er Biene Maja mag und eben nicht Cars und Co.! Leider kenne ich auch andere Themen genauso gut, wie den Nachtschreck und das nicht allein in einem Zimmer spielen können. Die Angepasstheit im Kindergarten scheint ihn genauso anzustrengen, wie den Quietschbeu. Zitat: „Generell strengt ihn das Angepasst sein sehr an und er entlädt all seine Energie dann am Nachmittag, zuhause. Hier rennt und springt er ununterbrochen herum, singt, summt, redet, lallt. Man spürt förmlich, wie die ganze angestaute Energie des Vormittags aus ihrem heraus bricht.“ Genau so ist es! Das erlebe ich tagtäglich! Und auch gleich, wenn ich ihn von der Kita abhole, wird es wieder so sein. :o)
    Es tut jedenfalls echt gut, von anderen mit sehr ähnliches Erfahrungen zu lesen! Denn es ist nicht immer leicht, damit umzugehen und einiges hier geschriebene hat mich sehr berührt. Ich habe gerade in seinem Babyalter, aber auch später noch, oft zu wenig Geduld aufgebracht, war häufig überreizt und habe selbst zu heftig reagiert. Ich habe auch einfach meist nicht verstanden, warum er sich so verhält und bin ja auch meist unter Zeitdruck und im Dauerstress. Da hat man kaum Zeit, sich ernsthaft mit seinen Problemen auseinander zu setzen und ihm zu entlocken, warum er sich so oder so verhält. Dabei hätte ich es aus meiner eigenen Kindheit wissen können. Aber das ist so lange her! Ich kann nun nur versuchen, nicht die gleichen Fehler zu machen, wie meine Eltern und ihm das Umfeld und die Zeit zu verschaffen, dass er braucht, um sich frei zu entfalten.

    Grüße und danke für´s Aufschreiben!
    Matthias

  22. Julia

    Hallo Pia,
    genau deine Situationen kenne ich nur zu gut. Bei uns sind mein Sohn und meine Tochter.Bei der Tochter wurde vor 2 Jahren Asperger Autismus mit elektiven Mutismus festgestellt. Mein Sohn ist auch sehr sensibel aber anders als die große. Ähnlichkeiten sind da aber er kann Gesichter und Situationen besser Einschätzen als sie. Er rennt auch weck sobald was runter fällt und schreit „ich war das nicht“. Er weint in der Schule wenn er keinen Stempel bekommt und braucht von uns und Lehrern viel Lob mehr als andere. Im Garten läuft er mit Ohrschutz rum wenn Rasen gemäht wird. Er selber redet sehr laut mag es aber nicht wenn andere so laut sind.
    Wo habt ihr das den feststellen lassen ?

  23. Mambini

    hat jemand Tipps, wie man Lehrkräften das Thema HPS näher bringen kann? Die Klassenlehrerin meiner Tochter bezeichnet das als „Problem“ meiner Tochter und scheint eher zu der weniger sensiblen Kategorie zu gehören. Sie wundert sich, dass meine Tochter in der Schule ja fröhlich sei, alles wäre gut, bis ich käme. Dann würde sie regelrecht zusammenbrechen. Doch ist das nicht gerade ein Zeichen, dass es ihr vorher auch nicht gut ging, sie es aber unterdrückt und bei mir sich dann fallen lassen kann. Nach der Lehrerin soll ich mich am besten noch mehr zurückziehen, ich möchte meiner Tochter aber Sicherheit geben und die Zeit lassen, die sie braucht, um sich selbst zu lösen. Man glaubt uns nicht, dass wir jetzt mehrfach die Erfahrung gemacht haben, dass sie sich noch mehr zurückzieht, wenn wir sie zu sehr drängen und alleine lassen.
    Vielleicht hat jemand einen Rat wie man der Lehrerin das Thema begreiflicher machen kann oder wie ich meinem Kind ohne Unterstützung der Schule helfen kann?????

  24. Nina

    Mein Sohn ist Autist und 90% davon trifft auch auf ihn zu.
    Einzig und alleine durch seine Störung.
    (Er ist nicht hochsensibel).
    Vielleicht mal in der Richtung bei mehreren (!!) Ärzten überprüfen lassen.
    Es gibt gute und schlechte Ärzte und wir hatten auch erst eine falsche Diagnose (nämlich dass unser geistig behinderter Sohn völlig gesund wäre).und das noch von einer Uni Klinik;-)
    …klingt für mich sehr autistisch.

    • Wir haben mehrere Tests bei mehreren Ärzten gemacht. Unser Sohn ist seinem Alter sozio-emotional mehrere Jahre voraus und ist überdies überdurchschnittliche empathisch. Was per se Autismus schon ausschließt.

  25. Katharina

    „Die Sonne war für mich gut, der Mond somit automatisch schlecht. Alles bestand und besteht auch heute noch aus Symmetrien. 22:22 Uhr ist gut, 11:11 Uhr schlecht. Gerade Zahlen sind gut, ungerade schlecht. Bei mir geht das soweit, dass meine Kinder Namen haben, deren Anfangsbuchstaben denselben Abstand im Alphabet zueinander haben.“

    Liebe Pia, hast du schon mal von Synästhesie gehört?
    Wenn nein, wird es dich sicher interessieren :)
    (Tritt wohl häufig auch in Kombination mit Hochsensibilität auf. Bei mir zumindest.)

    Hab dein Blog vor wenigen Tagen über die Bonner Blogs entdeckt und jetzt gleich nochmal zufällig als ich Hochsensibilität und Kind und Eltern oder ähnliches googelte.
    Verrückt! Es kam quasi also eher zu mir als andersherum.
    Viele liebe Grüße von der anderen Rheinseite

    Katharina

  26. Miriam

    Hallo Pia,

    ich bin gerade per Zufall auf deinen Artikel gestoßen, als ich auf der Suche nach Themen zu meiner eigenen Kindheit war.
    Mittlerweile sind ja schon ein paar Jahre vergangen und dein „kleiner“ ist schon ein paar Jahre älter… Ich wollte mich jetzt nicht durch deinen ganzen Blog wühlen um zu erfahren wie es weiterging, aber ich dachte beim Lesen direkt an zwei Sachen:
    1. Taktile und vestibuläre Hypersensibilität und
    2. Autismus (Asperger)

    Zu 1.: Ich bin Ergotherapeutin und habe über das Thema in der Ausbildung einiges gelernt. Kinder die taktil und vestibulär überempfindlich sind verhalten sich genau wie von dir beschrieben: Alles was matschig ist wird gemieden, barfuß auf unebenen und weichen Flächen geht gar nicht, Wasser ist furchtbar, vom Boden entfernen geht kaum, schnelle Bewegungen wie beim Auto fahren oder Karussell sind ein nogo… Wart ihr schon mal bei einer Ergotherapeutin?

    zu 2.: Die Vorliebe für bestimmte Zahlen, das lange und ausdauernde Konzentrieren bei Tätigkeiten bei denen er nur mit sich beschäftigt ist, das meiden von Gruppen oder neuen Situationen…

    Ich weiß nicht ob dir das noch neuen Input bringt oder du nicht bereits einfach für dich als Mutter einen Umgang gefunden hast. Egal wie: Weiterhin viel Kraft und Geduld!

    Liebe Grüße,

    Miriam

  27. Linda

    Hey Pia,
    ich verfolge Deinen Blog seit ein paar Monaten und als ich jetzt speziell nach Eingewöhnung und hysterisches Kind gesucht habe, war ich freudig überrascht, hierzu auch einen Blogeintrag von Dir zu finden.
    (Ich las ja bereits, dass Dein Sohn z.B. im Urlaub im Landal Park eher zurückhaltend ist, aber dass er auch HS ist wusste ich nicht)
    Ich sehe so viele Parallelen zu meiner Tochter und jetzt, während unserer sehr chaotischen Eingewöhnung, suche ich Tips und Zuspruch.
    Leider wechselten in den letzten zwei Wochen die Bezugspersonen sehr häufig und immer, wenn sie jemanden lieb gewonnen hat, ging er in Urlaub. Ich habe mich dann zu Beginn der zweiten Woche dazu durchgerungen, das Gebäude ganz zu verlassen, da meine Tochter sonst immer wieder zu mir auf den Schoß flüchtet.
    Das ist hart, das weiß ich, aber ich stehe unter dem Druck, bald wieder arbeiten gehen zu müssen und „eigentlich“ kennt sie dieses Abgeben schon von der Großtagespflege, in der sie 2 Jahre lang war.
    Es ist schrecklich, wenn ich gehe, ist sie am Fenster auf dem Arm der Erzieherin, von der sie nicht festgehalten werden möchte und weint hysterisch und bettelt mit ausgestreckten Armen darum, mitgenommen zu werden. Ich lächle dann, winke und gehe und fühle mich wie die schlimmste Mutter auf Erden.
    Aber doch nur so bekommt sie doch die Chance, sich dort frei zurechtzufinden und ihren Platz in der Gruppe zu finden, sich auch von jemand anderem trösten zu lassen usw, oder?
    Morgens zu Hause ist alles klar, sie fragt, ob ich wieder „Kaffee trinken gehe“ und hat ein Schmusetier dabei, welches sie trösten soll, da ist sie entspannt. Aber sobald ich ihr die Schuhe dort ausziehe klammert sie sich an mich.
    Wie habt ihr es geschafft, diese miese Zeit durchzustehen?
    Kannst Du mich irgendwie bestärken?

    • ES wäre vermessen jetzt einfach mit „Es wird besser“ zu antworten, aber das wird es wirklich. Beim Großen wurde es seine gesamte Kita-Zeit über nicht perfekt. Er jammerte sogar als Vorschulkind noch jeden Morgen, dass ich bleiben solle. Ich habe ihm immer gesagt: „Du kannst das. Ich komme immer wieder!“ und bin gegangen. Erst in der Schule, Ende der 1. Klasse, hat er aufgehört zu klammern. Es braucht alles seine Zeit. Und bei HSP auch mal länger.

  28. Linda

    Achso, dazu muss ich vielleicht erwähnen, dass sie 3,5 ist und sehr clever, im Kopf war sie schon immer „weiter“ und versteht Zusammenhänge, die andere Kinder nicht sehen bzw nicht interessieren. Auch eine Struktur im Alltag ist wahnsinnig wichtig, sobald das nicht gegeben ist (z.B aufgrund wechselnder Bezugspersonen) ist sie nicht im Gleichgewicht, manchmal auch einfach verloren. Ich würde ihr gerne mehr Zeit geben, doch die habe ich leider nicht 😞

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