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26. Juni 2013 | Pia Drießen

Ich packe meinen Koffer …

Vor ein paar Tagen fragte mich eine Freundin, was man denn in die Reiseapotheke mit Kind packen würde, um im Urlaub für alle Eventualitäten gerüstet zu sein. Und da die Ferienzeit jetzt wieder vor der Tür steht, habe ich mir gedacht, dass ich ja mal darüber schreiben könnte, was sich in unserer Reiseapotheke als sinnvoll erwiesen hat.

Es ist ja meistens so, dass sich der allseits bekannte und unbeliebte Herr Murphy gerne ins Reisegepäck schmuggelt. Das fängt an bei Reiseübelkeit, die das Kind zuvor noch nie verspürt hat, geht über Fieber, zwei Tage nach Ankunft am Urlaubsort und endet bei einer handfesten Grippe, einer allergischen Reaktion auf einen Insektenstich oder starkem Erbrechen (Salmonellen, Sonnenstich, etc.). Grundsätzlich ist daher ein Auslandskrankenschein für alle Reiseteilnehmer nötig, sofern ihr nicht ohnehin schon eine Europa-Karte Eurer Krankenkasse habt. Wir schließen darüber hinaus immer noch eine ADAC-Reiseversicherung ab, welche die ganze Familie einschließt und die im Ernstfall u.a. einen Krankentransport an den Heimatort beinhaltet.

Mir ist bewusst, dass es gerade beim Thema Medikamentierung von Kleinkindern sehr unterschiedlichen Ansichten und Auffassungen zur Notwendigkeit gibt. Ebenso über die Wirkung von homöopathischen Mitteln (z.B. Globuli). Ich schicke daher denn bekannten Hinweis vorweg: das sind unsere Erfahrungen und ich erhebe wie immer keinen Anspruch auf Allgemeingültigkeit.

In unserer Reiseapotheke ist enthalten:

Vomex A® 40 mg Kinder Zäpfchen

gegen Reiseübelkeit, Erbrechen durch Krankheit, Sonnenstich, Magenverstimmung, etc. Gerade im Urlaub kann es durch ungewohnte Lebensmittel, zu viel Sonne, große Hitze oder Aufregung häufig zu Erbrechen kommen.

Fieber- & Schmerzmittel

wie z.B. Paracetamol 250mg Zäpfchen für Kinder ab 2 Jahren und/oder Paracetamol 125mg Zäpfchen für Säuglinge ab ca. 7kg (Angaben weichen je Hersteller ab)

gegen Fieber jeglichen Ursprungs. Ich persönlich gebe Paracetamol tagsüber bei einer Körpertemperatur von >=40 °C und zur Nacht von >=39°C, da Fieber der natürliche Heilungsprozess des Körpers ist und zu frühes Senken von Fieber den Körper nur dazu nötigt, häufiger aufzufiebern.

gegen mittelstarke Schmerzen (Zahnen, Verletzungen, Sonnenstich, etc.)

Viburcol® N Zäpfchen

homöopathisches Arzneimittel bei Unruhezuständen, welches unseren Kindern zum Beispiel bei Erkältungen und Zahnungsbeschwerden zur Nacht hilft, aber auch vor längeren Autofahrten oder Flugreisen wunderbar unterstützt. Oft reagieren Kleinstkinder im Urlaub auf das ungewohnte Umfeld mit starker Aufregung. Auch hier kann ein Virburcol-Zäpfchen z.B. zum Schlafen helfen.

Abschwellende Nasentropfen für Säuglinge und/oder Kleinkinder

zur Vorbeugung bei Flugreisen oder Reisen mit nennenswerten Höhenunterschied, zum Druckausgleich des Mittelohrs und der Nebenhöhlen.

Kühlgel

bei Schürfwunden und leichten Prellungen sowie Insektenstichen nutzen wir für die Jungs z.B. das Kneipp Naturkind AUA-Gel (ab 3 Jahre).

Fenestil Tropfen

gegen Juckreiz bei Insektenstichen und Sonnenbrand. ACHTUNG: Fenestil Gel ist für Kinder unter 6 Jahren nicht geeignet (weil nachfragen kamen: die Altersangabe bezieht sich auf die Gefahr des Kontakts mit Augen / Schleimhäuten). Daher nutzen wir die Tropfen, welche für Kinder ab 1 Jahr geeignet sind.

Zudem ist in unserer Reiseapotheke seit jeher ein Homöopathie-Set für Kinder fester Bestandteil. Das Set findet aber auch im Alltag immer wieder Anwendung. Enthalten sind, jeweils in der Potenz D6:

  • Aconitum (blauer Eisenhut)
    Einsetzbar bei allen Formen von Entzündungen wie z.B.: Bindehautentzündung, Erkältung, Fieber, Grippe, Halsschmerzen, Hitzschlag, Nebenhöhlenentzündung, Ohrschmerzen, Pseudokrupp, Mittelohrentzündung, Zahnschmerzen, etc.
  • Arnica (Bergwohlverleih)
    Einsetzbar bei allen Verletzungen, wie offenen Wunden, Prellungen, Blutergüssen, etc.
  • Belladonna (Tollkirsche)
    Einsetzbar bei Sonnenbrand, Sonnenstich, Zahnungsbeschwerden, Erkältungen, Kopfschmerzen, etc.
  • Chamomilla (Kamille).
    Einsetzbar bei Fieber, Bauchkrämpfen, allgemeinen Schmerzen, Ohrenschmerzen, Schlafstörung, Zahnungsbeschwerden, etc.

Darüber hinaus haben wir natürlich noch einen Erste-Hilfe-Koffer (Pflaster, Verbände, Kompressen, Pinzette, etc.) dabei. Die gängigen Discounter haben vor der Reisezeit auch häufig kleine Erste-Hilfe-Packs fürs Fahrrad im Angebot, welche wir z.B. auch auf normalen Ausflügen immer dabei haben.

Ich hoffe der Einblick in unsere Reiseapotheke kann dem einen oder anderen Leser eine kleine Hilfestellung sein.

Ich wünsche Euch allen jedenfalls einen wunderschönen Urlaub und natürlich gesunde Ferien!

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Über den Autor:
Pia Drießen, 1980 in Köln geboren, verheiratet und Mutter von 3 Kindern (*2009, *2010, *2012). Marketing- und Medienberaterin mit Schwerpunkt Social Media. Bloggt seit 2002 mal lauter und mal leiser. Virtuell unterwegs auf Facebook, bei Twitter, Pinterest und auf Google+
    
  1. rage / Jun 26 2013

    kleiner hinweis: fenistil geht dür ALLE kinder – wir mussten das unserem ältesten schon unter jährig draufstreichen, weil er heftigstens auf stiche aller art reagiert.

    • Mama Miez / Jun 26 2013

      Ich gebe hier lieber die Angaben des Herstellers wieder. Es ist natürlich jedem selber überlassen wie und wann er was anwendet. Unsere U6-Kinder, also alle, reagieren super auf die Tropfen!
      Es geht bei der Altersangabe wohl auch eher um die äußerliche Anwendung / Kontaktgefahr mit den Augen/Schleimhäuten.

  2. alasKagirl / Jun 26 2013

    Noch ein Tipp zur Reisekrankenversicherung: sollte man im EU-Ausland zum Arzt müssen, ist es manchmal einfacher die Europa-Karte der gesetzlichen Versicherung zu zeigen, statt gleich die private Zusatzversicherung (so man denn eine hat) zu erwähnen. Die Krankenhäuser wollen natürlich lieber über die private Versicherung abrechnen, wenn beides besteht. Ist auch nicht verwerflich. Nur ist es bei vielen privaten Krankenversicherungen so, dass man die Kosten erstmal vorstrecken muss und das Geld hinterher wieder bekommt, während die Abrechnung mit der gesetzlichen Kasse direkt läuft.

    Wir waren in Spanien mit unserem damals knapp Zweijährigen wegen Pseudokrupp nachts in der Klinik. Die haben es nicht geblickt mit meiner EU-Versichertenkarte und ich hatte noch den Zettel von unserer privaten Versicherung dabei. Sie haben dann mal beides genommen. Als wir schon lange wieder aus dem Krankenhaus weg waren, hat das Krankenhaus angerufen und gemeint, wir sollten nochmal vorbeikommen und die Kosten bezahlen, weil sie das doch lieber über die private Versicherung abrechnen wollen. Wir haben dann gesagt, sie sollten uns eine Rechnung schicken, weil wir keine Möglichkeit haben nochmal zum Krankenhaus zu fahren. Das haben sie dann nie gemacht, also gehe ich davon aus, dass es über die gesetzliche Versicherung abgerechnet wurde, weil sie Angst hatten, sonst gar kein Geld zu kriegen.

  3. rage / Jun 26 2013

    das war damals auf verschreibung des arztes :-) er bekommt heute noch lepra-ähnliche pusteln sogar bei kleinsten mückenstichen!

    ich habe erst von einer drogistin erfahren, dass das für kinder unter zwei ungeeignet ist. und übrigens, wenn man nix zur hand hat und an eiber blütenwiese steht – der saft von löwenzahn und spitzwegerich helfen auch wunder… sovar bei unserem ältesten :-))

  4. Ramona / Jun 26 2013

    In unserer:

    Fieberthermometer, Heilerde, unsere gängigsten Globuli, Weleda Combudoron (Kühlgel bei Stichen, Sonnenbrand & Co), Weleda Arnica Salbe und natürlich Pflaster & Co und eine Pinzette zum Entfernen von Zecken.

  5. Q / Jun 26 2013

    Bei uns: Zeckenkarte, Lupe, Wunddesinfektionsspray, Pflaster (v.a. solche, die auch an Fingern und Ellbogen halten!), Erste-Hilfe-Set und Paracetamol.

    Jetzt werd ich aber auch noch mal so ein Mittel gegen Übelkeit dazupacken, gute Idee!

  6. Anna / Jun 26 2013

    Liebe Frau Miez,
    bitte vorsichtig mit Vomex.
    Im folgenden Artikel wird vor Wirkstoffen gewarnt, die unter anderem auch in Vomex enthalten sind und für Kleinkinder schwere Folgen haben.
    http://www.spiegel.de/gesundheit/schwangerschaft/antihistaminika-lebensgefahr-durch-kinder-hustensaft-a-896416.html
    LG,
    Anna

    • Mama Miez / Jun 26 2013

      Ich kenne diesen Artikel und habe mit unserem Kinderarzt darüber gesprochen, der Vomex A bei Magen-Darm verschreibt. Er empfiehlt grundsätzlich die Zäpfchen-Darreichungsform bei Kindern unter 6 Jahren. Die Dosierung im Saft bzw. den Tropfen ist wohl deutlich höher.
      Zudem soll die Einnahme ein Zäpfchen pro Tag nicht übersteigen.

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