Bis einer heult! • Summertime. Endlich.
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9. Juli 2013 | Pia Drießen

Summertime. Endlich.

Hitze ist ja per se schon mal sehr anstregend. Noch anstrengender empfinde ich Hitze allerdings mit Kindern. Und das nicht, wegen der Kinder, sondern für die Kinder. Ich rede wirr? Kann an der Hitze liegen.

Meinen tue ich es so: 30 Grad und kaum Schatten. Das ist unser Garten. Bis Mittag ballert die Sonne gnadenlos in den Garten. Nach Mittag liegt zumindest der Sandkasten und ein Stück hinter der Hecke im Schatten unseres Gartenhäuschens. Es fehlen Befestigungsmöglichkeiten für ein Sonnensegel und der Sonnenschirm ist nicht groß genug, um Planschbecken und Rutsche zu beschatten.

Also haben wir ein paar Regeln für das sommerliche Draußenspiel. Am Vormittag (am Wochenende) dürfen die Kinder 2 Stündchen im Garten spielen. Maximal bis 11:30 Uhr. Die pralle Mittagssonne meiden wir.

Die Kinder tragen alle eine Kopfbedeckung. Der Quietschbeu aus Überzeugung eine Kappe, das Löwenmaul mit großér Liebe seinen Sternenhut und das Meedchen das, was gerade da ist. Bedeutet, dass immer mehrere UV-Schutz Hüte im Garten liegen und ich so dem Meedchen ständig einen anderen Hut aufsetze, wenn ich sie erwische. Sie hasst Hüte. Sie rupft sich, egal welches Modell, welches Material und welche Farbe, den Hut sofort wieder vom Kopf und lässt ihn an Ort und Stelle fallen. Bindebändchen sind da nur die Pointe in einem schlechten Witz.

Die meiste Zeit tragen die Kinder außerdem T-Shirts oder auch UV-Schutzkleidung. Zudem creme ich sie immer reichlich und oft (alle 30 Minuten etwa) mit einer wasserfesten Sonnencreme ein. Reichlich bedeutet, dass man die Creme noch sieht und sie eben nicht komplett einzieht. Insbesondere Nase, Ohren, Nacken und Schultern schimmern meist noch weiß, nach dem eincremen.

Ja, man kann die tollsten Meinungen und Auffassungen zu Sonnencreme für Kinder und Babys haben. Ich mache das so, wie ich es für uns als richtig erachte. Sie dürfen sich Links zu gruseligen „Sonnencreme ist sooo schädlich!“-Artikel daher sparen. Ich hab die gelesen. Danke. ;)

Nun ist es aber so, dass das Meedchen keine UV-Schutzkleidung hat, weil sie einfach noch viel kleiner ist, als ihre Brüder in ihrem ersten Sommer. Und das ist schon ihr zweiter Sommer. Minimeedchen.

Jetzt bin ich auch nicht die erste Mutter, die bei dem Wetter auf die Idee kam, UV-Schutzkleidung für ihr Kind zu shoppen. Eher das Gegenteil ist der Fall. Die Regale und Ständer sind leer gefressen. So als wäre morgen Krieg und wir müssten alle verhungern. Dasselbe Phänomen kann man übrigens auch im Winter mit Schneeanzügen beobachten. Und nein. Ich habe daraus nichts gelernt.

Dazu kommt, dass ich dieses Gummimaterial, aus dem die meisten UV-Schutzkleider sind, nicht sonderlich mag. Nicht auf der Haut, nicht in der Hand und nicht an meinen Kindern. Nach langem Suchen fand ich zum Glück bei Zalando dann eine hübsche UV-Schutz-Kombi fürs Meedchen. Nun kann ich sie doch auch endlich etwas beruhigter im Garten tollen lassen. Gerade sie, die vom Wort „Schatten“ genauso viel hält, wie vom Wort „Bruttosozialprodukt“. Wenn Sie verstehen.

Über Mittag sitzt die ganze Familie Miez im Haus. Bei geschlossenen Fenstern, meist sogar verdunkelt. Nur dann haben wir das Glück, dass unsere vier Wände relativ kühl bleiben. Die Kinder sind dann meist ohnehin so geschafft vom Wetter, dass sie gerne einfach nur auf dem Sofa liegen, ein Hörspiel hören oder die Sendung mit der Maus gucken.

Spätestens gegen 15 Uhr werden sie wieder mobiler und wollen raus! Wieder dick eincremen, wieder Hut und Kappe auf und los.

SommermäulchenMeist machen wir dann erst mal ein kleines Garten-Picknick im Schatten, den um diese Zeit unsere Hecke spendet. Wassermelone aus dem Kühlschrank ist momentan unser Favorit. Dazu gibt es Wasser oder auch selbst gemachten Eistee. Generell haben die Kinder bei den Temperaturen immer ihre Trinkflaschen parat stehen. Zum Glück habe ich sehr gute Trinker. Alle drei. Da muss ich mich wenig sorgen. Außerdem ist selbstgemachtes Wassereis aus Traubenschorle sehr beliebt.

Spätestens um 17 Uhr ist dann Schluss, weil die Kinder hundemüde sind. Es gibt Abendbrot, meist kaltes, wenn sie im Kindergarten zu Mittag gegessen haben. Eine Stunde Fernsehen für die Jungs und eine Stunde wildes Herumtollen fürs Meedchen. Dann geht es noch kurz in die Badewanne, einmal die Sonnencreme und den Dreck vom Körper waschen und ab ins Bett.

Der schöne Nebeneffekt an dieser brütenden Hitze: die Kinder fallen wie Steine in ihre Betten. Meist bekommen sie nicht mal mehr die ersten 10 Minuten ihrer Hörspiel-CD mit.

Und ganz leise stelle ich außerdem fest: seit es so heiß ist, schläft auch das Meedchen durch. So erschöpft ist das Rabaukenkind.

Ich wünsche Ihnen allen großartige Sonnen- und Sommertage. Auf dass diese Sie ebenso glücklich und zufrieden machen, wie uns.

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Über den Autor:
Pia Drießen, 1980 in Köln geboren, verheiratet und Mutter von 3 Kindern (*2009, *2010, *2012). Marketing- und Medienberaterin mit Schwerpunkt Social Media. Bloggt seit 2002 mal lauter und mal leiser. Virtuell unterwegs auf Facebook, bei Twitter, Pinterest und auf Google+
    
  1. Lotte / Jul 9 2013

    Liebe Miez, nein ich will nicht ausrufen „Aber die bösen Sonnencremeees!!!“ Sondern nur von meiner Erfahrung mit kaltgepresstem Kokosöl schreiben ;) Ich creme mich und meinen Zweijährigen (und meinen Kater ca alle 2 Wochen) jeden morgen damit ein, bevor wir rausgehen und siehe da: Kein Sonnenbrand, dafür eine wunderschöne Bräune bei meinem weisshaarigen Kind :D Plus den Nebeneffekt beim Kater: Keine Zecken! Bei uns auch nicht aber damit hatt ich eh nie Lasten… Jedenfalls lese ich hier schon eine Weile stilll mit und mag viele hrer Beiträge gern.. Liebe Grüsse :)
    Lotte

  2. Claudia / Jul 9 2013

    Liebe Miez,

    was mir beim Lesen des Artikels einfiel: Wir haben einen richtig großen, dunkelgrünen Ampelschirm (Durchmesser 3m) mit zugehörigem Granitstandfuß, den wir nicht mehr benutzen. Wie neu. Bei Interesse einfach kurz eine email schicken.

    Viele Grüße
    Claudia.

  3. Luise / Jul 9 2013

    Das klingt so toll. Hier ist es leider noch nicht sooo warm. Ich würde so gern in’s Freibad und am liebsten den ganzen Tag in der Sonne und im Wasser sein.
    Aber irgendwie zweifel ich daran, dass Wasser warm genug ist. 25 Grad sind ja nun nicht gerade soo viel.

  4. Steffi / Jul 9 2013

    Du schreibst immer so schön. Dass Sonnencreme schädlich sein soll, wusste ich noch nicht, aber da irgendwie alles schädlich und krebserregend ist, wundert mich das nicht. Ich lese sowas besser gar nicht erst.
    Liebe Grüße, Steffi

  5. fishly / Jul 10 2013

    Die Krux mit der Sonnenschutzkleidung kenne ich auch zur genüge. Mir kommt es auch so vor, als ob meine Kinder damit extra viel schwitzen. Nach dem ersten Strandurlaub mit sehr verärgertem Toddler kam mir dann die rettende Idee: Meine Laufshirts. :) Die T-Shirts, die ich zum Joggen habe sind atmungsaktiv, schnelltrocknend und außerdem mit UV 50. Zu Beginn gingen sie dem nun großen Kind bis zum Knöchel und waren ewa 3/4 Arm. Übergangsweise habe ich dann größere gekauft und nun passen die meines Mannes.
    Der angenehme Nebeneffekt war für uns die Luftigkeit. Dadurch, dass sich das Shirt wie ein Kaftan trug, war immer ein bisschen Luft am Körper. Das schnelle Trocknen hat sich besonders am Strand sehr bewährt. Ganz zu schweigen davon, dass die T-Shirts, sobald das Kind herausgewachsen war, wieder zurück in meinen Kleiderschrank wanderten ;)

    Ich wünsche Ihnen einen wundervollen Sommer im Garten.

  6. Jule :) / Jul 10 2013

    Huhu Mama Miez! :)

    Wollte mal fragen wie du den selbst gemachten Eistee machst? Mein Muckie (bald 2 Jahre) trinkt nichts ausser Saft!

    Liebe liebe Grüße an euch!

    Jule

    • Mama Miez / Jul 10 2013

      Ich koche einen Liter Wasser und werfe da 4 Teebeutel (türkischen Apfeltee, gibt’s sicher auch als lose Mischung) rein. Das ganze fülle ich mit 250ml Apfelsaft und dem Saft einer Zitrone auf. Kann man mit Honig oder zucker süßen, muss man aber nicht. Kalt stellen.

      • en. / Jul 10 2013

        (nur kurz der vollständigkeit halber:
        bitte keinen honig & keinen ahornsirup im ersten lebensjahr, weil gefährlich. (nicht dass einer auf die idee kommt..))

  7. Anna / Jul 10 2013

    Du hast eine echt schöne Art zu schreiben! Ich lese sehr gerne Deinen Block. Du schreibst, dass Deine Jungs eine Stunde fernsehen dürfen – ich finde das ganz schön lange. Was gucken sie denn? Kannst Du was empfehlen? LG Anna

    • Mama Miez / Jul 10 2013

      Es ist etwa ein Stunde. Meist weniger. Sie gucken die Sendungen, die zwischen 18 und 19 Uhr auf KiKa laufen.

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