Noch 163 x Schlafen

Ich brauche nicht viel Schlaf. Und im Moment bin ich sehr dankbar dafür. Denn jeden Abend, wenn ich ins Bett gehe, fängt das Vermissen an, bis es wehtut. Den Tag über kann ich mich und die Kinder gut ablenken. Bisher haben wir jeden Tag etwas Schönes gemacht, das uns beschäftigt hat. Gemeinsam das Lieblingsessen der Kinder kochen, einen Apfelkuchen backen, das Freilichtmuseum besuchen. Doch dann wird es Abend, die Kinder schlüpfen in die ihre Betten und wir beten für den Papa. Dann kommen die Fragen: „Wann kommt der Papa wieder? Wie oft noch Schlafen? Holt der Papa uns morgen vom Kindergarten ab?“

Ich erkläre ihnen so gut ich kann, dass es noch sehr lange dauern wird, bis der Papa wieder da ist. Aber dass wir in der Zwischenzeit für ihn malen und basteln können, dass wir ihm Päckchen schicken und mit ihrem auch mal telefonieren können. Zufrieden stimmt sie das nicht, aber es versöhnt sie für den Augenblick.

Das Löwenmäulchen hat seit Samstagmorgen, an dem es aufwachte und bewusst wahrnahm, dass der Papa nicht mehr da ist, Bauchschmerzen. Er ist Appetitlos, sehr Nähebedürftig und weinerlich. Er ist so Harmoniebedürftig, dass er lieber Kompromisse anbietet oder nachgibt, als sich zu streiten. Er spricht so gut wie gar nicht vom Papa, schickt ihm aber jeden Abend 20 Luftküsse in den Himmel, die dann in 5000 Kilometer Entfernung auf ihn niederprasseln sollen. So ist sein Plan. Ich glaube fest, dass das klappt. Das Besondere an dieser Geste ist, dass das Löwenmaul ein absoluter Anti-Küsser ist. Er hasst es, geküsst zu werden und wischt sich jeden Kuss theatralisch Minutenlang aus dem Gesicht.

Der Quietschbeu weint viel und oft. Wegen einem schiefen Blick oder einem nicht sofortigen Reagieren oder weil die Luftfeuchtigkeit einen Prozentzähler zu hoch ist. Er schwankt zwischen absolut angepasst, brav, zuvorkommend, hilfsbereit und total ablehnend, ignorant, aufsässig, und egoistisch. Er streitet ständig mit seinen Geschwistern, die gar nicht wissen wieso oder warum. Alles wird von so viel Emotion begleitet, dass es mich wirklich anstrengt immer richtig zu reagieren. Ich bin ja auch nicht gut mit sowas.

Wie geht man richtig mit Liebeskummer um? Nichts anderes ist es ja, was wir hier gerade alle gemeinsam erleben und empfinden. Wir haben einen Kalender, auf dem das Foto vom Papa jeden Tag ein Feld nach vorne rutscht. Wir haben Bonbon-Gläser, aus denen wir jeden Tag ein Bonbon nehmen, bis der Papa wieder da und das Glas leer ist. Wir haben Fotos vom Papa und die kleine Elefantenbande, die uns beim Papa sein lässt. Und wir reden viel über den Papa.

Wenn die Kinder im Bett sind stürze ich mich in Beschäftigungen. Im Moment nähe ich jeden Tag ein Teil für die Kinder, mache Hausarbeit und organisiere für den Elternbeirat. Nur Internet oder nur Fernsehen würde mich sofort in tiefe Traurigkeit stürzen. Nie habe ich mich den Menschen im Internet so fern gefühlt, so fremd. Dabei sind viele von Euch doch tägliche Begleiter geworden.

Mich strengen zwischenmenschliche Beziehungen noch mehr an, als es normalerweise schon der Fall ist. Und die Struktur meiner Prioritäten ist völlig im Arsch. Ich müsste so dringend Wäsche falten. Ich müsste dringend das Badezimmer putzen. Ich müsste dringend das Unkraut vorm Haus jäten. Stattdessen Apfelkuchen und Schummelgemüse mit Hack. Stattdessen Bäuchlein streicheln und Streit schlichten. Und Lächeln, wo einem zum Heulen ist.

Ich mache mir also eine kleine To-Do-Liste, die ich bis Sonntag abgearbeitet haben möchte:

  • Badezimmer putzen
  • 3 Körbe Wäsche falten
  • Fingernägel machen
  • Kundenauftrag zuschneiden
  • Kinder baden
  • Päckchen packen

Heute Abend versuche ich es mal mit einem Film und drei Wäschekörben. Morgen Abend ist Elternbeiratstreffen bei mir zuhause. Freitag putze ich das Badezimmer. Samstag stelle ich den Kundenauftrag fertig. Sonntag werden die Kinder gebadet.

Das sollte zu schaffen sein. Hoffe ich. Dieses innere Gefühl der Unzufriedenheit wird nämlich mit jedem ungefalteten Wäschekorb und jedem Millimeter mehr Fingernagel schlimmer und schlimmer.

Keine Sorge. Ich werde sicher nicht die kommenden 23 Wochen nur rumjammern. Aber im Moment müssen Herz und Kopf erst noch begreifen, dass nun eingetreten ist, was ich seit über einem Jahr wusste. Wir sind alleine. Jetzt.

Er fehlt uns so.

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Pia Drießen, Kind der 80er, Mutter von 3 (Pre)Teens (*2009, *2010, *2012). Head of Content Experience bei SaphirSolution. Bloggt seit 2002 mal lauter und mal leiser. Virtuell unterwegs auf Facebook, bei Twitter und Instagram.
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78 Gedanken zu „Noch 163 x Schlafen

  1. Fühlt euch alle vier mal in den Arm genommen. Ich wünsche euch viel Kraft, Beschäftigung, Ideen, Durchhaltevermögen, schöne Stunden. Und du darfst gerne so viel rumjammern, wie du willst. Es steht dir zu. Ich wäre da nicht besser.

  2. Hallo Frau Miez.
    Ich kann mir garnicht vorstellen wie es ist wenn der Mann für soooo!!! lange Zeit weg ist. Was ich mich allerdings frage ist: hat Herr Miez nicht auch Urlaubsanspruch? Kann er nicht wenigstens über die Feiertage nach Hause kommen? Ich frage nur weil der Mann meiner Freundin auch grad im Einsatz ist und er nimmt Urlaub.
    Ansonsten schicke ich unbekannterweise mal drölfzig Portionen Kraft für Sie und die Kinder.

    1. Aus Rücksicht auf die Kinder verzichten wir darauf. Es wären faktisch 4 Tage, die er zuhause wäre. Das würde keinem von uns gut tun, zumal man sich nach so langer Zeit erstmal wieder aneinander gewöhnen muss.

  3. Hallo! Ich kann dich sehr gut verstehen! Schreib nur das hilft ein bisschen. Fühl mit euch!
    Viele liebe grüße
    Andrea

  4. Du darfst jammern! Auch 23 Wochen lang. Weil dein Mann, der Papa deiner Kinder, so weit weg ist. Weil du im Alltag nicht jammern kannst, wegen der Kinder. Deshalb jammere hier, in deinem Stück Internet. Oder bei Twitter.

    Zwischenmenschlich ist es nicht nur für dich schwer. Ständig lösche ich Tweets an dich, weil es so belanglos kingt. Weil der Großteil von uns nicht mal im Ansatz verstehen kann, was ihr als Familie (und damit meine ich auch euren Papa) gerade leistet. Und wenn dich zwischenmenschliches gerade anstrengt (ich kenn das!), dann ist das eben so. Wir sind da.

    Noch 163 Tage in denen du alles Recht hast so richtig zu jammern, zu fluchen, dich auszukotzen. Hier. In deinem Stück Internet.

  5. Ganz ehrlich, ich bin am Heulen, ich kann das so doll nachempfinden, dass ich gerade auf dem Sofa sitze, nen Kloß im Hals habe und heule.
    Wenn ich mir vorstelle, wie unser Kleiner freudestrahlend den Papa am Abend begrüßt, der dann mit ihm spielt und ihn später ins Bett bringt, wenn das nicht mehr wäre, egal für wie lange, entsetzlich!!!!
    Ich könnte es nicht ertragen, wir hatten 3 Jahre eine Beziehung nur am Wochenende, weil er nach Berlin musste, es war ätzend. Aber nicht mal am WE sehen??? UNDENKBAR!!!
    Du darfst jammern und Du darfst auch weinen und zwar die ganze Zeit. Mir würde es nicht anders gehen. Schließlich musst du sonst die Starke spielen, für Deine drei Süßen!
    Ich hoffe, Du hast ganz liebe Freunde oder Eltern/Familie, wo Du DIch ausweinen kannst, die ihre Schulter anbieten.
    Fühl Dich auf die Ferne gedrückt, unbekannterweise und trotzdem mit ganz viel Herz und Mitgefühl….

  6. Ich schicke dir und euch mal eine bissel Kraft rüber und eine virtuelle Umarmung. Es ist dein Blog wo du jederzeit deine Gefühle los werden kannst, wen das stört kommt einfach in 163 Tagen wieder. Ihr braucht jetzt erst einmal Zeit euch einzurichten, neu zu finden und zu organisieren. Ich finde es sehr klug das ihr auf die 4 Tage verzichtet, auch wenn dies die Hölle sein muss, denn wenn die Tage rum sind, wird es noch einmal richtig schwer, aber das weißt du eh und das gehört noch nicht hier her.
    Liebe Grüße
    Steffi (mama06)

  7. Ich frag mich ob ihr es nicht doch irgendwann bereut, dass ihr das zulässt auch wenn ihr daraus wachsen werdet… Ich kenne keine Familie, die den Job über die Familie stellen würde es sei denn es stünde der finanzielle Ruin bevor. Hoffe Ihr seid dafür danach wenigstens nicht mehr nur Wochenendfamilie

        1. Zu sagen sie nimmt das alles nicht wahr, finde ich.. naja.. da fehlen mir schon die Worte.
          Sie wird es so sehr wahrnehmen wie man es sich kaum vorstellen kann.
          Auch sie spürt was da vor sich geht, das jemand fehlt dessen Stimme sie bereits aus dem Bauch hören konnte, der ganz innig und tief mit ihr verbunden ist. Sie SPÜRT es, was wohl noch schlimmer ist als es zu verstehen.
          Wie gesagt, nimm mir das nicht böse und nimm es bitte nicht persönlich, ich „leide“ wirklich mit und hoffe ihr übersteht die Zeit gut.
          LG, MamaMia

          1. Da fällt mir jetzt echt nix mehr zu ein. Ich kenne und erlebe mein Kind wohl besser als Du. Natürlich merkt sie, dass der Papa nicht da ist. Aber sie kennt das nicht anders. Er war ohnehin nur am Wochenende da. Und Zeit ist in diesem Alter Schall und Rauch. Wenn ich hier nichts über das Meedchen zu berichten habe, dann wohl, weil sie kein anderes Verhalten als sonst auch an den Tag legt.

    1. Ich finde es ziemlich anmaßend von außen zu behaupten, wir würden seinen Beruf über die Familie stellen. Als nächstes muss ich mir dann sagen lassen, ich hätte mit diesem Mann keine Familie gründen dürfen, weil ich von seinem Beruf bei unserem Kennenlernen schon wusste? Dürfen Menschen mit gefährlichen/fordernden Jobs keine Kinder haben? Da spielt doch ein bisschen mehr mit rein.

      1. Ich finde wenn man sich aufgrund des Jobs dafür entscheidet, seine Familie 1/2Jahr nicht zu sehen,was ist es denn dann als den Job über die Familie zu stellen?
        Das soll wirklich keine Wertung beinhalten, nur eine Tatsache, denn ich finde das ist schon so. Aber gut, wie Du schon sagst, da spielt für Euch eben viel mehr mit ein und es gibt eben auch Leute mit wirklich (Tod-)gefährlichen Jobs, die auch Familie haben und für die dieser Weg eben auch ok ist.
        Ich finde trotzdem man darf sich als Außenstehender da kein Urteil erlauben, drum lasst Euch nicht unterkriegen!
        Das sowas viele anderweitige Meinungen hervorruft ist klar,aber das soll ganz sicher nicht Dein Problem sein. *g*
        Lg, MamaMia

        1. Du bildest Dir ein ziemlich ausdrucksvolles Urteil. In all Deinen Kommentaren. und das ist unfassbar anmaßend!
          ich schrieb mal einen Blogeintrag mit dem Titel „Was weißt Du schon?“ Passend. Du solltest ihn lesen.

          1. Wenn das so ist oder Du es so empfindest, tut mir das leid.(das meine ich aber ehrlich und nicht so zweideutig wie es sich liest!!!!) So sollte es eigentlich nicht ankommen. Aber ich will nicht scheinheilig nur alles gute schreiben, wenn ich diesbezüglich eben einfach anders denke.
            Wahrscheinlich sollte ich mich da aber einfach zurückhalten, denn wie gesagt, ich kann Euer Leben und die Gründe die Euch zu dieser Entscheidungen bewogen haben, ja wirklich keineswegs beurteilen und solche Kommentare wie meine helfen Dir ja absolut nicht weiter und stärken nicht für so eine schwere Zeit.
            Also nochmals Entschuldigung wenn Du es persönlich auffasst oder es anmaßend für Dich ist.
            Den Post habe ich übrigens gelesen, ich kann ihn nur unterstreichen er ändert aber ja nichts an MEINER persönlichen Meinung zu der Sache.
            Aber ich hätte sie wohl einfach nicht äußern sollen. Sorry.
            Lg
            MamaMia

      2. ((()))

        Bleiben sie ruhig Frau Miez. Zieh die Trollkommentartür zu. Hier gibts gleiche Entscheidungen. Job und Familie, ja auch mit Trennungen von 6 Monaten und co. Hat doch nichts mit hätte…könnte…dürfte und überhaupt zu tun. Jeder trifft seine Entscheidungen auch für seine Familie. Irgendwo ist das immer miteinander vereinbar auch wenns schwer is. Den Schuh da, den zieh du dir nicht an!!!
        Jammer darf dennoch jeder!

        PUNKT

      3. Wir haben das selbe letztes Jahr durch! Ich wünsche euch viel Kraft und wenig krumme Kommentare und Blicke! Man wächst mit solchen Situationen! Unsere Kinder haben davon keinen Schaden bekommen!
        Kritik hab ich nur von Menschen akzeptiert, die selbst Erfahrung damit haben!
        Ich bin stolz auf meine Kinder un

      4. Was hat denn fordernd und gefährlich mit Abwesenheit zu tun? Da kann ich mir nur eins vorstellen: der Mann ist Geheimagent oder arbeitet undercover und muss ein halbes Jahr lang untertauchen. Im Ernst jetzt!

  8. Tut mir leid, aber für KEIN Geld der Welt, für KEINEN Job der Welt und KEINE berufliche Aussicht der Welt oder sonstwas würde ich jeeeeemals für meine Familie solch eine Entscheidung treffen.
    Ich bin so ehrlich und muss sagen das mir dafür leider jegliches Verständnis fehlt, auch wenn ihr dafür bestimmt Eure Gründe habt.
    (oder glaubt zu haben)
    So eine schwere Zeit sich aber vor allem den Kindern anzutun… *seufz*
    Dennoch, ihr braucht Euch vor niemandem rechtfertigen und gerade weil es für mich so unvorstellbar ist und nie in Frage käme wünsche ich Euch und Dir unendlich viel Kraft und Geduld diese Zeit durchzustehen.
    Alles Liebe für euch, ihr schafft das.
    MamaMia

      1. Von Hause aus eigentlich gegen Kraftausdrücke, kann ich hier nur sagen Danke! Frau Blümle.Sie fanden die einzig richtigen Worte.

      2. Interessant wie hier mit einer einfachen, eben anderen Meinung umgegangen wird. Ich denke ich war keineswegs unhöflich oder sonstwas, sondern habe eben nur in höflichem Rahmen meine Meinung geäußert.
        MamaMia

    1. Anmaßend so ein Kommentar. Es gibt so viele verschiedene Menschen und sooo viele Lebensentwürfe. Und 1000 unnötige Kommentare, meiner vieleicht auch – aber manchmal kann ich nicht anders.

    2. Familie bedeutet auch, dass man nicht nur an seine Kinder denkt, sondern auch an seinen Partner mit seinen Wünschen. Und wenn man sich komplett für seine Kinder aufgibt, wie kann man ihnen dann noch zeigen was das Leben bedeutet? Ohne Träume, Wünsche und Respekt vor dem anderen?

      Und den Satz mit dem rechtfertigen hättest du dir sparen können, denn damit stellst du FrauMiez hier an einen Pranger, den du gerade mit deinen Kommentaren selbst aufgestellt hast.

    3. Bei solchen Leuten denk ich mir immer: Was macht die so unglücklich, dass sie unterschwellig biestig sein müssen? Tut mir Leid für dich, aber die Miez kann nun wirklich nix dafür :)

      Ansonsten schließe ich mich voll und ganz fraubluemel an. Fresse halten trifft es sehr gut.

    4. vorne Messer rein und hinten die Schulter tätscheln oder wie? Manche sollten wirklich ihre Finger stillhalten und das Kommentieren lassen. Es gibt manch kinder die sehen ihre väter noch weniger OBWOHL die umme ecke wohnen. boar mir fehlen bei solch dreistgkeit die worte, bzw die mir einfallen haben nix im internet zu suchen…

  9. Puh, das stell ich mir ganz schön hart vor! Für die Kinder. für Dich…
    Drücke Euch die Daumen, dass es leichter wird.
    Wo ist denn der Miezmann? Australien?

    LG von Ina die meistens nur still mitliest

  10. Es tut mir so leid. Man fühlt sich so hilflos, weil man gerne etwas tun möchte, was Euch gut tut. Weil das Internet doch auch verbindet, irgendwie. Und manchmal muss man dann doch einfach wieder gehen und kann doch nur ein paar Worte des Mitgefühls hinterlassen. ((()))

  11. Frau Miez ich sende Ihnen und ihrer Familie ganz viel Kraft für die bevorstehenden Wochen. Es wird sicherlich alles andere als leicht , aber ich bin mir sicher sie werden es so gut wie es nur geht wuppen.
    Solche anmaßenden Kommentare sollte man gekonnt ignorieren, hohles daher Gefasel. Wir können froh sein , dass es Männer wie den ihren gibt und solche Familien die bereit sind diese Belastung auf sich zu nehmen.

  12. Noch ein Nachtrag,

    ich wünsche Dir von Herzen dass Du dem inneren Druck, Dich vor anderen rechtfertigen zu müssen, widerstehen kannst.

    Nur ihr steckt in Eurem Leben und in Eurer Familie, niemand sonst kennt alle Beweggründe. Geht auch keinen was an. Vielleicht muss man einfach akzeptieren, das Du so manchen, der Dein Leben nicht versteht, auch nicht verstehst.

    1000 Meter <3 an Euch.

  13. Zum Glück ist niemand gezwungen die Lebensentwürfe und Entscheidungen anderer zu beurteilen. Manchmal wäre ich froh, wenn viele Menschen diesen Satz noch mehr beherzigen würden.

    Liebe Mama Miez, ich wünsche Ihnen und Ihren Kindern ganz viel Kraft!

  14. Ich musste im Frühjahr zwei Wochen ohne meinen Mann auskommen und alles von Familie über Haushalt bis Unternehmensführung/Projektmanagement in unserem kleinen Unternehmen allein machen. Es war unerträglich. Trotzdem kommt es bei weitem nicht an das ran, was Ihr jetzt durch macht.
    Aber anstatt Euch Vorwürfe zu machen, dass Ihr diese Zeit auf Euch nehmt, möchte ich Euch dafür danken. Ihr – und die vielen anderen Familien, die dies auf sich nehmen – tun das als allerletztes für sich selbst, sondern für unser ganzes Land. Von Herzen dafür danke und größten Respekt!

    Ihr schafft das und es wird Euch noch mehr zusammenschweißen und Eure Jungs werden trotz der Probleme jetzt lernen, dass man schwierige Zeiten als Familie überstehen kann und das Zusammenhalt wichtig ist.

  15. Ich drück euch ganz herzlich und hoffe ihr habt jeden Tag viele Gründe trotzdem zu Lächeln. Ihr schafft das, denn ihr zu viert seit unglaublich stark und der Papa liebt euch abgöttisch und ist sicher jeden Augenblick in Gedanken bei euch!

    Man möchte so gern helfen… Nur weiß ich nicht wie… Jammer soviel wie du möchtest, wir fangen dich hier auf, so gut es eben geht.

    Alles liebe
    Stephie

  16. ich wünsche euch als familie noch alles gute für diese zeit und dass ihr einen weg findet, alle tage und nächte gut herumzubekommen.
    für mich musste ich beim lesen aber erstmal beschließen, hier nicht weitermitzulesen. mit dem bild getrennter familien kann ich momentan gar nicht gut umgehen, es wirft mich regelrecht um. momentan zähle ich auch selbst die monate, bis wir hoffentlich wieder gemeinsam leben…

    alles liebe
    linnea

  17. Stark sein für die Kinder, den Schmerz der Kinder aushalten, das eigene Vermissen aushalten und dazu der ganz normale Wahnsinn einer berufstätigen Mutter mit 3 Kindern – ich finde, da sollte eine große Portion Jammern drin sein.

    (Und wer das hier nicht aushält, sollte schweigend weitergehen).

    Alles Gute, liebe Menschen und 6 Monate, die hoffentlich ganz schnell rumgehen. <3

  18. Unfassbar wie herablassend und anmaßend manche Menschen sein können.
    Und wie wenig manche über ihren eigenen Tellerrand hinaus denken können.

    Ärger dich nicht, das ist nämlich genau das worauf Trolle abzielen. Damit spielt man ihnen nur in die Hände.

    Back to Topic.
    Ich sehe das genauso wie eine andere Kommentatorin. Du darfst jammern und vermissen und all das. Und dass die nächsten 163 Tage. Das ist eine lange und schwere Zeit für euch alle. Ich hab die Tage schon öfter an dich gedacht und wie doof das Abends für dich sein muss. Ich kann mir kaum vorstellen wie schwer das ist :(
    Ich leide schon immer sehr wenn mein Mann 4-5 Tage zur Messe muss. Und wenn der kleine dann fragt ob Papa gleich kommt und ihm noch zwei Kussis gibt :(

    Ich schick euch virtuelle Umarmungen. Ihr schafft das. Und ihr geht sicher gestärkt aus dieser Zeit heraus!

  19. Dieses Be- und Verurteilen von Leben anderer liebe MamaMia – sorry – das geht gar nicht!!!

    Weder kennst Du den Grund für die lange Trennung, noch den Job vom MiezMann – oder sonst irgendwelche Hintergrundinfos.

    Zu Urteilen, ob man das tun würde oder nicht – auch dass lässt sich immer so ganz schön großkotzig behaupten, wenn man nicht selbst in den Schuhen steckt!

    Denke – Karma ist im Leben echt wichtig!
    Das von Mama Miez ist liebevoll, sensibel, aufmerksam und überaus freundlich.

    Deines kannst Du aus den Kommentaren oben entnehmen!

    Liebste Mama Miez.
    Ich wünsch Dir und Deinen Kindern ganz viel gemeinsame Kraft!
    Lass Dich von niemandem unterkriegen!!!!

  20. Verdammt oft muss ich in den letzten Tagen an euch denken. Die Situation ist schwer für jeden Einzelnen von euch aber ihr habt die Herausforderung angenommen und werdet sie auch meistern.

    Lacht zusammen, weint zusammen und mit jedem Tag wird die Vorfreude größer (auch wenn man es sich gerade jetzt noch nicht vorstellen kann). Eure Rituale finde ich ganz toll.

    Ihr seit eine tolle Familie.

  21. @MamaMia: Stellen Sie sich vor, es gibt berufliche Entscheidungen, die haben nichts mit Geldgeilheit, Karrieresucht und übersteigertem beruflichen Ehrgeiz zu tun, sondern mit einem Verantwortungsgefühl gegenüber unserer Gesellschaft.
    Umso mehr ziehe ich meinen Hut vor dieser Entscheidung, die so viel persönlichen Schmerz nach sich zieht.
    Alles Liebe und viel Kraft für die Familie Miez wünscht Ilsa

  22. Liebe Mama Miez,

    ich wünsche Dir viel Kraft und Liebe für diese schwere Zeit!

    Vielen Dank dass Du immer wieder über Themen bloggst, die streitbar und meistens auch sehr persönlich sind. Bei denen Du bestimmt schon vorher weißt, dass verletzende Kommentare geschrieben werden und Dein Privatleben von wildfremden Leuten bewertet und interpretiert wird.

    Ich finde genau diese Beiträge von Dir so wertvoll und ich lerne immer wieder von Dir. Mir machst Du Mut!

    Dein Talent, vielschichtige Gefühle treffend zu beschreiben finde ich einfach bewundernswert. Wenn Du heulen könntest, kommen mir beim lesen fast die Tränen. Dabei kennen wir uns doch gar nicht…

    Danke dafür!

    Deine
    JP

  23. Hier steht seid kurzem wieder ein Lichtlein für alle, die es gerade nötig haben – für viel Kraft, gute Nerven und viel Durchhaltevermögen auf beiden Seiten!

  24. Alles Liebe für euch… Was hier manche schreiben, geb da bitte nichts drauf!
    Und dass du dich vom Internet fern hälst, das ist auch ok und total verständlich.

    Ihr schafft das, zu dritt. Ganz viel Kraft <3

  25. Ich lese hier schon eine ganze Weile still mit und ich finde es erstaunlich, wie oft Mama Miez sich von Leserinnen kritisieren lassen muss. So ein virtueller Kommentar ist ja auch schnell abgeschickt.
    Interessant finde ich, dass @MamaMia in ihrem Kommentar schreibt, dass man sich als Außenstehender kein Urteil erlauben sollte, es dann aber doch macht.
    Offenbar liest sie hier noch nicht lange mit, sonst hätte sie durch aufmerksames Lesen längst begriffen, welchen Beruf der Miezmann ausübt. Vielleicht würde ihr Urteil dann ja anders ausfallen. Ich jedenfalls habe größten Respekt vor ihm!

    1. Ich urteile aber nicht, sondern äußere nur meine persönliche Meinung dazu, die eben ein etwas andere ist. Und ich sage ja, das ich es NICHT BEURTEILEN kann (das kann keiner außer Familie Miez selbst) und die Hinter- und Beweggründe nicht kenne.
      Deshalb wünsche ich im Anschluß auch von Herzen viel Kraft.
      Schade wenn man eine andere Meinung nicht auch einfach äußern darf.
      Es stimmt aber auch das ich den Beruf des Miezmanns nicht kenne, vielleicht ist meine Äußerung auch ungerecht, ich weiß es nicht.
      MamaMia

  26. An MamaMia: bevor Sie nicht einmal in den Schuhen der lieben Miez gelaufen sind wissen Sie nicht, worüber Sie überhaupt urteilen.

  27. Liebe Mama Miez,
    gerade hat mich jemand darauf aufmerksam gemacht, dass eine Mama mia hier ein paar böse Kommentare hinterlassen hat. Da hier auch einige meiner Leser mitlesen, möchte ich gerne kurz klarstellen, dass das eine andere Mama Mia ist. Ich finde es sehr schade, dass dein offener und sehr berührender Post eine solche Reaktion hervorgerufen hat. Von mir hast Du mein volles Mitgefühl- und auch meine Hochachtung, denn alleine mit den Kindern, das ist sicher nicht nur deshalb eine Herausforderung, weil Du deinen Mann vermisst.
    Lass solche Kommentare nicht zu sehr an DIch heran! Ich hoffe, dass meine Leserinnen das hier lesen und mir nicht böse sind- ich würde niemals eine andere Mutter so angehen!
    Ganz liebe Grüße
    Mia

  28. Man fragt sich wirklich wieso diese ätzenden Leute solche
    Kommentare hinterlassen. Die lesen offensichtlich doch
    auch alle mit. Man „fühlt“ doch wie Du bist. Wieso dann drauf eintrommeln
    wo es doch eh grad so kacke ist? Ach man kriegt seinen Prass
    bei sowas, echt wahr !! Ihr zwei wisst was und warum ihr das tut.
    Fand den Kommentar vorhin sehr schön, dass die Jungs lernen
    werden das man auch durch schwierige Zeiten kommt als Familie.
    In allem negativen gibts auch was gutes. Mindestens eine Sache.

    Es ist toll, dass Du durch die ersten Tage so gekommen bist
    und auch so produktiv bist. Finde die Nähsachen einfach phantastisch
    und liebäugele sehr damit, mich auch mal an Frida zu trauen seit ichs
    bei Dir gesehen hab. Obwohl ich der Nähanfänger vorm Herrn bin.
    Du motivierst !

    Halt weiter durch und schei… auf die Leut´ !!!
    Hach und jammer Dich ruhig ausgiebig aus.
    Viele Augen lesen mit und senden Dir täglich
    gute Gedanken.

    G.

  29. Traurig, wenn man mit Füssen nach jemandem tritt, der emotional gerade am Boden ist.
    Jeder hat doch das Recht nach seinem Lebensmodell zu leben! Und auch ein Mann/ Vater hat das Recht auf seine Passion/ seinen Job, den er liebt. Wie vermessen wäre das zu verlangen alles hinzuwerfen? Und um das schnöde Geld geht es der Familie Miez gewiss nicht. Wären mehr Eltern so verantwortungsvoll, so präsent, liebevoll und so bei der Sache wie Familie Miez, würden es in Deutschland viele Kinder besser haben!
    So. PUNKT.

  30. Mir kommen gerade ein wenig die Tränen. Es tut mir so leid für dich und für die Kinder. Ich hoffe, dass bald ein wenig Normalität bei euch einkehren kann. Insofern das in so einer Situation möglich ist.

    Und an die, die schrieben ihr stellt Job über Familie. Manchmal gibt es einfach keine anderen Möglichkeiten. Und manchmal muss man auch zulassen das Menschen Karriereträume verwirklichen können. Was nützt mir ein Mann, der vielleicht dauerhaft daheim, aber totunglücklich ist, weil er nicht tun konnte, was er wollte?!

  31. …wenn man keine Ahnung hat, einfach mal die Klappe halten, nech??!?!!!

    Liebe MamaMiez, ich denke an Sie und Ihre Familie!!!!
    Und freue mich heute schon auf den Blogeintrag wenn alle wieder zusammen sind!!!

    Ganz liebe Grüße!!!

  32. Liebe Familie Miez,
    ich wünsche Euch viel Kraft und Geduld für die kommenden Wochen. Es ist schwer, jemanden zu vermissen – ganz gleich, aus welchen Gründen. Aber solche Zeiten zeigen auch, WIE SEHR man jemanden liebt, wie sehr er zum Alltag gehört und vor allem wie sehr andere Menschen ihn vermissen. Oft weiß man das erst, nachdem man solche Zeiten durchlebt habt.
    Als es mir so ging, habe ich mich mit dem Gedanken getröstet, dass alles, was vor Vermissen weh tut, nichts als reine Liebe ist. Ein kleiner, aber intensiver Trost.

    Liebe Grüße,
    Maike

  33. Ich wünsche dir ganz viel Kraft und auch die möglichkeit zu jammern und zu sagen das dir das ganze schwer fällt! Es ist immer schnell gesagt das wird schon, die Zeit geht vorbei usw. blablabla.. aber das stimmt nicht, es ist immer schwer ob egal wie lange jemand weg geht der so wichtig ist für die Kinder und auch für einen selbst.
    Wir sind nu seit einem Jahr verheiratet und leben seit zwei jahren zusammen, kennen und lieben uns aber schon seit 7 jahren, gemeinsam so als familie haben wir davon aber wenn es hochkommt nur 3 Jahre.Ich kann das nachvollziehen wie es ist wenn immer jemand fehlt und immer jemand vermisst wird. Wenn ich ehrlich sein darf, danke ich gott dafür das nu alles anders ist und es nun seit zwei jahren ein richtiges Familienleben gibt und das er diesen Beruf nicht mehr ausübt.
    Von meiner Seite alles Liebe und Gute für euch und ich denk an euch!

  34. Liebe Familie Miez,

    so ein Artikel wie Dieser, der tut einem schon als Außenstehender ganz schön weh und geht einem sehr nahe – Sie stecken mitten in dieser „Situation“… es muss fürchterlich sein.
    Es tut mir so unheimlich leid, dass Sie und Ihre Familie solch eine harte Zeit durchstehen müssen, so ganz ohne den Herrn Miez an der Seite. Seufz.
    Frau Miez, ich wünsche Ihnen ganz ganz viel Kraft für die nächsten Monate. Sie schaffen das, ganz bestimmt.
    Und wenn Sie „jammern“ wollen – oder gar müssen – mein Gott, dafür ist so ein Webdings doch da. Ob nun der Blog, Twitter oder Facebook, das sind Ihre ganz persönlichen Webdinger, wieso sollen Sie sich da zusammenreißen? Das müssen Sie im Alltag – für die Kinder – doch schon genug und irgendwo müssen die Emotionen doch hin.

    Was das Getrolle angeht: Da finde ich keine Worte. Anmaßend, frech, herablassend – was bilden sich solche Menschen eigentlich ein?! Bevor ich nun doch ausfallend werde, beende ich an dieser Stelle lieber,
    wünsche Ihnen – liebe Familie Miez – ganz viel Kraft, Zuversicht und eine dahinrasende Zeit, damit Sie bald wieder vereint sind.

    Alles alles erdenklich Gute und Liebe wünscht
    die Alltagsheldin

  35. So viel Wehmut und Traurigkeit…
    Wenn man jemanden vermisst und er überall fehlt, ist das kein Jammern…

    Vielleicht wollen die Kinder ja was basteln, was jeden Tag ein Stückchen wächst und dann dem Papa schenken?

    Beispiel
    A3 Blatt einen Familienbaum aufmalen und jeden Tag dürfen die Kinder was aufkleben (Knöpfe etc.)

    Und in 162 Tagen ist der Baum fertig und bunt und die Familie wiedervereint…

  36. ich stürze mich jetzt mal nicht auch noch in die diskussion über unangemessene kommentare sondern wünsche ihnen, dass die zeit schnell vergeht. schneller als sonst, schneller als alle zeit vorher und dass der herzschmerz, besonders für die kinder, nicht mehr so sehr weh tut.

    alles liebe

    halitha

  37. Liebe Mama Miez.
    Ich verfolge deinen Blog nun schon seit einiger Zeit und ich muss ehrlich gestehen, dass du zunehmend arrogant und überheblich wirkst. Besonders an deiner wirklich teils „zickigen“ Ausdrucksweise denen gegenüber, die vielleicht mal Kritik an dir äußern oder eben mal nicht deine Meinung vertreten. Und ja, auch bevor dein Mann ging.
    Und ja, ich muss hier nicht weiterlesen.
    Werde ich dann auch sein lassen, wenn du dich weiterhin so gibst. „Hochsensibel“, ganz genau.
    Ich wünsche Dir alles Gute.
    Mara

    1. Es ist nicht mein Bestreben jedem zu gefallen. Und ich muss mir bei weitem nicht jeden Kommentar freundlich lächelnd gefallen lassen.
      Dass Du Dich zurückziehst statt auf den Dauernögel-Zug aufzuspringen rechne ich Dir hoch an. Alles Gute.

    2. *Spiegelhochhalt*

      Wenn jemand einen Blog schreibt und darin Inhalte seines Lebens teilt, berechtigt das noch lange niemanden Kritik daran zu üben. Man kann es lesen oder eben nicht.
      Von daher, Reisende soll man nicht aufhalten.

  38. Noch 163 mal. So oft. So schwer. So viel Stärke für die Kinder. Da darf, da muss, da soll gejammert werden. Ganz viel Kraft und ganz viel Liebe für 163 Nächte, die hoffentlich schneller vergehen, als es jetzt scheint. <3

  39. Soooo… Jetzt muss ich auch mal schreiben :)

    Mein Mann war 15 Monate wegen der Arbeit in New York (wir leben in Chicago) und meine zwei Monster hatten ganz arg damit zu kämpfen. Das große Monster war zu der Zeit 3 1/2 Jahre alt und das Kleine 1 Jahr alt. Das Minimonster ist für die ersten sechs Monate jede Nacht schreiend aufgewacht und hat immerzu nach ihrem Daddy geschrien. Es war schrecklich schwer. Er kam einmal im Monat nach Hause und dann für nur vier Tage. Es war schön und grausam zugleich. Ich dachte das Ende kommt nie.

    Und jetzt… 4 1/2 Jahre später ist alles wie zuvor und die Kinder haben weder einen Schaden zurückbehalten noch sonst irgendwas ;)

    Mama Miez, ich wünsche Dir viel Kraft und denke ganz fest an Dich! 163 Tage… die bekommt ihr auch rum. Von den Sachen die ich so von Dir gelesen habe, scheint ihr mir eine ziemlich starke Familie zu sein. Immer weiter einen Fuß vor den anderen setzen…

    Chakka! ;-)

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