Bis einer heult! • Highspeedtag
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7. Februar 2014 | Pia Drießen

Highspeedtag

Mein Tag begann nach Abgabe der Kinder im Kindergarten mit der Zubereitung eines Kuchens und einem anschließenden Zahnarztbesuch. Man mag es kaum glauben, aber nunmehr 8 Jahren nach der Dentophobie-Therapie gehe ich tatsächlich alleine, ohne Panik und Schweißausbrüchen zum Zahnarzt. Ich bin Chuck Norris in hübsch!

Direkt im Anschluss flog ich dann in den Kindergarten, klaubte mir den Quietschbeu aus seiner Gruppe und fuhr mit ihm weiter zum Kinderarzt, wo wir ein Gespräch über mögliche Hilfestellungen bezüglich der wenigen schönen Aspekte seiner Hochsensibilität (Überreizung, Unruhe) sprachen. Also weniger schön für ihn  jetzt. Er ist momentan sehr schnell Überreizt und reagiert mit Unruhe und Nervosität, was ihm gerade im Spiel mit anderen Kindern sehr belastet und anstrengt. Ich suche schon länger einen Heilpraktiker, der dem Quietschbeu und mir helfen kann Wege zu finden, sich selber besser zu regulieren und die fehlenden Filter aufzufangen. Das gestaltet sich so schwierig, weil es kaum Fachleute gibt, die sich wirklich gut mit Hochsensibilität bei Kleinkindern auskennen. Psychologen gibt es da deutlich mehr, aber mein Bauchgefühl sagt mir, dass es nicht das ist, was der Quietschbeu braucht. Letztendlich waren der Kinderarzt und ich uns einig, dass die Abwesenheit des Papas zur seelischen Schieflage führt und ihm die Selbstregulation daher im Moment noch schwerer fällt. Wir stellen also erstmal ein bisschen die Ernährung (mehr Magnesium und Eisen) um und warten ansonsten einfach auf die Rückkehr des Miezmannes.

Danach ging es dann erstmal zum Wocheneinkauf, der Dank Unterstützung des Quietschbeus ratzfatz von Statten ging.

Daheim angekommen aßen wir erstmal zu Mittag. Was sehr lustig war, da mein Gesicht immer noch halbseitig taub war. Ich wusste so zeitweise nicht, ob ich jetzt auf meiner Zunge oder dem Essen kaute. Zudem schmeckte das Essen nach nix, weil auch meine Geschmacksknospen noch taub waren. Aber immerhin hatte ich was im Magen.

Dann klingelte der DHL-Mann. Und brachte 12 weitere Pakete. Jedes einzelne musste gescant und mein Name eingegeben werden. Unterschreiben musste ich zum Glück nur einmal. Dann verbrachte ich gute 15 Minuten damit die Pakete möglichst Platzsparend im Wohnzimmer aufzustapeln. Gerade als ich fertig war klingelte UPS und brachte weitere Pakete.

Sandalen im Schnee 07.02.2014

Um Anschluss fuhren wir gemeinsam in den Kindergarten, holten die kleinen Geschwister ab und fuhren zu meiner Schwester weiter, die heute Geburtstag hatte. Hier ein dickes Küsschen an Tante Mimi ?, bei der es leckeren Kuchen, Kakao und ein Playmobil-Spieleparadies gab. Wir verbrachten einen wunderschönen Nachmittag und beluden zum Abschied meinen Kofferraum voll mit weiteren Kleider- & Schuhspenden für Sandalen im Schnee.

Die Kinder waren um 20 Uhr im Bett und schliefen, noch bevor sie die Matratzen richtig berührten. Anstrengend so ein hin und her Renntag. Auch für mich. Ich hatte allerdings noch ein Date. Zum Podcasten. Kurz nach 20:30 Uhr saß ich also mit Laptop auf dem Sofa und wartete auf meinen Podcastmoderator auf Skype. Ich verrate an dieser Stelle noch nix, aber es ging um ein Thema, dass wohl den ein oder anderen von Euch auch interessieren wird. Wenn der Podcast fertig und online ist, werde ich Euch natürlich darüber berichten.

Nun werde ich meinen echt anstrengenden Tag beenden. Ganz offiziell. Morgen Abend kommen meine freiwilligen Helfer, um die Spenden zu sortieren und zu packen. Ausführliches Bloggen wird da wohl nur schwer unterzubringen sein. Aber vielleicht zeige ich Euch dann einfach ein paar Fotos meines Tages.

Küsschen,
Eure Miez

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Über den Autor:
Pia Drießen, 1980 in Köln geboren, verheiratet und Mutter von 3 Kindern (*2009, *2010, *2012). Marketing- und Medienberaterin mit Schwerpunkt Social Media. Bloggt seit 2002 mal lauter und mal leiser. Virtuell unterwegs auf Facebook, bei Twitter, Pinterest und auf Google+
    
  1. Sandra / Feb 8 2014

    Hallo, ich bin vor einigen Tagen auf deinen Blog gestossen und werde hier weiter fleissig mitlesen, da ich mich sehr für das Thema Hochsensitivität interessiere. Meine beiden Mädchen (8 und 5 Jahre) sind immer schon naja, wie soll ich mich ausdrücken…sehr speziell und irgendwie anders gewesen. Beide sind mutistisch, haben kaum Kontakte zu gleichaltrigen, sind sehr ängstlich und leicht mit allem überfordert. Habe erst letztes Jahr das erste Mal von diesem Thema gehört, da ich eine Frau kennengelernt habe, die hochsensitiv ist. Habe mir dann Literatur besorgt und bin seitdem davon überzeugt, daß meine beiden tatsächlich hochsensibel sind. Mir hat das wirklich geholfen, beide besser zu verstehen. Meine Große ist schon seit zwei Jahren in psychotherapeutischer Behandlung und die Entwicklung, die sie gemacht hat, ist wirklich erstaunlich. Für mich ist das immer noch sehr anstrengend, vor allem sich immer vor anderen rechtfertigen zu müssen, wobei ich auch schon gelernt habe, meine beiden wirklich so zu nehmen, wie sie sind. Eben irgendwie besonders! Lange Rede, kurzer Sinn, eigentlich wollte ich nur sagen,daß ich mich freue, deinen Blog gefunden zu haben. Gruß von Sandra

  2. Tine / Feb 8 2014

    Liebe MamaMiez,
    ein riesengroßes DANKE für die vielen Anregungen zum Thema Hochsensibilität. Das hat mich einen großen Schritt nach vorne gebracht!!
    Herzliche Grüße aus dem hohen Norden
    Tine

  3. Jenny / Feb 9 2014

    Mir haben als kleinkind mit hsp immer phantasie reisen cds geholfen…..einfach mal nachmittags um kita oder schule abzuschliessen. Ein seelischer break.
    Heute mit meiner tochter 4.5 j alt mache ich das an starken reiztagen …..es hilft prima , is aber ein prozess den man ueben muss.
    Es gibt extra phantasiereisen für kids.

    Und reiten……reiten bringt so verdamt viel ,das das tier nichts erwartet nur da ist …..

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