Bis einer heult! • Tagebuchbloggen 03/2014
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5. März 2014 | Pia Drießen

Tagebuchbloggen 03/2014

5 Uhr aufstehen, duschen, anziehen, Müsli und geschnippeltes Obst in Dosen füllen und erstmal in Ruhe einen Kaffee trinken. Diese Stille am Morgen ist und bleibt unbezahlbar. Um 6:30 Uhr wollte ich dann die Kinder wecken. Die ließen sich aber weder von Festbeleuchtung Deluxe der ganzen Etage, noch durch meine wirklich liebevollen Weckversuche beeindrucken. Ich zog kurz den Gebrauch einer Trillerpfeife in Betracht, versuchte es dann aber doch noch mal mit Füße kitzeln und siehe da: einer nach dem anderen erwachte langsam und träge. Trotzdem haben wir es gewaschen und angezogen pünktlich um 7:15 Uhr aus dem Haus geschafft.

Auf dem Weg zur Arbeit nahm ich heute mal die dritte, statt der ersten Ausfahrt am Kreisverkehr. Und merkte das erst Kilometer später, als ich schon deutlich zu weit in die falsche Richtung gefahren war. Das beschreibt meinen Tag eigentlich ganz gut. Also nicht dass Sie jetzt denken, mein Tag war nicht gut. Er war eben nur sehr … nun ja … wirr?

Auf der Arbeit ärgerte ich mich ausgiebig über meinen Rechner, der inzwischen gute 5 Minuten fürs Starten eines Programms benötigt und ganze 30 Minuten, um sich überhaupt am Ende meines Arbeitstags abzumelden. Meine Kollegen kichern schon hysterisch, wenn ich nur Luft hole, weil dann meist eine meiner berühmt berüchtigten Schimpftiraden auf die fehlende Motivation meines Arbeitsmittels folgt. Immerhin hilf das son bisschen gegen meinen chronisch zu niedrigen Blutdruck. 

Im Kindergarten gab’s viel schwarzgemachtes Papier. Die Terminbestätigung für den Delfin4-Test des Löwenmauls im April. Eine Einladung zur Sitzung des Rates der Tageseinrichtung bezüglich des neuen KiBiz Revisionsgesetzes 2014 und eine kommentarlose Auflistung von Hygienevorschriften für Helfer bei Zubereitung von Speisen. Letzteres ist so ein bisschen „Hä?“, weil: wir helfen ja nicht bei den Zubereitungen der Speisen. Aber da hoffe ich einfach mal, dass noch etwas Aufklärung folgt.

Daheim beschimpften sich die Jungs, weil sie nicht gleichzeitig auf einer Treppenstufe sitzen konnten/wollten, um sich die Schuhe auszuziehen. Das Löwenmaul bellte „Blödmann!“, der Quietschbeu blaffte zurück „: Arschbommel!“ Und ich lag pädagogisch total wertlos lachend am Boden. Arschbommel! Herrlich! Letztendlich stellte sich dann irgendwann raus, dass er eigentlich Arschbombe meinte. Kontextbezogen können se, die Kinder.

Am Nachmittag kam die liebste Freundin des Meedchens zum Spielen. Der Löwenmaul will die mal heiraten, sagt er. Ich halte das für eine gute Option, immerhin ist ihre Mama die Einzige, die ihn dazu bewegen kann seine Schüppchenschnute sofort komplett einzuziehen und zu verstecken. Aus Bockigkeit, natürlich. Aber immerhin. Zudem bin ich immer wieder ganz verliebt und voll Begeisterung, wie egal der kleinen Dame die wilden Brüder ihrer Freundin sind. Die meisten anderen Kinder fühlen sich von soviel Krawall und Lautstärke eher eingeschüchtert. Aber das Löckchenfräulein nimmt das alles so auf, als wär’s total normal. Liebe!

Danach gab’s noch ein fixes Abendbrot und ab ging’s ins Bett.

http://www.bentoshop.de/Bento-Boxen-fuer-Kinder/Hakoya-KinoKokeshi::917.html

Ansonsten habe ich heute leider kein Foto für Sie. Ach. Nein. Moment. Falsche Sendung. Also hier dann doch ein Foto der neuen Müsli-Obst-Dosen der Jungs, die sie nun jeden Mittwoch mit in den Kindergarten nehmen dürfen. Neben voll hübsch auch voll praktisch, weil’s Müslischüsselchen gleich dabei ist und die Innendosen wirklich dicht sind. Die Süßen heißen Hakoya KinoKokeshi und gibt es im Bentoshop.

Jetzt versuche ich noch ein bisschen sinnloses TV, tendiere tatsächlich aber eher zu früh ins Bett.

Die restlichen Tagebuchblogger findet Ihr drüben, bei Frau Brüllen.

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Über den Autor:
Pia Drießen, 1980 in Köln geboren, verheiratet und Mutter von 3 Kindern (*2009, *2010, *2012). Marketing- und Medienberaterin mit Schwerpunkt Social Media. Bloggt seit 2002 mal lauter und mal leiser. Virtuell unterwegs auf Facebook, bei Twitter, Pinterest und auf Google+
    
  1. nickel / Mrz 6 2014

    Arschbommel, herrlich! :D
    Den klaue ich mir bei Bedarf mal.
    Und ich finde, jeder braucht mal einen dieser wirren Tage. Ist ganz gut, um sich zu erden.

    Liebe Grüße!

  2. Alessia / Mrz 6 2014

    Hallo Frau Miez!
    Den Zettel zur Einhaltung von Hygienevorschriften bei der Zubereitung von Speisen haben wir damals bekommen, weil die Eltern zu den Geburtstagen der Kinder Kuchen machen oder auch bei Festen Kuchen/Salat etc. beigesteuert wird. In dem Kindergarten unserer Söhne sind deshalb auch Speisen mit Sahne oder rohen Eiern verboten. Damit nicht irgendwann die ganze Mannschaft von einer Salmonellenvergiftung flachgelegt wird… ;)
    Wahrscheinlich wird es in Kindergarten der Miezkinder den gleichen Hintergrund haben.
    Liebe Grüße aus dem sonnigen Saarland, Alessia

    • Mama Miez / Mrz 6 2014

      Ja, im Kindergarten hing ein dazugehöriger Aushang, der Deine Aussage bestätigt. Allerdings war das Blatt alleine son bisschen sinnlos. Aber nun hab ja auch ich es verstanden ;)

  3. Brigitte / Mrz 7 2014

    Hallo, lass doch mal das Programm „CCleaner“ über deinen Rechner laufen, hilft vielleicht. Oft liegt es auch daran, dass der Computer fein-säuberlich sämtliche up-dates von den Programmen drauflädt und man muss ihn mal „reinigen“ (lassen).
    Arschbommel ist einfach großartig, spontan fällt mir jemand ein, den ich gerne so titulieren würde. Ach ja……

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