Bis einer heult! • back to business
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7. April 2014 | Pia Drießen

back to business

Nun ist der Miezmann wieder auf dem Weg nach Hannover. Wir sind also offiziell, allerdings mit einem Tag Verspätung, wieder in unserem gewohnten Alltag angekommen.

Eigentlich hatte der Miezmann bereits gestern Abend mit der Bahn nach Hannover fahren sollen. Jedoch wurde der Quietschbeu gestern morgen um 6 Uhr schreiend wach, wand und wälzte sich durchs Bett und glühte stolze 40°C Grad. Nachdem er nicht aufhören konnte über starke Bauchkrämpfe zu klagen und weinen fackelte ich nicht lange und gab ihm Ibuprofen. Ich hab den Quietschbeu wirklich selten so außer sich gesehen und zudem ist er überhaupt nicht wehleidig. Er schlief kurz nach der Schmerzmittelgabe in meinem Bett wieder ein, aber ich sorgte mich dennoch fürchterlich, da er keiner Symptome, abgesehen von den Bauchschmerzen, hatte. Blinddarmentzündung spukte da in meinem Kopf herum. Also fuhr ich 3 Stunden später, als er wieder erwachte, mit ihm in die Kinderklinik. Der Diensthabende Arzt konnte jedoch rein gar nichts entdecken. Er tastete den Bauch ab, schaute in Ohren und Rachen, fühlt den Puls und hörte das Herz und die Lunge ab. Auch die Urinprobe blieb ohne Befund. Es war alles in bester Ordnung. Nur das sehr hohe Fieber war ein Indiz dafür, dass irgendwas nicht stimmte. Wir wurden mit einem Rezept für Ibuprofen und einem Klistier – falls er Verstopfungen haben sollte – nach Hause geschickt. Genauso schlau wie vorher.

Da es dem großen Kind ganz offensichtlich nicht gut ging, entschied der Miezmann erst heute nach Hannover zu fahren und am Morgen mit dem Quietschbeu noch mal zum Kinderarzt zu gehen. Ich ging derweil Arbeiten. Auch der Kinderarzt stellte rein gar nichts fest. Das Fieber war verschwunden, die Bauchschmerzen auch. Hatte er gestern nur an einem Milchbrötchen genagt und dieses in einem Fiebertraum eine Stunde später wieder erbrochen, konnte er heute wieder essen wie ein Scheunendrescher.  Da er sich heute auch ganz schrecklich langweilte, darf er morgen wieder in den Kindergarten. Schon gruselig, so ein Fieberflash, gleich Vollgas und nix mit erhöhter Temperatur, sondern direkt volle 40°C Grad. Aber der Arzt sagte auch, dass das Fieber seine Arbeit getan hätte und offensichtlich den „Angreifer“ erfolgreich bekämpft hätte. Gute Selbstheilungskräfte hat er, der Quietschbeu. Ich gab ihm übrigens, nachdem er nicht mehr über Schmerzen klagte, kein weiteres Ibuprofen und ließ ihn fiebern. Natürlich habe ich regelmäßig nach ihm gesehen, seine Stirn gekühlt und seinen Puls geprüft. Nachts gebe ich Fiebersenker, wenn das Fieber weiterhin >=40°C ist. Da es zum Abend aber nur bei 39,6°C lag, ließ ich es sein. Das muss natürlich jeder selber für sich wissen, aber wir haben gute Erfahrungen damit gemacht, das Fieber seine Arbeit machen zu lassen. Immerhin ist es ein Zeichen, dass der Körper versucht sich selber zu heilen.

Nachdem der Quietschbeu heute also wieder fit war und wir die Geschwister vom Kindergarten abgeholt hatten, wollten wir den Papa zum S-Bahnhof fahren. Dort angekommen sagen wir schon mehrere Bahnen im Bahnhof stehen. Als wir 20 Minuten später wieder zuhause waren, die Schuhe schon von uns geschmissen und auf dem Sofa lümmelnd, kam der Anruf, dass die S-Bahnen nicht fahren würden, weil irgendein Feuerwehreinsatz zwischen unserem und dem Kölner Hauptbahnhof den Schienenverkehr lahm legte. Ich raffelte also die Kinder alle wieder zusammen, packte sie ins Auto und holte den Miezmann am Bahnhof ab, um dann im Berufsverkehr in die Kölner Innenstadt und zum Hauptbahnhof zu fahren. Soooo hatte ich mir den Abend auch nicht vorgestellt.

Wir waren zur Bettgehzeit der Kinder wieder zuhause. Das Löwenmaul verfrachtete ich direkt vom Auto ins Bett. Seit er keinen Mittagsschlaf mehr macht, pennt er uns regelmäßig um 17 Uhr ein und dann bis morgens durch. Das Meedchen und der Quietschbeu aßen noch eine Kleinigkeit und folgten dann dem Löwenmaul.

Nun darf ich noch ein bisschen Alltagschaos beseitigen. Denn, seien wir ehrlich, mit dem Miezmann zog auch wieder ein wenig mehr Chaos ein. Was natürlich normal ist, bei einer weiteren erwachsenen Person. 

Ich habe jetzt vier Tage Zeit meine freien Abende zu genießen. Da stehen viele Basteleien für den bevorstehenden Quietschbeu-Geburtstag an. Der Kuchen und das Kindergarten-Frühstück wollen geplant werden. Ich hab bereits ein ellenlanges Ideen-Board. Nun muss ich gucken, was davon realistisch umsetzbar ist und wie ich was gestalte. Parallel dazu mache ich mir schon ein paar Gedanken zum 2. Geburtstag des Meedchens, da dieser dann ja auch ratzfatz folgen wird. 

Ja, da isse wieder die Miez: back to business.

Mein tägliches Blog-Versprechen werde ich nun übrigens auf Werktage begrenzen. Ich denke, Sie verstehen das.

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Über den Autor:
Pia Drießen, 1980 in Köln geboren, verheiratet und Mutter von 3 Kindern (*2009, *2010, *2012). Marketing- und Medienberaterin mit Schwerpunkt Social Media. Bloggt seit 2002 mal lauter und mal leiser. Virtuell unterwegs auf Facebook, bei Twitter, Pinterest und auf Google+
    
  1. Trollkatze / Apr 8 2014

    Ich wünsche euch alles Gute.
    Ich kann meine Kleine leider nicht fiebern lassen. Beim letzten Mal bekam sie zwei große zerebrale Krampfanfälle. Also gab es Paracetamol und zwei Wochen Penicillin. Hat sie für ihre 10 Monate aber gut weggepackt.

    Liebe Grüße aus dem Münsterland

  2. Frau Löwe / Apr 8 2014

    Ich lasse das Kind auch fiebern, wenn es geht. Nachts ist mir aber alles über 39,5°C zu hoch – da gebe ich lieber ein Zäpfchen, damit er schlafen und sich erholen kann. Manche Kinder können höher, andere weniger hoch fiebern.

    Gut, dass der Spuk nach einem Tag vorbei war!

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