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16 Heulsusen

  1. Wundervoll. Genau so. Und wie es die Berlinmittemom schreibt. Dass ich so gut wie gar keinen Enfluss auf das Essverhalten meiner drei Kinder habe, ist DER Satz dieses Textes für mich. Denn hier ist es genauso, und das stellt alles, was die traditionellen ernährungswissenschaftlichen Tipps für Kinder uns weismachen wollen, auf den Kopf.

    Das einzige, was ich ihnen beibringen kann, ist mit Lust zu essen, worauf sie Appetit haben. Und zwar dann, wenn sie hungrig sind. Und damit aufzuhören, wenn sie satt sind. Damit ist schon viel erreicht, das kann so mancher Erwachsener nicht.

    Liebe Grüsse! Christine

  2. Line

    Ganz toll geschrieben und so wahr. Und wirklich interessant zu sehen, wie unterschiedlich sich Kinder auch da, trotz gleichem Umfeld, gleicher Erziehung etc., entwickeln.

    Ich war auch immer ein Kind, das wirklich alles probiert und gegessen hat. Salzig esse ich bis heute gerne. Als Kind habe ich ab und zu Brühwürfel gelutscht. Natürlich nur, wenn Mama nicht hingesehen hat, die fand das nämlich nicht gut ;)
    Mein Bruder hingegen war schon immer sehr mäkelig. Seine Nudelphase (nackte Nudeln, ohne alles) hielt an, bis er ca 10/11 war. Wenn er etwas mochte, aß er es, bis er es nicht mehr sehen konnte. Im Italienurlaub 3 Wochen abwechselnd nackte Nudeln und Thunfischpizza. Auf’s Brot kommen ihm noch heute (er ist Mitte 20) nur Leberwurst, Schinkenwurst und Thunfisch aus der Dose. Im Wechsel und dann gerne 1- 1 1/2 Jahre am Stück eines davon. So seit 5 Jahren probiert auch mal neue Sachen und sein Speiseplan hat sich erheblich erweitert.

  3. Hier ist es ähnlich, wie beim Löwenmaul – bei uns ging bis zum 2. LJ alles – wirklich alles, rohe Zwiebeln, Räucherfisch – egal, was. Von jetzt auf gleich beschloss er dann, auf Nudeln (hier allerdings IMMER mit Tomatensosse) umzusteigen – wochenlang ging nur dies.

    Kein Brot, Brötchen waren auch doof, Obst und rohes Gemüse (auch Sellerie oder Porree gehen roh) ist ok. Er ist jetzt 5 und beginnt sich wieder ranzutrauen, mittlerweile geht Brot, aber nur mit Salami – Pommes, Nudeln und Reis und – oh jaaaa, Fleisch, zwar immer nur Hähnchenfleisch, aber immerhin.

    Ich hab mir da auch anfangs Stress gemacht, dann nicht mehr – wenn er nicht mag, konnte er in der brot-freien Zeit alternativ eine Buchstabensuppe haben, mittlerweile gibt es alternativ ein Brot. Aber er probiert jetzt auch einiges wieder, wenn er nicht mag, ok – und er muss auch nicht aufessen. Ich musste da früher und fand es doof. Wenn satt – dann satt….

    Schön zu lesen, das es wirklich überall ähnlich ist, mein Mann meinte anfangs, in der Stress-Zeit, nur wir hätten wohl dieses Problem…

    LG
    Anke

  4. Claudia

    „Mit “an den Rand legen” kommt man ihr am besten gar nicht erst. Da wird sie zur Furie. So stehen inzwischen oft zwei Teller vom Meedchen. Einer zum Essen und einer zum Aussortieren.“

    Haha ist hier beim zweitzwerg auch so *gg*
    Ich kann deinen Artikel und den von berlinMitteMom nur unterschreiben.
    Find ich toll, das du deinen Kindern nicht den Nachtisch verweigerst. Essen soll Spaß machen und nicht zur Verwöhnung oder zum Zwang geraten.

  5. Sanne

    Ich liebe liebe liebe deinen Blog!!! Lese immer still, aber ich hab hier schon soviel gelacht, gekiechert, nachgedacht auch geweint….dass ich das doch mal loswerden musste. Angefangen hab ich mit dem Lesen 2012, als ich mit Kind Nummer 3 schwanger und Bettruhe flach lag….nun bin ich süchtig. Deine Schreibe ist herrlich, ich mag deine Ehrlichkeit, wie du Situationen beschreibst….ich bewundere, wie du dein/euer Leben wuppst und ich würde soooooooofort das Buch zum Blog kaufen, sollte es dieses irgendwann geben!
    LG, Sanne

  6. Hanna

    oh mann, ich erkenne mich so oft in deinen kindern wieder. irgendwie lerne ich durch deine kinder immer wieder über mich ;)

    ich LIEBE es auch jetzt noch mein essen in das kleinst mögliche zu zerteilen, verstreichen, auseinander sortieren. und alles was ich nicht mag muss auf den teller von…jemand anderem. ich halte das einfach nicht aus. es macht mich wahnsinnig. und ich bin schon gute 20 ;) und ich finde es so fantastisch dass du deine kinder so essen lässt wie sie wollen. ich durfte das als kind nicht und das war für mich das schlimmste am essen.

  7. Sandra

    Ich wollte nie glauben, wenn andere Eltern erzählt haben, dass das mit dem „guten Essen“ so ab zwei zumindest stagnieren würde. Nun, was soll ich sagen: wie wahr, wie wahr :)
    Wir haben es immer so gehalten, dass wir ein ausgewogenes Angebot machen und der Kleine (jetzt 2 und nen Viertel) nimmt davon, was und soviel er möchte. Lediglich bei Süßigkeiten gibt es Regeln.
    Brei mochte er nie, gefüttert werden schonmal gar nicht. Bin mal gespannt, wie es mit Kind Nr. 2 so wird….

    Danke für den erfrischenden Blog – toll geschrieben und immer wieder köstlich amüsant – wie das Leben halt so ist.

    Frohe Ostern!

  8. Bis vor ein paar Jahren, als alle drei Kinder klein waren, hätte ich das auch unterschreiben können. Und ich habe mich ebenfalls damit getröstet, dass noch kein Kind am gedeckten Tisch verhungert ist. Mittlerweile hat das Essverhalten der beiden großen Kinder (fast 9 und 11 Jahre) sich fast völlig unserem angeglichen, es gibt kaum noch Dinge, die die Kinder nicht mögen oder zumindest probieren – die Fünfjährige hingegen seziert schon noch gern Nahrungsmittel, pult Kerne aus Tomaten oder kratzt Petersilie vom Salat. Aber ich sehe das Ganze mit großer Gelassenheit, schließlich haben die beiden anderen ihre „Schrullen“ auch nach und nach ganz von allein abgelegt …

  9. Windsandale123

    Hmm, was ist jetzt so verkehrt/ schlimm an Hipp und Co, dass Mama Miez das heute unangenehm ist?? Klar, Hipp ist ein Großkonzern, der Geld m Babynahrung verdienen will- aber wollen das nicht auch die ‚echten‘ Biomarken? Und was ist an Babybrei aller Arten so falsch außer das es eben kein BLW ist???? — Irgendwie erweckt diese Bemerkung bei mir den Eindruck der ‚Mutterstutenbissigkeit‘ über die ich seit Geburt meiner tollen Tochter immer wieder entsetzt bin…
    Oder habe ich hier etwas völlig falsch aufgefasst?
    LG u frohe Ostern,
    Windsandale

  10. Mein Mittelkind hat über Jahre fast nichts und auch im Stil mit Pipette und Pinzette gegessen.
    Sie schrieb mit 17 ihre Matura (ein Jahr früher als normal), ist 1.86 gross, fröhlich und bildhübsch. Heute mit 22 isst sie viel mehr, und ausgewogener.

  11. Toller Artikel, so schön frisch, ehrlich und authentisch geschrieben wie es eben im Leben einer Mutter so zugeht. ;)
    Meine Kinder sind, was das Essverhalten betrifft, auch sehr unterschiedlich. Meine Älteste war als Baby sehr wählerisch was das Essen anbelangte, Obstbrei und Bananen waren noch ganz okay, aber alles was nur etwas nach Gemüse schmeckte wurde demonstrativ verweigert. Trotzdem gab ich nie auf, und bot immer Gemüsestückchen zusätzlich zu jeder Mahlzeit und als Zwischenmahlzeit an. Ich zwang sie nicht, Gemüse zu essen, hab ihr aber die Möglichkeit dazu gegeben – und siehe da – irgendwann verlor sie die Skepsis gegen das Grünzeug und mittlerweile ist sie fast alle Sorten (außer Fisolen und Spinat) mit Genuss. Mein Jüngster hingegen aß als Baby so gut wie alles, ist aber dafür jetzt um einiges wählerischer als früher. Aber ich lasse mir deshalb keine grauen Haare wachsen, das Essverhalten und der Geschmacksinn wird sich im Laufe des Lebens noch öfters verändern. Ich bin auch ein absoluter Gegner der „Alles muss aufgegessen werden“ Erziehungsmethode. Ist ja bei Erwachsenen auch so – manchmal hat man mehr Hunger, manchmal weniger. Essen sollte kein Zwang sein, und viel essen sollte auch nicht belohnt werden – genau solche Erziehungsstile fördern nämlich meiner Meinung nach späteres Übergewicht und negative Essgewohnheiten.

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