Bis einer heult! • Fledermausnacht für Kinder
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6. September 2014 | Pia Drießen

Fledermausnacht für Kinder

Vor ein paar Wochen haben wir uns via E-Mail beim NABU Euskirchen zur Fledermausnacht für Kinder in Mechernich (Eifel) angemeldet. Seitdem zählte der Quietschbeu die noch zu schlafenden Nächte. Heute war es dann endlich soweit. Das Löwenmaul und das Miezmeedchen brachten wir am frühen Nachmittag zu meiner Schwester und ihrer Familie. Grundsätzlich wäre das Ganze auch für das Löwenmaul interessant gewesen. Aber da ich mir sicher war, dass er auf dem Weg dorthin im Auto einschlafen und dann unweckbar sein würde, entschieden wir uns, die Batnight 2014 nur mit dem Quietschbeu zu besuchen. Nächstes Jahr werden wir das Löwenmaul dann auf jeden Fall mitnehmen!

20140905_batnight08Pünktlich um 19:30 Uhr erreichten wir den Treffpunkt, bezahlten die wirklich günstige Gebühr von 5 Euro pro Erwachsenen und 2,50 Euro für Kinder, erhielten Infoblätter über die Fledermäuse und Aufkleber als Beweis, dass man dabei gewesen ist. Der Quietschbeu redete mal wieder ohne Punkt und Komma und erklärte irgendwann schwer seufzend: „Ich bin schon sehr aufgeregt!“ Oh ja!

Der Abend begann dann mit einem etwa 15-minütigen Dia-Vortrag des Feldermausexperten Markus Thies über die hier lebenden Fledermausarten. Besonders niedlich ist die Langohrfledermaus. Der Quietschbeu musste laut lachen, als die Mopsfledermaus mit den Worten „Die sieht aus, als sei sie mit 100 Sachen gegen eine Glasscheibe geflogen!“ vorgestellt wurde. Stimmt!

Danach gingen wir gemeinsam in die Kakushöhle, wo die Mitarbeiter von NABU gemeinsam mit dem Experten Fledermausfangnetze aufbauten. Dann hieß es warten. In der Dämmerung konnte man vor der Höhle die ersten Fledermäuse im Himmel beobachten. In der Höhle blieb es ruhig. Wir lernten, dass Fledermäuse 1-2 Stunden jagen und wenn sie dann satt und müde sind, in die Höhle fliegen und sich schlafen hängen/legen. Die 1 ½ Stunden, die wir nun auf die erste Fledermaus, die ins Netz ging, warten mussten, verbrachten wir mit Erkunden der Höhle. Der Quietschbeu hat sie quasi zu Fuß vermessen, rannte immer wieder von A nach B, kletterte über die Vorsprünge und leuchtete in Spalten und Löcher.

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Als ihm nach rund einer Stunde langweilig wurde, begab er sich mit dem Miezmann auf eine kleine Nachterkundung im stockdunklen Wald, die sie aber nach einer viertel Stunde wegen akutem „Papa, das ist schon sehr unheimlich!“ abbrechen mussten. Das Timing war gut, denn kurze Zeit später wurde es zunehmen voller in der Höhle und die ersten Fledermäuse flogen über uns hinweg. Dann ging die erste Fledermaus, eine männliche Langohrfledermaus, ins Netz.

Makus Thies befreite die Fledermaus, hielt sie vorsichtig in der Hand und gab uns allen die Möglichkeit, die einmal genau zu betrachten und auch zu streicheln. Meine Güte! Fledermäuse sind so unfassbar weich. Und hübsch. Also diese jetzt. Die Mopsfledermäuser eher nicht so. Hihi. Dann wurde die Fledermaus vermessen und gewogen. Anschließend markierte der Experte die Fledermaus mit Nagellack, damit er sie später wiedererkennt, wenn sie ihm an diesem Abends nochmal ins Netz gehen würde. Alle durften nochmal gucken und streicheln, dann setzte er sie einem Mädchen auf die Hand und schwups … flog sie wieder davon.

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Es kamen immer mehr Fledermäuse in die Höhle und es sind dann sicher noch einige in die Netze gegangen. Da es aber inzwischen 22:15 Uhr war und der Quietschbeu sich immer wieder die Augen rieb, haben wir unseren Ausflug dann beendet.

Es war ein aufregendes Abenteuer mit einer großen Höhle, einer kleinen Nachtwanderung und einer Fledermaus zum Anfassen. Der Quietschbeu war jedenfalls überglücklich, aber sehr sehr müde und schlief im Auto direkt ein.

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Über den Autor:
Pia Drießen, 1980 in Köln geboren, verheiratet und Mutter von 3 Kindern (*2009, *2010, *2012). Marketing- und Medienberaterin mit Schwerpunkt Social Media. Bloggt seit 2002 mal lauter und mal leiser. Virtuell unterwegs auf Facebook, bei Twitter, Pinterest und auf Google+
    
  1. Nessa / Sep 6 2014

    Ach wie schön! Vor unserem Haus fliegen abends auch immer Fledermäuse, die auf Mottenjagd sind. Der Knirps beobachtet sie manchmal ganz gespannt vom Fenster aus.
    Ich kann mir vorstellen, dass der QB das wirklich genossen hat, ein Ausflug ohne Geschwister ist doch etwas ganz Besonderes :)

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