Bis einer heult! • Alles ist gut.
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27. Oktober 2014 | Pia Drießen

Alles ist gut.

Heute war so ein Tag, an dem mir ganz schrecklich bewusst war, wie dankbar und glücklich ich für meine 3 Kinder bin. So wundervolle Wesen. So albern, witzig und humorvoll. So feinfühlig, im Umgang unter- und miteinander. Das Meedchen holt den Brüdern die Schuhe, sie helfen ihr gemeinsam beim Schuhe anziehen. Der Quietschbeu öffnet ihr den Joghurt, das Löwenmaul bringt ihr einen Löffel. Sie interagieren so unglaublich herzlich und liebevoll miteinander, dass mir das Herz aufgeht.

Da waren viele Sorgen in der letzten Zeit. Ob ich wirklich allen 3 ausreichend Aufmerksamkeit schenke. Der Quietschbeu, der sich gerade durch das ganze Vorschulprogramm und diverse Tests in einer sehr ehrgeizigen Phase befindet und das Meedchen, welches in bester Autonomiephase steckt.  Dazwischen das Löwenmaul, ohne große Ansprüche, immer etwas ruhiger und genügsamer als seine Geschwister, aber zeitgleich so voller emotionaler Ausbrüche über Kleinigkeiten. Das hat mich wirklich sehr beschäftigt. 

Als wir letzte Woche erneut bei der Familieberatung waren und wieder zu hören bekam, wie gut wir uns doch in unsere Kinder einfühlen könnten und wie schön es zu sehen wäre, dass wir als Eltern ganz offensichtlich toll miteinander reden können und an einem Strang ziehen, da fühlte ich mich, wie in Ballon, aus dem die Luft entweicht. Mit einem lauten Pups-Pfff-Geräusch. Die ganzen Sorgen und die Anspannung der letzten Wochen verpuffte einfach so.

Ja, die Kinder stecken immer wieder in Phasen. Mal versetzt, mal zeitgleich. Und nein, man kann ihnen nicht immer und jederzeit gleichermaßen gerecht werden. Allein deshalb schon nicht, weil sie zu unterschiedlichen Zeitpunkten unterschiedlich starke Bedürfnisse haben. Aber wir machen das gut. Wir haben ein waches Auge auf jedes unserer Kinder. Wir reden miteinander über diese und jene Situation, wie sie zu Stande kam und wie man am besten reagieren kann. 

Es ist nicht immer leicht, aber es sind genau diese Dinge, die das Elternsein ausmachen. 

An so Tagen wie heute, an denen man in jeder Sekunde beobachten kann, wie liebevoll ihr Verhältnis zueinander ist, wie gut ihr soziales Miteinander funktioniert, da sorge ich mich gar nicht. Da bin ich einfach nur glücklich und dankbar über 3 ganz bezaubernde Wesen, die sind in ihrer Umwelt ganz offensichtlich wohl und geborgen fühlen. Die mit ihrer Interaktion zeigen, dass wir sie auf den richtigen Weg gebracht haben. Dass die Rahmendingungen stimmen. Dass sie wissen, wie gegenseitige Fürsorge und Hilfsbereitschaft funktionieren. 

Und wenn der Quietschbeu dann wieder sagt, er hätte so gerne noch eine Schwester und ihm dabei völlig egal wäre, dass es dann noch lauter ist und er mich mit noch einem Geschwisterkind teilen müsse, dann streichelt auch das meine Muttiseele.

3 so große Herzen in 3 so kleinen Kindern. Alles ist gut.

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Über den Autor:
Pia Drießen, 1980 in Köln geboren, verheiratet und Mutter von 3 Kindern (*2009, *2010, *2012). Marketing- und Medienberaterin mit Schwerpunkt Social Media. Bloggt seit 2002 mal lauter und mal leiser. Virtuell unterwegs auf Facebook, bei Twitter, Pinterest und auf Google+
    
  1. michaela / Okt 27 2014

    Wunderschön geschrieben <3

  2. Katrin / Okt 27 2014

    Bedingungslose Liebe

  3. SanDra / Okt 27 2014

    du schreibst immer so schön über deine kinder :-)

  4. Renata / Okt 28 2014

    Ein bisschen Selbstbeweihräucherung muss ja auch mal sein;-)

  5. toffi / Okt 28 2014

    <3 so schön

  6. Anna (Mama Motte) / Okt 28 2014

    Ach wie wunderschön Du das gesagt hast! Jetzt bin ich zwar noch trauriger, weil ich weiß, dass wir wohl nie ein zweites Kind haben werden, aber umso dankbarer bin ich für unsere zauberhafte Maus, die mich jeden Tag zu einer glücklichen Mama macht… Sei lieb gegrüßt, Anna

  7. Sari / Okt 28 2014

    Ich habe „nur“ ein Kind und stehe schon manchmal nervlich an meinen Grenzen und habe daher immer enormen Respekt vor Leuten mit mehr Kindern als ich. Das muss Erfüllung und Stress in einem sein, immer wieder… ein Kind fordert so viel und gibt gleichzeitig auch so viel zurück.
    Ich finde es herrlich und würde es nie missen wollen ^^

  8. Tanja / Okt 28 2014

    Alles ist gut :)
    Und wieder sehr einfühlsam und mit ganz viel Liebe geschrieben.
    Da öffnet sich einem das Herz.

  9. sandra / Okt 28 2014

    sehr schön! geniesse diese Augenblicke!

  10. Tanja / Okt 28 2014

    Liebe Pia,

    vielen Dank für diesen wundervollen Post.
    Es geht wirklich genau darum, sich selber die Anerkennung zu geben für das, was einem gut gelingt (das hat nichts mit Selbstbeweihräucherung zu tun ;)). Ihr gebt Euer Bestes für Eure Kinder, und in diesem Wissen und dieser Anerkennung könnt Ihr Euch auch das verzeihen, was Euch immer mal wieder vielleicht nicht so gelingt, wie Ihr Euch das wünscht.

    Lieben Gruß
    Tanja

  11. Nina / Okt 28 2014

    Liebe Pia, was für ein wundervoller Text! Es ist so wahr – wir sollten viel mehr auf das achten, was wir richtig gut machen bzw. was richtig gut läuft! Auch ich tendiere viel zu häufig dazu, immer nur auf „Fehlersuche“ bei mir zu gehen.
    Übrigens finde ich es toll, dass ihr euch Hilfe in unsicheren Zeiten gesucht habt und du so offen darüber schreibst! Das ist m.E. leider ein großes Tabuthema. Umso schöner, dass es so mutige Frauen wie dich gibt!
    Danke, für deinen Gedankenschubser!

  12. Anja / Okt 28 2014

    Hallo Pia, schöne Schilderung. Geht mir mit meinen zwei ähnlich. 2 unter 2 1/2 Jahren haben ganz unterschiedliche Bedürfnisse und wenig Verständnis für Warten, ruhiger sein, usw…daher sind auch für mich die harmonischen (die noch mehr sind) Tage ein Segen und eine Bestätigung unseres guten Familienbandenzusammenlebens.

    Mach weiter so!

    Lg Anja von der Kellerbande.wordpress.com

  13. Mili / Okt 28 2014

    Bitte nichts für ungut, aber warum wurden den Kindern so furchtbare Pseudonyme gegeben, oder sind das tatsächlich die Kosenamen?

    Ansonsten Gratulation zu der perfekten Familie!

  14. Eugen / Okt 28 2014

    es gibt sie also noch die kinder die in der heutigen zeit „gegenseitige Fürsorge und Hilfsbereitschaft“ beigebracht bekommen. wird leider immer seltener in unserer zeit in der jeder sich selbst der nächste ist.

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