Bis einer heult! • Mein kleiner großer Architekt
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17. Dezember 2014 | Pia Drießen

Mein kleiner großer Architekt

Schon vor längerer Zeit war mir aufgefallen, dass der Quietschbeu ein großes Interesse an dreidimensionalen Konstruktionen und Bauten hat. Das fing nicht erst mit Lego an. Schon vorher baute er, wie vermutlich viele Kinder, aus jedem Schuhkarton ein Haus. Dann begann er viele Fragen rund um den Bau eines Hauses zu stellen. Wir kauften ein paar Bücher, lasen viel und ich erklärte, was ich eben selber vom Hausbau weiß. Dann kam dieser Tag im Kindergarten. Die Erzieher haben einen ganz großartigen Adventskalender gebastelt. Jeden Tag darf ein Kind ein Türchen öffnen. Hinter diesen Türchen befinden sich dann solche hübschen Sätze wie „Du darfst beim nächsten gemeinsamen Frühstück aussuchen, was es zu essen gibt.“ oder auch „Eine Erzieherin ließt Dir Dein Lieblingsbuch vor“. Viele schöne Dinge, über die sich jedes Kind freut, wenn es an der Reihe ist. Beim Quietschbeu stand auf der Karte, dass er mit einer Erzieherin etwas nach seiner Wunsch basteln dürfte. Er freute sich so über die Karte und nahm sie auch umgehend in Anspruch.

Als ich ihn am Nachmittag abholte, präsentierte er mir voller Stolz sein „Gebasteltes“.

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Ja. Das ist ein Haus. Unser Haus. Vorne guckt der Weihnachtsmann raus, im Vorgarten steht der Nikolaus. Hinten rechts ist ein Rentier mit Schlitten und der Geschenkesack des Christkinds zu sehen. Natürlich hat es auch geschneit.

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Auf der Rückseite verlässt das Christkind gerade das Haus Richtung Schneemann.

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Zuhause haben wir auch noch einen Josef gebastelt. Der steht auf der Seite, die ich jetzt nicht fotografiert habe. Ich geb es ganz ehrlich zu: da bin ich vor Muttistolz fast geplatzt. Ich mein, gucken sie sich das Ding mal an! Ist das nicht großartig! Und das alles an einem Vormittag mit der Hilfe von einer Erzieherin. Er konnte gar nicht genug bekommen und hat immer weiter und weiter gebaut.

Dann kam Ende letzte Woche die neue Olli und Molly Kindergarten. Wie immer ist auch eine Bastelidee enthalten. Diesmal ist es eine Ritterburg. Nachdem das Löwenmaul das Heft zuerst hatte, um u.a. das Mandala auszumalen (festes Löwenmaulritual), blätterte heute morgen der Quietschbeu das erste Mal im neuen Heft und entdeckte natürlich sofort die DIY Ritterburg. Am liebsten hätte er noch vor dem Kindergarten mit dem Basteln angefangen. Leider musste ich ihn auf den Nachmittag vertrösten.

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Tja, und da kommen die Gene ins Spiel. Wenn der Quietschbeu eines von mir geerbt hat, dann diese unerträgliche und penetrante Ungeduld. So ist es im Nachhinein nicht mal mehr verwunderlich, dass er, als ich ihn heute vom Kindergarten abholte, bereits den Ritterburgrohling fertig gestellt hatte.

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Ganz ehrlich, Sie glauben gar nicht, was diese Kunstwerke mit mir machen. Es ist so wundervoll diese überschäumende Kreativität und Begeisterung bei meinem großen Sohn zu sehen, zu spüren und zu erleben. Wie er darin aufgeht sich sein fertiges Bauwerk vorzustellen und auszumalen. Wie er immer und immer wieder Dinge und Details verfeinert und erweitert. Mit wie viel Stolz er seine Ergebnisse selber ewig betrachten und wenden kann. Diese räumliche Denk- und Bauweise, die fasziniert mein Kind. Ob es die Umsetzung von umfangreichen Legobauten ist oder der Bau eines 3D-Modells.

Es macht ihn glücklich und stolz. Es macht mich glücklich und stolz. Mein kleiner großer Architekt.

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Über den Autor:
Pia Drießen, 1980 in Köln geboren, verheiratet und Mutter von 3 Kindern (*2009, *2010, *2012). Marketing- und Medienberaterin mit Schwerpunkt Social Media. Bloggt seit 2002 mal lauter und mal leiser. Virtuell unterwegs auf Facebook, bei Twitter, Pinterest und auf Google+
    
  1. Stephanie / Dez 18 2014

    Einfach wunderbar! :)
    Den Rohling schon mal fertig gestellt. Grandios. :)

  2. gabi / Dez 18 2014

    Einfach nur wow! <3

  3. Anika / Dez 18 2014

    Wundervoll, wenn Kinder kreativ und phantasievoll sind und vor allem sein dürfen. LG

  4. Tanja / Dez 18 2014

    Einfach WOW :)

    ich bin selbst in der kreative Ecke daheim (technische Zeichnerin) und dieses dreidimensionale Denken haben viele Erwachsene nicht.

    Hut ab vor dem kleinen Baumeister und ganz liebe Grüße
    Tanja

  5. Ramona / Dez 18 2014

    Da fallen mir glatt die Klorollenraumschiffe ein, die der Wolf derzeit mit nach Hause schleppt. Ich wollte demnächst auch mal darüber schreiben. So toll, diese Jungs!

  6. Nicole / Dez 18 2014

    Wunderbar! Das Schönste ist neben deinem Stolz die große Freude über sein Geschafftes, das freut ihn dann auch wieder mehr und bestärkt unheimlich in der Kreativität! Schön, immer wieder aus eurem Bunten Alltag zu lesen und bewundernswert, welche Geduld und Ausdauer mit Erklären du bei jedem deiner Kinder hast. Ich find, du kannst auch ganz stolz auf dich sein!!

  7. Lilsen / Dez 18 2014

    Mir gefällt sein Rohling besser als die Vorlage, im Ernst!! Wie schön für ihn, dass er nicht nur zuhause sondern auch in der Kita darin unterstützt wird….

  8. Heike / Dez 18 2014

    Hallo,

    das ist wirklich großartig, was er da baut. Und diese kleinen Details (der Weihnachtsmann, das Christkind oder die Blumen in den Fenstern) sind einfach zauberhaft.

    Liebe Grüße

  9. christina / Dez 18 2014

    Tolle bauwerke !

  10. Katharina / Dez 18 2014

    Ganz, ganz toll!!!!!

  11. Kaya / Dez 18 2014

    Wirklich toll, was er so baut, sehr kreativ.

    Die Idee von dem Kindergarten mit dem Adventskalender finde ich übrigens echt spitze. Sind die Türchen fest vergeben (also die Erzieher wissen welches „Erlebnis“ für welches Kind geplant ist) oder werden die am Anfang zufällig verteilt?
    Auf jeden Fall war dieses Türchen perfekt für den Quietschbeu.

    LG Kaya

    • Pia Drießen / Dez 18 2014

      Nein, es war wirklich Zufall. Das Kind, das ein Türchen öffnen darf, wird ausgelost.

  12. Doro / Dez 18 2014

    Toll, der kleine Baumeister! Ich hatte ein ähnliches Wow-Erlebnis bei einem Plätzchenbacktreffen mit einer anderen Mama samt Kindern. Wir wollten unter anderem ein kleines Weihnachtsdörfchen bauen, so mit Kekshäuschen und kleinen Würfelzuckeriglus, hatten wir Mamas jedenfalls gedacht. Die Söhne waren da kreativer. Meiner begann, Zucker und Kekse zu kombinieren und hatte dann einen mehrstöckigen Palast. Mit Toilette aus einer braunen Zuckerperle. :-) Immer wieder schön, wenn einen die Kinder mit ihrer Kreativität überraschen.

  13. michele / Dez 18 2014

    Toll! Kennt ihr die Makedo Bausets?

  14. Calin Flecke / Dez 19 2014

    Ein echt toller Junge .
    Mit soviel Geduld,Interesse ,Genauigkeit und Kreativität sowas zu erschaffen.
    Da kannst du wirklich stolz sein.

  15. Anne / Dez 19 2014

    Dein Sohn hat Potential – mein Urteil als Architektin. Das sieht besser aus als bei manchem Erstsemester!

  16. isabella / Dez 27 2014

    Wir waren mit unseren beiden Jungs zeitgleich schwanger, da kann man sich immer gleich noch viel besser hineinversetzen und „vergleichen“, du weißt wie ich das meine. Nicht im negtiven Sinn, sondern ich sehe einfach wie großartig und nicht selbstverständlich das ist. Unglaublich toll und süß <3 Ich kann sehr gut verstehen, dass du stolz auf deinen Großen bist!

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