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23 Heulsusen

  1. Diese Situation kenne ich auch gut (ich hab keine Kinder, aber störe mich manchmal an Kleinigkeiten u steiger mich da rein)…bis einem eine Geschichte eines anderen, den man nicht mal kennen muss, wieder auf den Boden zurück holt und man sich (fast) dafür schämt, weil man nicht zu schätzen weiß, wie gut es einem geht…

  2. Mareike

    Wahre Worte! Wir hatten einen tragischen Unfall im Nachbarort, das Kind war so alt wie mein Sohn jetzt. Das rüttelt wach und lässt einen die schweren Stunden/Tage/Wochen, die man manchmal durchmacht, in einem anderen Licht erscheinen.

    Trotzdem oder deshalb: Viel Durchhaltevermögen! Es brechen wieder anders Zeiten an…

  3. Kathrin

    Ja, wie wahr! Wenn ich von solchen schrecklichen Schicksalen erfahre, dann werden diese Bedrängnis-Probleme plötzlich ganz klein. Trotzdem gibts es manchmal diese Tage, an denen ich nicht besprungen, getreten oder an den Haaren geziept werden möchte. Von zwei Kindern! Ich weiß sie meinen es nicht böse, sie sind nur überschwänglich, lebhaft und genießen die körperliche Nähe. Sie brauchen das Raufen, necken kitzeln. Doch wenn mir dabei immer wieder weh getan wird, dann verliere ich die Lust, auch wenn es ohne Absicht ist. Gut, dass ich die Runden dann meist an meinen Mann weiter geben kann…

  4. Nicola

    Ich weiß was du meinst.. vor vier Wochen ist ein guter Freund mit seinem 10jährigen Sohn nur 200 m (direkt vor seiner Haustür) von uns mit seinem Quad tödlich verunglückt.. die Tage darauf hab ich meine Kleine ständig gedrückt.

    Dazu kam, das für die folgende Woche die Beerdigung genau an dem Tag war, an dem ich meinen Kaiserschnitt-Termin hatte. Als ich den ersten Schrei meiner Kleinen hörte, war mein einziger Gedanke: Heute muss deine Freundin Mann und Kind zu Grabe tragen.. erst als man sie uns wieder brachte, konnte ich mich über unser kleines Wunder freuen..

    Ich schaffe es nicht immer, meiner Großen die nötige Geduld entgegen zu bringen wenn sie wieder dauersendet..(ohne das ich mich jetzt selber als hochsensibel einstufe), aber so ein Ereignis verändert, man wird demütig wenn man mit beiden Kindern kuscheln kann.

    LG Nicola

  5. Sehr schön geschrieben. Bei mir ist es zur Zeit ähnlich. Wir werden zwei Pflegekinder aufnehmen und die saugen geradezu jegliche Aufmerksamkeit auf. Wahnsinn, wie zwei kleine Kinder so liebesbedürftig sein können. Manchmal hab ich das Gefühl, dass 4 oder 6 Kinder da sind und es ist sehr anstrengend, Aber auch sehr, sehr schön, wenn sie einen in den Arm nehmen und die Nähe suchen. In anstrengenden Momenten würde ich auch gerne die Notbremse ziehen. Aber Ablehnung und Desinteresse kennen diie Kinder leider zu gut und darum muss Frau stark sein. ;)

  6. Ich kenne dieses bedrückte Gefühl, wenn meine drei Kleinkinder an mir zerren, nur allzu gut! Aber es geht vorbei. Und dann werden wir es vermissen. Also: Augen zu, durchatmen, durchkuscheln.

  7. Ja, so ist es. Die Zeiten mit den Kindern sind unendlich wertvoll, man sollte sie genießen. Und trotzdem ist es manchmal zu viel. Vor allem, wenn einem auch noch anderes durch den Kopf schwirrt. Und ich denke, das ist OK so. Wir sollen dankbar sein und das Beste aus unserer gemeinsamen Zeit machen. Aber wir dürfen uns auch nicht ständig von Schicksalsschlägen niederdrücken lassen und dabei unsere Bedürfnisse außer acht lassen. Dann geht die Lebensfreude verloren. Und das ist auch nicht gut, weder für einen selbst, noch für die Kinder.

  8. Sarah

    Etwas ertragen, was man eigentlich nicht möchte, nur weil andere es nicht mehr haben können – das hat meiner Meinung nach nichts mit achtsam mit sich selber umgehen zu tun, sondern ist Reaktion auf Druck von außen und dem Versuch sich anzupassen. Mama _muss_ das schön finden.

    Einerseits geht die Entwicklung dahin, den Kindern absolutes Selbstbestimmungsrecht zu geben (du musst Oma kein Küsschen geben wenn du nicht willst!), andererseits schreibst du, dass du den Kindern immer Körperkontakt geben möchtest, wenn sie es einfordern. Auch wenn du es gerade nicht magst.

    Ich denke es ist auch wichtig, dort Grenzen zu setzen. Die Kleinen sollen doch nicht nur lernen, dass sie sich entziehen dürfen, wenn ihnen danach ist, sondern auch die Grenzen von anderen zu akzeptieren. Unterschwellig merken sie doch sowieso dass der andere nicht mit Herz und Verstand dabei ist. Widersprüchlich gesendete Kommunikation (komm her/ich mag eigentlich nicht) verwirrt – und besonders die Mama wird doch genutzt um Reaktionen zu testen, von ihr zu lernen und das gelernte dann außerhalb des Familienverbandes umzusetzen.

  9. Ina

    Danke für diesen Artikel!!!
    Habe erst gestern Abend meinem Mann auch mein „Leid“ geklagt, weil ich momentan stille und viel schwitze, dann noch die Hitze und gerade da, will unser 3 Monate alte Baby die ganze Zeit an mir kleben und auch die Große (2,5) sitzt am liebsten auf mir drauf. Aber eigentlich hab ich einfach nur großes Glück…
    Grüße,
    Ina

  10. Der Gedankenwechsel begleitet mich seit fast 2 Jahren (schlimm wie die Zeit vergeht). Der Verlobte meiner Mutter ist damals an Leukämie gestorben und immer wenn ich meinen eigenen Mann auf den Mond schießen will, denke ich „Mama kann ihren Schatz nie wieder berühren“… da bekomme ich sofort Schuldgefühle und Tränen in den Augen.
    Manchmal muss man sich vor Augen halten wie reich und glücklich mal eigentlich ist – auch wenn es nicht zu dem eigenen Empfinden gerade passt.

  11. Mona

    Ich habe vier Kinder. Und wenn mir mal alles zu viel ist schaue ich sie an und denke „Danke Gott, dass ich NOCH vier Kinder habe“.
    Nach der Chemotherapie des zweiten Kindes wächst solche Dankbarkeit hoch, selbst wenn ich gerade diese „Hexe“ grad öfters mal gern ne Weile gegen Ruhe tauschen würde…
    Zum Glück ist sie noch bei uns, sie würde sehr fehlen…

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