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22 Kommentare

  1. Annika

    Ich finde super was du machst. Ganz groß und mein Respekt. Ich habe meine „Freundeslisten“ ausgemistet und alles rausgeschmissen was sich mit Stammtischparolen identifiziert. Ich finde das armselelig was die Leute teilweise von sich geben. Wobei ich nicht weiß was ich schlimmer finde. Offene Rechte oder die Bevölkerung die ihre setze mit aber weiterführt.
    Mach weiter so

  2. Schön, dass du auch dabei bist. Ich schreibe auch gerade an einem Artikel zu diesem Projekt und finde es toll jede Reichweite zu nutzen.

    Liebe Grüße
    Tanja

  3. Wunderbarer Artikel, wie so viele in den letzten Tagen! Finde ich ganz toll und drücke der Familie die Sie betreuen die Daumen.
    Wir haben wirklich viel – ach, eigentlich alles – beschweren ist im Grunde überflüssig.

    Liebe Grüße

  4. Ich bin seit Jahrem im DRK Tätig und sehr täglich was bei uns ins in der Erstaufnahme los ist. Eben auch die braunen Nachbarn,aber auch eine Welle der Hilfsbereitschaft. Dazu die Stunden die neben dem Hauptberuf geleistet werden beachtlich.

  5. Hallo, und meinen ehrlichen Respekt für die aktive Hilfe, die du der Familie zukommen lässt. Aktuell muss ich mich auf „Stimme erheben“ beschränken. Ich bin positiv überrascht, wieviele Blogger bei der Aktion mitmachen. Echt toll. Ich wünsche viel Erfolg bei der Wohnungssuche und viele dankbare Momente bei deinem Engagement.
    LG Hans

    • Wenn du magst, kannst du seine Gedanken auch noch bei meiner Blogparade #meinfreundsalim verlinken – ob als spätere Kinderbuchleserin oder nur so, ist dabei egal. Ich würde mich darüber sehr freuen ….

  6. Katharina

    Mein Eindruck: einerseits ist die Hilfsbereitschaft im ländlichen Raum viel unmittelbarer, direkter und persönlicher. Vielleicht auch einfacher, da die Dimensionen ganz anders sind als z.B.aktuell in Berlin.
    Andererseits ist es bei uns (8000 Einwohner) schwieriger, den Asylbewerbern eine langfristige Perspektive zu geben. Es gibt nahezu keinen Wohnraum für die Zeit ab Anerkennung/ Duldung. Die kleinen Geschäfte sind verständlicherweise am deutschen Grundbedarf orientiert. Der Nahverkehr in die nächstgrößere Stadt mit Asialäden oder türkischen Shops ist nur sporadisch. Das Sozialticket mit seinen 30€ gilt zwar im gesamten Kreis, wir wohnen aber an der Grenze zu zwei anderen Verbundswaben, in die man von hier aus eher fährt.
    Ich behaupte, dass sich in einer größeren Stadt schneller Hilfenachwuchs rekrutieren lässt. Hier sind irgendwann die Ressourcen erschöpft. Von einer nahgelegenen Zentrale Unterbringungseinrichtung mit kurzer Verweildauer kommen leider einige halbstarke Flüchtlinge, die sich hier vor allem in den zwei Geschäften ziemlich daneben benehmen. Sicher haben diese Menschen eine Menge Schreckliches erlebt, stehen noch unter den traumatischen Erlebnissen in der Heimat oder auf der Flucht. Aber dieses darf keine Rechtfertigung für wirklich kriminelles und gefährliches Verhalten sein, dass dann von deutschen Behörden nicht geahndet wird „Nächste Woche ist der eh nicht mehr da, sehen Sie doch von einer Anzeige ab.“

    Ich betrachte mit Sorge die vielen Baustellen. Die chaotischen bürokratischen Zustände, der Unmut in der Bevölkerung und das Gefühl, mit dem Problem allein gelassen zu werden. Das Ausbrennen der emsigen Helfer hier vor Ort. Und natürlich ganz besonders die von dir geschilderten Nöte der einzelnen Menschen auf der Flucht.

    Ich trage meinen Teil bei, in dem ich Spenden verteile und 4h/Woche beim Deutschlernen helfe. Jetzt muss ich los, eine neue syrische Familie dazu abholen und auf dem Weg begleiten.

    Und allen wünsche ich viel Kraft bei den anstehenden Aufgaben!

  7. Katrin

    Danke! Einfach Danke! Vor allem für den letzten Teil.
    Wenn einfach alle so denken würden, ich kann das alles nicht verstehen. Alles Gute Ihnen und Ihrer Familie und natürlich auch allen anderen die ankommen und hoffentlich bald die Hilfe bekommen, die sie verdienen.

  8. Toll, ich finde es sehr wichtig, dass die braunen Äußerer isoliert werden, denn was ist das für eine Kultut von diesen Menschen, die Schutzsuchende in unserem Land bedrohen und bepöbeln!

  9. Das ist es ja. Ich stoße nicht auf rassistische Äußerungen, verkappte Nazis und Stammtischparolen, dabei scheinen sie doch überall zu sein??!! Schön, wie du dich engagierst! Ich frage mich, wie sie wohl alle unterkommen wollen. Es scheint ein bisschen aussichtslos. Verbreite weiter Mut und Hoffnung.
    Liebe Grüße,
    Kathrin
    P.S.: Wissen eigentlich deine Kinder davon?

  10. Dani

    Liebe Pia,

    ich schließe mich meinen Vorschreibern an… das ist einfach großartig. Bei uns im Ort sollen auch „irgendwann“ Flüchtlinge ankommen, bisher ist aber nichts passiert. Da ich auch jetzt schon gerne helfen wollte habe ich unseren Landkreis angeschrieben was ich tun kann (wohin spenden, gibt es Familienpatenschaften) und bin sehr enttäuscht, noch immer keine Antwort bekommen zu haben (seit 1 Woche). Auch findet sich auf der entsprechenden Internetseite überhaupt kein Hinweis, wie man helfen kann. Schade…
    Nun werde ich in unserer Gemeinde direkt nachfragen…
    Mir bricht es das Herz wenn wie z.B. in Nauen eine Turnhalle abgebrannt wird, wo sogar NUR übergangsweise Flüchtlinge einziehen sollen…somit haben auch die Schüler, Kinder und Vereine jetzt dauerhaft keine Turnhalle mehr…
    Mich beruhigt aber, dass es immer noch soviele Leute gibt, die helfen nicht nur leere Worte sprechen sonder auch wirklich helfen…!!!
    Von deinem Spendenaufruf für „Eure Flüchtlingsfamilie“ habe ich nichts gelesen – hast du das nur Ortsintern gemacht?

    Mach bitte bitte weiter so und berichte von deinen Erfahrungen!

  11. Tanja

    Hallo Pia,

    du sprichst mir so sehr aus der Seele.
    Nicht quatschen. Machen!
    Ich hab bis Anfang des Jahres hier bei uns in der Nachbargemeinde bei der Tafel geholfen. Dieses dann aber wegen interner Querelen, die einfach nicht mehr zu ertragen waren, aufgegeben.
    Und nun will ich schauen, ob ich bei der Flüchtlingsbetreuung helfen kann.
    Mach weiter so.
    Und diese braune Hetze hat mich nun dazu bewegt, doch weiter auf FB aktiv zu bleiben.
    Um da klar Stellung dagegen zu beziehen.
    Ich hab gestern noch eine alte PUR-CD gehört und bei dem Lied „Bis der Wind sich dreht“ lief es mir kalt den Rücken runter.
    Genau das passiert gerade wieder in Deutschland.
    Und das darf nicht sein. Nie wieder.

    Kämpfen wir dagegen an.

    Liebe Grüße, starke Nerven und Danke für deine klaren Worte,
    Tanja

  12. « Mal wieder Kindersprüche

    Blogger für Flüchtlinge
    von Marit auf 27. August 2015

    Es ist soweit.
    Ich kann und möchte nicht länger zusehen.
    Ich möchte nicht Quatschen, sondern Machen.
    In den letzten Tagen habe ich viele Texte gelesen, Schicksale verfolgt, ehrenamtliche Helfer bewundert, Sachspenden gepackt. Ein paar mal wurde mir das Herz richtig schwer und ich musste meine Tränen zurückhalten.
    Bewegt habe ich verfolgt, wie Berlin in den letzten Tagen in Moabit zusammen gehalten hat. Was sind das für gute Nachrichten in all dem Schlamassel, der uns sonst in die Augen und Ohren gerät? Ich bin so stolz auf Berlin! Ein bißchen Respekt und der weite Weg haben mich abgehalten, da mal vorbeizusehen.
    Im Süden von Berlin sind wir eigentlich noch weit genug weg von allem Trubel. Wir müssen nicht hinsehen. Wir müssen unsere Kleidungs- und Spielzeugkisten niemand geben. Ein bißchen ist es hier so, wie immer.
    In der nächsten Woche ziehen 300 Flüchtlinge in ein Containerdorf in unserer Nachbarschaft ein.
    Und ich kann und möchte nicht mehr wegsehen.
    Wir werden am Sonntag zum „Tag der offenen Tür“ gehen und uns das Heim ansehen, bevor die neuen Nachbarn kommen. Es wird ein besonderes Haus für schwer traumatisierte Flüchtlinge, für Familien und schwangere Frauen. Wir, als Familie und als Kirche, werden unsere Hilfe anbieten und sehen, wo wir helfen können. Vielleicht sortieren wir Kleidung, vielleicht helfen wir bei der Übersetzung oder vielleicht betreuen wir ein paar Kinder… ich weiß es nicht.
    Ich bin aufgeregt, weil es endlich los geht und ich nicht länger mit schlechtem Gewissen die Berichte anderer lesen muss. Ich bin aufgeregt, weil ich nicht weiß, was auf mich, auf uns, zukommt.. bzw. weil ich weiß, dass es nicht leicht werden wird.
    So viel Leid und Trauer. Wohin damit?
    Allein beim Lesen der Berichte tat mein Herz so weh und am liebsten würde ich alle Kinder und Mamas in den Arm nehmen und ihnen sagen, dass alles gut wird. Aber so einfach geht das leider nicht…
    Vor ein paar Tagen habe ich mich mit einer Freundin in einer Bar am Zoo getroffen. Ich sah mir die Stadt im Sonnenuntergang an und bedauerte, so selten mal „raus“ aus meinem Viertel zu kommen. Am nächsten Morgen lief ich wieder die Strecke zum Kindergarten und sah eine andere Mama. Wir hatten uns am Tag davor kennengelernt. Auch sie gewöhnt gerade ein Kind ein und ich hatte sie zum Kaffee zu mir eingeladen. Dann dachte ich an die Angestellten „unseres“ Lidls, die ich inzwischen alle kenne und mit denen ab und zu ein kurzes Gespräch entsteht. Ich traf Emilians Erzieherin und quatschte eine Weile mit ihr. Sie fragte mich etwas über unsere Kirche und ich lud sie zum Gottesdienst am Sonntag ein. Heute gingen wir zu unseren Nachbarn in den Garten und durften Pflaumen mitnehmen.
    Und mehr und mehr stelle ich fest, dass ich genau am richtigen Platz bin. Für diese Kassierer, Nachbarn, Freunde, Erzieher schlägt mein Herz und ich liebe diesen Platz.
    Gott hat uns mit allem so gesegnet und ich möchte davon etwas zurück geben! Ich kann nicht anders.
    Ab der nächsten Woche werden meine Jungs vom Frühstück bis nach der Mittagsruhe im Kindergarten sein. Ich werde so viel Zeit haben. Und das kann kein Zufall sein.
    Ich fange gar nicht erst an, zu bitten, euch in die Lage der Flüchtlings-Familien zu versetzen. Ich hab von Schicksalen gehört – ich werde es nie mehr vergessen können. Diese Menschen brauchen unsere offenen Arme und unser Lächeln jetzt.
    Helfen kann so einfach und schmerzlos sein. Oder es kann Kraft und Nerven kosten.
    Aber wenn wir zusammen helfen, wo wir können, wird die Welt um uns herum ein bißchen besser!
    Auch wenn ich jetzt tatsächlich noch immer Quatsche und nicht Mache, werde ich euch auf dem Laufenden halten!
    Das ist jetzt nicht mehr „der Nahe Osten“. Es ist nicht mehr „irgendwo in Europa“.
    Jetzt ist es Berlin, mein Stadtteil.

    Berichte von anderen Helfern:
    Lucie Marshall hat drei pakistanische Jungs bei sich aufgenommen
    Pia hilft einer Familie bei der Wohnungssuche
    Jule schreibt über ihre Erfahrungen in Moabit
    Christiane, so ziemlich der Kopf der Ehrenamtlichen in Moabit, opfert ihren Jahresurlaub und packt an
    Lisa schreibt über ihre Garten-Party mit Flüchtlingen
    Auch Mareice schreibt, was sie in Moabit erlebt hat
    Mit der Initiative „Flüchtlinge willkommen – Refugees welcome“ können freie Zimmer angeboten werden

    Selbst helfen:
    Ich helfe jetzt!
    Googelt eure Städte, die Stadtteilzentren, die Kirchen, die Initiativen, die Blogger.
    Gib von deinem Geld ab.
    Packt Klamotten, Spiele, Geschirr, deutsche Kinderbücher, Hygieneartikel ein.
    Versorgt die fremden überforderten Mamas und Kinder mit Babynahrung und Windeln.
    Bietet Steckdosen zum Aufladen von Smartphones an.
    Es kann so einfach sein!
    #bloggerfuerfluechtlinge
    #refugeeswelcome

    Veröffentlicht in Allgemein, Alltag, Persönlich
    Tags: Berlin, Berlin hilft, Blogger für Flüchtlinge, Flüchtlinge willkommen, Ich helfe jetzt, Moabit, Nicht Quatschen – Machen, Refugees welcome

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  13. Danke! Danke für Deine Arbeit! Ich habe hier in Berlin Geld für eine Organisation gespendet, Töpfe und Kinderstühle gefahren und für einen afghanischen Jungen Geld überwiesen, damit er ein heimatliches Instrument bekommt. als nächstes organisiere ich spielzeugspenden.
    Genau diese Dankbarkeit, von der du schreibst, für unser Leben hier treibt mich an.
    danke! Spread the word! ❤️

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