Bis einer heult! • Harte Schale. Weicher Kern.
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12. Oktober 2015 | Pia Drießen

Harte Schale. Weicher Kern.

Nach meinem Nervenzusammenbruch vergangenen Jahr waren da viele Menschen, die mich auffingen, die zuhörten, die Verständnis zeigten. So oft haben ich „Kein Wunder, bei deinem Pensum!“ gehört. Ich strukturierte meinen Alltag neu und nahm mir mehr Zeit für mich. Ich sprach wenig darüber, was ich empfand oder wie sich meine Angststörungen äußerten. Meist riss ich das Thema nur an, wenn jemand gezielt danach fragte. Ich jammerte nicht. Und dennoch hatte ich das Gefühl, dass Freundschaften darunter litten. Sagte ich eine Verabredung ab, weil es mir an dem Tag überhaupt nicht gut ging, kam keine weitere Nachfrage nach einem Treffen. Ich selber hatte nie genug Energie, um mich aufzurappeln bzw. von mir aus Treffen anzuleiern. Meist war es eine spontane Überwindung meiner eigenen Dämonen, wenn eine Frage nach einem Treffen kam und ich zusagte.

Ich war nicht sonderlich sozial kompatibel. Small Talk war mir nie fremder. Meine Nerven waren dünn und vermutlich hat man mir meine innere Unruhe angemerkt. Ich mache also niemandem einen Vorwurf daraus, dass er sich zurück gezogen hat, dass er nicht mehr nachgefragt hat wie es mir geht und auch nicht mehr danach gefragt hat, ob wir uns mal treffen wollen.

Vielleicht nahm man mir auch übel, dass ich, als jemand, der immer und überall parat stand, wenn es eine Ungerechtigkeit zu klären gab, plötzlich nur noch um meine eigene Familie kreiste. Vielleicht ist das auch einfach die Krux der unsichtbaren Krankheit, deren Existenz zwar keiner bezweifelt, die aber grundsätzlich bei der einen Person, die man persönlich kennt, reine Einbildung oder Wichtigtuerei ist. Sowas habe ich auch oft gehört. Dass man sich nur wichtig machen möchte. Diese Aussagen kamen aber von fremden Menschen (die, aus dem Internet da), weshalb ich nicht mehr öffentlich darüber schrieb.

Ein Jahr nach dem Nervenzusammenbruch läuft mein Leben wieder in geregelten Bahnen. Die Angststörung, gepaart mit depressiven Schüben, ist nach wie vor da, aber ich habe das ganze recht gut im Griff. Wenns es ganz schlimm ist, dann habe ich meinen Mann als Anker. Ich hab viel darüber nachgedacht, was und wie viel ich in diese Freundschaften, die über das vergangene Jahr einschliefen, noch investieren möchte. Im Grunde sind mir 3 Freundinnen geblieben. Eine aus der Schulzeit, eine aus der der wilden Internetzeit und eine Neuzeitliche (hihi).

Heute war so ein Tag, an dem die Emotionen in mir brodelten. Wut, Enttäuschung, Trauer. Ich hab geheult wie ein Schlosshund. Dann kam der Mann nach Hause, hörte sich meine Sorgen an, kommentierte in knappen Sätzen und stellte mich wieder aufrecht hin.

Nichts ist wichtiger, als ein Partner, der hinter einem steht. Oder auch mal vor einem, wenn’s nötig ist. Der sich interessiert und für den Du Dich interessierst. Von dem Du Dir stundenlang Erzählungen über Sägen, Festplatten, Kabelkanälen anhörst, auch wenn Dir dafür jegliches Know-how fehlt und dem Du im Umkehrschluss von all den zwischenmenschlichen Begegnungen und Wahrnehmungen erzählen kannst, die Du tagtäglich aufsaugst und die Dich verschlucken würden, würdest Du sie nicht mit jemandem teilen.

Nach diesem einen Jahr funktioniere ich tatsächlich nach dem Schema harte Schale, weicher Kern. Nur noch wenige Menschen dringen wirklich zu mir durch, einfach weil sie sich die Mühe gemacht und nicht aufgegeben haben.

Dafür danke ich ihnen aus tiefstem Herzen!

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Über den Autor:
Pia Drießen, 1980 in Köln geboren, verheiratet und Mutter von 3 Kindern (*2009, *2010, *2012). Von Beruf freiberufliche Autorin und Bloggerin. Bloggt seit 2002 mal lauter und mal leiser. Virtuell unterwegs auf Facebook, bei Twitter, Pinterest und auf Google+
    
  1. Ramona / Okt 12 2015

    Diese Erfahrung mache ich auch gerade. Sie ist schmerzhaft, gehört wohl aber dazu.

  2. herr von sinnen / Okt 12 2015

    „Im Grunde sind mir 3 Freundinnen geblieben“
    „Nichts ist wichtiger, als ein Partner, der hinter einem steht“

    was, wenn einem weder freunde geblieben sind, noch ein partner in sicht ist? was, wenn man sich selbst anker sein muss?

    • Pia Drießen / Okt 12 2015

      Keine Ahnung. Ich schreibe ja hier von mir und keinen Ratgeber für andere :) Eine Antwort habe ich darum leider nicht.

    • Gaby / Okt 12 2015

      Dann muss man das selbst sein, der Anker. Und sich andere suchen. Z.B. einen Therapeuten. Und die Rückbesinnung auf sich selbst, die eigenen Interessen, das, was einem Freude bereitet.
      Und wenn man Glück hat, kommt irgendwann das Leben zurück. Mit Freunden. Und Partner.
      Nur bis dahin ist es ein steiniger Weg.

  3. Nora / Okt 12 2015

    Wow!

  4. Not Alone / Okt 12 2015

    „was, wenn einem weder freunde geblieben sind, noch ein partner in sicht ist? was, wenn man sich selbst anker sein muss?“

    Dann ist immer noch Gott da, der dich unendlich liebt. Vielleicht glaubst du nicht dran – aber du bist im wichtig.
    http://www.gekreuzsiegt.de/
    Ist nicht meine Seite, aber Mandy ist einfach toll.
    Licht und Liebe von S.

    • Not Alone / Okt 12 2015

      Du bist IHM wichtig!

  5. anne. / Okt 12 2015

    Ja. Ja. Ja!
    Du sprichst mir aus der Seele. Mich selbst bedtrifft es zwar nicht, aber ich sehe bei meiner sehr depressiven Mutter, wie sehr es einschränken kann! Und wie rar gute Freunde sind

  6. Andrea / Okt 12 2015

    Ich ziehe meinen Hut vor Dir vor diesen ehrlichen Worten. Die zeigen wie es in deinem Inneren aussieht. Es wirkt, als hast du im letzten Jahr auch mehr zu Dir selbst gefunden – und damit hast Du noch ein mehr „ich“ dazu gewonnen. Das ist denke ich auch immer ein sehr wertvoller Begleiter, wenn es mal wieder draussen Stürmt.

  7. stefanie diekmann / Okt 12 2015

    @dailypia grüss dich und empfinde so viel „ich versteh dich „

    — via twitter.com

  8. Hanne. / Okt 13 2015

    Mir hat es nach und während einer sehr ähnlichen Zeit sehr geholfen, dass ich bedingungslose Liebe von unserem Sohn und den zwei Hunden spürte. Dieses Angenommen-werden ist und war mein Skelett über weite Strecken. Ich habe auch gerade Bilanz gezogen, was Freundschaften angeht. Ich finde, dass drei echte Freunde ein prima Schnitt sind! Ich drück dich mit schnorchelndem Zwerg auf mir! Kopf hoch!

  9. Michaela / Okt 13 2015

    Es bleiben immer die die bleiben wollen <3
    Aber die, die geblieben sind bleiben meist ein Leben lang <3
    Musste ich auch durch nur aus anderen Gründen.

  10. Manpreet Kaur / Okt 13 2015

    Danke, dass Du darüber schreibst! Es tut gut zu wissen, dass es anderen Müttern genauso geht. Was aber tun, wenn der „Rettungsanker“ fehlt? Man sich vom Partner „allein gelassen fühlt“?

  11. Tatjana / Okt 13 2015

    Ganz grosses Lob an deinen Blog! Bin eigentlich nicht so der von Familienblogs, aber deine Texte lassen sich so super lesen! Und toll, dass du ehrlich über Probleme schreibst, nur so können andere sehen, dass sie nicht alleine sind und solche Sachen völlig normal, ja selbstverständlich sind. Habe auch die ein oder andere Freundschaft einschlafen lassen oder aufgelöst, weil es einfach nicht mehr passt, weil keine Energie dafür da ist. Dafür kommen neue, wie bei dir auch.
    Viele Grüsse, Tatjana

  12. Antje / Okt 13 2015

    3 Freundinnen? Das ist viel :)
    Ich habe nicht eine. Habe mich lange deswegen gegrämt und irgendwann akzeptiert (auch wenn ich mir das immer noch wünsche, ich bin zu ehrlich für Frauen ;)).

  13. Catluzipher / Okt 13 2015

    @dailypia ähnliche ist es hier, toll in Worte gefasst

    — via twitter.com

  14. Trollkatze / Okt 13 2015

    Ein großes Problem ist: Solange man es nicht selber mal erlebt, gefühlt hat, kann man einen solchen Zustand als Außenstehender nicht nachvollziehen. Konnte ich auch nicht, bis ich zu Beginn der Schwangerschaft von einem depressiven Schub überrascht wurde (kennt man ja so nicht, liest man doch immer nur von postpartal). Ich schaffe es bis heute nicht, das Erlebte verständlich in Worte zu fassen. Mein Zustand fühlte sich im negativen Sinne absolut unbeschreiblich an.
    Irgendwann habe ich ein Bild dafür entwickelt; das Stehen in einem viereckigen, dunklen Raum. Es gibt keine Tür, nur ein schmales Fenster unter der Decke, durch das man auf einen grauen Regenhimmel blickt. In einer Ecke steht ein alter Fernseher, auf dem bunte Bilder gezeigt werden. Diese kann man aber nur noch im Augenwinkel betrachten. Das Leben ist da, es läuft weiter, aber es berührt nicht mehr.
    Euch alles weiterhin viel Kraft.

  15. Mrs Miracle / Okt 13 2015

    Ich lebe auch damit…schon lange Jahre…durch die harte und traumatische Trennung von meinem Partner (meine Entscheidung) bin ich mit meinem Sohn alleine. Tlw habe ich es nur durch und für ihn geschafft nicht zusammenzubrechen. Mit Freunden kann ich nur bedingt darüber reden. Viele können das nicht nachvollziehen. Nur die selber damit kämpfen. Ich arbeite Vollzeit und bevor ich Urlaub habe, laufe ich manchmal auf dem Zahnfleisch. Dann wird mir alles zuviel. Aber bisher habe ich es immer wieder geschafft! Mein Sohn gibt mir die Kraft alles durchzustehen. Und er ist ein toller Junge!!!

  16. Biene / Okt 13 2015

    Hallo Pia, fühl dich erstmal gedrückt. Mich würde ja tatsächlich mal interessieren, wieso du gestern so einen niederschmetternden Tag hattest.
    Ich hatte auch mal so eine Phase in der mir so einiges ziemlich egal wurde (was ich anziehe, was ich mache…) und zum Glück hat mir ebenfalls mein Freund damals die Augen geöffnet, einfach indem er sagte: „Ich möchte die alte Biene wieder haben!“ Erst da machte es in mir klick und ich wollte etwas ändern und zum Glück habe ich mich durchgeboxt. Und immer wenn es mir mal schlecht geht, denke ich an diesen Satz und versuche etwas zu ändern.

    Aber schön zu hören, dass du nicht alleine bist und immer jemanden hast, der dich auffängt. Hoffentlich haben diese Menschen deinen Beitrag auch gelesen.

  17. Julia/boesesschwabbel / Okt 13 2015

    Liebe Pia,
    Mal wieder ein Text, der mich und andere sehr berührt. Ich habe aus genau demselben Grund wenige Freunde und kann nur wenige an meinem Inneren teilhaben lassen.

  18. Franzi / Okt 13 2015

    Ich finde es schön, dass du dich bei deinen „Felsen in der Brandung“ bedankst, denn es ist als Außenstehender auch nicht immer leicht, stark zu sein (I’ve been there…).
    Ich finde, man merkt erst in den dunklen Phasen des Lebens, wer bedingungslos für einen da ist, wem man es wirklich wert ist! Eine Art natürliche Selektion – kann aber für den weiteren Weg auch ganz hilfreich sein :)

  19. Melanie / Okt 13 2015

    Tot Toi Toi! Weiter alles Gute und gute Besserung!

    Ihr Leben zu lesen ist ein Teil von meinem Leben geworden. Danke dafür.

  20. Lenja / Okt 13 2015

    Eine enge Freundin von mir leidet auch seit Jahren unter Panikattacken und ich weiß dadurch ein wenig wie du dich fühlst und wie schwierig die Situation ist.
    Ich sag immer: man verliert keine wahre Freunde. Die, die sich abseilen sind es nicht wert darum zu trauern. Wahre Freundschaft hält auch etwas Abstand aus. Die „Freunde“ die beleidigt sind oder nicht damit umgehen können, dass du nicht „täglich“ Zeit für sie hast, wollen nicht deine Freundschaft, sondern einfach nur jemanden, der da ist. Egal wer. Klingt hart, aber ist realistisch betrachtet einfach so.
    Weitere Erkenntnis die ich mit dir teile: ein guter Partner ist das aller wichtigste. Freundschaften können sich verändern, sich als bloße Kurzstreckenwegbegleiter erweisen oder die Freundin hat einfach durch eigenen Stress weniger Zeit. Dann steht man wieder „alleine“ da.
    Eine gute Beziehung und Freundschaft mit dem eigenen Partner ist das einzig beständige und wahre.
    Schön, dass du in deinem Mann so jemanden gefunden hast :)
    Alles Liebe!

  21. Claudia / Okt 13 2015

    Und ich hab mich schon gefragt, wie du das alles immer so scheinbar „easy“ schaffst. Bloggen, Müslikekse backen, Ferien, Trotzanfälle, …
    Ich habe selbst 3 Kinder, die große grad in der 1. Klasse, und allesamt „charakterstark „. Bei dir liest sich das alles immer so relaxt, und ich frage mich nicht selten, wie ich das alles zufriedenstellend wuppen soll…
    LG!

  22. Malu669 / Okt 13 2015

    Ich habe leider diese Erfahrungen auch machen müssen. Das Ende vom Lied war Bourn-out und schwehre Depressionen 😢 War lange krank geschrieben. Aber auch erst da habe ich gemerkt wer wirklich hinter mir steht,und mich unterstützte wenn ich Hilfe brauchte.
    Leider muss ich in Zukunft Psychopharmaka nehmen um meinen Alltag bewältigen zu können.
    AAAABER… ich habe gelernt auf meinen Körper zu hören… und mir täglich was gutes zu tun…auch wenns gerade mal nicht in den Zeitplan Passt Höre weiterhin auf deinen Körper und genieße jede einzelne Minute mit deiner Familie und den verbliebenen Freunden,denn sie sind dein Lebenselixier 😊

  23. Ela / Okt 13 2015

    Danke für deine ehrlichen Worte! Mir geht es auch schon seit einiger Zeit so – mal gibt es bessere Phasen, dann wieder nicht so gute. Es tut gut zu wissen, dass man nicht alleine ist und man nicht die Einzige ist, der es so geht. Das bedeutet aber auch, dass DU nicht alleine bist! :)
    PS: habe auch Freundschaften verloren- z.B. meine allerbeste Freundin nach mehr als 25 gemeinsamen BFF-Jahren – das tut richtig weh… aber man sollte niemandem nachtrauern für den man selbst nichts mehr wert ist.

  24. Christin / Okt 13 2015

    Hört es irgendwann auf weh zu tun? Verliert sich irgendwann die Wut darüber, dass sich einem einmal wichtig gewesene Menschen, ohne jegliches Verständnis abgewendet haben oder man Ihnen es nicht wert war, sich die Mühe zu machen, den Kontakt auch in schwierigen Zeiten aufrecht zuerhalten? Wie war das bei Ihnen?

  25. Eva Jocks / Okt 13 2015

    @dailypia Es ist zwar traurig, aber leider merkt man echt in/nach Krisensituationen, wer die wahren Freunde sind. Und die sind unbezahlbar!

    — via twitter.com

  26. Key / Okt 14 2015

    Zum Thema „selbstmitgefühl“….wie man sich selbst wertschätzt und sich selbst halten lernt…sowas wird uns leider überwiegend aberzogen!

  27. jongleurin / Okt 14 2015

    Danke für die eindrucksvolle Beschreibung!

    Ich sehe mich ab und an auf der anderen Seite, ein bis zwei Freunde haben öfter depressive Schübe bzw. introvertierte Phasen. Da passiert es dann oft, dass sie Treffen auch kurzfristig absagen oder offen sagen: Nee, ich möchte die nächsten Wochen lieber zu Hause bleiben. Das ist, um da mal um dein Verständnis für die andere Seite zu werben, schon hart zu hören. Wenn das mehrere Male hintereinander vorkommt, komme ich mir irgendwann aufdringlich vor und lasse es sein. Denn auch wenn ich um emotionalen Zustände weiß: irgendwann überlege auch ich, wie viele Absagen ich verkraften möchte und ob ich diese Kraft investieren möchte, wenn da eben nie etwas zurückkommt – wie du es ja von dir beschrieben hast. Das ist einer der Mechanismen, weswegen deine Freundschaften eingeschlafen sein könnten. Um diese wieder aufzuwecken, reicht vielleicht einfach nur die Frage nach einem Treffen. Zumindest ist das bei mir als Gegenpart der Fall.
    Das ist ja gar nicht so viel Investition – vielleicht magst du es mal versuchen, ich kann mir vorstellen, dass sich einige darüber freuen und sich viel wieder beleben lässt.

  28. Sarah / Okt 14 2015

    Darf ich fragen, ob du auch professionelle, therapeutische Hilfe in Anspruch nimmst? Kann ich nur empfehlen, wenn man den richtigen Therapeuten für sich gefunden hat, ist das Gold wert und entlastet auch den Partner ungemein, der nicht immer diese Last tragen kann.

  29. claudia / Okt 14 2015

    Liebe Pia,

    danke für den Post. Scheint ja, wie man an den Kommentaren liest für viele ein Thema zu sein.
    Ich kenne das auch – natürlich ist es aber ja in jedem Leben anders!
    Ich hatte sowieso nie sehr viele Freunde. Da mir wegen der HSP Geschichte Sozialkontakte oft sehr anstrengend sind und mich das Kraft kostet. Von daher ist das auch OK. Aber mir ist beim Lesen auch klar geworden, dass die beiden Freundinnen die ich noch hab auch nur deswegen da sind, weil ich mich nie zum Thema mache. Ich bin da auch sehr verschlossen.

    Aber eigentlich wollte ich was ganz anderes schreiben – meine Mutter hat (te)eine Freundin seit Kindertagen. Die hat seit einiger Zeit eine schwere Depression. Und wenn ich höre wie meine Mutter darüber redet rollen sich mir die Fußnägel auf! Es gibt zu viele Menschen denen die Vorstellungskraft fehlt das Menschen anders fühlen als Sie selbst. Bzw. die sich das was sie nicht kennen eben auch einfach nicht vorstellen können und die dann meinen derjenige ist gerne Krank! Der macht sich nur wichtig! Man muss sich einfach nur zusammenreißen! etc etc

    Also mit meiner eigenen Herkunfstfamilie brauch ich über Probleme auch nich reden!

    Ich wünsche dir weiterhin gute Besserung! Und viel Spaß mit Mann und Kindern! Gut das du das wenigstens sehen und genießen kannst!
    LG

  30. Biggi / Okt 14 2015

    Vielleicht kam aber auch bei Manchem keine Nachfrage nach einem weiteren Date um Raum und Zeit zur Erholung zu lassen. Viele haben Angst sich aufzudrängen und warten deshalb ab. Und wieder andere wissen schlicht und ergreifend nicht mit einer Person umzugehen, die immer als stark wahrgenomen wurde und die auf einmal schwach ist. Und für die meisten aussenstehenden kommt so eine Krankheit eben „plötzlich“.

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