Bis einer heult! • Eine närrische Woche ist zu Ende
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10. Februar 2016 | Pia Drießen

Eine närrische Woche ist zu Ende

Da wären wir wieder, zurück aus der närrischen Karnevalszeit. Tatsächlich haben wir alle 5 die Tage gut und gesund überstanden. Trotz zeitweise wirklich sehr stürmischen und nassen Wetters.

Alles begann am Mittwochnachmittag mit einer wirklich wunderbaren Karnevalsfeier im Kindergarten, zu der nicht nur eine Tanzgarde kam, sondern auch die Erzieher einen, zu Major Tom einstudierten, Tanz präsentierten. Die Feier stand unter dem Motto „Eine Schlittenfahrt ins Weltall“, was nicht nur viele kleine Elsas, sondern auch Schneemänner, Außerirdische und ein ganz bezaubendes Sonnenkostüm hervor brachte. Max hatte sich zu diesem Anlass ja ein Wuppi-Kostüm gewünscht.

© Finken Verlag ● www.finken.de

© Finken Verlag, www.finken.de

Wuppi, das ist der kleine Außerirdische vom Finken-Verlag, der vom Planten Wupp auf die Erde kommt, um hier mit den Vorschulkindern das Lautieren, Reimen und Silbenhören zu lernen. Das ganze Programm dient der Schulung der phonologischen Bewusstheit und soll die Kinder spielerisch auf die Schule und das Erlernen von Lesen und Schreiben vorbereiten. Auch Alex ist mit Wuppi letztes Jahr auf Abenteuerreise gegangen und ich bin wirklich begeistert und sehr überzeugt von dem Programm. Die Kinder lieben Wuppi, der nicht ihnen etwas beibringt, sondern die Kinder zu seinen Lehrern macht.

Nun ist es so, dass Wuppi halt nicht so mainstream ist, wie die meisten Karnevals-Kostüme. Das Kostüm musste also komplett selber entworfen und genäht werden, was bei einem so anspruchsvollen Kind wie Max nicht gerade einfach ist. Aber man stelle sich vor: ich habe ihn wirklich glücklich gemacht. Er liebt sein Wuppi-Kostüm und hat es an mehreren Tagen mit Stolz getragen.

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Leider haben wir auf diesem Foto die Wuppi-Hände vergessen, die selbstredend auch zum Kostüm gehörten. Tellerhände, wie Max sie nannte und die das Kostüm wirklich toll abgerundet haben. Das Foto entstand auf die Schnelle auf dem Weg zum Karnevalszug.

Die Mütze ist die Schalmütze „OhrenWarm“ von FeeFee, die nicht nur die Ohren wegzauberte („Mama, der Wuppi hat keine Ohren!„), sondern zeitgleich das Kind auch noch wunderbar warm hielt. Zumindest für den Straßenkarneval eine super Sache, obwohl er die Mütze auch kontinuierlich auf der Indoor-Feier im Kindergarten trug. Die Antennen sind aus Pappe und Wattekugeln, die ich auf einen Haarreif geklebt habe, den wir wiederum durch kleine Löcher in die Mütze gesteckt haben. So haben sie ideal gesessen, nichts hat gedrückt und sie konnten auch nicht verrutschen.

Am Ende dieser Feier waren alle 3 Kinder sichtlich erschöpft, aber auch sehr glücklich!

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Donnerstagmorgen war ich dann, in meiner Funktion als Schulpflegschaftsvorsitzende, mit Alex in der Schule. Auch hier wurde eine großartige Karnevalssitzung mit Auftritten der örtlichen Tanzgarde, des Dreigestirns, aller Jahrgangsstufen und der Lehrer gefeiert. Die Stufe 1 tanzte geschlossen den Macarena und weil Alex mich in den letzten Wochen immer und immer wieder zum mittanzen genötigt hatte, stellte ich mich kurzerhand in meinem Einhornkostüm mit auf die Bühne und tanze mit den LehrerInnen und den Kindern der 1. Jahrgangsstufe gemeinsam den Macarena. Ein großer Spaß!

Freitag und Samstag blieben wir daheim und verbrachten eine schöne Familienzeit. So ein bisschen Wochenende musste dann nämlich doch sein, bevor es Sonntag auf den Geburtstag meiner Schwester ging. Praktischer Weise ging bei ihnen am selben Tag auch der Karnevalszug durchs Dorf, so dass wir Schönes mit Schönem verbinden konnte. Gut, meine Schwester wird das anders sehen. Die (geborenen) Nordhessen sind ja bekanntlich große Karnevalisten. Äh. Nein. Bei mir ist das anders. Ich bin in Köln geboren. Da haben sie mit beim ersten Bad im Krankenhaus irgendwas ins Wasser gemischt.

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Mein Vater spielte wie immer Oparazzi und verfolgte uns und ganz besondern die Kinder mit seiner Kamera.

20160210_03Alex hat das Versteckspiel bereits vor ein paar Jahren aufgegeben. Max macht nach 3-4 Aufnahmen dicht und zieht nu noch Grimassen und Mimi – nun ja – die glaubt noch, sie könne sich vor der Oparazzi verstecken. Aber auch hier: ähhh. Nein.

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Wir fuhren am Abend mit 5 randvollen Kamelle-Beuteln wieder heim. Aber das Highlight widerfuhr Mimi, die von einem kostümierten Frosch eine riesengroße Hello Kitty geschenkt bekam. Und wenn ich riesengroß schreibe, dann meine ich das auch so.

Allein für diese riesen „Kamelle“ hat sich für Mimi Karneval schon gelohnt.

Ein von Pia Drießen (@dailypia) gepostetes Foto am

Noch am selben Abend fuhr Kitty im Wasser- und Windkarussel eine schnelle Reinigungsrunde und konnte dann auch direkt mit Mimi ins Bett. Am Morgen fanden wir sie dann so vor:

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Seither muss Kitty überall mit hin und Mimi erzählt jedem ganz stolz: „Die hat mir ein Frosch geschenkt!

An Rosenmontag wurde mein Schwiegervater 70 Jahre alt, weshalb wir in die alte Heimat des Mannes fuhren und uns an Prinzregententorte rund futterten. Die Heimfahrt war für mich eine nervliche Dauerbelastung, da das Tief Ruzica wirklich ordentlich um unser Auto stürmte und meine Schwiegereltern ja eher auf dem „flachen Land“ leben. Aber wir kamen auch hier wieder gesund und munter zuhause an, gingen aber an diesem Abend wirklich früh ins Bett.

Veilchendienstag, also gestern, sollte dann der Karnevalszug bei uns im Ort gehen. Und noch dazu das erste Mal direkt bei uns am Haus vorbei. Meine Schwester, meine Schwägerin, 3 von 4 Nichten und 3 Freundinnen mit ihren Kindern kamen zu Besuch. Es gab Mettbrötchen und Fassbraue und gemeinsam freuten wir uns, als der Himmel aufriss und tatsächlich die Sonne zum Vorschein kam. So konnten wir mit insgesamt 11 Kindern zumindest den halben Karnevalszug genießen, bevor es plötzlich anfing wie aus Kübeln zu schütten. Ein kleiner Kreis hielt bis zum Ende durch (der Zug an sich war gar nicht lang), während sich manche schon vorher nach drinnen verkrümelten.

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Wir hatten dann aber noch einen sehr schönen Nachmittag, während die verbliebenen 7 Kinder (3×3, 4, 5, 6, 7 Jahre alt) fast ausschließlich friedlich gemeinsam in den Zimmern unserer Kinder spielten. Auch das Aufräumen im Anschluss klappte super und so konnten der Mann und ich uns gestern Abend müde aber zufrieden einfach auf unser Sofa fallen lassen.

So, und ab heute ist wieder Alltag angesagt. Wir sind quasi zurück aus der närrischen Auszeit.

 

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Über den Autor:
Pia Drießen, 1980 in Köln geboren, verheiratet und Mutter von 3 Kindern (*2009, *2010, *2012). Von Beruf freiberufliche Autorin und Bloggerin. Bloggt seit 2002 mal lauter und mal leiser. Virtuell unterwegs auf Facebook, bei Twitter, Pinterest und auf Google+
    
  1. Martina aka Frau JoLou / Feb 10 2016

    Oh der Wuppi, den kenne ich auch noch, der wohnte vor 4 Jahren bei uns, naja, für ein Wochenende durfte er bei uns ein ziehen mit seinem Koffer und das Kostüm ist echt ein Kracher.
    LG
    Martina

  2. Beatrice / Feb 10 2016

    Wuppi kenne ich noch nicht. Klingt aber so, als müsste man den mal „testen“. Das Kostüm ist super geworden! Ich beneide ja immer, wenn jemand mit Präzision sowas macht und kann!
    Dann lasst uns mal alle vom jecken Treiben erholen und die Ohrwürmer aus dem Kopf spülen. Ich muss jetzt auch noch eine Runde „Kamelle“ aus der Waschmaschine fischen. Unsere „Windemaschine“ ist kaputt. Da ist Geduld gefragt. :-D
    LG

  3. krysha / Feb 10 2016

    Boaaaah die ist ja echt riesig die hello kitty :) die würde ich auch mit ins Bett zum kuscheln nehmen…
    Aber wahrscheinlich würde sie dann doch im bett vom Töchterchen landen ;)

  4. Mama geht online / Feb 10 2016

    Wuppi kenne ich bisher noch nicht, aber das Kostüm ist ja mega toll geworden. Das erinnert mich an meine Kindheit, da hat mir meine Mutter mal ein Clowns-Kostüm selbst genäht. Das war auch so toll. Mein Sohn (bald 3 Jahre) wollte sich dieses Jahr aber so überhaupt nicht verkleiden lassen. Vielleicht darf ich ihn ja nächstes Jahr etwas nähen …
    LG Anke

  5. Dorothee / Feb 10 2016

    Ich möchte an der Stelle einmal sagen wie niedlich Mimi ist. Wirklich. Ein so zuckersüßes Mädchen!
    Wie sie sich vor dem Oparazzi (schönes Wort :D) versteckt und durch die Menschen durchlinst.. Göttlich.

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