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9. März 2016 | Pia Drießen

Wer braucht schon Pläne …

Eigentlich hatte ich diesen Tag total gut und entspannt geplant. Morgens in Ruhe arbeiten, mittags die Kinder holen und dann gemeinsam mit Judith und unseren Kindern in den Indoorspielplatz. Aber es kam heute echt alles anders.

Nachdem ich die Brotdosen der Kinder befüllt hatte, im Bad stand und mich schminkte, erinnerte mich mein elektronischer Kalender daran, dass Max heute um 10 Uhr einen Termin zum HAWIK Test (der uns auf Grund der Ergebnisse seines Bruder nahegelegt wurde und den Mimi in 2 Jahren dann vermutlich auch noch machen darf) hat. Oops. Das wäre mir fast durchgegangen. Also Max‘ Rucksack wieder ausgepackt und die Kinder darüber informiert, dass Max heute nicht in den Kindergarten gehen würde. Gemaule und Gemecker bei Alex und Mimi, weil die auch lieber zu Frau Doktor gefahren wären. Die Kinder lieben die Praxis und das ganze Team dort. Soviel Spielzeug. Und Knete. Sie lieben Knete (ich hingegen gar nicht).

Nachdem Alex in der Schule und Mimi im Kindergarten war, haben Max und ich noch in Ruhe zuhause gefrühstückt, bevor wir dann nach Bonn fuhren. Wie zu erwarten wollte er mich beim Test gerne dabei haben und so saß ich mucksmäuschenstill in der hinteren Ecke des Raumes und bemühte mich unhörbar zu atmen und auch sonst keine Geräusche zu machen. Er machte die Aufgaben locker und souverän mit und beachtete mich gar nicht weiter. Nach der Hälfte des Tests gab es eine kleine Pause für ihn, in der ich mich aufs Klo entschuldigte und anschließend ins Wartezimmer setzte.

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Nach etwas mehr als einer Stunde war Max dann fertig und wird fuhren direkt im Anschluss zum weltbesten Friseur in Troisdorf, weil der liebe Max inzwischen wie ein Lämmchen bzw. Monchichi aussah und dringt einen vernünftigen Haarschnitt brauchte. Es ist immer klüger einzeln mit den Kindern zum Friseur zu gehen, da sie sonst so eine Art Rudelverhalten an den Tag legen und den gesamten Laden okkupieren, als gehöre er ihnen persönlich und allein.

Max freute sich besonders darüber Maggy wiederzusehen, die er ganz besonders ins Herz geschlossen hat. Ich glaube, das beruht auf Gegenseitigkeit. Sie sprang direkt auf als wir herein kamen und peitschte und mit ihrem Schwanz überschwänglich zur Begrüßung aus.

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Während Max auf dem Friseurstuhl saß und ganz schön viel Wolle fallen ließ (er hat Haare wie so ein Rauhaardackel), schlürfte ich einen schönen Schoko-Espresso und Snapchattete ein wenig albernes Zeug (suggestiv Message: folge mir auf Snapchat: dailypia. Ommmmmm!). Da Max lange Haare eigentlich gut stehen und er dann auch so lustige kleine Löckchen bekommt, durfte das Deckhaar lang bleiben, aber Nacken und Ohren wurden wieder an die Luft gelassen. Steht ihm hervorragend.

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Anschließend fuhren wir zu McDonald’s. Das hat sich nach Besuchen bei Frau Doktor so eingebürgert und durfte auf dem Heimweg dann halt auch nicht fehlen.

Während ich mir einen wirklich ordinär fettigen Burger in den Mund stopfte erreichte mich eine Nachricht von Judith, dass ihre Kleine einen Unfall im Kindergarten hatte und sie auf dem Weg ins Krankenhaus seien. Ich verschluckte mich fast an meinem Fast Food und hoffte inständig, dass es nicht zu arg sei.

Ich überlegte, ob ich nun allein mit den Kindern ins Jackelino fahren sollte (wozu ich ehrlich gesagt nicht sooo große Lust habe, so ganz ohne erwachsene Unterstützung) oder ob wir das Treffen verschieben sollten. Da sich aus dem Handgelenk niemand fand, der mitkommen wollte, entschied ich mich den Kindern einfach zu erklären was passiert sei und dass wir dann gemeinsam in den Indoorspielplatz gehen würden, wenn Judith und ihre Kinder auch mitkommen könnten. Tatsächlich war das für alle 3 okay, auch wenn sie sich schon sehr gefreut hatten.

Mit allen 3 daheim angekommen stürzten sie sich direkt auf einen großen Karton, den der freundliche GLS Mann uns noch in der offenen Autotür überreichte. Die neuen Gummistiefel der Kinder für den bevorstehenden Urlaub. Wooohoo! Große Freude und 3 Kinder, die nun mit Gummistiefeln durchs Haus liefen. Solange sie noch so blitzen und blinken ist das ja nur halb so schlimm.

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Statt Indoorspielplatz gab es dann eine neue Folge Die Drei ??? Kids und malen. Ich durfte mich in Max‘ Bett lümmeln und die Kinder wuselten recht friedlich um mich herum.

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Mal lag eins neben mir, mal auf mir, mal saßen sie auf der Erde und malten. Als der Papa nach Hause kam war Mimi bereis neben mir eingeschlafen und antwortete auf die zaghafte Frage, ob sie nicht lieber in ihr Bett wolle, mit einem schläfrigen „Jaaaaa“. Für Mimi war der Tag dann also schon um 18 Uhr vorbei, während die Jungs und ich runter gingen und Alex für uns alle einen großen Brotschnittchenteller mit Gemüse fertig machte. Sagt ich schon, dass große Kinder wahnsinnig toll sind? Sie sind so toll!

Also, der Plan war heute morgen zwar ein völlig anderer, aber so ging es dann auch. Zum Glück geht es der Kleinen von Judith soweit gut und wir können uns Date ganz bald nachholen.

Gehabt Euch wohl, bis morgen!

Max‘ Schuhe sind von Richter Kinderschuhe und die Sternen-Jacke von Mini Boden. Dieser Beitrag enthält außerdem Affiliate-Links.

 

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Über den Autor:
Pia Drießen, 1980 in Köln geboren, verheiratet und Mutter von 3 Kindern (*2009, *2010, *2012). Marketing- und Medienberaterin mit Schwerpunkt Social Media. Bloggt seit 2002 mal lauter und mal leiser. Virtuell unterwegs auf Facebook, bei Twitter, Pinterest und auf Google+
    
  1. Claudia Sorokin / Mrz 9 2016

    Und ich dachte jetzt schon ihr seid spontan auf den Hund gekommen

    — via facebook.com

  2. Caro / Mrz 10 2016

    Hallo Pia,

    ich hoffe, ich werde nicht falsch verstanden und ich möchte mich nur auf das, was ich in dem Post zu lesen verstehen glaube, beziehen…

    Einen HAWIK aufgrund von Ergebnissen von Geschwistern prophylaktisch (?) / standardmäßig (?) zu machen, macht vom wissenschaftlichen Hintergrund des Tests her keinen Sinn. Falls es eine andere Indikation gibt, für die der Test gedacht ist, mag das anders aussehen, aber so hatte ich den Post nicht verstanden.
    Und Max ist auch noch nicht 6, oder? Der Test ist ab 6 Jahre und in solchen Fällen ist „fast 6“ nicht ausreichend und die Ergebnisse schlicht nicht zu interpretieren.

    Ich weiß, dass mit psychologischen Tests gerne heute etwas inflationär umgegangen wird, daher denke ich, ist es umso wichtiger zu schauen, was wirklich notwendig ist. Für Außenstehende ist das sicherlich nicht immer leicht zu beurteilen. Da ich vom „Fach“ bin, war es mir einfach ein Anliegen – auf Grundlage dessen, was ich hoffentlich so richtig verstanden habe – mitzuteilen, dass das beschriebene Vorgehen keine „wissenschaftlich richtige“ Testung darstellt, mit entsprechend wenig aussagekräftigen Ergebnissen.

    Vielleicht sollte das Ganze daher für Mimi nicht generell schon vorgesehen werden – dafür ist der HAWIK – wenn er korrekt angewendet wird – nämlich nicht gedacht.

    Gruß,
    Caro

    • Pia Drießen / Mrz 10 2016

      Ich formuliere es anders: Auf Grund von Alex Ergebnissen wurde uns Nahe gelegt Max ebenfalls vorzustellen. Es gab zwei Gespräche (mit Eltern / ohne Eltern) und danach die Empfehlung des Tests. Ich gehe davon aus, dass die uns seit 2 Jahren begleitende Praxis ebenfalls vom Fach ist und weiß, was sie tut. Im Übrigen habe ich von mehreren Stellen gesagt bekommen, dass es es bei gewissen Ergebnissen nicht unüblich ist alle Geschwister zu testen. Aber eigentlich möchte ich hier gar nicht näher drauf eingehen. Wir können uns gerne per E-Mail genauer austauschen :)

  3. Marie-Sophie / Mrz 10 2016

    Ganz unpassender Kommentar, aber: Wo sind denn die ganzen i’s hin? Dachte, bei Caro ist vielleicht die Taste kaputt, aber bei dir Pia auch??

  4. Silke / Mrz 12 2016

    Liebe Pia,

    Was hat Mimi auf dem letzten Bild ?
    Ein Lolly-Propeller? ?
    Wenn ja, bin ich sprachlos und seeeeehr neidisch.
    Wo bekommt man denn solche Schätzchen?
    Liebe Grüße
    Silke

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