Bis einer heult! • Reden ist die beste Medizin
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21. März 2016 | Pia Drießen

Reden ist die beste Medizin

Der erste offizielle Ferientag und dann auch noch einer mit Wäscheberg. Da ich gestern Mittag beim Kuscheln mit Mimi eingeschlafen war, hatte ich heute noch genug Wäsche für einen ganzen Vormittag. Gestern habe ich nämlich die Schränke der Kinder aussortiert.

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Max ist endgültig aus Größe 104 und Mimi aus 92 heraus gewachsen. Wie das oft so ist, waren da aber noch einige kleinere Teile in den Schränken, die nun also ausziehen durften und zumindest bei Mimi eine gähnende Leere hinterließen. Max‘ Schrank konnte ich ja problemlos mit den alten Oberteilen von Alex befüllen. Hosen sind generell ein Problem, da Max momentan nur eine einzige Hose ohne Loch am Knie besitzt und Alex‘ alte Hosen keinen Deut besser aussehen. Wir warten jetzt einfach auf 20 Grad plus und machen dann aus all den Hosen Shorts.

Zum Frühstück wünschte Alex aka „Das Ferienkind“ sich noch einmal Spiegelei mit Würstchen und Mais.

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Das war dann aber auch das Letzte, was er heute wirklich aß. Ich wunderte mich schon sehr, als ich ihm zu Mittag sein Lieblingsessen, Bratnudeln mit Ei, kochte und er dann weinend vor dem vollen Teller saß und lieber „etwas kaltes“ essen wollte. So aß ich dann die Nudeln und Alex ein Schüsselchen Tomaten.

Generell war er heute sehr empfindsam, klagte aber nicht über Schmerzen oder Unwohlsein. Vermutlich ist er wegen des bevorstehenden Urlaubs einfach nur sehr aufgeregt. Vielleicht verunsichert ihn auch einfach die Tatsache, dass er gerade Ferien hat. Veränderungen liegen ihm nach wie vor nicht. Was im Übrigen auch ein Grund ist, warum wir wieder dasselbe Urlaubsziel und dasselbe Ferienhaus gewählt haben.

Wir spielen zwei Runden Kniffel Kids und holten dann Mimi, Max und Alexa zu Fuß vom Kindergarten ab.

IMG-20160319-WA0003Den Nachmittag verbrachten die Kinder im Garten, während wir Muttis ein wenig quatschen konnten und Steffi sich einen Großteil von Mimis aussortiertem Kleiderschrankinhalt für die kleinste Tochter raussuchte. Ich trauere ja nur noch sehr wenigen und besonders schönen Klamotten hinterher und freue mir dann immer einen Ast ab, wenn ich sie nochmal an anderen Kindern getragen wiedersehe. So zum Beispiel das Ballon-Sweatshirt rechts im Bild, das ich für Mimi genäht habe und das sie dann nur 3 Mal trug, bevor es ihr zu klein war. Da hätte ich heulen können. Jetzt darf ich es weiterhin an Alexas kleinen Schwester bewundern <3

Der Schnitt ist übrigens der Herzdame von Fred von SOHO kombiniert mit der Kapuze des Herzbuben. Beides ganz tolle Schnitte, die ich jedem Selbernäher nur wärmstens empfehlen kann.

Zum Abendesse wollte Alex dann immer noch nichts essen und ich machte mir erste Sorge, ob er vielleicht doch krank und nicht nur aufgeregt sein könnte. Seine Körpertemperatur war jedenfalls im grünen Bereich. Unser Fieberthermometer zeigt die gemessene Temperatur tatsächlich je nach Alter (Baby, Kleinkind, Kind/Erwachsener) in Grün, Gelb und Rot an. Ein tolles Feature, um auch den Kindern verständlich zu mache, dass sie normale oder erhöhte Temperatur haben. Das ist nicht ganz unpraktisch, wenn man zum Beispiel morgendlichen „Ich bin ganz heiß! Ich kann heute nicht in die Schule!“-Diskussionen ausgesetzt wird.

Bei Alex war aber alles, wie schon geschrieben, im grünen Bereich. Nachdem die Kleinen im Bett waren massierte ich ihn noch gute 30 Minuten und wir unterhielten uns über Gott und die Welt. Er ist wirklich wegen des Urlaubs aufgeregt. Außerdem quält ihn momentan immer mal wieder die Frage, ob seine Geschwister sich lieber mögen, als ihn, da es immer mal wieder vorkommt, dass Mimi und Max ihn von ihrem Spiel ausschließen. Allerdings gibt es diese Konstellation auch in jeder anderen möglichen Form. Alex und Max schließen Mimi aus. Alex und Mimi schließen Max aus. Aber natürlich empfindet man das immer nur dann als ganz schlimm, wenn es einen selber betrifft.

Zum Schluss konnte ich ihn scheinbar so weit beruhigen, dass er zumindest noch Hunger auf einen Apfel und eine Schüsse Müsli hatte. Reden ist und bleibt einfach die beste Medizin.

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Über den Autor:
Pia Drießen, 1980 in Köln geboren, verheiratet und Mutter von 3 Kindern (*2009, *2010, *2012). Marketing- und Medienberaterin mit Schwerpunkt Social Media. Bloggt seit 2002 mal lauter und mal leiser. Virtuell unterwegs auf Facebook, bei Twitter, Pinterest und auf Google+
    
  1. Jana Preu / Mrz 22 2016

    Hallo Pia, nutzt ihr Massageöl? Wenn ja welches? Möchte bei meinem Sohn jetzt auch mit Entspannung und Massage beginnen. Liebe Grüße 😉

    — via facebook.com

  2. Claudia / Mrz 26 2016

    Liebe Pia – ich bin seit einer Weile begeisterte Leserin und liebe deinen Blog. Weiter so!

    Ich finds immer besonders spannend, wenn du von Alex berichtest – ich finde mich in so vielen Dingen wieder (auch wenn ich doch etwas älter bin als er ;)), auch hier in dieser ganzen „Veränderungen fallen schwer“-Sache. So absurd das klingt: Das gibt mir das Gefühl, dass ich vielleicht doch einfach völlig normal bin und es noch viele Menschen gibt, denen es genauso geht. Vielen Dank dafür!

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