Bis einer heult! • Hoch hinaus und ganz tief unten
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4. April 2016 | Pia Drießen

Hoch hinaus und ganz tief unten

Ja, ich gebe zu. Die Überschrift hört sich vermutlich nach mehr an, als der Artikel Euch jetzt tatsächlich erzählen wird. Sei’s drum.

Nachdem der Mann und ich heute Morgen unseren kleinen Elefanten aka „Das Auto, das nicht mehr ansprang“ in die Werkstatt unseres Vertrauens bugsiert hatten, widmeten wir uns dem Grünschnitt rund ums Haus. Weil: hübsche Beete sind hübsch, aber es zieren auch einige hoch gewachsene Bäume und Büsche unser Grundstück, die dringend eine neue Frisur benötigten. Allen voran wäre da die inzwischen 8 Meter hohe Korkenzieherweide, die ich sehr sehr liebe, die aber auch unfassbaren Dreck macht und inzwischen wild in alle Richtungen gewachsen ist. Kein Morgen ohne verklebte Windschutzscheibe am Auto. Von der Seitenstraße mal ganz zu schweigen.

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Da 8 Meter ja doch eine beachtliche Höhe ist, kaufte der Mann eine Ast-Schere, eine Ast-Säge und einen Vario-Stiel mit bis zu 3m Länge. Außerdem noch so ein Endstück, mit dem man zum einen die Stange auf Hüfte oder Bein abstützen kann und die zum anderen das Seil des Zuges immer gestrafft am Stiel hält und somit die Arbeit ungemein erleichtert. Falls man jetzt keine 3 Meter langen Arme hat, ist diese Kombination unbedingt sinnvoll und hat sich heute als wirklich praktisches Werkzeug erwiesen.

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Zum Glück hatte der Mann über das Garagendach einen guten Zugang zum Baum. Andernfalls hätte er mit einer Leiter in unserer schrägen Auffahrt hantieren müssen, was mir allein in Gedanken schon echte Bauchschmerzen machte.

Während der Mann die gestutzten Äste klein machte, grub ich mehrere Brombeerstrauchwurzeln aus, da diese sich als absolut kinderunfreundlich erwiesen haben und dazu wie Unkraut in jeden Busch und jeden Bauch hineinwachsen. Wir haben die Ranken jetzt schon mehrfach gekappt, aber das Zeug sprießt so unglaublich schnell wieder auf eine unfassbare Länge, dass es nun eben weichen musste. Man glaubt ja gar nicht, wie groß so eine Brombeerstrauchwurzel sein kann. Ich habe jedenfalls nicht schlecht gestaunt, welche Kaventsmänner ich da aus der Erde geholt habe. Eine Wurzel sah so ein bisschen wie ein Herz von der Größe einer stattlichen Mango aus.

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Steffi kam irgendwann dazu und half beim Zerkleinern der Ästen und des Grundschnitts der Büsche. Wir haben eine 120l Bio-Mülltonne randvoll gemacht, 3 Umzugskartons mit Grünschnitt gefüllt und 2 Bündel mit Ästen geschnürt, damit die Müllabfuhr morgen alles mitnehmen kann.

Und weil wir gerade so in Fahrt waren, haben Steffi und ich dann noch das Loch im Garten wieder zugeschüttet, das wir letztes Jahr noch extra ausgehoben haben, um eine ebene Sandgrube für die Kinder anzulegen. Die Kinder wiederum fanden Sand dann plötzlich total doof und langweilig und so blieb es bei den Vorhaben. Da so eine ungenutzte Grube im Garten aber nur wilde Mutmaßungen und Gerüchte in der Nachbarschaft schüren („Gestern Nacht haben sie einen schweren Sack durch den Garten getragen. Die haben da bestimmt wen verbuddelt!„), haben wir also die angehäufte Erde wieder abgetragen, das Loch gefüllt und das Stück Erde so gut es geht begradigt. Schön ist das jetzt nicht (war es vorher aber auch nicht).

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Nun suche ich das schönen Ideen für dieses etwa 6 m² große Stück Erde. Es wurde schon eine Feuerstelle vorgeschlagen, aber dafür ist es einfach zu nah an der Spielstraße (Funkenflug und so) und den Bäumen bzw. Büschen.

Auf jeden Fall soll die hässliche große Tonne noch weichen. Die ist mir schon seit unserem Einzug ein Dorn im Auge. Wiese wird an dieser Stelle leider nicht oder nur sehr schlecht wachsen, da das Stück Erde tatsächlich fast ganztägig im Schatten liegt und der dort stehende Baum im Herbst auch ordentlich nadelt. Schlechteste Bedingungen für Rasenwuchs.

Am Nachmittag aßen wir Kuchen im Garten und sahen den Mädels beim Spielen zu, während Alex mit seinem Papa Monopoly spielte. Da hat er uns schon seit Tagen mit in den Ohren gelegen. „Mama, bitte, können wir mal Monopoly spielen?“ Ich hielt es für zu umfangreich und kompliziert und wollte nun die Junior Edition kaufen. Da Alex aber bekanntlich sehr hartnäckig ist, hat er seinen Papa heute also dann doch bequatscht es mal auszuprobieren. Die Herren spielte also ganze 2,5 Stunden Monopoly und obwohl der Mann zum Schluss gewann, ist Alex jetzt total im Monopoly-Fieber. Morgen versuchen wir dann mal gemeinsam eine Runde zusammen mit Max.

Also, wie ihr lest war das wieder ein ziemlich grüner Tag. Da wir heute aber so gut wir alles geschafft haben, werde ich die kommenden Tage ganz sicher auch mal wieder von was anderem erzählen. Von Nagellack zum Beispiel. Oder dieser coolen Tierhaarbürste, mit der ich im Moment ständig das ganze Haus enthaaren möchte. Oder den Vorbereitungen von Alex‘ 7. Geburtstag. Jaha!!! Es ist nämlich bald wieder soweit!

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Über den Autor:
Pia Drießen, 1980 in Köln geboren, verheiratet und Mutter von 3 Kindern (*2009, *2010, *2012). Von Beruf freiberufliche Autorin und Bloggerin. Bloggt seit 2002 mal lauter und mal leiser. Virtuell unterwegs auf Facebook, bei Twitter, Pinterest und auf Google+
    
  1. Silke / Apr 5 2016

    Oh, Gartenarbeit, wie ich sie liebe *ironieloff* drücke euch die Daumen, dass die Brombeeren endgültig besiegt sind. Wir hatten/haben auch mehrere Büsche im Garten, war mal eine komplette Hecke, haben wir mit dem Bagger ausgebuddelt und alles aus der Erde sortiert, dachten wir, aber irgendwie müssen wir eine kleine Wurzel vergessen haben, die blöden Dinger ranken schon wieder wie wild, menno.

    Achja, falls ihr das nächste mal den Korkenzieher beschneidet, dürfte ich vielleicht einen schönen Ast davon haben, ich suche schon länger einen hübschen Korkenzieherast aber leider hat ja kaum noch jemand Grünzeug im Garten, das Arbeit macht, also zumdindest nicht von den Leuten, die ich so kenne.

  2. Maike / Apr 5 2016

    Wg dem Brombeerenstrauch, den soll man glaub ich auch mit einem Topf einpflanzen damit der eben nicht überall wuchert.

  3. Nadine Andernach / Apr 5 2016

    Wenn ich dieses Wunderschöne Bäumchen sehe, kann ich irgendwie nur daran denken, welch schöne Natur-Kratzbäume man daraus bauen könnte. Solltet ihr also tatsächlich mal ganze Äste oder gar Stämme absägen, und wisst nicht, wohin damit, ich nehm sie gern 😉

    — via facebook.com

  4. mie / Apr 5 2016

    Wie wäre es mit einem Schachfeld auf euren ungenutzten 6m2? Wie die im Park.

  5. M. / Apr 5 2016

    …oder eine einbetonierte Reckstange zum Klettern und Turnen?! Mit so Matten drunter… da hat man noch lange was von und kann später auch mal was zum Lüften drüberhängen.
    LG, M.

  6. Claudia Matthes / Apr 5 2016

    Ein Hochbeet wäre auch eine Möglichkeit

  7. Dirk / Apr 7 2016

    Weiss ja nicht, ob deine Kinder damit was anfangen können, aber wie wäre es mit einem Weidentipi?

  8. Lis / Apr 7 2016

    Eine weitere Möglichkeit für das schattige Plätzchen: Eine gemütliche, mit Wein bewachsene Laube oder ein Pavillion, als kühle Sitzgelegenheit für glühend heiße Sommertage.

    In der Luxusvariante kommt daneben noch ein kleiner Brunnen, bei dem Wasser einen Stein entlang runterplätschert, für das entspannende Ambiente und zusätzliche Kühlung durch Verdunstungskälte.

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